Twin Cities Marathon (USA) am 4. Oktober 2015: Dominic Ondoro (KEN) gewinnt in 2:11:16

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Beim Marathon in den „Zwillings-Städten“ Minneapolis and St. Paul (Minnesota, USA) gewannen Dominic Ondoro (KEN) in 2:11:16 und Abraha Serkelam Bise (ETH) in 2:31:40 den Medtronic Twin Cities Marathon. Dabei war bei den Männern eine Zeit in dieser Dimension noch bei 30 km nach 1:35:04 kaum vorstellbar, weil die Läufer es mit 16:21 für 5 km, 32:20 für 10 km und 1:07:12 für den Halbmarathon recht gemächlich angehen ließen. Dann aber erhöhten Ondoro und Elisha Barno (USA) das Tempo gewaltig und erreichten das Ziel noch deutlich unter 2:12 Stunden. Der 30 Jahre alten Steckenrekord von Phil Coppess mit 2:10:05 war aber nie in Gefahr. Ondoro lief 2:11:16, Barno 2:11:39 und Jacob Chemtai (USA) als Dritter 2:14:13.

Bei den Frauen gab es eine Sprinteintscheidung, die Abraha Bise (ETH) in 2:31:40 vor Jane Kibii (KEN) in 2:31:44 gewann. Abnet Yeshanbel Sime (ETH) landete in 2:32:44 auf Platz 3.

Ferner wurden bei der gleichen Veranstaltung die US-Meisterschaften über 10 Meilen ausgetragen, die Molly Huddle bei den Frauen in 51:44 gewann. Sie gewann auch den „Handicap-Wettberb“ und damit 10,000 US$ gegen den besten Mann Sam Chelanga, der USATF Meister in 46:47 wurde.

9147 Teilnehmer waren bei den 10 Meilen am Start, über 30000 bei den diversen Events des Medtronic „Twin Cities Marathon Weekend“.


Ergebnisse der Männer:

 1. Dominic Ondoro KEN 2:11:16
2. Elisha Barno USA 2:11:39
3. Jacob Chemtai USA 2:14:13
4. Abrahamm Chelanga USA 2:15:53
5. Kipchumba Chelimo USA 2:19:39
6. David Tuwei USA 2:19:57
7. Griffith Graves USA 2:20:51

 

Köln Marathon am 4. Oktober 2015: Hendrik Pfeiffer sorgte im Halbmarathon für das Highlight

 

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Der Kenianer Benson Waweru und die Äthiopierin Gelane Senbete gewannen den Köln-Marathon am heutigen Sonntag. Ohne internationale Konkurrenz siegten Hendrik Pfeiffer in guten 1:03:42 (deutscher U23-Rekord) und Simret Restle-Apel in 1:12:28 im Halbmarasthon.

Der Verzicht in Köln auf Topläufer internationaler Klasse zeigte sich am Ende im Ziel. Bei 10 km lagen noch 4 Läufer vorne, die nach 30:55 auf eine Zeit um 2:10 Stunden liefen. Angesichts der „Klasse“ der Athleten war das überraschend, doch der weitere Verlauf des Rennens zeigte, dass man über seine Verhältnisse lief. Schon beim Halbmarathon sackte das Tempo enorm ab, wo man mit 1:06:13 nur nich auf 2:12 Stunden unterwegs war. Kurz danach fiel der Mann mit der Startnummer „1“, Edwin Yano (KEN) zurück, und nur noch Benson Waweru (KEN) , der in diesem Jahr bereits den Mannheim-Marathon mit 2:21:31 gewonnen hatte, Wubished Zewde (ETH) und Khalid Lablaq (MAR) kämpften um den Sieg. Bei 30 km in 1:35:12 lag man schon auf 2:14 Stunden und wurde noch schwächer. Nach der 40-km-Marke in 2:08:35 fiel die Entscheidung zwischen Waweru und Zewde: Waweru gewann in 2:16:03 mit einer persönlichen Bestzeit vor Zewde, der nach 2:16:22 im Ziel war. Dritter wurde Lablaq in 2:16:38) und Edwin Yano als Vierter brach in 2:27:03 völlig ein. Bester Deutscher wurde als Fünfter Sebastian Reinwand (TSG ROTH) in 2:31:30.

Bei den Frauen gewann Gelane Senbete nach 2:37:33  vor Fatiha Asmid in 2:45:19 und Anja Lamberty (LG Vulkaneifel) in 2:53:27. Incl. Rahmenwettbewerbe waren gut 24500 Teilnehmer auf den Beinen.

koeln-hm-2015-pfeifferHendrik Pfeiffer gewann in Köln den Halbmarathon.  (c) Veranstalter

Ergebnisse der Männer:

1. Waweru, Benson (KEN) 02:16:03
2. Zewde, Wubishet (ETH) 02:16:22
3. Lablaq, Khalid (MAR) 02:16:38
4. Yano, Edwin Kembo (KEN) 02:27:31
5. Reinwand, Sebastian (GER) 02:31:30
6. El-Ouartassy, Mustapha (MAR) 02:34:26
7. Koubaa, Fauzi (GER) 02:34:53
8. Ackermann, Johann (GER) 02:36:48
9. Abdeta, Gutu (ETH) 02:37:38
10. Lilov, Rosen (BUL) 02:37:53

Kosice Marathon (Slowakei) am 4. Oktober 2015: Samuel Kosgei (KEN) verpasst in tollen 2:07:07 den Kursrekord nur ganz knapp

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Bei idealen Wetterbedingungen verbesserte sich der Kenianer Samuel Kosgei am Sonntag beim Marathon in Košice (Slowakei) als Sieger auf 2:07:07 Stunden. In seinem dritten Marathon-Rennen verpasste er den Streckenrekord nur um sechs Sekunden. Im Jahr 2011 war Kosgei bereits 2:07:47 gelaufen, danach konnte er aber weniger überzeugen und hatte immer wieder Probleme mit Verletzungen. Im letzten Jahr in Valencia 2:09:10 gelaufen. Kosgei hatte 2010 in Berlin auf sich aufmerksam gemacht, als er bei den BIG25 über 25 km mit 1:11:50 einen Weltrekord über diese allerdings selten gelaufene Distanz erzielte.

Dass es bei der 92. Auflage (!) dieses Traditionslaufs nciht ganz langsam werden würde, deutete sich schon auf der ersten Hälfte an, nach ca. 15:05 bei 5 km und 45:18 bei 15 km ging es über 1:00:36 bei 20 km zum Halbmarathon in 1:03:59. Hier lagen noch die beiden Tempomacher sowie weitere 6 Läufern vorn. Diese Zahl reduzierte sich über 5 Läufer bei 25 km nach 1:15:53 auch 4 Läufer bei 30 km in 1:31:04, wo beide Tempomacher ihre Dienste quittierten.

Bei 36 km fiel eine Vorentscheidung, Sammy Kosgei und Collins Tanui setzten sich vom letzten Mitstreiter Tolossa Bekuma (ETH) ab und gewannen schnell an Boden. An der 38 km Marke zog dann Kosgei an und setzte sich mit einem km-Abschnitt von 2:55 von Tanui ab. 40 km erreichte Kosgei nach 2:00:53 und zog dann das Tempo noch einmal gewaltig an. Mit km-Abschnitten von 2:49 erreichte nach tollen 6:14 Minuten das Ziel in ausgezeichneten 2:07:07. Das ist immerhin Platz 22 in der aktuellen Jahres-Weltbestenliste.

kosice-2015-first-menDie Erstplatzierten beim diesjährigen Kosice Marathon. Tanui, Kosgei und Bekuma (von links).  (c) stv1

Wie schnell Kosgei auf dem Schlusspart unterwegs war, zeigt eine Zeitdifferenz von 1:01 Minuten zum Zweiten Collins Tanui, der 2:08:08 benötigte. Dann dauerte es noch einmal 3 Minuten, bis Tolossa Bekuma in 2:11:05 als Dritter im Ziel war.

Das Rennen der Frauen war deutlich schwächer besetzt. Hier gewann Diro Melka (ETH) in 2:35:33, nachdem sie bei der Hälfte in 1:15:10 schon 1 1/2 Minuten vor den Verfolgerinnen lag. Zweite wurde ihre Landsfrau Gelan Adugna in 2:40:57.

Ergebnisse der Männer:

1. Samuel Kosgei KEN 2:07:07
2. Collins Tanui KEN 2:08:08
3. Tolossa Bekuma KEN 2:11:05
4. Charles Cheruiyot KEN 2:11:30
5. Kiprugut Kosgey KEN 2:11:33
6. Omanga Mokaya KEN 2:13:34

Inoffizielle Splits der Spitze:

 5 km ca. 15:10
10 km ca. 30:20 ca. 15:10
15 km 45:18 ca. 15:00
20 km 1:00:36 15:18
 HM 1:03:59
25 km 1:15:53 15:17
30 km 1:31:04 15:11
35 km 1:46:10 15:06
40 km 2:00:53 14:43
 Ziel 2:07:07  6:14

Kathrin Müller und Tadesse Dabi gewinnen den Sparkasse 3-Länder-Marathon am 4. Oktober 2015

3-laender-mar-logoIn einer Zeit von 2:13:44 konnte sich der Äthiopier Tadesse Dabi den Sieg im Sparkasse 3-Länder-Marathon sichern. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Kenianer Richard Bett (2:15:59) und Peter Wangari (2:16:39). Bei den Damen sicherte sich die Deutsche Kathrin Müller bei ihrem Premieren-Marathon in 2:50:48 den Sieg vor Monica Carl (GER, 3:06:51) und Anja Kobs (GER, 3:14:59)

Aus den beabsichtigten Jagd auf debn Streckenrekord wurde nichts, denn am Start in Lindau herrschten im strömenden Regen widrigste Bedingungen. Knapp 5.000 der 6.000 Gemeldeten trotzten dem Regen und Wind und gingen in den diversen Disziplinen an den Start. Sie wurden allesamt mit blauem Himmel, der sich gut 1 Stunde nach dem Start zeigte, belohnt.

Turin Marathon am 4. September 2015: Weissteiner läuft Landesrekord und wird Gesamtfünfte

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Ein neuer Südtiroler Landesrekord im ersten Marathon von Silvia Weissteiner war das Highlight des heutigen Marathons in Turin. Mit 2:32:35 blieb sie sehr deutlich unter dem alten Landesrekord von Renate Rungger, aufgestellt 2008 in Carpi in 2:39.59. Sie ist erst die zweite Südtirolerin, die unter 2:40 Stunden bleiben konnte. Nach 10 km in 36:17 und den Halbmarathon in 1:16:28 war klar, dass es beim Debüt der besten Läuferin Südtirols in neue Dimensionen der Marathonszene des Landes gehen würde. Weissteiner hält nun die Landesrekorde über 3000 m (8.44.81), 5000 m (15.02.65) und 10.000 m (32.09.26) und seit heute im Marathon. Vor drei Wochen bestritt sie in Bologna auch ihren ersten Halbmarathon, verpasste dort aber in 1:13:28 Stunden den Landesrekord von Agnes Tschurtschenthaler (1:12.54) um 36 Sekunden. Auf den letzten km überholte sie noch Fatna Maraoui (ITA), die in 2:33:15 Zweite wurde, Platz 3 ging an Tarikua Fiseha (ETH) in 2:51:01.

MSilvia Weissteiner bei ihrem Sieg in Turin

TCS Amsterdam Marathon am 18. Oktober 2015: Wilson Chebet und Tiki Gelana am Start

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On Sunday 18 October Wilson Chebet will be lining up for the TCS Amsterdam Marathon for the sixth time. The 30-year-old Kenyan is hoping to secure a fourth victory in his beloved city of Amsterdam. During the 40th edition of the marathon, the favourite will face serious opposition from Bernard Kipyego (last year’s winner), Tsegaye Mekonnen (2:04:32) and Jonathan Maiyo (2:04:56). With this top line-up, organiser Le Champion is hoping to lower the course record of 2:05:36.

Having competed on five previous occasions, Chebet knows every kilometre of the TCS Amsterdam Marathon. The good-natured Kenyan, who always shouts “I love Amsterdam,” each year, holds the course record of 2:05:36, which he set in 2013. Last year he was not on form and the victory went to fellow Kenyan Bernard Kipyego. Earlier this year Chebet won a place on the podium at the Boston Marathon, where he came third.

Kipyego burst onto the scene last year when he emerged as the winner, setting a personal record of 2:06:22 despite the heat during the 2014 marathon. Can the 29-year-old Kenyan pull it off again this year?

Tsegaye Mekonnen is one of Ethiopia’s most talented runners. The 18-year-old made a big first impression at last year’s Dubai marathon, winning with a very fast time of 2:04:32, which now stands as the official Junior World Record. 27-year-old Jonathan Maiyo also set his personal record in Dubai, finishing fourth in a time of 2:04:56 in 2012. The Kenyan has shown that he is in good form this year, completing the half marathon in 60:08 minutes.

Le Champion has already announced that Dutch marathon runners Michel Butter, Abdi Nageeye and Khalid Choukoud will be competing. All three will be chasing the qualifying time for the Olympic Games in Rio de Janeiro of 2 hours and 11 minutes. Koen Raymaekers and Paul Zwama (Dutch champion in 2014) have also decided to run in this year’s TCS Amsterdam Marathon.

The record for most victories is currently held by Gerard Nijboer, who won the event in 1980, 1984, 1988 and 1989). Chebet is capable of matching this achievement.

The 2015 TCS Amsterdam Marathon has signed up Ethiopia’s Olympic marathon champion Tiki Gelana for the IAAF Gold Label Road Race on 18 October.

The 27-year-old hasn’t won a marathon since her victory in London three years ago but showed signs that the injury problems of 2013 and 2014 are now behind her when she clocked 2:24:26 for third place at the Tokyo Marathon in February, her fastest outing since her Olympic triumph.

Gelana’s national record of 2:18:58 from the 2012 Rotterdam Marathon makes her the fastest in the women’s elite field and, whether coincidentally or not, has always run well in the Netherlands, setting several personal bests over shorter distances in Dutch road races.

She also won the Amsterdam Marathon back in 2011, setting what was then a personal best and course record of 2:22:08, so Gelana has some familiarity with the race itself and knows fast times can emerge if there are favourable weather conditions.

Two places behind Gelana in the Japanese capital at the start of this year was Kenya’s 2014 Commonwealth Games winner Filomena Cheyech, and the latter will also be on the start line in Amsterdam.

Cheyech has a best of 2:22:44, set when winning the Paris Marathon last year.

Another Kenyan added to the Amsterdam women’s field is African 10,000m champion Joyce Chepkirui.

Despite her credentials on the track, Chepkirui has yet to really impress at the marathon and her best stands at a relatively modest 2:29:07, when finishing 10th in Boston this year.

However, she won the high quality Dam tot Dam 10 mile road race in and around Amsterdam last month, running a personal best of 51:30, and this suggest she might be ready to make a big improvement over the

Die fünf großen deutschen Laufveranstalter fordern den DLV auf: Lasst Philipp Pflieger in Rio starten

Nach „Laufmaut“ und Nichtwahl seines Präsidenten ins Präsidium der IAAF sorgt der Deutsche Leichtahtletik Verband (DLV) für die nächste Posse. Der nachstehenden Pressemitteilung ist wenig hinzuzufügen. Vielleicht gründet man nun doch (endlich) einen deutschen Straßenlaufverband und lässt den DLV stehen. Die Damen und Herren des DLVs haben eine derartige Inkompetenz und Ignoranz über die Jahre gezeigt, dass jeglicher Kredit an Verständnis lange verspielt ist.

strassenlaufveranstalter-2015Die Vertreter der fünf größten deutschen Marathons (v.l.): Frank Thaleiser (Hamburg), Gernot Weigl (München-Marathon), Mark Milde (Berlin), Markus Frisch (Köln), Jürgen Lock (Berlin), Jo Schindler (Frankfurt).  (c) SCCevents

In einer Pressemitteilung am Donnerstag fordern die fünf großen deutschen Marathonveranstalter (Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, München) den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) zum Umdenken auf:

„Die mögliche Entwicklung deutscher Läufer zu Athleten von internationaler Klasse wird seit Jahren blockiert. Durch Qualifikationskriterien, die so hoch angesetzt werden, dass sie beinahe keiner erreicht. Deutlich macht dies  aktuell der Fall Pflieger: Der Langstreckenläufer Philipp Pflieger erreichte bei seinem Marathon-Debüt am 27. September in Berlin eine Zeit von 2:12:50 Stunden. Für die Marathon-Premiere eines deutschen Läufers ist dies ein sensationelles Resultat – abzulesen an den nationalen Marathon-Ranglisten der letzten zehn Jahre.

Die vom DLV festgelegte Norm für einen Start bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio liegt jedoch bei 2:12:15 Stunden. So wird aufstrebenden Athleten wie dem 28 Jahre alten Pflieger die Olympiachance genommen. Was dies für seine Motivation und noch viel schlimmer: für die Motivation von Nachwuchsläufern bedeutet, sich der zehrenden Marathon-Laufbahn mit meist nur zwei großen Wettkämpfen im Jahr hinzugeben, dürfte klar sein. Zumal die internationale Norm, festgelegt vom Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) und Internationalen Olympischen Komitee (IOC), bei 2:17 Stunden liegt. Der DLV begründet seine harte Qualifikationszeit damit, nur Marathonläufer nach Rio schicken zu wollen, welche die Chance auf eine Platzierung unter den ersten Acht haben. Nur ist die internationale Konkurrenz im Marathon viel ausgeprägter als in Spezialdisziplinen wie beispielsweise Speerwerfen oder Weitsprung. Es gibt kaum eine andere olympische Disziplin, bei der so viele verschiedene Nationen am Start sind wie in den Laufwettbewerben. Doch deutsche Athleten werden davon vom eigenen Verband quasi ausgeschlossen. Diese harte Gangart ist völlig unverständlich.

Zumal derselbe Verband gerade willkürlich entschieden hat, den Laufveranstaltern ihre Pflichtabgabe je Teilnehmer um 100% zu erhöhen (ursprünglich waren gar 400% geplant). Angeblich, um den Laufsport zu fördern. Doch existiert kein Konzept, wie diese Mittel sinnvoll für den Laufsport verwendet werden. Es wird eine Abgabe erhoben, die größtenteils den Landesverbänden des DLV zufließen soll, doch was diese mit den Mitteln vorhaben, ist völlig ungewiss. Einige Landesverbände haben öffentlich erklärt, dass damit die eigene Verwaltung finanziert werden soll.

Die Marathonmacher in Deutschland haben ihre Mitwirkung bei der Förderung deutscher Athleten nicht nur angekündigt, sondern sind seit Jahren aktiv beteiligt. Sie sind es, die den Marathonsport in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt haben, die deutschen Läuferinnen und Läufern in ihren internationalen Feldern unterstützen und ihnen eine Plattform bieten. Wenn jedoch der eigene Verband mit Normen, die für Läufer aus europäischen Nachbarländern nicht gelten, seinen Athleten den Weg in die internationale Spitze verbaut, sie auf dem Weg dorthin geradezu ausbremst, dann konterkariert dies jegliche Mühe der Marathonveranstalter.

Welchen Stellenwert der Marathon beim Deutschen Leichtathletik Verband einnimmt, zeigt die Formulierung in der Deutschen Leichtathletik Ordnung (DLO), in der die Läufe über die klassische Distanz als „stadionferne Veranstaltungen“ bezeichnet werden. Das mag unglücklich formuliert sein, zeigt aber umso deutlicher, wie man beim DLV die Straßenlauf-Szene betrachtet – entfernt eben.“

4. Hengshui Lake International Marathon (China) am 26. September 2015: Ernest Ngeno (KEN) siegte in 2:07:57

henshui-marathon-logoSehr gute Leistungen gab es am Wochenende auch beim Hengshui Lake International Marathon in China, wo bei den Frauen Agnes Kiprop (KEN) mit 2:25:46 den Streckenrekord aus dem Jahr 2013 (2:26:07, Aberu Mekuria (ETH)) deutlich verbessern konnte. Schon kurz dahinter wurde Marta Megra (ETH) in 2:25:59 in persönlicher Bestzeit Zweite.

Bei den Männern ging Ernest Ngeno (KEN) schon früh auf die Jagd nach dem Streckenrekord, den der Äthiopier Markos Geneti im letzten Jahr mit 2:07:38 aufstellt. Am Ende verfehlte er die Marke mit 2:07:57 um nur 19 Sekunden. Hinter ihm musste man lange warten, bevor Tesfaye Didaba (ETH) in 2:10:00 und Abdellah Tagharafi (MAR) mit 2:10:49 das Ziel erreichten.

Bei dem Lauf, der erst seit 2012 durchgeführt wird, gingen wieder über 15000 Teilnehmer an den Start.

Ergebnisse der Männer:

1. Ernest Kiprono Ngeno, KEN        2:07:57 PB
2. Tesfaye Abera Dibaba, ETH        2:10:00
3. Abdellah Tagharafi, MAR          2:10:49 PB
4. Alfred Kipkogei Kering, KEN      2:12:15
5. Gebretsadik Abraha Adihana, ETH  2:13:09
6. Siraj Gena Amda, ETH             2:15:17
7. Muhan Hasi, CHN                  2:17:47
8. Xu Wang, CHN                     2:18:06
9. Yang Changjia, CHN               2:20:09
10. Guan Siyang, CHN                 2:21:0?

Ergebnisse der Frauen:

1. Agnes Jepkembi Kiprop, KEN       2:25:46 CR*
2. Marta Lema Megra, ETH            2:25:59 PB
3. Shuko Genemo Wote, ETH           2:27:29 PB
4. Liu Ruihuan, CHN                 2:28:35 PB
5. Hua Shaoqing, CHN                2:30:58 PB
6. He Yinli, CHN                    2:31:33
7. Zhang Yingying, CHN              2:31:38
8. Aberu Mekuria Zennebe, ETH       2:32:53
9. Jin Lingling, CHN                2:33:22
10. Guteni Shone, ETH                2:33:37
11. Wang Jiali, CHN                  2:33:39
12. Yue Chao, CHN                    2:38:53
13. Hao Xiaofan, CHN                 2:39:24

37. PZU Warschau Marathon am 27. September 2015: Eziekiel Omullo (KEN) siegt in 2:09:19

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Mit einer Zeit von unter 2:10 Stunden gab es auch beim Herbst-Marathon in der polnischen Hauptstadt ein leistungssportliches Highlight. Eine fünfköpfige Gruppe lief die ersten 5 km in 14:53 sehr schnell an, mit 30:39 bei 10 km ging über 46:03 bei 15 km in 1:01:29 zur 20 km-Marke. Hier hatten zwei weitere Läufer aufgeschlossen, so dass 7 Läufer den Halbmarathon in 1:04:51 passierten. Bei 25 km in 1:16:31 hatten sich der spätere Sieger Ezekiel Omullo (KEN) sowie Victor Kipchirchir (KEN) vom Rest der Spitzengruppe abgesetzt und über 30 km in 1:32:03 fiel kurz vor der 35 km in 1:47:23 die Entscheidung. Der Vorsprung von 4 Sekunden für Omullo wuchs schnell an, bei 40 km in 2:02:38 lag er fast eine Minute vor seinem Verfolger und gewann den Lauf überlegen nach 2:09:19. Zweiter wurde Kipchirchir in 2:10:45 vor Johnstone Mayio (KEN) in 2:10:58.

Bei den Frauen blieb mit der Siegerin Ruth Wanjiru (KEN) in 2:29:39 nur eine Läuferin unter 2 1/2 Stunden.

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Ezekiel Omullo (KEN) gewann in Warschau in 2:09:19.  (c) Veranstalter

Ergebnisse der Männer:

  1. Ezekiel Omullo (Kenia) – 02:09:19,
  2. Victor Kipchirchir (Kenia) – 02:10:45
  3. Johnstone K. Mayio (Kenia) – 02:10:58
  4. Abebe Negash Duki (Etiopia) – 02:14:10
  5. Benson Oloisunga (Kenia) – 02:14:41
  6. Kipchumba Stephen Rutto (Kenia) – 02:15:58
  7. Abraraw Misganaw (Etiopia) – 02:19:53
  8. Lahcen Mokraji (Maroko) – 02:23:12
  9. Dariusz Nożyński (Polska) – 02:25:13
  10. Bartosz Olszewski (Polska) – 02:25:55

Ergebnisse der Frauen:

  1. Ruth Wanjiru (Kenia) -02:29:39
  2. Lilia Fiskowicz (Mołdawia) – 02:35:12
  3. Izabela Trzaskalska (Polska) – 02:35:33
  4. Abebe Ayelu Hordofa (Etiopia) – 02:36:02
  5. Anna Szyszka (Polska) – 02:37:47
  6. Tola Worknesh Bira (Etiopia) – 02:41:08
  7. Jepkurui Gladys Biwott (Kenia) – 02:42:30
  8. Dalia Delewska (Polska) – 02:55:27
  9. Katarzyna Gorlo (Polska) – 02:59:19
  10. Elina Junnila (Finlandia) – 03:05:18

42. Berlin Marathon: Eliud Kipchoge und Gladys Cherono gewinnen mit Welt-Jahresbestzeiten

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Mit den (fast zu erwartenden) Siegen von Eliud Kipchoge (KEN) in 2:04:00 und von Gladys Cherono (KEN) in 2:19:25 ging heute die 42. Ausgabe des Berlin Marathons über die Bühne. Bei nahezu perfekten Bedingungen erzielten nicht nur viele Athleten bemerkenswerte Bestleistungen, sondern auch der Zuschauerzuspruch stieg wieder nach einem erheblichen Absinken über die letzten Jahre merklich an. Während bei den Frauen das Ziel einer Zeit von unter 2:20 Stunden zumindest von der Siegerin erreicht wurde, blieb ein erhoffter weiterer Weltrekord bei den Männern auf der Strecke.

Eigentlich schon recht früh musste am befürchten, dass es mit der Jagd auf den Weltrekord sehr schwer werden dürfte. Trotz der Tempojagd an der Spitze verlor man zunehmend auf die globale Bestmarke, wobei man mit einem sehr konstanten Tempo über 5 km in 14:37, 10 km in 29:17, 15 km in 43:52 und 20 km in 58:38 die Halbmarathonmarke nach 1:01:53 erreichte. Damit lag man auf Kurs zu einer Zeit von 2:03:46 und deutlich hinter der Vorgabe aus dem technischen Meeting von 1:01:30 zurück. Selbst mit einer erheblichen Steigerung des Tempos waren zum Weltrekord notwendige 1:01:04 für die zweite Hälfte kaum zu erwarten.  Bis hierhin lagen zusammen mit einem verbliebenen Tempomacher noch alle Favoriten auf den Sieg beeinander: Eliud Kipchoge, Emmanuel Mutai, Feyisa Lelisa, Geoffrey Mutai und – etwas überraschend – Eliud Kiptanui.

Wie in den Vorjahren fiel eine Vorentscheidung ab 30 km, nachdem der letzte Tempomacher nach 29,5 km seinen Dienst quittierte. Dabei kam als eine Besonderheit hinzu, dass der Favorit Eliud Kipchoge schon seit den ersten Kilometern seine Einlagesolen fast zu verlieren schien, die weit nach hinten aus den Schuhen ragten. Der gute Mann lief somit ohne wichtige Dämpfung im Vorfuß und bekam am Ende des Rennens zunehmend Schmerzen im Fußbereich. Auch wenn sich der Hersteller des Schuhs – ein in der Tat renommiertes Label – später entschuldigte, sehr professionell erschien die ganze Aktion kaum, zumal man jedem Anfänger empfiehlt, die Wettkampfschuhe ausreichend einzulaufen. Wenn auch der Weltrekord vermutlich nie in Gefahr war, die Posse kostete Kipchoge sicher mehr als eine halbe Minute und damit die Aufnahme im sehr kleinen elitären Klub der sub-2:04-Läufer.

Trotz dieses Handicaps stand sein Sieg nie in Frage, nachdem bereits bei 29 km mit Geoffrey Mutai ein vermeintlicher Anwärter auf den Sieg zurückfiel. Als Kipchoge ähnlich wie in Chicago oder London nach 32 km zum Finale blies, verloren die Mitstreiter schnell an Boden. km-Abschnitte von 2:48, 2:52, 2:53 (trotz heraushängender Innensohle) zeigten Wirkung. Nach 33 km gab es eine weitere Überraschung als Emmanuel Mutai aus der Verfolgergruppe zurückfiel und auch Feyisa Lilesa im Tempo nachlassen musste. Dafür konnte Eliud Kiptanui sein Tempo halten und lag nach 35 km sehr deutlich auf Platz 2. Nachdem Kiptanui in den letzten Jahr unglücklich und schwach agierte, war dies die Wiedergeburt eines Hoffnungsträgers der kenianischen Marathonszene.

Vorne spulte Kipchoge ungefährdet sein Programm ab, wobei die flatternden Sohlen und die fehlende Dämpfung Konsequenzen hatten. Denn ab 38 km ruschten die Splits um oder über 3 Minuten pro Kilometer und verhagelten dem Kenianer eine absolute Topzeit und die 20000 US$ Prämie für eine Zeit unter 2:04 Stunden. Noch bei 41 km lag er auf Kurs zu 2:03:57. Als er nach Durchqueren des Brandenburger Tors zum (etwas müden) Finale blies, war es für diese Prämie ganz knapp zu spät, er siegte in 2:04:00. Das ist Jahres-Weltbestzeit und Hausrekord für den aktuell vermeintlich besten Marathonmann der globalen Szene.

b-mar-2015-kipchoge-portrait-pkEliud Kipchoge gewann nach Chicago und London auch in Berlin einen Marathon der Marathon Majors Serie.  (c) H. Winter

Bei den Verfolgern veränderte sich nichts mehr. Fast sensationell ist Eliud Kiptanui wieder zurück und lief mit 2:05:21 neue Bestzeit. Dritter wurde Feyisa Lilesa (ETH) in 2:06:57 und Emmanuel Mutai folgte in 2:07:46. Mit Geoffrey Mutai in 2:09:29 blieben nur fünf Läufer unter 2:10 Stunden, sicherlich auch eine Folge der für einige Athleten zu schnellen ersten Hälfte. Sechster wurde Reid Coolsaet (CAN), der in 2:10:28 nur knapp am uralten Landesrekord scheiterte.

Dahinter zeigten die beiden deutschen Nachwuchsläufer Philipp Pflüger und Julian Flügel ein beherztes Rennen und versuchten sich wie zuvor beabsichtigt an der deutschen Schwachsinns-Olympianorm von 2:12:15 (der Weltmeister in Beijing war langsamer!) und liefen die Halbdistanz in 66:02 an. Danach war das Tempo aber für beide nicht ganz in Richtung der Norm zu halten. Mit Bestzeiten kamen Pflieger in 2:12:50 und Flügel in 2:13:57 ins Ziel. Wie unsinnig die überzogene DLV-Norm ist (int. Standard 2:17), zeigt u.a. auch die Tatsache, dass der Schweizer Christian Kreienbühl mit der gleichen Zeit wie Flügel ins Ziel kam und in Rio dabei sein wird. Bei der Pressekonferenz nach dem Lauf wurde dieses Thema diskutiert, ein Vertreter des DLV war aber nicht zugegen, um Stellung zu nehmen.

Falk Cierpinski dürfte nach dem Aussteigen hinter dem Halbmarathon wohl langsam über das Ende seiner Karriere nachdenken müssen. In 1:07:39 lag er zur Hälfte schon 1 1/2 Minuten in Bezug auf seine deutschen Mitstreiter zurück und war hinsichtlich einer akzeptablen Zeit chancenlos.

b-marathon-2015-pfliegr-pkPhilipp Flieger lief mit 2:12:50 eine beachtliche Zeit, wird aber damit bei Olympia nicht dabei sein. Oder?  (c) H. Winter

Bei den Frauen spitzte sich alles auf den Zweikampf zwischen Aberu Kebede (ETH) und der Gladys Cherono (KEN) zu, den die Kenianerin am Ende recht deutlich mit der angepeilten Zeit von unter 2:20 Stunden gewann. Ähnlich wie bei den Männern fiel die Enscheidung früh bei 31 km, wo sich Cherono mit einem schnellen km in 3:13 absetzen konnte. Der Vorsprung vergrößerte sich zusehends, wobei die verhalten angelaufenen ersten 10 km einen neuen Streckenrekord (2:19:12) verhinderten. Cherono siegte in 2:19:25 vor Kebede in 2:20:48. Auf Platz 3 musste man dann lange warten, ehe Meseret Hailu (ETH) in 2:24:33 ins Ziel kam.

Erfreulich der neue Schweizer Rekord durch Maja Neuenschwander in 2:26:49, während Anna Hahner die hohen Erwartungen im zweiten Teil nicht erfüllen konnte und neben einer Bestzeit vor allem auch die Norm für Rio von 2:28:30 verpasste. Obwohl sich der Haudegen Hermann Achmüller aus Südtirol als Ersatz für schwächelnde Tempomacher nach Kräften mühte, zeigte die zu schnelle erste Hälfte in 1:13:12 Wirkung und mit „nur“ 2:30:19 kam Anna ins Ziel. Die Befürchtung, dass ihre Leistungen auf den Unterdistanzen nicht ausreichen, erwiesen sich als nüchterne Realität,

b-marathon-2015-cherono-37kmGladsy Cherono gewann in 2:19:25 und ist damit die 18. Läuferin im sub-2:20-Klub.  (c) H. Winter

b-mar-2015-milde-pkRace Director Mark Milde zog insgesamt auch ohne Weltrekord eine sehr positive Bilanz der Veranstaltung.  (c) H. Winter

Ergebnisse der Männer:

1. » Kipchoge, Eliud (KEN) 02:04:00
2. » Kiptanui, Eliud (KEN) 02:05:21
3. » Lilesa, Feyisa (ETH) 02:06:57
4. » Mutai, Emmanuel (KEN) 02:07:46
5. » Mutai, Geoffrey (KEN) 02:09:29
6. » Coolseat, Reid (CAN) 02:10:28
7. » Naert, Koen (BEL) 02:10:31
8. » Shegumo, Yared (POL) 02:10:47
9. » Gokaya, Koji (JPN) 02:10:58
10. » Overall, Scott (GBR) 02:11:24
11. » Asmamaw Tiruneh, Chalachew (ETH) 02:11:54
12. » Shelley, Michael (AUS) 02:12:20
13. » Llano, Matt (USA) 02:12:28
14. » Sato, Yuki (JPN) 02:12:32
15. » van Schuerbeeck, Willem (BEL) 02:12:49
16. » Pflieger, Philipp (GER) 02:12:50
17. » Caelen, Florent (BEL) 02:12:51
18. » Kreienbühl, Christian (SUI) 02:13:57
19. » Flügel, Julian (GER) 02:13:57
20. » Solomon, Tesfamariam (ERI) 02:14:51
21. » Seaward, Kevin (IRL) 02:14:52
22. » Sakai, Masanori (JPN) 02:14:52
23. » Lehmann, Adrian (SUI) 02:15:08
24. » Ciobuna, Sergiu (IRL) 02:15:14
25. » Moogas, Tesama (ISR) 02:15:29


Die Splits des führenden Läufers:

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    Ergebnisse der Frauen:

1. » Cherono, Gladys (KEN) 02:19:25
2. » Kebede, Aberu (ETH) 02:20:48
3. » Hailu, Meseret (ETH) 02:24:33
4. » Bekele, Tadelech (ETH) 02:25:01
5. » Deelstra, Andrea (NED) 02:26:46
6. » Neuenschwander, Maja (SUI) 02:26:49
7. » Nemec, Lisa (CRO) 02:27:57
8. » Tanaka, Tomomi (JPN) 02:28:00
9. » Samuels, Sonia (GBR) 02:28:04
10. » Tola, Fate (ETH) 02:28:24
11. » Dixon, Alyson (GBR) 02:29:30
12. » Kowalska, Katarzyna (POL) 02:29:41
13. » Hahner, Anna (GER) 02:30:19
14. » Hayakawa, Eri (JPN) 02:31:27
15. » Toniolo, Deborah (ITA) 02:31:28
16. » Dejaeghere, Veerle (BEL) 02:31:56
17. » Lee, Elizabeth (IRL) 02:32:51
18. » Arzapana, Vilma (PER) 02:33:21
19. » Dionne, Hilary (USA) 02:34:45
20. » Komu, Martha (FRA) 02:35:12


Die Splits der führenden Läuferin:

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42. Berlin Marathon – Pressekonferenz mit den Elitemännern: In die Regionen des Weltrekords

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Sehr optimistisch äußerten sich die Elitemänner beim diesjährigen Berlin Marathon zu den Zeiten angesichts der zu erwartenden Bedingungen am kommenden Sonntag. Mit etwa 61:30 will man die erste Hälfte in Angriff und damit alle Optionen für eine schnelle Zeit offenhalten. Dass Berlin zu dritten Mal in Folge einen Weltrekord im Marathon der Männer verzeichnen könnte, liegt durchaus im Bereich der Möglichkeiten.

Wie schon berichtet, sind Emmanuel Mutai, Eliud Kipchoge sowie Geoffrey Mutai (alle Kenia) die Topstars bei den Männern. Allen diesen Athleten ist die Berliner Strecke bestens vertraut. Geoffrey siegte in einem (nach)denkwürdigen Rennen gegen Dennis Kimetto 2012, Emmanuel wurde letztes Jahr Zweiter wie auch Eliud 2013. Insbesondere die Vorstellungen von Kipchoge in Chicago 2014 und London 2015, wo er jeweils gegen sehr starke Konkurrenz gewann, bürden ihm eine gewisse Favoritenrolle auf. Bei den beiden Mutais bleibt abzuwarten, ob die ein Formtief bzw. Verletzungen diverser Art überwunden haben.

Neben der Topgruppe mit Ziel von zunächst 61:30 für die Halbdistanz wird es weitere Gruppe mit den Vorgaben von 64 und 65 Minuten sowie 66:20 geben. In der letzten Gruppe werden auch die deutschen Asse Phillip Pflieger, Falk Cierpinski und Florian Flügel anlaufen. Mit einem solchen Tempo käme dann die völlig überzogene Norm des DLV für die Olympischen Spiele in Ro de Janeiro in Reichweite. Inwieweit sich ein so hohes Tempo allerdings für die deutschen Wettstreiter als sinnvoll erachten lässt, wird sich erst am Sonntag nach der ersten Stunden des Laufs zeigen.

Mit der „zweiten Welle“ geht dann auch eine 42 x 1000 m Staffel an den Start, die der Nachrichtenkanal Inforadio des RBB rekrutiert hat. Die Startzeit ist 15 Minuten hinter der Elite. Da die Herren und Dame vermutlich der 2 Stundengrenze sehr nahe kommen werden, dürften Läufer über 2:15 Stunden von dieser Truppe engagierter Freizeitläufer eingeholt werden. In Japan werden übrigens solche Leistungen von Grundschülern erbracht …

b-marathon-2015-pk-topmenDie Topstars des 42. Berlin Marathons: Emmanuel Mutai, Eliud Kipchoge und Geoffrey Mutai (von links, alle Kenia).  (c) H. Winter

Einige der Eliteathleten:

Geoffrey Mutai (KEN) 2:03:02
Emmanuel Mutai (KEN) 2:03:13
Eliud Kipchoge (KEN) 2:04:05
Feyisa Lilesa (ETH) 2:04:52
Eliud Kiptanui (KEN) 2:05:39
Tamirat Tola (ETH) 2:06:17
Lusapho April (RSA) 2:08:32
Masanori Sakai (JPN) 2:09:10
Tomoyuki Morita (JPN) 2:09:12
Koji Gokaya (JPN) 2:09:21
Falk Cierpinski (GER) 2:13:30
Julian Flügel (GER) 2:14:20
Philipp Pflieger (GER)

42. Berlin Marathon – Pressekonferenz mit der Frauenelite: Die Frauen wollen unter 2:20 Stunden laufen

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Auf der heutigen Pressekonferenz zum Berlin Marathon am kommenden Sonntag gaben die beiden Topstars des Laufs, die Äthiopierin Aberu Kebede sowie die Kenianerin Gladys Cherono bekannt, dass sie planen, eine Zeit unter der Schallmauer von 2:20 Stunden zu erzielen. Auf Grund aktueller Wetterprognosen sind die äußeren Bedingungen für ein solches Vorhaben recht günstig.

Weiterer Bericht folgt in Kürze.

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Einige der Eliteläuferinnen:

Gladys Cherono (KEN) 2:20:03
Aberu Kebede (ETH) 2:20:30
Meseret Hailu (ETH) 2:21:09
Tadelech Bekele (ETH) 2:22:51
Fate Tola (ETH) 2:25:14
Eri Hayakawa (JPN) 2:25:31
Lisa Nemec (CRO) 2:25:44
Tomomi Tanaka (JPN) 2:26:05
Anna Hahner (GER) 2:26:44
Deborah Toniolo (ITA) 2:28:31
Maja Neuenschwander (SUI) 2:29:42

PSD Hamburg Halbmarathon am 20. September 2015: Gabius auf gutem Weg nach Frankfurt

psd-hamburg-hm-logoIn einem letzten Test vor dem Frankfurt Marathon präsentierte sich Arne Gabius beim PSD Bank Halbmarathon Hamburg in guter Verfassung hinsichtlich seiner Vorbereitungen auf den Frankfurt Marathon am 25. Oktober 2015. In einem Lauf ohne jede weitere ernsthafte Konkurrenz lag Gabius schnell weit vor dem restlichen Feld und passierte die 10 km nach 30:23. Dieses Tempo konnte er im zweiten Teil noch leicht steigern und siegte in 1:03:49 mit über 10 Minuten Vorsprung vor der Konkurrenz. Mit diesem Tempo unter einer Marathonzeit von 2:08 bewegte er sich in etwa in dem Regime von Zeiten, das er auch in Frankfurt anpeilt. Der deutsche Uralt-Rekord des Dresdners Jörg Peter von 2:08:47 ist also in der Tat in Gefahr.

b-hm-2015-gabiusArne Gabius testete beim PSD Halbmarathon seine Form hinsichtlich des Frankfurt Marathons am 25. Oktober 2015.  (c) H. Winter


Ergebnisse der Männer:

1. Gabius, Arne (GER) Lauf Team Haspa Marathon
01:03:49
2. Michalak, Claudius (GER) 01:15:12
3. Bekakcha, Mourad (GER) Hamburger SV 01:17:50
4. Sell, Rainer (GER) Hamburger Laufladen 01:19:22

 

 

 

42. Berlin Marathon: Eliud Kiopchoge will den Marathon-Weltrekord jagen

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Eliud Kipchoge macht nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Hsinghua heute (Dienstag) auf den Weg nach Berlin. Mit im Flugzeug werden Emmanuel und Geoffrey Mjutai sowie Gladys Cherono sitzen, von denen alle außergewöhnliche Leistungen in der deutschen Hauptstadt erwartet werden können. Da die aktuellen Wetterprognosen vielversprechend sind, dürfte einem sehr schnellen Rennen am Sonntag nichts entgegen stehen.

Die Wetterdaten am 27. September 2015:

  Zeit  T Tpkt hum   Regen   Wind  Ldruck
9:00 am 10 °C 9 °C 92% Heiter 0 mm 8 km/h WNW 1027hPa
10:00 am 12 °C 8 °C 81% Heiter 0 mm 8 km/h WNW 1027hPa
11:00 am 13 °C 8 °C 71% Heiter 0 mm 10 km/h NW 1027hPa
12:00 pm 15 °C 8 °C 61% Heiter 0 mm 11 km/h NW 1027hPa

Kipchoge hat für Berlin klare Ziele:  „I want the world record of course. It is what everyone is talking about. But the important thing first is to win the race and let the record fall in place by itself. The focus is on the world record and I want to do just that. I have not run under two hours and four minutes and that is my inspiration. I have confidence in my speed and endurance levels. But it is important to keep the momentum until the marathon time„.

Kipchoge lief seine beste Zeit 2013 in Berlin mit 2:04:05, wo im gleichen Rennen Wilson Kipsang mit 2:03:38 Weltrekord lief und gewann. Für Kipchoge war das damals erst der zweite Marathon. Danach überzeugte Kipchoge mit Siegen in Chicago im Oktober 2014 und beim London Marathon im April, wo er die versammelte Weltelite, incl. Wilson Kipsang, schlug. Nun ist sein Ziel, diese großartige Form auch auf die Zeit umzusetzen, sein Fokus liegt auf den 2:02:57 seines Landsmanns Dennis Kimetto, der diese Zeit erst beim letzten Berlin Marathon lief.

Dabei bestehen interesante Parallelen zwischen den beiden Topstars. Kipchoge ist am Sonntag 30 Jahre alt, genauso so alt wie Kimetto beim Weltrekord (so die Geburtsdaten stimmen …) und auch für Kipchoge wird Berlin der sechste Marathon seiner Karriere sein, von den fünf Läufen zuvor gewann Kipchoge bis auf die Niederlage gegen Kipsang die restlichen vier (Hamburg, Rotterdam, Chicago, London). Sollte Kipchoge in Berlin gewinnen, hätte er mit Siegen in Rotterdam, Chicago, London und Berlin eine Art „Super Grand Slam“ erzielt.

Wie sehr sich Kipchoge auf die Mission „Weltrekord“ schon früh konzentriert hatte, zeigt die Tatsache, dass er im Gegensatz zu Wilson Kipsang und Dennis Kimetto nie einen Start unter brutalen Bedingungen bei der WM im August in Beijing ins Auge gefasst hatte.

london-2015-kipchoge-finish-42kEliud Kipchoge will beim Berlin Marathon am 27. September 2015 den Weltrekord von Dennis Kimetto jagen.  (c) H. Winter