48. Chevron Houston Marathon am 19. Januar 2020: Weltklasse-Felder im Halbmarathon und Marathon am Start

houston-mar-logoMit hochklassigen Feldern an Eliteathleten wird die 49. Ausgabe des Chevron Houston Marathon am 19. Januar 2020 an den Start gehen. Vor allem im gleichzeitig ausgetragenen aramco Houston Half Marathon sind ohne Zweifel Felder von absoluter Weltklasse am Start. Waren im letzten Jahr noch 5 Topläufer im Halbmarathon mit Bestzeiten von unter einer Stunde – die Schwelle zu absoluten Weltklasse – am Start, sind dies in diesem Jahr neun. Und im Halbmarathon der Frauen steigerte sich die Zahl der Läuferinnen mit PBs besser als 68 Minuten von sechs auf nun zehn. Ähnlich sieht die Bilanz über die volle Marathondistanz aus, wo neun Athleten schon schneller als 2:09 Stunden und sechs Läuferinnen unter 2:27 Stunden gerannt sind.

Race Director Brant Kotch hat zusammen mit Elitekoordinator Nathan Schaffer auch in diesem Jahr wieder ein Weltklassefeld nach Houston bekommen. (c) H. Winter

Völlig zu recht kann somit der Chevron Houston Marathon Race Director und Board President Brant Kotch behaupten: “Once again, our elite team continues to draw a competitive international field. It is because of their efforts and the hospitality the city of Houston extends for our weekend of events that the Chevron Houston Marathon and Aramco Houston Half Marathon continue to prove themselves among the top road races on the world stage. The awarding of gold label status marks the culmination of many years of dedication to the elite athletes in our sport. We are proud to showcase our support of these athletes through this recognition and feel it further emphasizes our commitment to clean sport.”

Jemal Yimer ist der Mann mit der besten Vorleistung und war schon im letzten Jahr in Houston am Start. (c) H. Winter

In dem Event mit dem Gold Label von World Athletics ist das vermeintlich stärkste Elitefeld im Halbmarathon der Männer zu finden, wo mit Jemal Yimer (ETH) einer der besten Akteure über diese Distanz am Start ist. Im Jahr 2018 wurde er hinter dem damals Weltrekord laufenden Abraham Kiptum in Valencia in 58:33 Zweiter, seine gute aktuelle Form bestätigte er Ende Oktober 2019 in Valencia als Dritter in 59:09. Im letzten Jahr wurde er in Houston bei unüblicher Eiseskälte in 1:00:14 von Shura Kitata (ETH) knapp geschlagen, der gleichfalls wieder am Start ist.

Kitata war erst am Sonntag beim Xiamen Marathon am Start, stieg dort aber nach 10 km unvermittelt aus. Ob dies einer Wadenverletzung zuzuschreiben war oder geplant war, ist derzeit unklar. Mit einer PB von 59:16 (Philadelphia 2018, off. nicht anerkannt) hat einer sicher gute Aussichten seinen Erfolg aus dem Vorjahr in 1:00:11 zu wiederholen. Der Marathonspezialist mit einer PB von 2:04:49 aus dem Jahr 2018, wo er Eliud Kipchoge beim London Marathon lange Paroli bot, ist bereits zum dritten Mal in Houston dabei.

frankfurt-mar-2017-kitata-42kmShura Kitata ist einer der Topfavoriten im Halbmarathon. (c) H. Winter

Auch der Sieger des Jahres 2018, Jake Robertson (NZL), ist nach einer langen Verletzungspause wieder am Start. Robertson gewann in 1:00:01, auf dem nicht Regel konformen Kurs des Great North Run lief er mit 59:58 noch geringfügig schneller. Weitere Topleute mit guten Aussichten auf das Podium oder sogar den Sieg sind Bernard Ngeno (KEN), der sich erst im Oktober in Valencia auf 59:07 steigerte, Andamlak Belihu (ETH), der den Halbmarathon in der indischen Hauptstadt Delhi in 59:10 gewann, sowie Abel Kipchumba (KEN) mit einer PB von 59:29 beim Halbmarathon in Valencia im Jahr 2018.

Zu erwähnen ist ferner Shadrack (Kimining) Korir (KEN) mit einer PB von 59:32, womit er in Cardiff am 7. Oktober in 59:32 Zweiter wurde, bereits am 27. Oktober war er in Valencia in 59:40 schon wieder auf den Beinen. Ein weiterer Läufer mit einer PB von unter einer Stunde ist Philemon Kiplimo (KEN), der in Kopenhagen im Oktober 59:57 lief. Die Spitze des Elitefeldes rundet Gabriel Gey (TAN) ab, der seine Bestleistung von 1:00:26 als Vierter in Houston erzielte.

Bei den Frauen ist Caroline Kipkirui (KEN) der Topstar, die mit 1:05:07 in Ras Al Khaimah im Feburar 2018 einer der schnellsten Halbmarathonzeiten bei den Frauen überhaupt lief, einen Monat zuvor war sie in Houston in 1:06:48 auf Platz 2 eingelaufen. Starke Konkurrenz dürfte ihr durch die 10.000 m Europameisterin Lonah Salpeter (ISR) erwachsen, die sich im April 2019 in Prag auf 1:06:09 steigerte. Einen Monat später lief sie dort im Marathon hochklassige 2:19:46. Gelete Burka (ETH) lief nach einer erfolgreichen Bahnkarriere 2018 in Valencia 1:06:11, während die junge Dorcas Tuitoek (KEN) ihre PB von 1:06:33 als Zweite beim Halbmarathon in Istanbul aufstellte.

Ruti Aga gewann im März 2019 den Tokyo Marathon und im Januar 2018 den Halbmarathon in Houston. (c) NHK/Screenshot

Ruti Aga (ETH) gewann den Halbmarathon in Houston im Jahr 2018 in 1:06:39 und wurde danach beim Tokyo Marathon in 2:21:19 Zweite, wie auch im Herbst in Berlin mit 2:18:34. Im März 2019 konnte sie dann den Tokyo Marathon in 2:20:40 gewinnen. Brillian Kipkoech (KEN) war im September 2019 in Kopenhagen in 1:07:12 dabei. Neben einer ganze Reihe weiterer aussichtreicher Athleten sind vor allem die US-Läuferinnen Molly Huddle (USA), deren PB von 1:07:25 aus dem letzten Jahr der aktuelle US-Rekord ist, und Jungstar Jordan Hasay (USA), die ihre beste Zeit 2017 in Prag mit 1:07:55 lief. Nach langer Verletzungspause startete sie im Oktober ein Comeback beim Chicago Marathon, musste dort aber schon nach wenigen Kilometern wegen einer weiteren Verletzung aussteigen.

Im Marathon der Männer ist der mittlerweile für Bahrain startende Hassan El Abassi (BRN) mit 2:04:43 der schnellste Mann im Feld. Diese Zeit erreichte er im Dezember 2018 in Valencia, die deutlich unter dem aktuellen Streckenrekord von 2:06:51 durch Seriensieger (3x) Bazu Worku aus dem Jahr 2012 liegt. Sein größter Konkurrent dürfte Woldaregay Gezahegn (ETH) sein, der seine PB von 2:05:56 im April 2018 in Rotterdam lief, im Oktober 2018 gewann er den Frankfurt Marathon in 2:06:37 und im letzten Jahr lief er in Dubai 2:06:09, in Rotterdam 2:09:03 und in Ljubljana 2:07:29. Der Mann ist somit in bester Form für ein schnelles Rennen.

Bei dem geplanten flotten Rennen dürften auch John Langat (KEN) und Benson Seurei (BRN) eine Rolle spielen, die sich im Oktober 2019 in Einhoven auf 2:07:11 sowie im Dezember 2018 in Valencia auf 2:07:37 steigerten. Zu beachten ist auch Amanuel Mesel (ERI), dessen PB von 2:08:17 bereits aus dem Jahr 2013 stammt, beim Fukuoka Marathon Anfang Dezember stieg er zuletzt aus, nachdem er dort im Jahr zuvor Dritter in 2:09:45 wurde. Weitere 2:08-Läufer am Start sind Dominic Ondoro (KEN), Abdi Abdo (BRN), Mark Lokwanamoi (KEN) und Paul Maina (KEN).

Bei den Frauen ist Bruktayit Eshetu (ETH) die Topläuferin mit einer PB von 2:22:40 als Zweite beim Toronto Waterfront Marathon im Oktober 2019. Der Kursrekord bei den Frauen besteht wie bei den Männer seit dem Jahr 2012 und wird durch Alemitu Abera mit 2:23:14 gehalten. Genau eine Sekunde, nämlich 2:14:13, ist schon Askale Merachi (ETH) 2019 als Siegerin in Los Angeles gelaufen (Kurs nicht Regel konform), im Oktober wurde sie beim Frankfurt Marathon in 2:25:03 Sechste.

Shuko Genemo (ETH) erreichte ihre PB von 2:24:28 erst im Oktober 2019 beim Toronto Waterfront Marathon auf Platz 7 und Muluhabt Tsega (ETH) wurde Fünfte beim Shanghai Marathon 2018 in 2:25:48. Dazu komplettieren die 2:26-Läuferinnen Belaynesh Fikadu (ETH) und Meseret Belete (ETH) das Elitefeld der Frauen.

Insgesamt wird ein Preisgeld von 291.000 US$ ausgeschüttet, wobei davon für die Sieger jeweils 45.000 US$ im Marathon und 20.000 US$ im Halbmarathon vorgesehen sind. Die Läufe über den vollen und halben Marathon sind mit jeweils 14.000 Teilnehmern ausgebucht, einige Startplätze gibt es noch für einen 5 km-Lauf am Samstag. Das Wetter lässt sich aktuell noch nicht sicher vorhersagen, es wird aber mit hoher Sicherheit wesentlich wärmer werden als bei der Eiseskälte in den beiden Vorjahren.

Eliteathleten Marathon der Männer:
Woldaregay  Kelkile Gezahegn  ETH  2:05:56 
Hassan  El Abbassi  BRN  2:04:43 
John  Langat  KEN  2:07:11 
Benson  Seurei  BRN  2:07:37 
Amanuel Mesel ERI 2:08:17
Dominic  Ondoro  KEN  2:08:51 
Abdi  Ibrahim Abdo  BRN  2:08:32 
Mark Lokwanamoi KEN 2:08:39
Paul  Maina  KEN  2:08:49 
Bonsa  Dida  ETH  2:09:04 
Tsegay  Tuemay  ERI  2:09:07 
Tariku  Bekele  ETH  2:09:30 
Belay  Tilahun Bezabeh  ETH  Debüt
Stephen  Scullion  IRE  2:12:01 
Birhanu  Dare  KEN  2:12:21 
Alexis  Nizeyimana  TAN  2:13:06 
Jose  Antonio U. Marino  MEX  2:14:45 
Craig  Hunt  USA  2:15:29 
Rory  Tunningley  USA  2:16:25 
Tony  Migliozzi  USA  2:16:44 
Dylan  Belles  USA  2:16:59 
Thomas  Puzey  USA  2:18:20 
Michael  Roeger  AUS  2:23:31 
Dan  Harper  USA  2:17:32 
Eliteathletinnen Marathon der Frauen:
Bruktayit  Degefa Eshetu  ETH  2:22:40 
Askale  Merachi  ETH  2:24:13 
Shuko  Wote Genemo  ETH  2:24:28 
Muluhabt  Tsega  ETH  2:25:48 
Belaynesh  Fikadu  ETH  2:26:41 
Meseret  Belete  ETH  2:26:56 
Milliam  Ebongon  KEN  2:27:16 
Bekelech  Gudeta  ETH  2:27:40 
Sechale  Dalasa  ETH  2:28:46 
Alexi  Pappas  GRC  2:43:38 
Ayantu  Dakebo Hailemaryam  ETH  2:30:06 
Malindi  Elmore  CAN  2:32:15 
Hiruni  Wijayaratne  LKA  2:34:10 
Adriana  Nelson-Pirtea  USA  2:35:45 
Natasha  LaBeaud  CAN  2:37:11 
Dylan  Hassett  IRE  2:39:55 
Brenda  Flores Munoz  MEX  Debüt
Neely  Spence-Gracey  USA  2:34:55 
Anne  Johnston  CAN  2:43:02 
Andrea  Soraya Limon  MEX  Debüt
Ursula  Sanchez  MEX  Debüt
Eliteathleten Halbmarathon der Männer:
Tola Shura  Kitata  ETH  59:16
Jake  Robertson  NZ  59:58
Bernard  Kipkorir Ngeno  KEN  59:07
Andamlak  Belihu Berta  ETH  59:10
Jemal  Yimer Mekonnen  ETH  58:33
Abel  Kipchumba  KEN  59:29
Shadrack  Kimining Korir  KEN  59:32
Philemon  Kiplimo  KEN  59:57
Gabriel  Gerald Geay  TAN  1:00:26 
Jared  Ward  USA  1:01:42 
Sam  Chelanga  USA  1:00:37 
Diego  Estrada  USA  1:00:51 
Bethwel  Yegon  KEN  1:00:57 
Shadrack  Biwott  USA  1:01:25 
Reed  Fischer  USA  1:02:06 
Matt  Llano  USA  1:01:47 
James  Ngandu  KEN  1:01:51 
Jerrell  Mock  USA  1:02:15 
Cameron  Levins  CAN  1:02:15 
Dominic  Korir  KEN  1:02:17 
Andrew  Colley  USA  1:02:24 
Willie  Milam  USA  1:02:26 
John  Raneri  USA  1:02:31 
Futsum  Zeinasellassie  USA  1:02:33 
Matthew  McClintock  USA  1:02:34 
Brogan  Austin  USA  1:02:39 
Alex  Monroe  USA  1:02:44 
Luis  Alberto Orta  VEN  1:03:09 
Louis  Serafini  USA  1:03:14 
Andrew  Epperson  USA  1:03:17 
Kevin  Lewis  USA  1:03:26 
Tyler  Jermann  USA  1:03:31 
Clayton  Young  USA  1:03:40 
Danny  Docherty  USA  1:03:47 
Kai  Takeshita  JAP  1:03:53 
Tyler  Pennel  USA  1:04:06 
Daisuke  Momozawa  JAP  1:04:09 
Matt  Leach  GBR  1:04:21 
Raymond  Magut  KEN  1:04:22 
Juan  Paredes  USA  1:05:09 
Grant  Fischer  USA  1:05:26 
Rory  Linkletter  CAN  Debüt
Joel  Reichow  USA  Debüt
Andrew  Leach  USA  Debüt
Eliteathletinnen Halbmarathon der Frauen:
Caroline  Chepkoech Kipkirui  KEN  1:05:07 
Lonah  Chemtai Salpeter  ISR  1:06:09 
Gelete  Burka  ETH  1:06:11 
Dorcas  Jepchirchir Tuitoek  KEN  1:06:33 
Ruti  Aga  ETH  1:06:39 
Brillian  Jepkorir Kipkoech  KEN  1:07:12 
Molly  Huddle  USA  1:07:25 
Jordan  Hasay  USA  1:07:55 
Monicah  Ngige Wanjuhi  KEN  1:07:29 
Dorcas  Kimeli  KEN  1:07:44 
Caroline  Rotich  KEN  1:08:52 
Gotytom  Gebreslase  ETH  1:08:58 
Aliphine  Tuliamuk  USA  1:09:16 
Sara Hall USA 1:09:27
Rachel  Cliff  CAN  1:10:08 
Laura  Thweatt  USA  1:10:17 
Katy  Jermann  USA  1:10:27 
Molly  Seidel  USA  1:10:27 
Natasha  Wodak  CAN  1:10:33 
Elaina  Tabb  USA  1:10:44 
Bethany  Sachtleben  USA  1:10:44 
Stephanie  Twell  GBR  1:10:52 
Becky  Wade  USA  1:11:15 
Hitomi Niiya JPN 1:11:41
Dayna  Pidhoresky  CAN  1:11:46 
Lindsay  Flanagan  USA  1:12:05 
Sarah  Inglis  GBR  1:12:23 
Samantha  Bluske  USA  1:12:32 
Jessica  Watychovicz  USA  1:12:35 
Alexis  Zeis  USA  1:12:43 
Jennifer  Bergman  USA  1:13:15 
Molly  Grabill  USA  1:13:19 
Allison  Cleaver  USA  1:13:21 
Keira  D’Amato  USA  1:13:32 
Maggie  Montoya  USA  1:13:33 
Dakotah  Lindwurm  USA  1:13:39 
Kelsey  Bruce  USA  1:13:41 
Valerie  Sanchez  USA  1:13:44 
Julia  Kohnen  USA  1:13:47 
Meghan  Armstrong-Peyton  USA  1:13:56 
Nell  Rojas  USA  1:14:17 
Emily  Durgin  USA  Debüt
Annie  Frisbie  USA  Debüt