4. Hengshui Lake International Marathon (China) am 26. September 2015: Ernest Ngeno (KEN) siegte in 2:07:57

henshui-marathon-logoSehr gute Leistungen gab es am Wochenende auch beim Hengshui Lake International Marathon in China, wo bei den Frauen Agnes Kiprop (KEN) mit 2:25:46 den Streckenrekord aus dem Jahr 2013 (2:26:07, Aberu Mekuria (ETH)) deutlich verbessern konnte. Schon kurz dahinter wurde Marta Megra (ETH) in 2:25:59 in persönlicher Bestzeit Zweite.

Bei den Männern ging Ernest Ngeno (KEN) schon früh auf die Jagd nach dem Streckenrekord, den der Äthiopier Markos Geneti im letzten Jahr mit 2:07:38 aufstellt. Am Ende verfehlte er die Marke mit 2:07:57 um nur 19 Sekunden. Hinter ihm musste man lange warten, bevor Tesfaye Didaba (ETH) in 2:10:00 und Abdellah Tagharafi (MAR) mit 2:10:49 das Ziel erreichten.

Bei dem Lauf, der erst seit 2012 durchgeführt wird, gingen wieder über 15000 Teilnehmer an den Start.

Ergebnisse der Männer:

1. Ernest Kiprono Ngeno, KEN        2:07:57 PB
2. Tesfaye Abera Dibaba, ETH        2:10:00
3. Abdellah Tagharafi, MAR          2:10:49 PB
4. Alfred Kipkogei Kering, KEN      2:12:15
5. Gebretsadik Abraha Adihana, ETH  2:13:09
6. Siraj Gena Amda, ETH             2:15:17
7. Muhan Hasi, CHN                  2:17:47
8. Xu Wang, CHN                     2:18:06
9. Yang Changjia, CHN               2:20:09
10. Guan Siyang, CHN                 2:21:0?

Ergebnisse der Frauen:

1. Agnes Jepkembi Kiprop, KEN       2:25:46 CR*
2. Marta Lema Megra, ETH            2:25:59 PB
3. Shuko Genemo Wote, ETH           2:27:29 PB
4. Liu Ruihuan, CHN                 2:28:35 PB
5. Hua Shaoqing, CHN                2:30:58 PB
6. He Yinli, CHN                    2:31:33
7. Zhang Yingying, CHN              2:31:38
8. Aberu Mekuria Zennebe, ETH       2:32:53
9. Jin Lingling, CHN                2:33:22
10. Guteni Shone, ETH                2:33:37
11. Wang Jiali, CHN                  2:33:39
12. Yue Chao, CHN                    2:38:53
13. Hao Xiaofan, CHN                 2:39:24

37. PZU Warschau Marathon am 27. September 2015: Eziekiel Omullo (KEN) siegt in 2:09:19

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Mit einer Zeit von unter 2:10 Stunden gab es auch beim Herbst-Marathon in der polnischen Hauptstadt ein leistungssportliches Highlight. Eine fünfköpfige Gruppe lief die ersten 5 km in 14:53 sehr schnell an, mit 30:39 bei 10 km ging über 46:03 bei 15 km in 1:01:29 zur 20 km-Marke. Hier hatten zwei weitere Läufer aufgeschlossen, so dass 7 Läufer den Halbmarathon in 1:04:51 passierten. Bei 25 km in 1:16:31 hatten sich der spätere Sieger Ezekiel Omullo (KEN) sowie Victor Kipchirchir (KEN) vom Rest der Spitzengruppe abgesetzt und über 30 km in 1:32:03 fiel kurz vor der 35 km in 1:47:23 die Entscheidung. Der Vorsprung von 4 Sekunden für Omullo wuchs schnell an, bei 40 km in 2:02:38 lag er fast eine Minute vor seinem Verfolger und gewann den Lauf überlegen nach 2:09:19. Zweiter wurde Kipchirchir in 2:10:45 vor Johnstone Mayio (KEN) in 2:10:58.

Bei den Frauen blieb mit der Siegerin Ruth Wanjiru (KEN) in 2:29:39 nur eine Läuferin unter 2 1/2 Stunden.

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Ezekiel Omullo (KEN) gewann in Warschau in 2:09:19.  (c) Veranstalter

Ergebnisse der Männer:

  1. Ezekiel Omullo (Kenia) – 02:09:19,
  2. Victor Kipchirchir (Kenia) – 02:10:45
  3. Johnstone K. Mayio (Kenia) – 02:10:58
  4. Abebe Negash Duki (Etiopia) – 02:14:10
  5. Benson Oloisunga (Kenia) – 02:14:41
  6. Kipchumba Stephen Rutto (Kenia) – 02:15:58
  7. Abraraw Misganaw (Etiopia) – 02:19:53
  8. Lahcen Mokraji (Maroko) – 02:23:12
  9. Dariusz Nożyński (Polska) – 02:25:13
  10. Bartosz Olszewski (Polska) – 02:25:55

Ergebnisse der Frauen:

  1. Ruth Wanjiru (Kenia) -02:29:39
  2. Lilia Fiskowicz (Mołdawia) – 02:35:12
  3. Izabela Trzaskalska (Polska) – 02:35:33
  4. Abebe Ayelu Hordofa (Etiopia) – 02:36:02
  5. Anna Szyszka (Polska) – 02:37:47
  6. Tola Worknesh Bira (Etiopia) – 02:41:08
  7. Jepkurui Gladys Biwott (Kenia) – 02:42:30
  8. Dalia Delewska (Polska) – 02:55:27
  9. Katarzyna Gorlo (Polska) – 02:59:19
  10. Elina Junnila (Finlandia) – 03:05:18

42. Berlin Marathon: Eliud Kipchoge und Gladys Cherono gewinnen mit Welt-Jahresbestzeiten

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Mit den (fast zu erwartenden) Siegen von Eliud Kipchoge (KEN) in 2:04:00 und von Gladys Cherono (KEN) in 2:19:25 ging heute die 42. Ausgabe des Berlin Marathons über die Bühne. Bei nahezu perfekten Bedingungen erzielten nicht nur viele Athleten bemerkenswerte Bestleistungen, sondern auch der Zuschauerzuspruch stieg wieder nach einem erheblichen Absinken über die letzten Jahre merklich an. Während bei den Frauen das Ziel einer Zeit von unter 2:20 Stunden zumindest von der Siegerin erreicht wurde, blieb ein erhoffter weiterer Weltrekord bei den Männern auf der Strecke.

Eigentlich schon recht früh musste am befürchten, dass es mit der Jagd auf den Weltrekord sehr schwer werden dürfte. Trotz der Tempojagd an der Spitze verlor man zunehmend auf die globale Bestmarke, wobei man mit einem sehr konstanten Tempo über 5 km in 14:37, 10 km in 29:17, 15 km in 43:52 und 20 km in 58:38 die Halbmarathonmarke nach 1:01:53 erreichte. Damit lag man auf Kurs zu einer Zeit von 2:03:46 und deutlich hinter der Vorgabe aus dem technischen Meeting von 1:01:30 zurück. Selbst mit einer erheblichen Steigerung des Tempos waren zum Weltrekord notwendige 1:01:04 für die zweite Hälfte kaum zu erwarten.  Bis hierhin lagen zusammen mit einem verbliebenen Tempomacher noch alle Favoriten auf den Sieg beeinander: Eliud Kipchoge, Emmanuel Mutai, Feyisa Lelisa, Geoffrey Mutai und – etwas überraschend – Eliud Kiptanui.

Wie in den Vorjahren fiel eine Vorentscheidung ab 30 km, nachdem der letzte Tempomacher nach 29,5 km seinen Dienst quittierte. Dabei kam als eine Besonderheit hinzu, dass der Favorit Eliud Kipchoge schon seit den ersten Kilometern seine Einlagesolen fast zu verlieren schien, die weit nach hinten aus den Schuhen ragten. Der gute Mann lief somit ohne wichtige Dämpfung im Vorfuß und bekam am Ende des Rennens zunehmend Schmerzen im Fußbereich. Auch wenn sich der Hersteller des Schuhs – ein in der Tat renommiertes Label – später entschuldigte, sehr professionell erschien die ganze Aktion kaum, zumal man jedem Anfänger empfiehlt, die Wettkampfschuhe ausreichend einzulaufen. Wenn auch der Weltrekord vermutlich nie in Gefahr war, die Posse kostete Kipchoge sicher mehr als eine halbe Minute und damit die Aufnahme im sehr kleinen elitären Klub der sub-2:04-Läufer.

Trotz dieses Handicaps stand sein Sieg nie in Frage, nachdem bereits bei 29 km mit Geoffrey Mutai ein vermeintlicher Anwärter auf den Sieg zurückfiel. Als Kipchoge ähnlich wie in Chicago oder London nach 32 km zum Finale blies, verloren die Mitstreiter schnell an Boden. km-Abschnitte von 2:48, 2:52, 2:53 (trotz heraushängender Innensohle) zeigten Wirkung. Nach 33 km gab es eine weitere Überraschung als Emmanuel Mutai aus der Verfolgergruppe zurückfiel und auch Feyisa Lilesa im Tempo nachlassen musste. Dafür konnte Eliud Kiptanui sein Tempo halten und lag nach 35 km sehr deutlich auf Platz 2. Nachdem Kiptanui in den letzten Jahr unglücklich und schwach agierte, war dies die Wiedergeburt eines Hoffnungsträgers der kenianischen Marathonszene.

Vorne spulte Kipchoge ungefährdet sein Programm ab, wobei die flatternden Sohlen und die fehlende Dämpfung Konsequenzen hatten. Denn ab 38 km ruschten die Splits um oder über 3 Minuten pro Kilometer und verhagelten dem Kenianer eine absolute Topzeit und die 20000 US$ Prämie für eine Zeit unter 2:04 Stunden. Noch bei 41 km lag er auf Kurs zu 2:03:57. Als er nach Durchqueren des Brandenburger Tors zum (etwas müden) Finale blies, war es für diese Prämie ganz knapp zu spät, er siegte in 2:04:00. Das ist Jahres-Weltbestzeit und Hausrekord für den aktuell vermeintlich besten Marathonmann der globalen Szene.

b-mar-2015-kipchoge-portrait-pkEliud Kipchoge gewann nach Chicago und London auch in Berlin einen Marathon der Marathon Majors Serie.  (c) H. Winter

Bei den Verfolgern veränderte sich nichts mehr. Fast sensationell ist Eliud Kiptanui wieder zurück und lief mit 2:05:21 neue Bestzeit. Dritter wurde Feyisa Lilesa (ETH) in 2:06:57 und Emmanuel Mutai folgte in 2:07:46. Mit Geoffrey Mutai in 2:09:29 blieben nur fünf Läufer unter 2:10 Stunden, sicherlich auch eine Folge der für einige Athleten zu schnellen ersten Hälfte. Sechster wurde Reid Coolsaet (CAN), der in 2:10:28 nur knapp am uralten Landesrekord scheiterte.

Dahinter zeigten die beiden deutschen Nachwuchsläufer Philipp Pflüger und Julian Flügel ein beherztes Rennen und versuchten sich wie zuvor beabsichtigt an der deutschen Schwachsinns-Olympianorm von 2:12:15 (der Weltmeister in Beijing war langsamer!) und liefen die Halbdistanz in 66:02 an. Danach war das Tempo aber für beide nicht ganz in Richtung der Norm zu halten. Mit Bestzeiten kamen Pflieger in 2:12:50 und Flügel in 2:13:57 ins Ziel. Wie unsinnig die überzogene DLV-Norm ist (int. Standard 2:17), zeigt u.a. auch die Tatsache, dass der Schweizer Christian Kreienbühl mit der gleichen Zeit wie Flügel ins Ziel kam und in Rio dabei sein wird. Bei der Pressekonferenz nach dem Lauf wurde dieses Thema diskutiert, ein Vertreter des DLV war aber nicht zugegen, um Stellung zu nehmen.

Falk Cierpinski dürfte nach dem Aussteigen hinter dem Halbmarathon wohl langsam über das Ende seiner Karriere nachdenken müssen. In 1:07:39 lag er zur Hälfte schon 1 1/2 Minuten in Bezug auf seine deutschen Mitstreiter zurück und war hinsichtlich einer akzeptablen Zeit chancenlos.

b-marathon-2015-pfliegr-pkPhilipp Flieger lief mit 2:12:50 eine beachtliche Zeit, wird aber damit bei Olympia nicht dabei sein. Oder?  (c) H. Winter

Bei den Frauen spitzte sich alles auf den Zweikampf zwischen Aberu Kebede (ETH) und der Gladys Cherono (KEN) zu, den die Kenianerin am Ende recht deutlich mit der angepeilten Zeit von unter 2:20 Stunden gewann. Ähnlich wie bei den Männern fiel die Enscheidung früh bei 31 km, wo sich Cherono mit einem schnellen km in 3:13 absetzen konnte. Der Vorsprung vergrößerte sich zusehends, wobei die verhalten angelaufenen ersten 10 km einen neuen Streckenrekord (2:19:12) verhinderten. Cherono siegte in 2:19:25 vor Kebede in 2:20:48. Auf Platz 3 musste man dann lange warten, ehe Meseret Hailu (ETH) in 2:24:33 ins Ziel kam.

Erfreulich der neue Schweizer Rekord durch Maja Neuenschwander in 2:26:49, während Anna Hahner die hohen Erwartungen im zweiten Teil nicht erfüllen konnte und neben einer Bestzeit vor allem auch die Norm für Rio von 2:28:30 verpasste. Obwohl sich der Haudegen Hermann Achmüller aus Südtirol als Ersatz für schwächelnde Tempomacher nach Kräften mühte, zeigte die zu schnelle erste Hälfte in 1:13:12 Wirkung und mit „nur“ 2:30:19 kam Anna ins Ziel. Die Befürchtung, dass ihre Leistungen auf den Unterdistanzen nicht ausreichen, erwiesen sich als nüchterne Realität,

b-marathon-2015-cherono-37kmGladsy Cherono gewann in 2:19:25 und ist damit die 18. Läuferin im sub-2:20-Klub.  (c) H. Winter

b-mar-2015-milde-pkRace Director Mark Milde zog insgesamt auch ohne Weltrekord eine sehr positive Bilanz der Veranstaltung.  (c) H. Winter

Ergebnisse der Männer:

1. » Kipchoge, Eliud (KEN) 02:04:00
2. » Kiptanui, Eliud (KEN) 02:05:21
3. » Lilesa, Feyisa (ETH) 02:06:57
4. » Mutai, Emmanuel (KEN) 02:07:46
5. » Mutai, Geoffrey (KEN) 02:09:29
6. » Coolseat, Reid (CAN) 02:10:28
7. » Naert, Koen (BEL) 02:10:31
8. » Shegumo, Yared (POL) 02:10:47
9. » Gokaya, Koji (JPN) 02:10:58
10. » Overall, Scott (GBR) 02:11:24
11. » Asmamaw Tiruneh, Chalachew (ETH) 02:11:54
12. » Shelley, Michael (AUS) 02:12:20
13. » Llano, Matt (USA) 02:12:28
14. » Sato, Yuki (JPN) 02:12:32
15. » van Schuerbeeck, Willem (BEL) 02:12:49
16. » Pflieger, Philipp (GER) 02:12:50
17. » Caelen, Florent (BEL) 02:12:51
18. » Kreienbühl, Christian (SUI) 02:13:57
19. » Flügel, Julian (GER) 02:13:57
20. » Solomon, Tesfamariam (ERI) 02:14:51
21. » Seaward, Kevin (IRL) 02:14:52
22. » Sakai, Masanori (JPN) 02:14:52
23. » Lehmann, Adrian (SUI) 02:15:08
24. » Ciobuna, Sergiu (IRL) 02:15:14
25. » Moogas, Tesama (ISR) 02:15:29


Die Splits des führenden Läufers:

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    Ergebnisse der Frauen:

1. » Cherono, Gladys (KEN) 02:19:25
2. » Kebede, Aberu (ETH) 02:20:48
3. » Hailu, Meseret (ETH) 02:24:33
4. » Bekele, Tadelech (ETH) 02:25:01
5. » Deelstra, Andrea (NED) 02:26:46
6. » Neuenschwander, Maja (SUI) 02:26:49
7. » Nemec, Lisa (CRO) 02:27:57
8. » Tanaka, Tomomi (JPN) 02:28:00
9. » Samuels, Sonia (GBR) 02:28:04
10. » Tola, Fate (ETH) 02:28:24
11. » Dixon, Alyson (GBR) 02:29:30
12. » Kowalska, Katarzyna (POL) 02:29:41
13. » Hahner, Anna (GER) 02:30:19
14. » Hayakawa, Eri (JPN) 02:31:27
15. » Toniolo, Deborah (ITA) 02:31:28
16. » Dejaeghere, Veerle (BEL) 02:31:56
17. » Lee, Elizabeth (IRL) 02:32:51
18. » Arzapana, Vilma (PER) 02:33:21
19. » Dionne, Hilary (USA) 02:34:45
20. » Komu, Martha (FRA) 02:35:12


Die Splits der führenden Läuferin:

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42. Berlin Marathon – Pressekonferenz mit den Elitemännern: In die Regionen des Weltrekords

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Sehr optimistisch äußerten sich die Elitemänner beim diesjährigen Berlin Marathon zu den Zeiten angesichts der zu erwartenden Bedingungen am kommenden Sonntag. Mit etwa 61:30 will man die erste Hälfte in Angriff und damit alle Optionen für eine schnelle Zeit offenhalten. Dass Berlin zu dritten Mal in Folge einen Weltrekord im Marathon der Männer verzeichnen könnte, liegt durchaus im Bereich der Möglichkeiten.

Wie schon berichtet, sind Emmanuel Mutai, Eliud Kipchoge sowie Geoffrey Mutai (alle Kenia) die Topstars bei den Männern. Allen diesen Athleten ist die Berliner Strecke bestens vertraut. Geoffrey siegte in einem (nach)denkwürdigen Rennen gegen Dennis Kimetto 2012, Emmanuel wurde letztes Jahr Zweiter wie auch Eliud 2013. Insbesondere die Vorstellungen von Kipchoge in Chicago 2014 und London 2015, wo er jeweils gegen sehr starke Konkurrenz gewann, bürden ihm eine gewisse Favoritenrolle auf. Bei den beiden Mutais bleibt abzuwarten, ob die ein Formtief bzw. Verletzungen diverser Art überwunden haben.

Neben der Topgruppe mit Ziel von zunächst 61:30 für die Halbdistanz wird es weitere Gruppe mit den Vorgaben von 64 und 65 Minuten sowie 66:20 geben. In der letzten Gruppe werden auch die deutschen Asse Phillip Pflieger, Falk Cierpinski und Florian Flügel anlaufen. Mit einem solchen Tempo käme dann die völlig überzogene Norm des DLV für die Olympischen Spiele in Ro de Janeiro in Reichweite. Inwieweit sich ein so hohes Tempo allerdings für die deutschen Wettstreiter als sinnvoll erachten lässt, wird sich erst am Sonntag nach der ersten Stunden des Laufs zeigen.

Mit der „zweiten Welle“ geht dann auch eine 42 x 1000 m Staffel an den Start, die der Nachrichtenkanal Inforadio des RBB rekrutiert hat. Die Startzeit ist 15 Minuten hinter der Elite. Da die Herren und Dame vermutlich der 2 Stundengrenze sehr nahe kommen werden, dürften Läufer über 2:15 Stunden von dieser Truppe engagierter Freizeitläufer eingeholt werden. In Japan werden übrigens solche Leistungen von Grundschülern erbracht …

b-marathon-2015-pk-topmenDie Topstars des 42. Berlin Marathons: Emmanuel Mutai, Eliud Kipchoge und Geoffrey Mutai (von links, alle Kenia).  (c) H. Winter

Einige der Eliteathleten:

Geoffrey Mutai (KEN) 2:03:02
Emmanuel Mutai (KEN) 2:03:13
Eliud Kipchoge (KEN) 2:04:05
Feyisa Lilesa (ETH) 2:04:52
Eliud Kiptanui (KEN) 2:05:39
Tamirat Tola (ETH) 2:06:17
Lusapho April (RSA) 2:08:32
Masanori Sakai (JPN) 2:09:10
Tomoyuki Morita (JPN) 2:09:12
Koji Gokaya (JPN) 2:09:21
Falk Cierpinski (GER) 2:13:30
Julian Flügel (GER) 2:14:20
Philipp Pflieger (GER)

42. Berlin Marathon – Pressekonferenz mit der Frauenelite: Die Frauen wollen unter 2:20 Stunden laufen

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Auf der heutigen Pressekonferenz zum Berlin Marathon am kommenden Sonntag gaben die beiden Topstars des Laufs, die Äthiopierin Aberu Kebede sowie die Kenianerin Gladys Cherono bekannt, dass sie planen, eine Zeit unter der Schallmauer von 2:20 Stunden zu erzielen. Auf Grund aktueller Wetterprognosen sind die äußeren Bedingungen für ein solches Vorhaben recht günstig.

Weiterer Bericht folgt in Kürze.

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Einige der Eliteläuferinnen:

Gladys Cherono (KEN) 2:20:03
Aberu Kebede (ETH) 2:20:30
Meseret Hailu (ETH) 2:21:09
Tadelech Bekele (ETH) 2:22:51
Fate Tola (ETH) 2:25:14
Eri Hayakawa (JPN) 2:25:31
Lisa Nemec (CRO) 2:25:44
Tomomi Tanaka (JPN) 2:26:05
Anna Hahner (GER) 2:26:44
Deborah Toniolo (ITA) 2:28:31
Maja Neuenschwander (SUI) 2:29:42

PSD Hamburg Halbmarathon am 20. September 2015: Gabius auf gutem Weg nach Frankfurt

psd-hamburg-hm-logoIn einem letzten Test vor dem Frankfurt Marathon präsentierte sich Arne Gabius beim PSD Bank Halbmarathon Hamburg in guter Verfassung hinsichtlich seiner Vorbereitungen auf den Frankfurt Marathon am 25. Oktober 2015. In einem Lauf ohne jede weitere ernsthafte Konkurrenz lag Gabius schnell weit vor dem restlichen Feld und passierte die 10 km nach 30:23. Dieses Tempo konnte er im zweiten Teil noch leicht steigern und siegte in 1:03:49 mit über 10 Minuten Vorsprung vor der Konkurrenz. Mit diesem Tempo unter einer Marathonzeit von 2:08 bewegte er sich in etwa in dem Regime von Zeiten, das er auch in Frankfurt anpeilt. Der deutsche Uralt-Rekord des Dresdners Jörg Peter von 2:08:47 ist also in der Tat in Gefahr.

b-hm-2015-gabiusArne Gabius testete beim PSD Halbmarathon seine Form hinsichtlich des Frankfurt Marathons am 25. Oktober 2015.  (c) H. Winter


Ergebnisse der Männer:

1. Gabius, Arne (GER) Lauf Team Haspa Marathon
01:03:49
2. Michalak, Claudius (GER) 01:15:12
3. Bekakcha, Mourad (GER) Hamburger SV 01:17:50
4. Sell, Rainer (GER) Hamburger Laufladen 01:19:22

 

 

 

42. Berlin Marathon: Eliud Kiopchoge will den Marathon-Weltrekord jagen

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Eliud Kipchoge macht nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Hsinghua heute (Dienstag) auf den Weg nach Berlin. Mit im Flugzeug werden Emmanuel und Geoffrey Mjutai sowie Gladys Cherono sitzen, von denen alle außergewöhnliche Leistungen in der deutschen Hauptstadt erwartet werden können. Da die aktuellen Wetterprognosen vielversprechend sind, dürfte einem sehr schnellen Rennen am Sonntag nichts entgegen stehen.

Die Wetterdaten am 27. September 2015:

  Zeit  T Tpkt hum   Regen   Wind  Ldruck
9:00 am 10 °C 9 °C 92% Heiter 0 mm 8 km/h WNW 1027hPa
10:00 am 12 °C 8 °C 81% Heiter 0 mm 8 km/h WNW 1027hPa
11:00 am 13 °C 8 °C 71% Heiter 0 mm 10 km/h NW 1027hPa
12:00 pm 15 °C 8 °C 61% Heiter 0 mm 11 km/h NW 1027hPa

Kipchoge hat für Berlin klare Ziele:  „I want the world record of course. It is what everyone is talking about. But the important thing first is to win the race and let the record fall in place by itself. The focus is on the world record and I want to do just that. I have not run under two hours and four minutes and that is my inspiration. I have confidence in my speed and endurance levels. But it is important to keep the momentum until the marathon time„.

Kipchoge lief seine beste Zeit 2013 in Berlin mit 2:04:05, wo im gleichen Rennen Wilson Kipsang mit 2:03:38 Weltrekord lief und gewann. Für Kipchoge war das damals erst der zweite Marathon. Danach überzeugte Kipchoge mit Siegen in Chicago im Oktober 2014 und beim London Marathon im April, wo er die versammelte Weltelite, incl. Wilson Kipsang, schlug. Nun ist sein Ziel, diese großartige Form auch auf die Zeit umzusetzen, sein Fokus liegt auf den 2:02:57 seines Landsmanns Dennis Kimetto, der diese Zeit erst beim letzten Berlin Marathon lief.

Dabei bestehen interesante Parallelen zwischen den beiden Topstars. Kipchoge ist am Sonntag 30 Jahre alt, genauso so alt wie Kimetto beim Weltrekord (so die Geburtsdaten stimmen …) und auch für Kipchoge wird Berlin der sechste Marathon seiner Karriere sein, von den fünf Läufen zuvor gewann Kipchoge bis auf die Niederlage gegen Kipsang die restlichen vier (Hamburg, Rotterdam, Chicago, London). Sollte Kipchoge in Berlin gewinnen, hätte er mit Siegen in Rotterdam, Chicago, London und Berlin eine Art „Super Grand Slam“ erzielt.

Wie sehr sich Kipchoge auf die Mission „Weltrekord“ schon früh konzentriert hatte, zeigt die Tatsache, dass er im Gegensatz zu Wilson Kipsang und Dennis Kimetto nie einen Start unter brutalen Bedingungen bei der WM im August in Beijing ins Auge gefasst hatte.

london-2015-kipchoge-finish-42kEliud Kipchoge will beim Berlin Marathon am 27. September 2015 den Weltrekord von Dennis Kimetto jagen.  (c) H. Winter

Meia Maratona Porto am 20. September 2015: Emmanuel Bor gewinnt in 1:01:06

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Der Kenianer Emmanuel Bor gewann den Halbmarathon in Porto (Portugal) in 1:01:06 vor seinen Landsleuten  Justus Kipkoslei Kangogo in 1:01:51 und Ezekiel Chebi in 1:02:43. Bei den Frauen war Mónica Jepkoech (KEN) in 1:10:26 vor der Portugiesin Sara Moreira in 1:10:42 vorne. Platz 3 ging an die Japanerin Misaki Kato in 1:10:50. 15000 Teilnehmer waren am Start,  wobei davon 7000 den Halbmaraton in Angriff nahmen.

Ergebnisse der Männer:
 

1. Emmanuel Bor KEN 01:01:06
2. Justus Kipkoskei Kangogo KEN 01:01:51
3. Ezekiel Chebii KEN 01:02:43
4. David Kiprotich Bett KEN 01:03:37
5. Daniel Limo KEN 01:04:50
6. Kenta Kitazawa JPN 01:05:31

Halbmarathon in Udine am 20. September 20015: Kirwa Yego verpasst knapp die Stunden-Barriere

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Nur knapp verpasste der Kenianer Kirwa Solomon Yego mit 60:04 Minuten beim Udine Halbmarathon eine Zeit von unter einer Stunde. Nach 14:06 über 5 km und 28:02 über 10km war man auf Kurs von 59 Minuten, selbst bei 15 km in 42:25 war eine Zeit von deutlich unter einer Stunde in Reichweite. Dann wurde das Tempo aber langsamer und man verpasste am Ende die Stundenbarriere, dafür blieben aber vier Läufer unter 61 Minuten.

Hinter Yego (KEN) in 60:04 belegten Richard Mengich mit 60:22, Jairus Birech mit 60:30 und Erick Ndiema (alle KEN) mit 60.45 die nächsten Plätze. Bei den Frauen siegte Viola Jepchumba (KEN) in 69:29 vor Viola Jelagat (KEN) in 70:23 und Anna Incerti (ITA) in 61:17.

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Dam tot Damloop am 20. September 2015: Edwin Kiptoo holt die Frauen ein und gewinnt in 45:19

dam-tot-damloop-2015-logoEdwin Kiptoo (KEN) war der überragende Athlet beim diesjährigen Dam tot Damloop aus dem Amsterdamer Zentrum in den Norden der Stadt und von dort westlich nach Zaadam. Vom Start weg setzte sich Kiptoo vom Rest des Feldes ab und ging auf „Jagd“ nach den Frauen, die fast genau 6 Minuten vor den Männern auf die 10 Meilen (16,09344 km) lange Strecke gegangen waren. Nach 5km hatte er in sehr schnellen 13:48 bereits 2:22 Minuten auf die führenden Frauen gut gemacht, Joyce Chepkurui und Jackline Chepngeno (beide KEN) wurden hier mit 16:10 gestoppt. Zu diesem Zeitpunkt lag der Star der Veranstaltung, Wilson Kipsang, in der Vierergruppe mit 14:14 schon deutlich zurück und hatte mit dem Ausgang des Rennens an der Spitze nicht mehr zu tun.

Nach 10 km war die Situation weitgehend unverändert, Kiptoo erzielte 27:54, wurde also etwas langsamer, die Verfolgergruppe mit John Mwangi kam erst nach 28:22. Die Durchgangszeit der beiden führenden Frauen war 32:05, 4:11 Minuten hatte Kiptoo aufgeholt. Damit wurde es im Wettkampf der Geschlechter überaus spannend.

Nach gut 13 km setzte sich Chepkirui von ihrer Mitstreiterin ab und Kiptoo kam immer näher. Als es bei guten (14°C), aber etwas zu windigen Bedingungen auf die Zielgerde in Zaandam ging, hatte Kiptoo seine Landsfrau im Visier und passierte sie nach 43:25 und gewann das prestigeträchtige Rennen, das für viel zusätzliche Spannung bei der Veranstaltung sorgte und sicher ein interessantes Modell für künftige Entwicklungen im Straßenlauf zu sein scheint. Eine Minute später nach 45:19 war Kiptoo im Ziel, der Streckenrekord von 44:27 von Leonard Komon aus dem Jahr 2011 war nach den ersten 5 km außer Reichweite.

MIt erheblichem Anstand folgte John Mwangangi in 45:58 auf Platz 2 vor Yenew Almirew (ETH) in 46:04. Wilson Kipsang wurde in 46:42 nur Siebter, nach dem Marathon in Beijing und in den Vorbereitungen auf den Marathon in New York City war mehr Tempo für ihn wohl nicht möglich.

Bei den Frauen siegte Joyce Chepkirui in 51:30 vor Jackline Chepngeno in 51:34. Platz 3 ging an Dibabe Kuma (ETH) in 52:52.

 

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Beijing Marathon am 20. September 2015: Mariko Kipchumba gewinnt in 2:11:00

beijing-mar-2015-logoImmer noch schneller als bei der WM, aber deutlich langsamer als erhofft, ging die 35. Ausgabe des Beijing Marathons einen Monat nach der WM über die Bühne. Nach Jahren äthiopischer Dominanz gab es durch den schon 41jährigen Master Mariko Kipchumba (KEN) in 2:11:00 wieder einmal einen kenianischen Erfolg. Platz 2 ging an den Favoriten im Vorfeld Berhanu Tolcha Shiferaw (ETH) in 2:11:37. Mit erheblichen Abstand komlettierte  Wirimai Juwawo (ZIM) in 2:14:25 das Podium.

Eine Gruppe von 6 Läufern bestimmte lange das Rennen an der Spitze, wobei man bis 15 km in 45:00 im Bereich einer Zeit von unter 2:07 Stunden agierte. Aber schon nach 25 km in 1:16 wurde das Tempo langsamer und brach bis 35 km in 1:48 richtig ein. Shiferaw hatte schon nach 30 km Kipchumba und Jackson Kiprop (UGA) ziehen lassen müssen. Shiferaw kämpfte sich aber vor 35 km noch einmal an die Führenden heran, doch auf  den letzten Kilometern passierte Kipchumba den Äthiopier und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab.

Bei den Frauen siegte Betelhem Cherenet (ETH) in 2:27:31, Abebech Bekele (ETH) und Sin Yong Sun (KOR) belegten die nächsten Plätze. Insgesamt waren 30000 Läufer am Start. Mit Temperaturen unter 20°C waren die Bedingungen ungleich besser als den Läufen bei der WM Ende August.

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Die Erstplatzierten beim Beijing Marathon 20015: Berhanu Tolcha Shiferaw (ETH), Mariko Kipchumba (KEN) und Wirimai Juwawo (ZIM),

Capetown Marathon (RSA) am 20. September 2015: Shadrack Kemboi gewinnt in 2:10:42

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Mit kenianischen Siegen bei Männern sowie Frauen endete der Cape Town Marathon in Südafrika. Dabei lief die Siegerin Isabella Ochichi (KEN) mit 2:30:20 37 Sekunden besser als der bestehende Streckenrekord. Shadrack Kemboi (KEN) gewann das Rennen der Männer in 2:11:41, nachdem er im letzten Jahr bereits Vierter an gleicher Stelle geworden war.

Bei den Frauen lagen Ochichi und Eunice Chumba (BHR) beim Halbmarathon vorne und waren mit 1:14:22 auf Kurs zu einem neuen Kursrekord. Im zweiten Teil fiel Chumba bald zurück, Ochichi gewann in 2:30:20 vor Chumba in 2:33:12 und Jemila Shure (ETH) in 2:37:52.

Bei den Männern begann das Rennen sehr verhalten, eine Gruppe mit 9 Läufern passierte die Hälfte nach 1:07:01, danach wurde es dann deutlich schneller; die zweite Hälfte lief der Sieger fast 2 1/2 Minuten schneller als den ersten Part. Shadrack Kemboi (KEN) gewann in 2:11:41 und gewann damit bereits seinen dritten Marathon in Südafrika. Lugile Gongqa (RSA) wurde Zweiter nach 2:11:59 vor dem Südafrikaner Michael Mazibuko in 2:12:29. Peter Kamais (KEN) wurde Vierter nach 2:14:08. Eine enttäuschende Leistung liefert wieder das japanische Laufunikum Yuki Kawauchi ab, der in nur 2:16:33 Platz 9 vor der südafrikanischen Lauflegende Hendrick Ramaala in 2:17:12.

cape-town-2015-winnerShadrack Kemboi (KEN) gewann den Cape Town Marathon nach 2:11:41.  (c) Veranstalter

Nach der Premiere dieses Marathons im letzten Jahr nahmen diesmal 5728 Läufer am Rennen teil, entsprechend waren die Organisatoren über die hohe internationale Akzeptanz dieser Veranstaltung erfreut.

1. Shadrack Kemboi KEN 02:11:41
2. Lungile Gongqa RSA 02:11:58
3. Michael Papi Mazibuko RSA 02:12:29
4. Peter Lotogor Kamais KEN 02:14:08
5. David Kemboi Kiyeng KEN 02:14:37
6. Sibusiso Nzima RSA 02:15:37
7. Abraham Girma Bekele ETH 02:15:54
8. Lebenya Nkoka 02:16:10
9. Yuki Kawauchi JPN 02:16:33
10. Hendrick Ramaala RSA 02:17:12

Sydney Marathon am 20. September 2015: Japanischer Doppelsieg

sidney-marathon-logo-2015Hisanori Kitajima aus Japan and Miriam Wangari aus Kenia waren die Sieger beim Sydney Marathon, einem IAAF Gold Label Road Race. Auf dem nicht einfach zu laufendem Kurs ging es über 15:34 bei 5 km und 30:55 bei 10 km zur Halbmarthonmarke in 1:05:45, wo der Italiener Ruggero Pertile and Cuthbert Nyasango (ZIM) schon ausgestiegen waren. Beide war noch vor einem Monat bei der WM In Beijing dabei, augenscheinlich war ein Marathon so kurz nach einem Lauf am Limit bei der WM nicht zu schaffen.

Als man schon an ein Duell um den Sieg zwischen den Favoriten Nicholas Chelimo (KEN) und Vorjahressieger Gebo Burka (ETH) eingestellt war, lief es dann doch etwas unerwartet. Nach der 40 km Marke sogen die beiden Japaner Hisanori Kitajima and Hiroki Yamagishi  an und konnten sich überraschend leicht von den höher eingeschätzten Konkurrenten lösen. Kitajama erreichte als Erster das Ziel nach 2:12:44 vor Yamagishi in 2:12:47 und Chelimo in 2:13:09. Gebo Burka Gemeda blieb nach den Sieg im Vorjahr diesmal nur Platz 4 in 2:13:33.

Bei den Frauen sah es am Anfang vielversprechend für Biruktayit Eshetu (ETH). die in Syndey schon in den beiden Vorjahren gewann und im Januar in Houston ihre Bestzeit auf 2:23:51 steigerte. Bis 30 km war alles bestens für Eshetu, doch bei 35 km lag sie schon über eine 1/2 Minute hinter den Kenianerinnen Miriam Wangari and Jane Kiptoo zurück und verlor danach dramatisch an Boden. Bei 40 km hatte sich dann Wangari von Kiptto abgesetzt und gewann in 2:34:37 vor Kiptoo in 2:35:43, die auch schon letztes Jahr hier Zweite wurde. Weit zurück kam dann Eshetu erst nach 2:39:28 ins Ziel.

sydney-mar-2015-winner1Hisanori Kitajima (JPN) gewann etwas überraschend den Sydney Marathon in 2:12:44.  (c) Veranstalter

   Ergebnisse der Männer:

1. Hisanori KITAJIMA  (#3) JPN 02:12:44
2. Hiroki YAMAGISHI  (#24) JPN 02:12:47
3. Nicholas CHELIMO  (#14) KEN 02:13:09
4. Gebo GEMEDA  (#12) ETH 02:13:32
5. Kibrom GHEBREZGIABHER  (#7) ERI 02:13:49
6. Tatsunori HAMASAKI  (#4) JPN 02:13:54
7. Ryuji KASHIWABARA  (#6) JPN 02:20:44
8. Saeki MAKINO  (#22) JPN 02:22:11

Die Splits der Männerspitze:

5k 00:15:34
10k 00:30:55 00:15:20
15k 00:46:54 00:15:59
20k 01:02:37 00:15:43
21.1k 01:05:45 00:03:07
25k 01:18:27 00:12:41
30k 01:34:08 00:15:41
35k 01:50:07 00:15:58
40k 02:05:56 00:15:49
42.2k 02:12:44 00:06:47

Dam tot Damloop über 10 Meilen am 20. Spetember 2015: Wilson Kipsang auf dem Weg nach New York City

dam-tot-damloop-2015-logoDer Dam tot Damloop vom Stadtzentrum Amsterdams in den Ortsteil Zaandam über 10 (englische) Meilen (16,09344 km) besteht seit 1985 und ist mittleweile eine der größten globalen Laufveranstaltungen. 45000 Teilnehmer werden am Sonntag über die volle Distanz erwartet, am Samstag gehen noch 4000 Kinder sowie 12500 Läufer über 5 Meilen an den Start. Das sind wahrhaft gigantische Dimensionen, die nur wenige Events aufweisen können.

Aber neben der Masse ist auch das Elitefeld jedes Jahr bemerkenswert und von internationaler Klasse. Warum die IAAF für diesen Lauf nur die Anerkennung eines IAAF Silver Label Road Race spendiert, ist deshalb schwer zu ergründen. Topstar in diesem Jahr ist der Ex-Marathon-Weltrekordhalter Wilson Kipsang, der seine Träume von einem WM-Titel vor vier Wochen bei brutalen Bedingungen in Beijing nach 32 km aufgab. In diesem Jahr musste er sich zwar in einem tollen Duell mit Eliud Kipchoge bei London Marathon mit 2.04.47 geschlagen geben, aber mit seiner Marathonbestzeit von 2.03.23 (Berlin 2013) gehört er nach wie vor zu den Topstars der Szene. Dazu Kipsang: “The weather wasn’t good for me. You might think that there were just seven kilometres to go, but my body told me that it wasn’t good for me to continue. It was too hot. My recovery after Beijing has been well, so I hope I can win the race, and beat the women too.”

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Wilson Kipsang (KEN) ist der Topstar in diesem Jahr in Amsterdam.  (c) H. Winter

Die Bedingungen werden in der Tat günstiger als in Beijing sein, 17°C, kein Regen und wenig Wind sind gemeldet. Und die Anmerkung zu den „women“ bezieht sich auf ein Jagdrennen, bei dem die besten Männer die beste Frau einholen müssen. Die Frauen starten in diesem Jahr 6 Minuten vor der Männerelite, was sich aus den Stzreckenrekorden ableitet. Kipsang sieht diesen Wettkampf über die Unterdistanz als einen Test für den New York Marathon am 1. November.

Seine Konkurrenten werden John Mwangangi sein, der 2010 und letztes Jahr den Lauf gewann, sowie Ayele Abshero (ETH, Marathon 2.04.23), Yenew Alamirew (ETH), Bahnläufer) und Edwin Kiptoo (KEN, HM 59.35).

Bei den Frauen sind Joyce Chepkirui (KEN), die den Lauf 2013 gewann, sowie Sylvia and Ivy Kibet (KEN) als auch Risa Takenaka (JPN) zu beachten. Takenaka gewann im Juli den Gold Coast Marathon an der australischen Ostküste.

Beijing Marathon am 20. September 2015: Zehn Männer mit Bestzeiten von unter 2:10 am Start

beijing-mar-2015-logoDie Marathons bei der WM in Beijing sind gerade einmal vier bzw. drei Wochen vorüber, da bevölkern die Marathonläufer schon wieder die Straßen der chinesischen Hauptstadt anlässlich der 35. Ausgabe des Beijing International Marathon am kommenden Sonntag. Da Ende September auch in Beijing der Sommer so langsam zu Ende geht und der Start bereits um 7:30 Uhr erfolgt, sollten die Bedingungen und damit auch die Zeiten im Ziel deutlich besser sein als noch zur WM. Während bei den Frauen die beste Läuferin durch Aliaksandra Duliba aus Weißrussland gestellt wird, die im Januar in Dubai Bestzeit mit 2:23:06 lief, ist das Männerrennen wesentlich stärker im Leistungsniveau und in der Breite besetzt. Denn der schnellste Mann im Elitefeld der Männer ist mit 2:04:48 der Äthiopier Berhanu Shiferaw, der 2013 in Dubai Zweiter wurde.

beijing-marathon-2015-pk-shiferawDie Äthiopier Berhanu Shiferaw hat beim Beijing International Marathon mit 2:04:48 die mit Abstand beste Vorleistung.  (c) Veranstalter

Auch die Bestzeiten der Konkurrenten können sich sehen lassen. Allein 10 Männer weisen Hausrekorde von unter 2:10 Stunden auf. Mariko Kiplagat Kipchumba gewann 2014 den Xiamen Marathon und 2012 den Reims Marathon, wo er auch seine Bestzeit von 2:06:05 erzielte. Der Gewinner des Marrakech Marathon, Stephen Tum, hat eine Bestzeit von 2:06:35. Aber sowohl Kiplagat als auch Tum konnten 2015 mit Zeiten von nur über 2:15 nicht überzeugen.

Das sieht bei dem Äthiopier Bekana Daba Tolesa schon ganz anders aus, denn der gewann in Houston 2011 in 2:07:04, lief aber im März in Barcelona immer noch 2:09:41. Somit sind in Beijing vier Athleten mit einer Bestzeit am Start, die besser ist als der Kursrekord vor Ort von 2:07:10 durch Tadesse Tola (ETH).

Komplettiert wird das Elitefeld der Männer durch Abrha Milaw (ETH) mit einer Bestzeit von 2:07:46 in Xiamen in diesem Jahr, dem Gewinner des diesjährigen Houston Marathons Birhanu Gedefa in 2:08:03, Dereje Tadesse Raya (ETH) mit 2:08:46 sowie Chala Adugna (ETH) mit 2:09:42. Aus Uganda kommen Daniel Kipkorir Chepyegon mit 2:08:04 and Jackson Kiprop mit 2:09:32. Kiprop sollte diesbezüglich den Kurs in Beijing, der ähnlich wie der WM Marathon verläuft, noch ganz gut von der WM vor einem Monat kennen. Dort wurde er übrigens immerhin Zehnter.

Bei den Frauen ist neben Duliba Abebech Afework (ETH) zu beachten, die in Dubai in 2:23:33 einen Platz hinter Duliba einlief. Helena Kirop aus Kenia hat eine vergleichbare Bestzeit von 2:23:37 vom Vendig Marathon im Jahr 2011. Und auch die Läuferin auf Platz 11 von Dubai ist dabei, Betelhem Moges (ETH) lief 2:24:29. Sechale Dalasa (ETH) schaffte bisher 2:26:27 in Shanghai 2012.
Im Gegensatz zu den Männern dürfte der Steckenrekord bei den Frauen kaum ein Thema sein, den hält nämlich seit 2003 die Chinesin Sun Yingjie mit 2: 19:39. Ingesamt werden 30000 Teilnehmer erwartet, die alle auf die volle Marathondistanz gehen werden.