69th Fukuoka International Marathon am 6.Dezember 2015: Patrick Makau siegt erneut

fukuoka-mar-2015-logoMit dem Sieg von Patrick Makau (KEN) endete heute die 69. Ausgabe des Fukuoka Marathon. Durch den verletzungsbedingten frühzeitigen Ausstieg des Favorten, Weltrekordler Dennis Kimetto (KEN) war der Ablauf des Rennens anders als im Vorfeld erwartet. Makau wartete bis 35 km bis er sich von den Verfolgern absetzte und überlegen in 2:08:18 den Lauf gewann.

Ausführlicher Bericht folgt.

fukuoka-mar-2015-winner-makauPatrick Makau (KEN) gewann zum zweiten Mal in Folge den Fukuoka Marathon in 2:08:18.  (c) H. Winter

fukuoka-mar-2015-first-threeDie drei Erstplatzierten Feleke, Makau und Sasaki (v.l.).  (c) H. Winter


Ergebnis des Fukuoka Marathon am 6.Dezember 2015:

1. M​A​K​A​U​,​ ​P​a​t​r​i​c​k KEN 2​:​0​8​:​1​8
2. F​E​L​E​K​E​,​ ​G​e​t​u ETH 2​:​0​8​:​3​1
3. S​A​S​A​K​I​,​ ​S​a​t​o​r​u JPN 2​:​0​8​:​5​6
4. K​O​E​C​H​,​ ​B​e​r​n​a​r​d KEN 2​:​0​9​:​4​3
5. T​A​K​A​D​A​,​ ​C​h​i​h​a​r​u JPN 2​:​1​0​:​5​5
6. P​A​U​L​A​,​ ​P​a​u​l​o BRA 2​:​1​1​:​0​2
7. O​T​S​U​K​A​,​ ​Y​o​s​h​i​k​i JPN 2​:​1​2​:​4​6
8. K​A​W​A​U​C​H​I​,​ ​Y​u​k​i JPN 2​:​1​2​:​4​8

Standard Chartered Singapore Marathon am 6.Dezember 2015: Acht Männer mit Bestzeiten unter 2:10

singapore-mar-2015-logoMit acht Läufern mit Bestzeiten unter 2:10 Stunden geht morgen der Standard Chartered Singapore Marathon an den Start. Und während das (Marathon-)Jahr so langsam in die letzte Kurve einbiegt, kann von einer Winterpause auch nicht in Anätzen die Rede sein. Sowohl am gleichen Tag im gar nicht so weit entfernten Fukuoka als auch in Singapore sind Topathleten am Start, die sehr gute Leistungen erwarten lassen, die nahtlos an die Flut von schnellen Zeiten aus Frühjahr und Herbst anschließen. Dabei werden die Bedingungen im Stadtstaat allerdings ungleich schwieriger werden als in der südjapanischen Hafenstadt, wo ideale Voraussetzungen für einen Marathonlauf erwartet.

Favorit bei dem IAAF Golden Label Race in Singapore ist der Kenianer Evans Cheruiyot, der in 2:06:25 den Chicago Marathon im Jahr 2008 gewann. Danach kam für ihn eine lange leistungssportliche Durststrecke, aber im April dieses Jahres konnte er mit einem Sieg beim Enschede Marathon in 2:09:40 wieder an alte Zeiten anknüpfen.

ensched-marathon-2015-cheruiyotEvans Cheruiyot ist einer der Favoriten beim Marathon in Singapore.  (C) Twente Courant Times

Von seinen Konkurrenten sind vor allem Gezahegn Girma (ETH), der als Zweiter in Marrakech 2:07:11 erzielte. Francis Bowen ist mit 42 Jahren der Senior im Elitefeld mit einer Bestzeit vom 2:08:01 aus dem Jahr 2011 in Valencia, der bei dem mehr taktischen Rennen in der brutalen Wärme und Luftfeuchtigkeit durchaus eine Chance für eine vordere Platzierung besitzt. Philemon Baaru (KEN) war in diesem Jahr Dritter in Mailand in 2:09:08, Issac Kosgei gewann den Enschede Marathon des Jahres 2013 in 2:09:17 und Robert Kiplimo lief seine Bestzeit in diesem Jahr in Padua in 2:09:32. Den Streckenrekord in Singapore stellte der Ex-Weltmeister Luke Kibet im Jahr 2009 mit 2:11:25 auf.

Bei den Frauen ist die Siegerin der letzten beiden Jahre wieder am Start,  Sharon Cherop (KEN) lief erst vor sechs Wochen in Toronto in 2:24:16 auf Platz 2. Cherop wurde 2013 Zweite in Berlin in 2:22:28.

San Antonio (USA, TX) Marathon am 6. Dezember 2015: Flanagan and Goucher im Halbmarathon am Start

san-antonio-mar-logoObwohl die „Competitor Group“, die u.a. die Serie der Rock´n´Roll Marathons übernommen hat, weitgehend Gewinn orientiert ihre Laufveranstaltungen betreibt, sind für Sonntag im texanischen San Antonio einige Eliteathleten aus den USA am Start, die einen letzten Test vor den US-Olympia-Trials absolvieren. Dazu Tracy Sundlen, seines Zeichens Senior Vice President der Rock ‘n’ Roll Marathon Serie: “I am so excited about both our men’s and women’s fields for the half marathon in San Antonio this weekend. Some of America’s best athletes, including some of the leading contenders for the U.S. Marathon Team in Rio will be testing themselves on the roads of San Antonio in advance of the Olympic Trials in February.“ Nachdem sich Competitor immer mehr von den Eliteläufern lossagt, die (unnötiges) Geld kosten, zeigen solche Äußerungen eher das schlechte Gewissen und ein erhebliches Verkennen der Realitäten. Bleibt zu hoffen, dass diese (schlechte) Beispiel nicht weitere Schule macht.

Shalane Flanagan und Kara Goucher stehen im Fokus des Interesses. Flanagan war dreimal bei Olympia dabei und gewann sogar einmal Bronze über 10000 m. Beim Berlin Marathon lief sie im letzten Jahr mit 2:21:14 die zweitschnellste Zeit einer US-amerikanischen Läuferin. In San Antonio gewann sie den Halbmarathon bereits 20111. Kara Goucher war zweimal bei Olympia dabei und hat eine Bestmarke im Marathon 2:24. Amy Hastings gewann den Rock´n´Roll Arizona Halbmarathon in Tempe/Phoenix und Kellyn Taylor war kürzlich beim Rock´n´Roll Philadelphia HM in 1:10:59 dabei und beendete den Houston Marathon nach 2:28:40 unter 2 1/2 Stunden.

Bei den Männern ist es vor allem Jeffrey Eggleston (USA), der mit 1:02:41 der aktuell schnellste Teilnehmer im Feld des Halbmarathon ist.

Honolulu Marathon am 13. Dezember 2015: Topbesetzung, schwere Bedingungen

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Heute gab der Honlulu Marathon das Feld der Elite bei der 42. Ausgabe des Honolulu Marathon bekannt. Nicht überraschend haben sich wieder eine ganze Reihe von Ausnahmenathleten auf den Weg (Flug) auf die Hauptinsel Oahu gemacht. Auch in diesem Jahr werden neben der Elite gut 30000 Teilnehmer an der Startline am Sonntag, 13.Dezember 2015 auf dem Al Moana Boulevard stehen. Das Ganze beginnt wegen der aufkommenden Wärme und der Luftfeuchtigkeit bereits um 5 Uhr in der Frühe. Erstmals ist bei KITV-4 eine Live-Übertragung im Fernsehen geplant. Wie das im Detail realisiert werden soll ist spannend, da es bis ca. 6:30 Uhr, wie für eine Tropennacht typisch, stockdunkel bleibt.

Auch das Höheprofil des Strecke ist nich unproblematisch, die Anstiege um den Diamond Head herum, einem erloschenen Vulkan, nach gut 10 km und 35 km auf dem Rückweg sind nicht ohne und Kosten wertvolle Zeit. Zusammen mit den kimatischen Bedingungen erklärt dies die relativ schwachen Zeiten der Eliteläufer, der Kursrekord von 2:11:12 von Jimmi Muindi (KEN)) aus dem Jahr 2004 ist angesichts dieser Fakten recht hochwertig. Eine Zeit unter 2:10 Stunden wäre sicher mit Zeiten um 2:05 auf den schnellen Stadtkursen vergleichbar.

Aus diversen Gründen stellen sich immer wieder Eliteathleten dem Starter, die zu den Spitzenkönnern der Szene zählen. Das ist auch am 13. Dezember 2015 nicht anders. Der schnellste Mann im Feld in der Kenianer Wilson Chebet, auch wegen seiner drei Siege dort „Mr. Amsterdam“ gennnt, der seine Bestzeit von 2:05:07 aber 2011 beim Rotterdam Marathon erzielte. Erst Ende Oktober war er in Amsterdam am Start und konnte dort als Fünfter in 2:08:45 keinen weiteren Sieg mehr landen.

   Liste der Eliteathleten:

Wilson Chebet KEN 02:05:07 2011 Rotterdam Marathon
Benjamin Kiptoo KEN 02:06:31 2011 Paris Marathon
Felix Kiprotich KEN 02:06:59 2015 Seoul Marathon
Kenneth Mungara KEN 02:07:36 2011 Praha Marathon
Nicholas Kemboi QAT 02:08:01 2011 Valencia Marathon
Robert Kwambai KEN 02:08:18 2015 Xiamen Marathon
Steve Kibet Kosgei KEN 02:08:05 2012 Rotterdam Marathon
Daniel Limo KEN 02:08:39 2011 La Rochelle Marathon
Daniel Abera ETH 02:08:52 2012 Hengsui Marathon
Samuel Ndungu KEN Tempomacher

 

Liste der Eliteathletinnen:

Yingying Zhang CHN 02:22:38 2008 Xiamen Marathon
Joyce Chepkirui KEN 02:24:11 2015 Amsterdam Marathon
Aheza Kiros ETH 02:24:30 2013 Dubai Marathon
Lucy Karimi KEN 02:27:08 2015 Dubai Marathon
Woynishet Girma ETH 02:27:51 2010 Amsterdam Marathon
Isabella Ochichi ETH 02:30:20 2015 Cape Town Marathon
Nicole Sifuentes CAN Tempomacherin

69th Fukuoka International Marathon am 6.Dezember 2015: Aktuelles von der Pressekonferenz

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Die 69. Ausgabe des Fukuoka International Marathon wird nach den letzten Wetterprognosen unter recht günstigen Bedingungen am Sonntag über die Bühne gehen. Danach wird sich der erhebliche Wind weitgehend gelegt haben und die Temperaturen zur Mittagszeit (Start: 12:10 Uhr) um 7° bis 8°C betragen. Damit steht einem schnellen Rennen von dieser Seite nichts im Wege, nachdem in früheren Jahren Regen und vor allem der Wind in der südjapanischen Hafenstadt immer wieder einen leistungshemmenden Faktor darstellten.

Die Topstars in diesem Jahr sind zweifelohne die beiden Kenianer Dennis Kimetto und Patrick Makau, der aktuelle bzw. ehemalige Weltrekordler über die Marathondistanz. Beide gaben sich auf der Pressekonferenz sehr zuversichtlich und bestätigten eine gute Vorbereitung, die Kimetto auf Nachfrage mit der vor dem Weltrekord in Berlin 2014 verglich. Als Ziel wurde der Streckenrekord aus dem Jahr 2009 genannt, den der Äthiopier Kebede mit 2:05:18 aufstellte. Kebede war damals die erste Hälfte in 63:05 angegangen und diese Zeit soll auch in etwa mit Hilfe mehrerer Tempomacher angestrebt werden. Patrick Makau ist der „Titelverteidiger“, der 2014 nach langer Verletzungspause wieder einen Marathon erfolgreich abschloss. Sein Start im April beim Boston Marathon war allerdings wieder ein Rückschlag, Makau musste aussteigen. Der Frage, inwieweit sie hoffen, sich schon in Fukuoka für den Olympischen Marathon zu qualifizieren, wichen beide mit wenig konkreten Anmerkungen aus. Eine Zeit in den Regionen des Streckenrekords von 2:05 Stunden wird dazu im überbuchten kenianischen Team gewiss kaum ausreichen.

fukuoka-mar-2015-pk-kimetto-makauDie beiden Topstars beim diesjährigen Fukuoka Marathon: Dennis Kimetto und Patrick Makau (beide KEN, von links).  (c) H. Winter

Dass der Kampf um den gutdotierten Sieg kein Selbstläufer werden dürfte, liegt zum einem an den eher durchwachsenen Resultaten der beiden Topakteure im Verlauf dieses Jahres. Makau hat keinen Marathon erfolgreich ins Ziel bringen können, Kimetto stieg in Beijing auch wegen der unzumutbaren Bedingungen aus, zeigte aber leicht geschwächt beim London Marathon als Dritter in 2:05:50 hinter den Weltklassenakteuren W. Kipsang and E. Kipchoge eine solide Leistung.

In der Liste mit den besten Vorleistungen sind mit Getu Feleke (ETH) und Bernard Koech (KEN) zwei weitere Athleten mit unter 2:05 Stunden aufgeführt. Feleke lief 2:04:50 als Zweiter beim Rotterdam Marathon. Das war aber schon 2012, im letzten Jahr sschaffte er in Wien als Sieger in 2:05:41 einen Streckenrekord. In diesem Jahr war er nur im Halbmarathon unterwegs, in Barcelona erreichte er bereits im Februar 60:45. Bernard Koech belegte in dem legendären Lauf beim Dubai Marathon im Jahr 2013 Platz 5 in 2:04:53. 2014 wurde er in Rotterdam Zweiter in 2:06:08, beim diesjährigen Rotterdam Marathon wurde er in 2:08:02 Dritter.

fukuoka-mar-2015-pk-yuki-etcDie auf der Pressekonferenz präsentierten Eliteathleten beim Gruppenfoto für die Presse. In der ersten Reihe: Kimetto, Kawauchi und Makau (von links). (c) H. Winter

Zu den schnellsten Männern gehören auch die beiden Läufer aus Eritrea Samuel Tsegay und Amanuel Mesel mit Bestzzeiten von 2:07:28 und 2:08:17. Tsegay ist amtierender Vizeweltmeister im Halbmarathon, im letzten Jahr lief er sehr gute 59:21 in Kopenhagen. 2012 lief er in London eden Marathon in 2:08:06, danach waren seine Auftritte mehr als durchwachsen, in diesem Jahr erreichte er das Ziel dort nicht. Serhiy Lebid machte beim Seoul Marathon 2014 in 2:08:32 einen Leistungssprung. Der Dauer-Europameister im Crosslauf hat sicher noch Potential für eine weitere Verbesserung. Dylan Wykes aus Kanada hat eine Bestzeit von 2:10:47 (Rotterdam 2012) und liegt damit in Reichweiche des uralten Landesrekords von 2:10:09, den Gerome Drayton vor genau 40 (!) Jahren in Fukuoka aufgestellt hatte.

Zwei weitere Anwärter auf vordere Platzierungen – ein „Podium“ gibt es in Fukuoka nicht – haben Martin Mathathi (KEN) sowie der Mongole Ser-od Bat-Ochir. Mathathi konnte 2013 den Lauf in Bestzeit von 2:07:16 gewinnen, im letzten Jahr ging sein Auftritt in Fukuoka in 2:17:23 gehörig daneben. Vielstarter Bat-Ochir lief in Fukuoka 2:08:50. In diesem Jahr war er in Haburg in 2:10:15 dabei, lief zuvor den Lake Biwa Marathon in 2:11:18 und bei der WM im August zeigte er Anstand und gab in 2:32:09 nicht auf und belegte Platz 38.

fukuoka-mar-2015-pk-yuki-kimettoDer Weltrekordler Kimetto zusammen mit dem japanischen Topläufer Yuki Kawauchi.  (c) H. Winter

Durch die Absage von Koji Kobayashi (JPN) ist das Lauf-Unikum Yuki Kawauchi der vermeintlich beste Japaner mit einer Bestzeit 2:08:14 in Seoul 2014. Yukis Wettkämpfe hier alle zu benennen, ist bei seiner Vielstarterei fast unmöglich. Erst im letzten Drittel des Jahres 2015 wendete sich bei ihm die Leistungsfähigkeit wieder ins Positive, nachdem er in seiner typischen Eigenwilligkeit eine Verletzung vom Silvesterlauf in Barcelona nicht auskurierte und einen völligen Leistungseinbruch erlitt. Diese Zeit ist überstanden und mit dem 6. Platz beim New York City Marathon am 1. November meldete er sich eindrucksvoll zurück. Dieses Ergebnis hat Yuki bewogen nach so kurzer Pause der Regeneration schon wieder aufs Ganze zu gehen. Denn für die Qualifikation für Olympia haben der japanische Verbund und die ansonsten da noch mitreden, die Hürden hoch gestellt. Die direkte Qualifikation für Rio mit einer Zeit von 2:06:30 erinnert dabei sehr an Eigenwilligkeiten, die sich bei uns im Lande der DLV am laufenden Band erlaubt.

Wie dem auch sei, Yuki absolvierte im sub-3-Minuten-Schnitt einen sehr erfolgreichen Test vorletztes Wochenende beim Ageo Halbmarathon und will vor allem in dem ersten vom Verband angesetzten Qualifikationsrennen auf sich aufmerksam machen. Dabei erklärte Yuki auch Anfrage, dass er Fukuoka gegenüber Tokyo im Februar den Vorzug gegeben hat, weil er den Kurs in Fukuoka schneller einschätzt als die Strecke in der Hauptstadt. Ferner bleibt so mehr Regeneration für Rio, so etwas allerdings aus dem Mund eines extremen Vielstarters zu hören, war schon fast lustig.

Und interessant waren dann noch seine Ausführungen zu seiner Renntaktik, die man in dieser Form nur nachhaltig stützen kann. Da die Topläufer den Streckenrekord im Auge haben und die japanische Konkurrenz diesbezüglich überfordert ist, will Yuki die Tempojagd vorne nicht unbedingt mitgehen, sondern sein Rennen im Bereich seiner Bestzeit anlaufen. Dann würde es in Fukuoka (ENDLICH!) zwei Gruppen geben – genügend Tempomacher wurden ja verpflichtet – und während vorne um die 63 Minuten oder sogar schneller für die Halbdistanz begonnen werden wird, plant Yuki in der zweiten Gruppe zu laufen, deren Tempo etwa im Bereich von 2:08 Stunden liegen soll. Aus der Analyse vieler Läufe ist nicht nur er zu dem Schluss gekommen, dass bis auf die Erstplatzierten sich vorne viel tut, und wenn er am Ende seine Leistung bringt, könnte er noch weit nach vorne aufen. Zu wünschen ist es diesem Selfmademan in allen Belangen. Nach ganz vorne wird er aber wohl nicht schaffen, dazu ist die Spitze auch in der Breite zu gut besetzt. Am Sonntag wissen wir dann mehr.

fukuoka-mar-2015-pk-yukiVor fünf Jahren wurde er als 10. in 2:17 Stunden kaum beachtet. Mittlerweile ist Yuki Kawauchi in Japan auch wegen seiner eigenwilligen Art ein (Medien-)Star.  (c) H. Winter

Eine Livestream aus Fukuoka ist bei EVERSPORT angekündigt. In Deutschland muss man dazu aber früh aufstehen, der Start ist um 12:10 Uhr Ortszeit, d.h. 4:10 Uhr MEZ.

Liste der Eliteläufer:

1 KIMETTO, Dennis KEN 2:02:57
2 MAKAU, Patrick KEN 2:03:38
3 FELEKE, Getu ETH 2:04:50
4 KOECH, Bernard KEN 2:04:53
5 TSEGAY, Samuel ERI 2:07:28
6 MESEL, Amanuel ERI 2:08:17
7 LEBID, Serhiy UKR 2:08:32
8 NYASANGO, Cutbert ZIM 2:09:52
9 PAULA, Paulo BRA 2:10:23
10 WYKES, Dylan CAN 2:10:47
21 MATHATHI, Martin KEN 2:07:16
22 BAT-OCHIR, Ser-od MGL 2:08:50
23 KOBAYASHI, Koji JPN abgesagt
24 GITAU, Joseph KEN abgesagt
25 KAWAUCHI, Yuki JPN 2:08:14
26 BENJAMIN, Ngandu KEN abgesagt
27 TAKADA, Chiharu JPN 2:10:03
28 KADOTA, Hiroki JPN 2:10:46
29 TOMARU, Kazuki JPN 2:11:25
30 OTSUKA, Yoshiki JPN 2:11:40

 

Liste der Tempomacher:

PM1 MACHARIA, Isaac KEN
PM2 KIPLIMO, Kimutai KEN
PM3 WANJOHI, Charies KEN
PM4 NDIRANGU, Charles KEN
PM5 MICHAEL , Githae KEN
PM6 ABERA, Melaku ETH

 

Die schnellsten Zeiten beim Fukuoka Marathon:

1. Tsegaye Kebede ETH 2:05:18 2009
2. Tsegaye Kebede ETH 2:06:10 2008
3. Samuel Wanjiru KEN 2:06:39 2007
4. Deriba Merga ETH 2:06:50 2007
5. Atsushi Fujita JPN 2:06:51 2000
6. Haile Gebrselassie ETH 2:06:52 2006
7. Joseph Githau KEN 2:06:58 2012
8. Atsushi Sato JPN 2:07:13 2007
9. Dmytro Barnovskyy UKR 2:07:15 2006
10. Martin Mathathi KEN 2:07:16 2013

 

Die schnellsten Zeiten im Marathon auf japanischem Terrain:

1. Tsegaye Kebede ETH 2:05:18 Fukuoka 2009
2. Dickson Chumba KEN 2:05:42 Tokyo 2014
3. Tadese Tola ETH 2:05:57 Tokyo 2014
4. Endeshaw Negesse ETH 2:06:00 Tokyo 2015
5. Tsegaye Kebede ETH 2:06:10 Fukuoka 2008
6. Wilson Kipsang KEN 2:06:13 Otsu 2011
7. Sammy Kitwara KEN 2:06:30 Tokyo 2014
8. Gert Thys RSA 2:06:33 Tokyo 1999
9. Stephen Kiprotich UGA 2:06:33 Tokyo 2015
10. Dickson Chumba KEN 2:06:34 Tokyo 2015

 

Die besten Streckenrekorde im Marathon der Männer:

1. 2:02:57 (WR) Berlin D. Kimetto KEN 2014
2:03:02* Boston G. Mutai KEN 2011
2. 2:03:42 Frankfurt W. Kipsang KEN 20111
3. 2:03:45 Chicago D. Kimetto KEN 2013
4. 2:04:23 Dubai A. Abshero ETH 2012
5. 2:04:27 Rotterdam D. Kibet KEN 2009
6. 2:04:29 London W. Kipsang KEN 2014
7. 2:05:04 Paris K. Bekele ETH 2014
8. 2:05:06 New York City G. Mutai KEN 2011
9. 2:05:18 Fukuoka T.Kebede ETH 2009

 

Die schnellsten Marathon-Strecken (Zehnermittel):

1. Berlin 2:03:49
2. Chicago 2:04:40
3. Dubai 2:04:46
4. Rotterdam 2:04:52
5. London 2:04:56
Boston 2:05:39*
6. Frankfurt 2:05:40
7. Paris 2:05:57
8. Amsterdam 2:06:00
9. Eindhoven 2:06:09
10. Seoul 2:06:28
11. Tokyo 2:06:31
12. Fukuoka 2:06:44
13. Hamburg 2:06:49

 

Quelle der statistischen Daten: Ken Nakamura (Tokyo)

69. Fukuoka International Marathon am 6. Dezember 2015: Der Streckenrekord ist in Gefahr

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Heute morgen  haben sich die beiden Topstars des diesjährigen Fukuoka Marathon am 6. Dezember auf den Weg von Kenia nach Japan gemacht, wo sie morgen Mittag eintreffen werden. Am Sonntag werden neben einer ganzen Reihe weiterer Eliteathleten vor allem der aktuelle (Dennis Kimetto, 2:02:57) und ein ehemaliger Weltrekordler (Patrick Makau, 2:03:38) am Start sein. Die aktuelle Wettervorhersage lässt sehr gute Bedingungen erwarten, so dass der 6 Jahre alte Kursrekord des Ähiopiers Tsegaye Kebede von 2:05:18 in Gefahr sein dürfte. Kebede selbst war erst am letzten Sonntag beim Halbmarathon in der indischen Hauptstadt Delhi am Start und zeigte dort mit 1:03 Stunden keine überzeugende Leistung. Er ist also in Fukuoka nicht dabei, erzielte aber seinerzeit mit dem Streckenrekord in Fukuoka die beste je in Japan gelaufene Zeit über die volle Marathondistanz.

Neben Kimetto und Makau ist auch der Sieger von Fukuoka im Jahr 2013, der in Japan „stationierte“ Kenianer Marthin Mathathi, am Start. Auf das gesamte Elitefeld werden wir noch nach der Pressekonferenz am Freitag eingehen.

Kurz vor seiner Abreise zeigte sich Dennis Kimetto sehr zuversichtlich: “I am hoping to better my time for this year and most importantly to set a new course record, and I know this is possible if the conditions are right on Sunday. Kenyan marathoners are the best runners in the world at the moment. The course record should have been broken by a determined runner from our country. You need enough training and confidence. I have come out of the muscle strains and fatigue which were as a result of very hot conditions in Beijing. The training since coming back from China have been good.”

In Fukuoka wird auch Bernard Koech dabei sein, der 2013 beim Dubai Marathon 2:04:53 lief. Einer der besten Halbmarathon-Läufer (58:41, 2013 Rock n Roll San Diego Half Marathon) merkte an: “My form is okay this season. I picked up a boil infection in September, but it has fully healed, I am hopeful for victory in Fukuoka.”

london-2015-dennis-42kmMarathon Weltrekordler Dennis Kimetto (KEN) hat den Steckenrekord in Fukuoka und damit die schnellste Zeit auf japanischem Boden im Visier.  (c) H. Winter

Bitburger Silvesterlauf in Trier am 31. Dezember 2015: Ex-Weltrekordler startet in Trier

bitburger-silvesterlauf-2015-logo

Der vom Trierischen Volksfreund präsentierte Bitburger-Silvesterlauf in Trier hat seinen Favoriten: Mit dem Kenianer Micah Kogo kommt der Sieger von 2008 und 2010 und bisher weltweit zweitschnellste Zehn-Kilometer-Straßenläufer zum Lauf, der den Rekord sogar lange Zeit alleine für sich beanspruchen durfte. 2009 entthronte er mit 27:01 Minuten die Lauflegende Haile Gebrselassie. 2008 gewann er bei den Olympischen Spielen in Peking Bronze.

Nicht dabei sein wird in Trier dagegen Rekordsieger Moses Kipsiro aus Uganda. Der fünfmalige Gewinner (2005 bis 2007, 2012, 2014) plant im kommenden Jahr seine dritte Olympia-Teilnahme, in Rio de Janeiro über Marathon. Aufgrund eines engen Zeitplanes will sich Kipsiro über die Feiertage aufs Training konzentrieren – und sagte in Trier ab. Anders als Kipsiro hat Kogo seine Marathon-Feuertaufe bereits bestanden. Gleich bei seinem ersten Rennen belegte er 2013 beim prestigeträchtigen Boston-Marathon den zweiten Platz.

Quelle: „Trierscher Volksfreund“

Donostia Marathon am 29. September 2015: Ein kenianisches Trio sorgt für das Leistungsniveau

san-seb-mar-2015-logoDurch die Verpflichtung der drei kenianischen Eliteläufer Elisha Rotich, Kennedy Kipyego sowie Hosea Maiyo konnte der Marathon in der baskischen Hafenstadt Donostia (San Sebastian) sein Leistungsniveau der Vorjahre halbwegs aufrecht halten. Unabhängig  vom Rest des Feldes rannten die drei auf dem sehr verwinkelten Kurs an der wunderschönen Strandpromende und durch die Innenstadt allen davon und hatten nach 31:31 bei 10 km und 1:06:25 beim Halbmarathon eine Zeit um 2:13 Stunden im Visier. In der zweiten Hälfte konnten Elisha Rotichs Mitstreiter aber nicht mehr folgen, der nach 1:51:11 für 35 km das Rennen in 2:13:56 gewann. Auf seine Verfolger musste man dann lange warten. Die liefen mit 1:12 Stunden für den zweiten Part einen massiven positiven Split und waren schlichtweg „platt“. Kennedy Kipyego wurde Zweiter in 2:18:28 und Hosea Maiyo folgte mit 2:18:46 auf Platz 3. Die Nächstplatzierten folgten dann gut 3 bzw. 8 Minuten später.

san-seb-mar-2015-winner1Elisha Rotich (KEN) gewann ganz überlegen den Marathon in Donostia/San Sebastian in 2:13:56.  (c) Veranstalter

               Ergebnis der Männer: 

1. Elisha Kipchirchir Rotich KEN 02:13:56
2. Kennedy Lagat Kipyego KEN 02:18:28
3. Hosea Kiprono Maiyo KEN 02:18:46

Airtel Delhi Halbmarathon am 29. November 2015: Fünf Läufer unter 59:30 Minuten

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Mit den zu erwartenden Topleistungen fand heute in der indischen Hauptstadt dre Airtel Delhi Halbmarathon mit gut 13000 Teilnehmern statt. Die Rahmenwettbewerbe eingeschlossen gingen sogar gut dreimal soviel Aktive auf diverse Strecken. Am Ende liefen die ersten fünf Männer unter einer Zeit von 59:30 Minuten, für eine neue Jahres-Weltbestleistung (59:10) oder sogar den Streckenrekord aus dem Vorjahr von 59:06 reichte es am Ende aber nicht. Somit hat in der Saison 2015 kein Läufer die 59 Minuten unterboten. Der Lauf in Delhi war aber schon insofern bemerkenswert, als von den 10 Zeiten unter 59:30 Minuten im Jahr 2015 die Hälfte am heutigen Sonntag in Delhi erzielt wurden!

Welt-Jahresbestenliste 2015 – Halbmarathon Männer
(Stand: 29.11.15)

1. 59:10 Abraham Cheroben  KEN Valencia, ESP 18 OCT 2015
2. 59:14 Bedan Karoki  KEN København 13 SEP 2015
3. 59:20 Birhanu Legese ETH Delhi 29 NOV 2015
3. 59:20 Stanley Biwott  KEN Den Haag 08 MAR 2015
5. 59:21 Mosinet Geremew ETH Delhi 29 NOV 2015
6. 59:24 Zsersenay Tadese KEN Delhi 29 NOV 2015
7. 59:26 Edwin Kiptoo ERI Delhi 29 NOV 2015
7. 59:26 Jonathan Maiyo KEN Delhi 29 NOV 2015
9. 59:28 Cyprian Kotut  KEN Den Haag 08 MAR 2015
10. 59:28 Alex Korio  KEN København 13 SEP 2015
11. 59:30 Edwin Kipyego  KEN København 13 SEP 2015

Während die Frauen das Rennen zunächst sehr ruhig angingen, orientierten sich die Männer am Streckenrekord. 10 Männer an der Spitze zogen nach gut 5 km das Tempo weiter an und lagen bei 10 km in 27:56 auf Kurs von 58:55. Im für den Winter in Delhi typischen Mischung aus dichtem Nebel und eine gehörige Portion Smog war die Sicht sehr begrenzt, dafür herrschte in der mit Schadstoffen jeglicher Art angereicherten Luft kaum Wind.

Vor allem Edwin Kiptoo versuchte an der Spitze das Tempo hoch zu halten, doch als man die 14 km auf der Janpath in 39:12 passierte lag die sechsköpfige Spitzengruppe mit 59:04 wieder auf Kurs von über 59 Minuten. Und kurz danach bei 16 km am Indian Gate in 44:52 war die Fahrt exakt auf der WL mit 59:10 abgesunken. Dabei war es immer wieder Kiptoo, der für das Tempo sorgte. Nach 56:24 bei 20 km war allerdings klar, dass die Bestmarken endgültig außer Reichweite waren.

Als fünf Männer an der Spitze zum Finale bliesen, war die äthiopische Marathon-Legende Tsegaye Kebede schon weit zurückgefallen, er beendete in für ihn indiskutablen 63:44 das Rennen auf Platz 16. An der Spitze sah es auf der Schlußgeraden zunächst nach einem Sieg des Vorjahreszweiten Geremew (ETH) aus, doch sein Landsmann Birhanu Legese war am Ende der bessere Spurter und gewann in 59:20. Dazu der Sieger: “I am very happy, I enjoyed the course and enjoyed the race. It was very easy for me.“ Legese gewann nach dem Sieg in Berlin in 59:45 den zweiten hochklassigen Marathon des Jahres 2015. 

Geremew wurde eine Sekunde hinter Legese wie im Vorjahr Zweiter und der Weltrekordler Zersenay Tadese (ERI) zeigte eine starke Leistung,  der 33-Jährige konnte aber im Spurt mit der viel jüngeren Konkurrenz nicht mithalten und wurde in 59:24 Dritter. Die beiden Kenianer Edwin Kiptoo, der für seine Schrittmacher-Dienste nicht belohnt wurde, sowie Jonathan Maiyo belegten in 59:26 die nächsten Plätze.

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Berhanu Legese (ETH) gewann den Delhi Halbmarathon in 59:20. Direkt dahinter der junge Gebremew und dann schon fast in der Delhi-typischen Mischung aus Smog und Nebel der Weltrekordler Tadese auf Platz 3.  (c) Veranstalter

Auch bei den Frauen gab es eine spannende Spurtentscheidung, die Cynthia Limo (KEN) in 1:08:35 vor der zeitgleichen Landsfrau Helah Kiprop gewann. Gladys Chesire (KEN) wurde mit nur einer Sekunde Rückstand Dritte und Genet Yalew (ETH) in 1:08:46 Vierte. Bemerkenswert war noch die Leistung der einheimischen 3000 m-Hindernisläuferin Lalita Babbar (IND), die als Achte in 1:10:52 neuen Landesrekord lief und dabei ihre Bestzeit um über 5 Minuten steigern konnte.

Sehr überraschend kam das Ausscheiden der Weltrekordlerin und Topathletin Florence Kiplagat (KEN), die trotz des moderaten Tempos von 33:46 bei 10 km schon nach 6 km den Anschluß verloren hatte und bald danach das Rennen beendete. Cynthia Limo wins. Photo courtesy of Airtel Delhi Half Marathon.Cynthia Limo (KEN) gewann das Rennen der Frauen zeitgleich vor Helah Kiprop (KEN) in 68:35.  (c) Veranstalter

 

Ergebnisse der Männer:

1. BIRHANU LEGESE ETH 00:59:20
2. MOSINET GEREMEW ETH 00:59:21
3. ZERSENAY TADESE ERI 00:59:24
4. EDWIN KIPTOO KEN 00:59:26
5. JONATHAN MAIYO KEN 00:59:26
6. GEOFFREY KIRUI KEN 00:59:38
7. ABRAR OSMAN ERI 01:00:39
8. MOSES KIPSIRO UGA 01:00:41
9. KENNETH KIPKEMOI KEN 01:00:45
10. BONSA DIDA ETH 01:01:19
11. JOSPHAT KIPTIS KEN 01:01:19
12. ALEX KORIO KEN 01:02:29
13. FENTAHUN HUNEGNAW ETH 01:02:29
14. JACKSON KIPROP UGA 01:02:30
15. VINCENT RONO KEN 01:02:38
16. TSEGAYE KEBEDE ETH 01:03:44
17. DAVID BETT KEN 01:04:40
18. NITENDRA SINGH RAWAT IND 01:04:41
19. GOPI T IND 01:04:45
20. MOHD YUNUS IND 01:04:46

 

   Ergebnisse der Frauen:

1. CYNTHIA LIMO KEN 01:08:35
2. HELAH KIPROP KEN 01:08:35
3. GLADYS CHESIRE KEN 01:08:36
4. GENET YALEW ETH 01:08:46
5. TADELECH BEKELE ETH 01:08:52
6. NETSANET GUDETA ETH 01:10:47
7. BEATRICE MUTAI KEN 01:10:52
8. LALITA BABBAR IND 01:10:52
9. O P JAISHA IND 01:11:34
10. SUDHA SINGH IND 01:11:46
11. WUDE AYALEW ETH 01:12:27
12. SURIYA L IND 01:13:18
13. VALENTINE KIPKETER KEN 01:15:32
14. KIRANJEET KAUR IND 01:21:02
15. PRITI LAMBA IND 01:21:36
16. JYOTI GAWATE IND 01:22:05
17. AMANDEEP KAUR IND 01:26:10
18. RANJANA KUMARI IND 01:45:48

Firenze Marathon am 29. November 2015: Tujuba Megersa gewinnt in 2:09:55

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Mit einer Zeit von knapp unter 2:10 Stunden lief soeben Tujuba Megersa (ETH) in 2:09:54 als Sieger des Florenz Marathon ins Ziel. Platz 2 ging an John Komen (KEN) in 2:11:58 knapp vor Oukhrid Lhoussaine (MAR) in 2:12:04.

Bis gut 10 km (30:46) lief eine etwa 10-köpfige Gruppe an der Spitze, die trotz langsamer Fahrt nach 15 km in 46:46 auf 5 Läufer zusammenschmolz. Die restlichen 5 Läufer hatten da schon 20 Sekunden auf die Führenden verloren. Der Halbmarathon wurde nach 1:04:59 passiert.

Die Spitzengruppe mit dem Italiener Francheschini als Tempomacher passiert die 10 km Marke nach 30:46, man liegt auf Kurs von 2:09:50 (das ist dann fast die Zeit des Siegers im Ziel).  (c) Veranstalter

Nach 30 km war die Spitze weiter auseinandergefallen, Megersa und John Kimutai Komen lagen in 1:32:32 zwanzig Sekunden vor einer 3-köpfigen Verfolgergruppe. Man lief auf Kurs zu einer Endzeit von 2:10:06. Die nächsten 5 km wurden in 14:58 richtig schnell, was dem Antritt von Megersa geschuldet war, der bei 30 km in 1:47:30  52 Sekunden Vorsprung auf den Marrokaner Lhoussaine herausgelaufen hatte, Komen folgte 11 Sekunden später. Megersa brachte den Vorsprung sehr deutlich ins Ziel und gewann in 2:09:54. Dabei war eine Zeit unter 2:10 Stunden noch einmal in Gefahr geraten, als sich der Führende auf den letzten Metern in Abwesenheit von Ordnern noch verlief und fast das Ziel verfehlt hätte. Eine derartige Panne sieht am bei den größeren Veranstaltungen gottseidank selten.

firenze-mar-2015-winnerTujuba Megersa gewann mit großem Vorsprung den Florenz Marathon in 2:09:54.  (c) Veranstalter

Platz 4 ging an den Norweger Sondre Moen, der mit 2:12:54 die Olympianorm seines Landes von 2:12 Stunden allerdings um 54 Sekunden verfehlte. Bei den Frauen lag die Kenianerin Priscah Cherono in 2:31:34 vorne.

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Ergebnisse der Männer:

 1 . MEGERSA TUJUBA BEYU ETH  02:09:54
 2 . KOMEN JOHN KIPKORIR KEN  02:11:58
 3 . LHOUSSAINE OUKHRID MAR  02:12:04
 4 . MOEN SONDRE NORDSTAD NOR  02:12:54
 5 . BOUFARS HICHAM MAR  02:13:36
 6 . KAGAI SAMSON KEN  02:15:42
 7 . CUNEAZ RENE‘ ITA  02:15:49
 8 . HAMD MOHAMEDNUR SUI  02:16:40
 9 . NASEF AHMED ITA  02:18:21
 10. GRANO GIOVANNI ITA  02:18:39

 

Marathon La Rochelle am 29. November 2015: Der Tempomacher Norbert Kigen gewinnt

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Mit dem etwas überraschenden Sieg von Norbert Kigen (KEN) in 2:09:24 ging soeben der Marathon im französischen La Rochelle über die Bühne. Kigen sollte eigentlich nur bis 28 km das Tempo machen, entschied sich aber bei recht windigen Bedingungen, das Rennen zu beenden. Auch der Zweitplatzierte Gilbert Masai (KEN) blieb mit 2:09:48 noch unter 2:10 Stunden. Dritter wurde Gezahegn Keneni (ETH) in 2:11:32.

Bei windigen Verhältnissen an der Atlantikküste legte die Männerelite von Beginn an sehr flott los, nach 5 km in 15:03 und 10 km in 30:17 war man sogar auf Kurs zum Streckenrekord (Komen 2:07:10). Sechs Läufer waren hier noch zusammen, die nach 45:38 bei 15 km die Hälfte in 1:04:31 passierten. Man hatte mittlerweile das Tempo etwas reduziert. Bei 25 km nach 1:16:15 waren noch 4 Läufer an der Spitze, die sich nach 30 km in 1:31:44 auf ein Trio reduzierte. Vorne liefen Masai, Pacemaker Kigen sowie Keneni.

Auf dem Weg zu den 35 km hatte sich Masai mit 1:46:40 leicht absetzen können, Kigen war nicht, wie vorgesehen, ausgestiegen, sondern lief mit 12 Sekunden Rückstand auf Platz 2. Keneni lag weitere 36 Sekunden zurück. Im Schlußteil konnte Kigen die Lücke zu Masai schnell schließen und sich seinerseits absetzen. Unangefochten gewann Norbert Kigen in 2:09:24 vor Gilbert Masai in 2:09:48.

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Auch bei den Frauen gab es eine Überraschung, hier gewann die Debütantin Bekelech Bedada (ETH) in 2:32:10.

      Ergebnis der Männer:

1. KIGEN Nobert KEN 02:09:24
2. MASAI Gilbert KEN 02:09:48
3. KENENI Gezahegn ETH 02:11:32
4. DABI Tadesse ETH 02:13:13
5. BUNGEI Samson KEN 02:15:06
6. PRAMAU Vladzislav BLR 02:17:33
7. LANGAT Isaac KEN 02:18:20
8. ABDOU-DAOUD Ahmat FRA 02:19:33
9. EN GUADY Khalid MAR 02:24:27
10. KAPTSERAU Yuri BLR 02:25:40

Airtel Delhi Halbmarathon am 29. November 2015: Berhanu Legese (ETH) gewinnt in 59:20

new-delhi-hm-logoDer Äthiopier Birhanu Legese gewann heute morgen den Airtel Delhi Halbmarathon in der indischen Hauptstadt in 59:20. Damit verfehlte er sowohl den Streckenrekord von 59:06 als auch die Weltjahresbestzeit von Abraham Cheroben von 59:10. Mit 5 Läufern unter 59:30 gab es wieder ein hervorragendes Ergebnis in der Leistungsbreite.

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Birhanu Legese (ETH) gewann den Halbmarathon in Delhi und verpasst die Weltjahresbestleistung um 10 Sekunden.  (c) Veranstalter

Bei den Frauen fiel Topfavoritin Florence Kiplagat früh zurück und es siegte Cynthia Limo (KEN) in 68:35.

Bericht folgt.

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Marathon International d´Alger am 27. November 2015: Äthiopische Siege in Algier

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Mit den äthiopischen Siegen durch Legese Shume Hailu (Männer) und Robi Aberach Fayesa (Frauen) ging am gestrigen Freitag die 2. Ausgabe des Marathon International d´Alger über die Bühne. Legese Shume Hailu gewann in 2:11: 34 vor seinen Landsleuten Lands Dogaga Hayluabebe in 2:14: 00 und Bedada Abdisa Sori  in 2:14: 21. Dazu merkte der Sieger nach dem Rennen an: „Die Strecke war sehr gut und wir hatten einen sehr harten Wettbewerb vor allem auf den ersten 35 Kilometern. Mit meiner Taktik einer Attacke nach dem 38. Kilometer habe ich das Rennen gewonnen.“

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Bei Frauen gewann Robi Aberach Fayesa (ETH) mit einer Zeit von 2:32:30, vor der Kenianerin Pauline Wangui Ngigi in 2.32: 53) und
Souad Ait Salem (ALG) in 2:33:05. „Da es Winter ist, mussten wir ein wenig mit Wind, Kälte und Regen rechnen, aber letztlich waren die klimatischen Bedingungen sehr gut und haben zum Erfolg dieses Rennens beigetragen,“ sagte Fayesa nach ihrem Sieg.

La Rochelle Marathon am 29. November 2015: 25. Auflage an der Atlantikküste

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Am morgigen Sonntag geht in La Rochelle an der französischen Atlantikküste der Marathon La Rochelle Serge Vigot über die Bühne, den der 2005 plötzlich verstorbene Begründer Vigot 1991 begründet hatte. Man feiert somit dort mit ca. 10000 Teilnehmern die 25. Auflage des zweit- bis drittgrößsten Marathon auf französischem Boden. Der Kurs über zwei Runden durch die Stadt und ins Umland ist bei guten Bedingungen recht schnell, wie der Kursrekord aus dem Jahr 2011 durch John Komen (KEN) in 2:07:13 ausweist. Zum Jubliäum hat man allerdings nur ein sehr überschaubares Kontigent an Eliteathleten verpflichtet, das den Streckenrekord von Komen kaum in Gefahr bringen dürfte.

Die schnellste Vorleistung mit 2:08:36 bringt Samson Bungei mit, der in diesem Jahr in Mailand 2:10:27 lief. Auch Adelo Hussan (ETH) blieb mit 2:09:09 schon unter 2:10 Stunden, Gilbert Masai (KEN) schaffte 2013 in Paris 2:10:27. Gezahegn Keneni (ETH) gewann den letzten Marathon in Caen in 2:12:57. Ihr Debüt über die volle Distanz geben Isaac Langat (KEN), der in Paderborn 2014 den Halbmarathon in 62:14 absolvierte, und Adamu Tolese (ETH).

Bei den Frauen sind Worknesh Edesa (ETH) und Abeba Gebremeskel (ETH) die ersten Anwärterinnen auf den Sieg und 4000 Euro Preisgeld. Edesa lief ihr Debut in diesem Jahr mit 2:31:05 in Marrakesch und Gebremeskel erzielte 2013 in Warschau 2:30:18.

   Liste der Eliteläufer:

1 MASAI Gilbert Kenya 2:10:27
2 ADELO Hussan Kenya 2:09:09
3 BUNGEI Samson Kenya 2:08:36
4 DABI Tadesse Ethiopie 2:11:50
5 KENENI Gezahegn Ethiopie 2:12:57
6 LANGAT Isaac Kenya Début
7 TOLESE Adamu Ethiopie Début
14 KIGEN Nobert Kenya Pace
15 KEBEDE Tariku Ethiopie Pace

 

    Liste der Eliteläuferinnen:

201 GEBREMESKEL Abeba Ethiopie 2:30:18
202 BEDADA Bekelech Ethiopie Début
203 KIBIWOT Gladys Kenya 2:47:56
204 EDESA Workenesh Ethiopie 2:31:05

Florenz Marathon am 29. November 2015: John Komen auf der Jagd nach dem 9 Jahre alten Streckenrekord

logo_firenze-marathonMit einem hochkarätigen Feld an Eliteathleten geht am kommenden Sonntag (29. November 2015) der Florenz Marathon an den Start in der mit Historie beladenen größten Stadt der Toskana. Die Startnummer „1“ wird der Kenianer John Kipkorir Komen tragen, der beim Venedig Marathon in 2:08:13 siegte und in Turin in 2:10:25 Vierter wurde. 2011 schaffte er in La Rochelle sogar 2:07:13 (dieser Marathon findet übrigens am gleichen Tag statt) und beim Halbmarathon in Turin lief er 61:57. Er trainiert zusammen mit Ex-Weltrekordler Wilson Kipsang.

Titus Masai Kwemoi lief bei den Halbmarathons in Ras Al Khaimah und Ostia 59:51 und 59:41 und seine Bestzeit über die volle Distanz mit 2:11:16 in Turin. Tujuba BeYu Megersa (ETH) lief in Ostia den Halbmarathon in 59:43, Charles Cheruyiot (KEN) in Warschau im letzten Jahr 2:09:05 und Samson Kagai belegte 2013 in Turin in 2:10:13 Platz 3. Ein erster Anwärter auf den Sieg könnte Nathaniel Kipkosgei (KEN) sein, der 2011 im Einhoven schnelle 2:06:28 erreichte. Der Marokkaner  Oukhrid Lhoussaine erzielte vor einigen Wochen beim Placentia Halbmarathon 62:41. Ahmed Nasef (MAR, ITA) gewann 2012 in Münster in 2:12:21 und lief ein Jahr später in China 2:10:59. Aredo Toles Tadese (ERI) gewann den Lauf in Florenz bereits 2010 in 2:12:41, 2011 belegte er den 4. Platz in Rom mit 2:09:02. 

Stsiapan Rahautsou (BLR) beendete seinen besten Marathon in Wien 2012 in 2:12:04, Julius Kirwa Choge (KEN) hat eine Bestzeit von 2:12:12 vom Neumarkt Südtirol Marathon. Aus Norwegen kommt Sondre Moen, der nach 62:13 im Halbmarathon nun sein Debüt auf der vollen Distanz gibt. Sein Ziel ist die Olympianorm seines Landes von 2:12 Stunden.

Bei den Frauen ist Emma Quaglia (ITA) gemeldet, die in Turin 2012 2:28:15 erreichte und WM-Sechste in Moskau wurde. Priscah Jepleting Cherono (KEN) gibt in Florenz ihr Debüt und hat bemerkenswerte Leistungen auf den Unterdistanzen (8:30,70 auf 3000m, 14:35,30 auf 5000m und 30:56,43 über 10000m, ferner 68:35 im Halbmarathon). Lydia Jerotich Ruto (KEN) schaffte im März 2013 in Seoul 2:28:22 und Simona Staicu (UNG) in Mailand 2:29:59.

 

Die Sieger beim Florenz Marathon in den letzten Jahren:

2014 Asbel Kipsang (KEN) 2:09:55 Bizuayehu Ehite (ETH) 2:31:28
2013 Oleksandr Sitkowskyj (UKR) 2:09:14 Abeba Teklu (ETH) 2:30:37
2012 Endeshaw Negesse (ETH) 2:09:59 Shuru Diriba (ETH) 2:30:08
2011 Birhanu Bekele (ETH) 2:09:52 Asha Gigi (ETH) 2:31:36
2010 Tadese Tolesa (ETH) 2:12:41 Firehiwot Dado (ETH) 2:28:58
2009 Ben Chebet Kipruto (KEN) 2:11:21 Eva-M. Gradwohl (AUT) 2:35:41
2008 Jackson K. Kiprono (KEN) 2:12:37 Giovanna Volpato (ITA) 2:34:13
2007 Paul Kipk. Ngeny (KEN) 2:12:50 Vincenza Sicari  (ITA) 2:33:14
2006 James Kutto (KEN) 2:08:41 Vincenza Sicari (ITA) 2:34:52
2005 Samson Kosgei (KEN) 2:11:27 Alice C. Nyerechi (KEN) 2:30:46
2004 Benjamin K. Korir (KEN) 2:11:34 Florence Barsosio (KEN) 2:29:11
2003 Angelo Carosi (ITA)
2:15:54 Anna Incerti (ITA) 2:34:40
2002 Michael Kapkiayi (KEN) 2:11:15 Helena Javornik (SLO) 2:28:15
2001 Daniel Kirwa Too (KEN) 2:10:38 Florinda Andreucci (ITA) 2:32:26