Samuel Ndungu (KEN) gewinnt Lake Biwa Marathon (Japan)

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Bei strömendem Regen konnte der Kenianer Samuel Ndungu bei der 70. Ausgabe des Lake Biwa Mainichi Marathon im japanischen Otsu seinen Erfolg aus dem Jahre 2012 wiederholen. In der auch durch das schlechte Wetter (Regen, 9°C) beeinflussten Zeit von 2:09:08 siegte er überlegen vor Europameister Daniele Meucci (ITA) in 2:11:10 und Ser-Od Bat Ochir (MGL) in 2:11:18. Der Favorit und Vorjahressieger Bazu Worku (ETH) wurde abgeschlagen in 2:13:32 nur Siebter.

ndungu-lake-biwa-2012Samuel Ndungu gewann das 70. Jubiläum des Lake Biwa Marathon.  (c) H. Winter

Schon früh war bei dem letzten der traditionellen japanischenFrühjahrsklassiker klar, dass bei den schlechten Bedingungen keine Topzeiten zu erzielen waren. Über 15:30 bei 5 km und 30:35 bei 10 km erreichte eine 40köpfige Gruppe die Halbdistanz nach 1:04:39. Diese große Gruppe – geführt von letztlich überforderten Tempomachern – fiel nun schnell auseinander. Zunächst bildete sich ein Quartett aus Ndungu, Bat Ochir, Meucci und dem Japaner Maeda, aus dem sich dann Ndungu nach 32 km löste und einen Vorsprung von 2 Minuten bis ins Stadion herauslief.

1. Samuel Ndungu KEN 2:09:08
2. Daniele Meucchi ITA 2:11:10
3. Ser-Od Bat Ochir MGL 2:11:18
4. Kazuhiro Maeda JPN 2:11:46
5. Takuya Noguchi JPN 2:12:29

 

Splits der Spitze: 5 km 15:30, 10 km 30:35 (15:05), 15 km 45:42 (15:07), 20 km 1:01:12 (15:30), HM 1:04:39, 25 km 1:16:34 (15:22), 30 km 1:32:07 (15:33), 35 km 1:47:12 (15:05), 40 km 2:02:31 (15:19)

Ein beachtliches Debut

Der italienische Polizist Stefano La Rosa gewann am 1. März den Treviso Marathon bei seinem Debüt in beachtlichen 2:12:05. Dabei ist allerdings anzumerken, dass der Punkt-zu-Punkt-Kurs in den Ausläufern der Alpen mit einem Gefälle von 96 m nicht Bestzeiten tauglich ist. Eine fünfköpfige Gruppe blieb bis 25 km zusammen, wobei der italienische Topläufer Ruggero Pertile als Tempomacher fungierte. Pertile nutze dabei den Lauf als Vorbereitung auf den Rom Marathon am 22, März 2015. Die Halbdistanz hatte man zuvor nach 1:06:50 passiert.

sieger-treviso-2015Stefano La Rosa gewinnt beim Debut den Treviso Marathon.  (c) Veranstalter

Bald nach 25 km setzte sich La Rosa allein ab, erreichte 30 km nach 1:34:30 und war damit auf Kurs von knapp unter 2:13 Stunden. Auf den letzten 12 km konnte La Rosa aber noch einmal zulegen und erreichte das Ziel auf dem Marktplatz von Treviso nach 2:12:05. Sein Ziel unter 2:12 zu laufen, verpasste er damit denkbar knapp. Lange musste man auf den Zweiten warten, Lahcen Mokraji brauchte 2:20:23. Der Vielstarter Hermann Achmüller wurde in 2:33:27 Siebter.

Ähnlich überlegen siegte bei den Frauen die Ialienerin Laura Giadorno in 2:39:29 vor Claudia Jasmine in 2:47:02.

FLASH: Forence Kiplagat läuft in Barcelona neuen Weltrekord im Halbmarathon

kiplagat-barcelona-2015Florence Kiplagat (KEN) lief heute in Barcelona Weltrekorde über 15 km, 20 km und im Halbmarathon der Frauen.  (c) Veranstalter

Mit 65:09 verbesserte heute morgen die Kenianerin Florence Kiplagat beim eDreams Mitja Marató Halbmarathon in Barcelona ihren eigenen Weltrekord um 3 Sekunden. Schon früh lag Kiplagat bei idealen Bedingungen (10°C) ohne jede weitere ernsthafte Konkurrenz auf Kurs zu einer neuen Bestmarke, bei 10km in 31:01 war sie 8 Sekunden schneller als bei der Durchgangzeit beim Weltrekord von 2014. Bei 15 km nach 46:13 war der Vorsprung auf 23 Sekunden angewachsen, Wird die Zeit bestätigt, ist das ebenfalls ein neuer Rekord, die globale Bestmarke hielt zuvor Tirunesh Dibaba mit 26:28 aus dem Jahr 2009. Auch ihre Durchgangszeit bei 20 km in 61:54 verbesserte ihren Weltrekord um 2 Sekunden.

In der Schlussphase wurde es dann noch einmal eng, aber Kiplagat rettete einen knappen Vorsprung bis über die Ziellinie. Da sich die alte und neue Weltrekordlerin in diesem Jahr auf den London-Marathon im April konzentrieren wollte, war die Fabelzeit nicht unbedingt zu erwarten.

Das Rennen der Männer war weniger spektakulär. Hier gewann der Äthiopier Tadesse Abraham in 60:42. Alle Zeiten sind noch inoffiziell.

Glänzte erneut in Barcelona mit einem neuen Weltrekord in 65:09 Minuten im Halbmarathon: Florence Kiplagat (KEN) © Veranstalter

Mary Keitany überragte in Ras Al Khaimah

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Beim Halbmarathon im Vereinigten Arabischen Emirat Ras Al Khaimah (RAK) bot die 32jährige Kenianerin Mary Keitany wieder eine Vorstellung der Extraklasse. Während sich die hohen Erwartungen der Männer mit Zeiten über 1 Stunde nicht erfüllten, lief Keitany mit 66:02 auf einem zertifizierten Kurs die drittschnellste Zeit in der Geschichte und zog dabei die Äthioperin Mamitu Daska in 66:27 zu einem neuen Landesrekord.

Schon früh war bei zu hohen Temperaturen von 19°C beim Start um 7 Uhr und sehr hoher Luftfeuchtigkeit zu befürchten, dass es diesmal keine Topzeiten auf dem schnellen Halbmarathonkurs geben würde. Doch geführt vom Tempomacher Peter Kirui lagen Keitany und drei Mitstreiterinnen lange auf Kurs von deutlich unter 66 Minuten. Nach 15:43 für 5 km passierte man 10 km in 31:07, das war eine Sekunde schneller als beim Weltrekord von Kiplagat 2014. Nun lagen noch Keitany und Daska vorne. Nach 46:42 bei 15 km konnte sich Keitany auch von Daska absetzten und verfehlte eine weitere Zeit unter 66 Minuten ganz knapp. Durch die schnellen Zeiten verbesserte sich RAK im Zehnermittel auf 1:06:30 und hat damit den Great North Run (nicht zertifizierter Kurs) mit 1:06:37 von der Weltspitze verdrängt und führt wie bei den Männern das globale Ranking an.

Bei den Männern erfüllten sich die großen Erwartungen an den hohen Favoriten Eliud Kipochoge (KEN) nicht. Der fiel nach moderatem Beginn ohne Tempomacher nach 14:33 für 5 km und 28:55 für 10 km nach 43:11 bei 15 km zurück, wo noch 5 Läufer vorne lagen. Nach 20km in 57:12 bildete sich an der Spitze ein Trio, von dem am Ende der Äthiopier Mosinet Geremew in 60:05 das beste Finish hatte. Geremew belegte im November 2014 in 59:11 Platz 3 beim schnellen Halbmarathon in Delhi. Eine Sekunde dahinter wurde Daniel Wanjiru Zweiter und eine weitere Sekunde später folgte Jonathan Maiyo. Erst auf Platz 6 kam Kipchoge nach 60:50 ins Ziel.

Die Siegerzeit war die nur 35.-schnellste Zeit in RAK, nur 2012 siegte in den letzten Jahren Dennis Kimetto, der als Ehrengast vor Ort war, in 60:40 mit einer noch langsameren Zeit. Erstmals war die Siegerzeit ferner keine Jahresweltbestzeit, die mit 59:47 beim Marugame Marathon in Japan am 1. Februar erzielt wurde.

Resultat der Männer:
1. Mosinet Geremew ETH 60:05
2. Daniel Wanjiru KEN 60:06
3. Jonathan Maiyo KEN 60:07
4. Edwin Kiptoo KEN 60:10
5. Mike Kigen KEN 60:14
6. Eliud Kipchoge KEN 60:50

Splits der Männerspitze:
5 km 14:33
10 km 28:55 14:22
15 km 43:11 14:16
20 km 57:12 14:01
Ziel 60:05 2:53

Resultat der Frauen:
1. Mary Keitany KEN 66:02
2. Mamitu Daska ETH 66:27
3. Cynthia Limo KEN 67:02
4. Josephine Chepkoech KEN 67:32
5. Worknesh Degefa ETH 70:44
6. Meseret Hailu ETH 70:57

Splits der Frauenspitze:
5 km 15:43
10 km 31:07 15:24
15 km 46:42 15:35
20 km 62:33 15:51
Ziel 66:02 3:29

FLASH: Äthiopische Dominanz in Houston und Mumbai

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Beim Chevron Houston Marathon (USA) sowie beim Standard Chartered Mumbai Marathon (Indien) gab es ausschließlich äthiopische Sieger.
In Houston lag die Männerspitze nach 10 km in 29:58 beim Halbmarathon in 1:03:19 noch auf Kurs zu einer sehr guten Zeit. Danach wurde das Tempo aber deutlich langsamer (25 km 1:15:24) und zog erst wieder an, als sich nach gut 32 km drei Läufer absetzten. Bei 37 km lief dann der Äthiopier Gebo Burka davon und sah wie der sichere Sieger aus. Doch knapp 1 km vor dem Ziel wurde er vom Sieger Birhanu Gedefa überholt, der in 2:08:03 gewann. Dabei war vor allem sein Schlusspart von 40 km in 6:16 sehr eindrucksvoll und sicherte ihm noch den Sieg. Auch die weiteren Plätze des Podiums holten sich seine Landsleute Gebo Burka in 2:08:12 sowie Debebe Tolossa in 2:09:07.
Bei den Frauen gingen sogar die Plätze 1 bis 5 an Äthiopien. Es siegte nach einer eindrucksvollen Aufholjagd Yebrgual Arage in guten 2:23:23.
Beim gleichzeitig ausgetragenen Halbmarathon waren die US-Meisterschaften integriert, die überraschend der Debütant Diego Estrada in 1:00:51 gewann. Estrada hat sich schon nach 5 km vom Rest der Mitstreiter gelöst und siegte deutlich vor Jared Ward in 1:01:42.
In der indischen Metropole Mumbai verhinderte die zunehmende Hitze einen neuen Streckenrekord (Jackson Kiprop 2012, 2:09:32), der bei Halbzeit in 1:04:47 noch in Reichweite lag. Auch in Mumbai lagen am Ende äthiopische Läufer vorne. Es siegte Tesfaye Abera in 2:09:46 vor seinem Landsmann Dereje Debele in 2:10:31. Der beste Kenianer landete mit Ex-Weltmeister Luke Kibet in 2:10:57 auf Platz 3.
Bei den Frauen war die Dominanz noch größer, hier lagen alle sechs äthiopischen Eliteläuferinnen vorne. Es gewann Dinknesh Mekash in 2:29:58.

Ergebnis Männer Houston Marathon 2015
1. Birhanu Gedefa ETH 2:08:03
2. Gebo Burka ETH 2:08:12
3. Debebe Tolossa ETH 2:09:07
4. Dominic Ondoro KEN 2:09:40
5. Silah Limo KEN 2:10:37
6. Erick Mose KEN 2:12:52
7. Aaron Braun USA 2:12:54
8. Gadisa Shumie ETH 2:14:03

Splits der Spitze der Männer:
5 km 15:13
10 km 29:58 14:45
15 km 44:50 14:52
20 km –
HM 1:03:19
25 km 1:15:24
30 km 1:31:06 15:42
35 km 1:45:57 15:51
40 km 2:01:33 B 15:36
40 km 2:01:47 G 15:50
Ziel 2:08:03 6:16

Ergebnis Frauen Houston Marathon 2015
1. Yebrgual Arage ETH 2:23:23
2. Guteni Imana ETH 2:23:32
3. Biruktait Degefa ETH 2:23:51
4. Sechale Dalasa ETH 2:27:12
5. Fatuma Sado ETH 2:28:27
6. Kellyn Taylor USA 2:28:40
Ergebnis Männer Mumbai Marathon 2015
1. Tesfaye Abera ETH 2:09:44
2. Dereje Debele ETH 2:10:29
3. Luke Kibet KEN 2:10:54
4. Michael Mutai KEN 2:14:30
5. Peter Kosgei KEN 2:14:36
6. Shumi Hailu ETH 2:15:02

Ergebnis Frauen Mumbai Marathon 2015
1. Dinknesh Mekash ETH 2:29:58
2. Kumeshi Sichala ETH 2:30:53
3. Marta Megra ETH 2:31:43
4. Halima Hussen ETH 2:35:34
5. Radiya Adlo ETH 2:37:04
6. Zeytuna Arba ETH 2:37:24