11. Lodz Marathon (Polen): Der Favorit gewinnt

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Albert Matebor gewann am Sonntag (19.4.) den 11. Lodz Marathon in 2:11:49. Dabei die Entscheidung auf den letzten km fiel, wo sich der Mann mit eine Bestzeit von 2:05:25 (Frankfurt 2011) vom Äthiopier Dereje Tadesse absetzen konnte, der die Ziellinie nach 2:11:57 überquerte. Die Frauenkonkurrenz war fest in polnischer Hand, hier gewann Monika Stefanowicz in persönlicher Bestzeit von 2:29:28.
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Albert Matebor gewann den Marathon in Lodz (Polen).  (c) Veranstalter

Im Rennen der Männer lagen bis zur Hälfte nach 1:06:05 noch eine Gruppe von 10 Läufern zusammen, die sich bis 30 km in 1:33:42 auf 6 reduzierte: Matebor, Hassan Mokaya, Stephen Kiplimo (beide KEN), Dereje Tadesse, Gelgelo Tona (beide ETH) sowie der Pole Yared Shegumo. 10 km vor dem Ziel (20 Meilen) kam eine Attacke von Matebor, der nur Tadesse folgen konnte. Das Duo hatte bei 40 km einen Vorsprung von 20 Sekunden auf die Verfolger und auf dem letzten km konnte sich dann Matebor absetzten. Er gewann in 2:11:49 vor Tadesse in 2:11:57.
Platz 3 ging an Mokaya in 2:12:08 vor dem Vize-Europameister Shegumo in 2:12:14.

Santiago de Chile Marathon: Luka Rotich Lobuwan gewinnt mit großem Vorsprung

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Luka Rotich Lobuwan (KEN) heisst der Sieger bei Marathon in der chilenischen Hauptstadt Santiago in 2:11:53. Dabei war nach 30:32 bei 10 km bis zur Hälfte in 1:04:37 noch eine deutlich schnellere Zeit möglich. Hier löste sich Lobuwan bereits von seinen Konkurrenten, verlor aber auch zusehens an Zeit. Bei 35 km in 1:48:42 war schon eine Zeit unter 2:10 Stunden nicht mehr zu schaffen. Das hohe Tempo bis 25 km kostete ihm am Ende dann noch soviele Reserven, dass er sogar noch den sicher geglaubten Steckenrekord in Santiago um 9 Sekunden verpasste.

santiago-chile-mar-winnerLuka Lobuwan (KEN) gewann in Santiago de Chile.  (c) Veranstalter

Nach ihm musste man lange auf die nächsten Läufer warten. Haile Haja (ETH) rettete knapp den zweiten Platz in 2:15:05 vor Mokgobu Desmond (KEN) in 2:15:17.

Bei den Frauen überzeugte die Inhaberin des Südamerika-Marathonrekords, die Peruanerin Ines Melchor, die in guten 2:28:18 einlief. Melchor hatte im schnellen Rennen der Frauen beim Berlin Marathon bereits 2:26:48 erzielt. Nach 1:14:48 konnte sie im Gegensatz zu den Männern im zweiten Teil noch deutlich zulegen und sich 3 km von ihrer Mitstreiterin Goitetom Haftu (ETH) lösen, die als Zweite 2:30:19 lief.

Insgesamt waren etwa 28000 Läufer in diversen Wettbewerben bei der größten Laufveranstaltung des Landes auf den Beinen.

Platz Name
1 LUKA LOBUWAN 02:11:53
2 HAILE HAJA 02:15:05
3 MOKGOBU DESMOND 02:15:17
4 Diego Alberto Colorado Agudelo 02:17:09
5 UBIRATAN JOSé DOS SANTOS 02:19:02
Platz Name
1 INES MELCHOR 02:28:18
2 GOITETOM HAFTU 02:30:19
3 SHEWARGE ALENE 02:34:32
4 Angie Rocio Orjuela 02:34:58
5 ERIKA ABRIL 02:37:34

Nagano Marathon (Japan): Ein ganz enger Zieleinlauf

nagano-2015-logoSehr knapp war die Entscheidung beim Nagano Marathon am Sonntag (19.4.), wo die beiden Erstplatzierten mit der gleichen Zeit gestoppt wurden. Der Sieg wurde dem Kenianer Henry Chirchir in 2:11:39 zuerkannt, mit der gleichen Zeit belegte der Japaner Tomohiro Tanigawa Platz 2. Am Ende trennen die ersten vier Läufer nur 9 Sekunden.

nagano-2015-chirchirHenry Chirchir gewann den Nagano Marathon.  (c) Veranstalter

Der große Favorit, der Kenianer Jairus Chanchima, bestimmte zusammen mit Chirchir den wesentlichen Teil des Rennens. Über 15:40 bei 5 km, 31:09 für 10 km und 46:27 bei 15 km, wurde die Halbmarathonmarke nach 1:05:21 erreicht, d.h. man lag auf Kurs zu 2:10 Stunden. 25 km wurden nach 1:17:37 passiert und nach 30 km in 1:33:19 änderte sich der Rennverlauf maßgeblich. Chanchima fiel überraschend zurück und eine Verfolgergruppe aus japanischen Läufern, die bei 35 km noch 23 zurücklagen, machten Boden gut.
 
Bei 40 km war Chirchir eingeholt, und es ergab sich eine völlig neue Kostellation an der Spitze.Im Finale setzten sich Chirchir und der Japaner Tanigawa ab und spurteten um den Sieg. Chrichir gewann in 2:11:39 und Tanigawa verbesserte mit der gleichen Zeit seine Bestzeit und erstaunliche 5 Minuten.
 
Bei den Frauen war die Entscheidung am Ende wesentlich deutlicher. 3 1/2 Minuten betrug der Vorsprung von Beatrice Toroitich (KEN) mit 2:34:02 auf die Zweitplatzierte Eri Okubo (JPN), deren ganz große Zeit mit über 10 Minuten schnelleren Zeiten wohl vorbei sein dürfte.
 
Ergebnisse Männer:
1 Henry Chirchir (KEN) 2:11:39
(15:40,31:09,46:27, 61:59, 65:21, 1:17:37, 1:33:19, 1:49:12, 2:05:00)
2 Tomohiro Tanigawa (JPN) 2:11:39
3 Kohei Ogino (JPN) 2:11:42
4 Takuya Fukatsu (JPN) 2:11:48
5 Taiga Ito (JPN) 2:12:04
6 Shota Yamaguchi (JPN) 2:13:13
7 Tomonori Sakamoto (JPN) 2:13:49
8 Sho Matsumoto (JPN) 2:16:18
 
Ergebnisse Frauen:
1 Beatrice Toroitich (KEN) 2:34:02
2 Eri Okubo (JPN) 2:37:30
3 Yumiko Kinoshita (JPN) 2:40:56
4 Shoko Mori (JPN) 2:41:44
5 Chihiro Tanaka (JPN) 2:44:11
6 Marika Oe (JPN) 2:50:05
7 Catherine Ndereba (KEN) 2:50:52
8 Akane Mutazaki (JPN) 2:51:30

Boston Marathon: Desisa und Rotich gewinnen

2015bostonmarathon-150x150Starker Wind im zweiten Teil bestimmte den Ablauf des Boston Marathons am Montag (20.4.2015). Bei den Frauen setzte sich die Kenianerin Caroline Rotich in einem spannenden Finale nach 2:24:55 durch, bei den Männer siegte der Champion von 2013 Lelisa Desisa (ETH) in 2:09:17 erneut.

dubai-2015-desisa-40kmGewann nach 2013 auch 2015 den Boston Marathon. Lelisa Desisa (ETH).  (c) H. Winter

Während die um 9:32 Uhr Ortszeit gestarteten Frauen von Anfang an ein moderates Tempo vorlegten – insb. die Amerikanerin Shalane Flanagan hielt sich schon hier gegenüber dem Vorjahr sichtlich zurück -, sah das bei Männern ganz anders aus. Tadese Tola legte gleich nach dem Start einen Spurt hin, auf den zunächst nur der spätere Sieger Desisa sowie Yemane Tsegay reagierten. Somit wurde die 1. Meile auf dem abschüssigen Part von Hopkinton in flotten 4;39 zurückgelegt. Dass man in der Tat das Rennen schnell anlief, zeigte sich dann bei 5 km in 14:42, man war auf Kurs von 2:04:03.

Schon hier gab es die erste Überraschung, denn einer der Favoriten Patrick Makau lag mit 15:25 dort schon weit zurück und stieg bald danach aus. Makau hatte wohl wieder Muskelprobleme, die ihn nun schon seit einigen Jahren plagen. Im Dezember 2014 ging es beim Fukuoka Marathon mit seinem Sieg halwegs gut, warum er sich aber in seinem Zustand solche fordernden Strecken wie Boston aussucht, bleibt sein Geheimnis (und das seines Managers Zane Branson). Aber Patrick blieb nicht als einziger prominienter Läufer auf der Strecke. Später im Rennen stiegen auch der Halbmarathon-Weltrekordler Zersenay Tadese (ERI) genau aus wie der Ex-Marathon-Doppel-Weltmeister Abel Kirui (KEN). Bei Tadese war das damit ein weiteres Scheitern auf der vollen Distanz und ein weiterer Hinweis für den Mann aus Eritrea, dass der Marathon nicht seine Disziplin ist.

Die schnelle Fahrt an der Spitze setzte sich noch bis 10 km in 29:41 fort (2:05:15), aber schon hier wurde der (Gegen-)Wind immer stärker. Nach 15 km in 44:57 gab es Attacken von Desisa und Tola, die aber erfolglos blieben. Bei 10 Meilen in 48:09 war die Endzeit schon auf 2:06:15 angestiegen. Den 5 km Abschnitt nach 20 km (1:00:28) lief man in moderaten 15:31, so dass man beim Halbmarathon in 1:04:01 nur noch auf Kurs zu 2:08 Stunden war.

Hier waren noch 9 Läufer in der Spitzengruppe und mussten miterleben, wie der kurzfristig etwas zurückgefallene Amerikaner Dathan Ritzenhein („Ritz“) durchstartete und sich an die Spitze setzte. Doch auf das Tempo hatte das keine positiven Effekt, man mittlerweile in den Newton Hills und der Wind blies kräftig. So passierten 10 Läufer 30 km nach 1:31:59 mit einer Projektion von 2:09:22. Da jetzt noch der Heartbreak Hill wartete, deutete sich schon ein Siegrezeit von über 2:10 Stunden an. Entsprechend war auch der Split von 1:47:59 bei 35 km. Hier formierte sich ein Fürhrungstrio aus Desisa, Tsegay und Wesley Korir, die sich schnell absetzen konnten. Der Vorjahres-Überraschungssieger Meb Keflezighi (USA) blieb zudem mit Problemen im Oberschenkel kurz stehen.

Noch vor der 40 km Marke (2:02:39) konnte sich Desisa lösen, wurde aber zunächst noch von Tsegay kurz eingeholt. Der letzte 5 km-Abschnitt war mit 14:40 wieder deutlich schneller und machte eine Zeit unter 2:10 wieder möglich. Desisa, der schon in Dubai im Januar auf Platz 2 lief, war in Boston der eindeutig stärkste Läufer und konnte seine Landsmann Tsegay über eine Meile vor dem Ziel abschütteln und eine Vorsprung von einer halben Minute herauslaufen.

Nach 2:09:17 überquerte der Äthiopier die Ziellinie vor Tesgay, der 2:09:48 brauchte. Im Feld dahinter gab es noch Verschiebungen im Ranking, Wilson Chebet wurde Dritter nach 2:10:22 vor seinem Landsmann Bernard Kipyego in 2:10:47. Platz 5 ging an Ex-Boston-Champion Wesley Korir, der 2:10:49 lief.

Die Frauen ging wesentlicher moderater zu Werke als die Männer, wie die ersten beiden Meilen in 5:38 und 5:28 zeigen. 5 km in 16:57, 10 km 34:23 und 15 km in 51:48 sind keine Splits zu Topzeiten. Auffällig war hier vor allem, dass sich einer der Favoritinnen Shalane Flanegan (USA) nach ihrer Tempojagd im Vorjahr sichtlich zurückhielt. Dafür war ihre Landsfrau Desiree Linden (geb. Dragila) sehr aktiv und machte bis zu einer Laufzeit von 2:03 Stunden das Tempo. Eine Idee über die Zeit der Siegerin bekam man beim Halbmarathon, den elf Läuferinnen nach 1:09:01 für 20 km in 1:12:36 passierten. Man war somit auf Kurs von 2:25 Stunden, und so sollte es am Ende auch ausgehen.

Nach 25 km in 1:25:23 gab es für die Amerikaner nach 1:40 Stunden große Aufregung, denn nachdem Flanagan kurz zuvor an einer Wasserstelle den Kontakt für einen Moment verlor, geriet sie nun schnell in Rückstand und hatte keine Chancen mehr, sich nochmals an die Spitze heranzulaufen, zumal ihre Landsfrau Linden aufs Tempo drückte. Am Ende wurde Flanagan, die beim Berlin Marathon 2014 noch 2:21 lief, in enttäuschenden 2:27:47 Neunte. Flangan stammt aus einem Ort an der Strecke und hatte sich aufwenig auf den Lauf vorbereitet.

Nach gut einer Stunde zog Mare Dibaba (ETH), die Jahreschnellste mit 2:19:53 in Xiamen zu Jahresbeginn, an und nur Caroline Rotich (KEN) und Buzunesh Deba (ETH) konnten mitgehen. Dabei wurde die entsprechende Meile in sehr schnellen 5:07 gelaufen. Als es dann auf die lange Zielgerade in der Bostoner Innenstadt ging, sah Dibaba schon wie die Siegerin aus, doch Rotich mobilisierte noch einmal die letzten Kräfte und gewann in 2:24:55. Dibaba wurde Zweite in 2:24:59 vor Deba in 2:25:09. Desiree Linden wurde in 2:25:39 undankbare Vierte.

Eine ganz besondere Leistung vollbrachte im Rahmen der Veranstaltung der Altstar Joan Benoit-Samuelson, die mit 57 Jahren tolle 2:54:03 lief. Das wäre zwar eine neuer W57-WR (aktuell: 2:54:29 Jung-Ok Kim (KOR)), aber der Kurs in Boston ist leider nicht Bestenlisten tauglich (s.u.).

Insgesamt waren 30.000 Aktive am Start, die in drei Wellen in Hopkinton auf die Reise ins ferne Boston geschickt wurden. Trotz des Marathon Majors Status ist die Strecke nicht regelkonform, so dass die Zeiten in Bestenlisten nicht geführt werden können. Eigentlich ist das ein unhaltbarer Zustand. Aber die Paarung von Tradition und Sturheit wird diese Zustände auch noch für einige Zeit tradieren.

 

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Hannover Marathon: Traumhaftes Wetter beim 25. Jubiläum, aber keine Rekorde

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Bei wunderschönem Wetter feierten insgesamt über 20000 Aktive auf diversen Strecken ein großes Fest des Laufsports und Jubiläum. Dass von der leistungssportlichen Seite die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, war dann fast nebensächlich. Dabei legten insbesondere die Männer sehr zügig los, um den Steckenrekord von Lusapho April von 2:08:32 aus dem Jahr 2013 zu attackieren und Hannover auch in der internationalen Szene nachhaltig zu etablieren. 10 km passierten noch 15 Männer in 30:07 und waren damit auf Kurs von 2:07 Stunden, bei 15 km hatte sich ein 5 km in 15:00 Minuten angeschlossen mit einer Durchgangszeit von 45:07. Dann allerdings kam der Express mit den 15 Männern etwas aus dem Takt, denn beim Halbmarathon in 1:04:08 hatte man mächtig Zeit verloren. Die einfache Verdopplung des HM-Splits ergab 2:08:16, das Polster auf den Kursrekord war so gut wie hin.

Die änderte sich auf den folgende km leider nicht, immer noch 14 Männer an der Spitze erreichten 25 km in 1:16:19 und noch 9 Mitstreiter an der Spitze passierten 30 km nach 1:31:42. Damit lag man nur noch auf Kurs zu einer 2:09-Zeit.

Das Finale bestimmten dann maßgeblich drei Männer Cheshari Kirui Jacob (KEN), Chala Bekele (ETH) sowie Martin Kosgey (KEN). Erst war es Jacob der für die Tempoarbeit sorgte, dann konnte sich der junge Ätiopier Bekele leicht absetzen. Jocab kämpfte sich jedoch einen km vor dem Ziel wieder an die Spitze und verteidigte die Führung bis auf den Zielstrich in 2:09:32, kur dahinter Bekele in 2:09:42 und Kosgey in 2:09:50. Mit drei Läufern unter 2:10 schaffte der sportliche Leiter, Christoph Kopp aus Berlin, in der Breite ein recht ansehnliches Ergebnis. Der Kursrekord war aber schon nach dem Halbmarathon nie in Gefahr.

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Chesire Jacob gewann in Hannover in 2:09:32.  (c) Veranstalter

Nicht erfolgreich war der Versuch von Falk Cierpinski noch einmal seine Bestmarke von 2:13:30 anzugreifen. Auch zwei Tempomacher konnten ihm nicht mehr helfen, als Muskelprobleme ihn zur Aufgabe zwangen. Schon im Vorfeld hatten gesundheitliche Probleme eine optimale Vorbereitung auf den Lauf in Hannover verhindert.

Bei den Frauen konnte die Algererin Ait Salem ihren Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen und lief im zweiten Teil ein einsames Rennen. Mit 2:27:21 verpasste sie den Streckenrekord um nur 14 Sekunden, der soll nun mit einem Triple im kommenden Jahr fallen. Fast zwei Minuten lag die Zweitplatzierte, Olha Kotovska (UKR), zurück.

Ein positives Resümee konnte Airport Geschäftsführer Dr. Raoul Hille nach der Premiere unter dem Patronat seines Hauses ziehen: „Das war alles wie aus einem Guss; wir sind stolz darauf, ein Teil dieser großen Marathonfamilie sein zu dürfen und werden die Zusammenarbeit auf jeden Fall in den nächsten Jahren fortsetzen.“ Das ist sehr erfreulich für den Veranstalter aber auch für die Läufergemeinschaft.

Ergebnisse Männer:

1. Cheshari Jacob       KEN        2:09:32
2. Chala Bekele             ETH        2:09:42
3. Martin Kosgey          KEN        2:09:50
4. Munyo Mutai            KEN        2:10:42
5. Augustine Ronoh      KEN        2:10:45
6. Benjamin Kolum       KEN        2:11:09

Ergebnisse Frauen:

1. Souad Ait Salem         ALG        2:27:21
2. Olha Kotovska               UKR        2:29:13
3. Mapaseka Makhanya   RSA        2:31:02
4. Vaida Zusinaite              LTU        2:37:59

Yangzhou Jianzhen International Half Marathon: Die schnellste Zeit auf chinesischem Boden

rak-2015-gemerewMosinet Geremew (ETH) gewann in Yangzhou in Klassezeit.  (c) Veranstalter

Der äthiopische Halbmarathon-Spezialist Mosinet Geremew war auch beim Yangzhou Jianzhen International Half Marathon eine Klasse für sich. Nachdem er Februar im Emirat Ras Al Khaimah die Weltklasse hinter sich lassen konnte, war der junge Mann auch am Sonntag (19.4.15) nicht zu schlagen.

In der sehr guten Zeit von 59:52 – das reiht sich in das Leistungsniveau von Prag oder Berlin in diesem Jahr ein – lief Geremew die schnellste jemals auf chinesischem Boden erzielte Zeit.  Dabei war der Sieg lange stark umkäpft und die Konkurrenten bis zur Ziellinie knapp hinter ihm. Gleich drei Läufer liefen hinter ihm in der gleichen Zeit von 59:55 ein. Geoffrey Kirui (KEN), Nguse Amlosom ERI) sowie Vincent Kipsegechi Yator (KEN). Damit blieben in Yangzhou gleich vier Läufer zum ersten Mal bei einem Lauf im Land der Mitte unter einer Stunde.

Nach verhaltenem Beginn passierte eine Gruppe von 12 Läufern die 10 km nach 28:37 mit Kurs auch 60:20. Dann zog das Tempo an und immer noch 9 Läufer passierten 15 km nach 42:42; mit einem 5 km Abschnitt in 14:05 war die Projektion für die Zeit im Ziel bereits genau eine Stunde.

Kurz danach (16 km) bildete sich eine fünfköpfige Gruppe, aus der noch der äthiopische Crossmeister Tamirat Tola zurückfiel und am Ende Fünfter in 60:08 wurde. Nach 20 km suchte (und fand) dann Geremew die Entscheidung und gewann mit einem knappen Vorsprung von 3 Sekunden. Seine 59:52 ist die zweitbeste Zeit seiner Karriere, in Delhi war er im Dezember 2014 als Dritter in 59:11 noch deutlich flotter gewesen.

Bei den Frauen gewann Flomena Cheyech (KEN) in guten 1:08:36 mit nur einer Sekunde Vorsprung vor Worknesh Degefa (ETH).

Ergebnisse Männer:

1. Mosinet Geremew, Ethiopia, 59:52

2. Geoffrey Kirui, Kenya, 59:55

3. Nguse Amlosom, Eritrea, 59:55

4. Vincent Kipsegechi Yator, Kenya, 59:55

5. Tamirat Tola, Ethiopia, 1:00:08

6. Hiskel Tewelde Ghebru, Eritrea, 1:00:29

7. Leul Gebresilase Aleme, Ethiopia, 1:00:34

8. Mule Wasihun Lakew, Ethopia, 1: 00: 42

Ergebnisse Frauen:

1. Flomena Cheyech, Kenya, 1:08:36

2. Worknesh Degefa, Ethiopia, 1:08:37

3. Netsanet Gudeta, Ethiopia, 1:08:53

4. Purity Cherotich Rionoripo, Kenya, 1:09:00

5. Abebech Afework Bekele, Ethiopia, 1:09:14

6. Gladys Chesir Kiptagelai, Kenya, 1:09:17

7. Guteni Shone, Ethiopia, 1:10:37

8. Beatrice Chepkemoi Mutai, Kenya, 1:10:39

Enschede Marathon: Evans Cheruiyot gewinnt in 2:09:40

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Evans Cheruiyot (KEN) gewann am Sonntag den Enschede Marathon in der Zeit von 2:09:40, wobei die Entscheidung erst in der Schlußphase fiel. Eigentlich wollte man in Enschede den Streckenrekord von 2:07:20 unterbieten,d en Olympiasieger Stephen Kiprotich seit 2011 dort hält, doch bereits beim Halbmarathon in 1:04:58 war schon klar, dass diese Marke nicht mehr zu erreichen war. In der zweiten Hälfte konnte das Trio Cheruiyot, Kaleb Kashebo (ETH) und Edwin Kimaiyo das Tempo nur unwesenlich steigern und nur noch die 2:10 Stunden-Marke knapp unterbieten.

ensched-marathon-2015-cheruiyotEvans Cheruiyot (KEN) gewinnt in Enschede.  (c) Veranstalter

Auf den letzten km konnte sich Cheruiyot, der mit seiner Zeit von 2:06:25 bei seinem Sieg 2008 in Chicago auch der Mann mit der schnellsten Vorleistung im Feld war, problemlos absetzen und die bereits 47. Ausgabe des Enschede Marathon gewinnen. Nur 4 bzw. 7 Sekunden hinter Ceruiyot folgten Keshebo und Kimaiyo.

Bei den Frauen ging der Sieg an die Niederländerin Mireille Baart in breitensportlichen 2:51:47.

Ergebnisse Enschede Marathon (Männer):

1. Evans Cheruiyot KEN 2:09:40
2. Kaleb Keshebo ETH 2:09:44
3. Edwin Kimaiyo KEN 2:09:47
4. Million Feyssa ETH 2:12:14
5. Jackson Kiprop UGA 2:13:06
6. Joash Mutai KEN 2:15:26

 

Zürich Marathon: Kiyeng gewinnt, Kawauchi wird Zweiter

zurich-logoDie hochgeschraubten Erwartungen erfüllen sich beim Zürich Marathon am 19. April nicht ganz. Dabei war schon früh klar, dass es bei recht guten Bedingungen keine Topzeiten geben würde. Über 30:58 bei 10 km wurde die erste Hälfte nach 1:05:25 vollendet, d.h. eine Zehnergruppe angführt vom Tempomacher Boaz Kipyego (KEN) war auf Kurs zu einer Zeit um 2:11 Stunden. Nach 35 km fiel dann die Entscheidung, als sich Edwin Kemboi Kiyeng (KEN) absetzte mit deutlichem Vorsprung in 2:11:35 gewann.

Vielstarter Yuki Kawauch (JPN) fiel nach Kiyeng Attacke zunächst auf Platz 7 zurück, kämpfte sich aber noch einmal nach vorne und konnte in 2:12:13 den Äthiopier Gebre Mekuant Ayenew mit 2:12:17 noch auf den dritten Platz verweisen. Im Ziel war Kawauchis Resumee gemischt, er freute sich über den Platz auf dem Podium und über keine Beschwerden mit seiner angeschlagenen Hacke, war aber mit seiner Zeit nicht zufrieden, zumal der schnellste Japaner am gleichen Morgen in Nagano 2:11:39 gelaufen war.

Enttäuschend war das Abschneiden der beiden russischen Läufer Sokolov and Safranov, die beide nach über 2:14 Stunden ins Ziel kamen.

Bei den Damen gab es durch Yoshihiko Sakamoto in allerdings bescheidenen 2:37:47 einen japanischen Sieg.

zurich-2015-siegerEdwin Kiyeng (KEN) gewann den Zurich Marathon in 2:11:35.  (c) Veranstaler

 

Ergebnisse Zürich Marathon Männer:

1. Edwin Kemboi Kiyeng (KEN) – 2:11:35
2. Yuki Kawauchi (JPN) – 2:12:13
3. Gebre Mekuant Ayenew (ETH) – 2:12:17
4. Richard Kiprono Bett (KEN) – 2:12:38
5. Boaz Kipyego (KEN) – 2:12:59
6. Emmanuel Sikuku (KEN) – 2:13:10
7. Edwin Kiprop Korir (KEN) – 2:13:34
8. Robert Ndiwa (KEN) – 2:13:41
9. Aleksey Sokolov (RUS) – 2:14:45
10. Andrew Safronov (RUS) – 2:15:48

„Redezeit“: Horst Milde kommt in die „Alte Feuerwache“ nach Eichwalde

 

laufkegel
Auch in diesem Jahr kann der Kulturverein Kind & Kegel Eichwalde e.V. im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur 5. „Nacht im Grünauer Forst“ am 30.5.2015 wieder einen sehr attraktiven Referenten präsentieren. Horst Milde, der „Vater“ des Berlin-Marathons kommt am Freitag, den 24. April 2015 um 19 Uhr in die „Alte Feuerwache“ nach Eichwalde (Bahnhofstraße 79). Wer könnte wohl besser über die Geschichte und die Geschichten zum Berlin-Marathon berichten als der Begründer dieser Veranstaltung von Weltniveau. Nach Anfängen, die von den Teilnehmerzahlen her im Bereich unseres Laufs lagen, ist der Event in der Berliner Innenstadt mit Start und Ziel in der Nähe des Brandenburgers mittlerweile zum Großunternehmen mit jährlich über 60000 Teilnehmern mutiert. Alle Weltrekorde im Marathon der Männer wurden in Berlin aufgestellt. An diesen Entwicklungen war Horst Milde (und seine Familie) maßgeblich beteiligt.

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Der Eintritt ist kostenfrei, es wir aber gebeten falls möglich, nicht mehr genutzte  Sportausrüstung als Spende zur Unterstützung von sportlichen Aktionen mit Flüchtlingen mitzubringen. Wegen der begrenzten Raumkapazitäten in der „Alten Feuerwache“ empfehlen wir eine Platzreservierung unter der E-Mail-Adresse:  vortrag-milde@hwrun.de .


HAJ Hannover Marathon feiert 25. Jubiläum

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Zum 25. Jubiliäum am Sonntag, 19. April hat man sich an der Stadt an Leine und Maschsee besonders ins Zeug gelegt. Somit kann man bei günstigen Bedingungen erwarten, dass der Streckenrekord aus dem Jahr 2013 durch Lusapho April (RSA) von 2:08:32 unterboten werden könnte. Die Veranstaltung wird live im NDR Fernsehen übertragen, wo man sich neben Hamburg immerhin Anstrengungen unternimmt, zumindest die beiden Großevents in Sachen Marathon im norddeutschen Raum entsprechend in Szene zu setzten. Das ist leider in anderen Bundesländern nicht der Fall, wo die Rundfunkanstalten ihrer (bestens honorierten9 Aufgabe, die Gesellschaft adäquat abzubilden schon lange nicht mehr nachkommen.Topstar in Hannover ist der Kenianer Benjamin Kiptoo, der mit seiner Bestzeit von 2:06:31 im Jahr 2011 den Paris Marathon gewann. Kiptoo ist in seiner Karriere noch zweimal unter 2:08 Stunden geblieben, bereits 2009 lief er als Sieger in Rom 2:07:17 und 2010 gewann er in Chuncheon in 2:07:54. In den letzten Jahren konnte der mittlerweile 36 jährige Kenianer nicht mehr ganz an dieses hohe Niveau anknüpfen. 2012 lief er 2:10:35 in Seoul, 2013 2:09:50 in Turin und im letzten Jahr sogar nur 2:12:08 in Sydney.

benjamin-kiptoo-paris-2013Der Topläufer in Hannover: Benjamin Kiptoo (KEN).  (c) Veranstalter

 Somit dürfte der Sieg von Kiptoo kein Selbstläufer werden, denn seine Konkurrenz in diesem Jahr ist erheblich. Josphat Ndambiri, der Sieger des Fukuoka Marathons 2011 in 2:07:36 ist da ebenso zu nennen wie Ronald Korir, der im letzten Jahr bis 35 km Tempomacher beim Frankfurt Marathon war, dabei aber in 2:07:29 als Sechster durchlief. Vierter vor zwei Jahren gleichfalls in Frankfurt war Jacob Cheshari in 2:07:46.

Von deutscher Seite wird Falk Cierpinski dabei sein, der am Ende seiner Karriere seine Bestzeit von 2:13:30 angreifen möchte. Mehr dürfte aber vom Spergauer nicht mehr zu erwarten sein.

Das zweite deutsche Eisen im Hannoveraner Feuer war Lisa Hahner, die im letzten Jahr in Hannover verletzt ausstiegen musste und das in diesem jahr besser machen wollte. Dazu wird es aber nun leider nicht kommen, Lisa ist derzeit längerfristig verletzt.
Somit sind die Chancen der Vorjahressiegerin Souad Ait Salem (ALG) auf eine Titelverteidigung gestiegen, der 2014 2:33:09 zum Sieg ausreichten. Beim Jubiläum wird sie schon näher an ihre Bestzeit von 2:25:08 laufen müssen, denn mit Olha Kotovska (UKR) und Shuko Genemo (ETH) sind Läuferinnen mit Bestzeiten von 2:28:47 sowie 2:31:09 am Start.

Zürich Marathon am 19. April: Yuki Kawauchi am Start

Yuki Kawauchi läuft am kommenden Sonntag beim Zürich Marathon zum ersten Mal auf schweizerischem Boden. Leider plagten das japanische Lauf-Unikum erhebliche Probleme an der Ferse, so dass der Vielstarter sein Programm und das Tempo reduzieren musste. Die Verletzung geht bereits auf den Silvesterlauf in Barcelona zurück und wurde durch seine Ungeduld bisher nicht ausreichend ausgeheilt. Dass Yuki aber schon wieder recht gut in Tritt ist, zeigte er am 15. März beim Seoul Marathon, wo er in 2:13:33 Platz 16 belegte. Seine aktuelle Jahresbilanz sieht derzeit sieben Halbmarathon, Zürich wird (erst) sein fünfter Marathon 2015 sein. Seine Halbmarathon-Tests waren mit 1:04 bis 1:07 unter den Randbedingungen recht vielversprechend und lassen ggfs. sogar eine Zeit unter 2:10 erwarten.

ogori-2014-yuki-after-10kmYuki Kawauchi (JPN) ist dieses Jahr der Topstar beim Zürich Marathon.  (c) H. Winter

Die wesentlichen Konkurrenten dürfte der Russe Oleg Kulkov sein, der in Zürch bereits gewann und Platz 2 sowie 4 belegte. Jetzt fehlt ihm noch Platz 3.  Kulkov lief auch seine Bestzueit von 2:10:13 in Zürch, das war im Jahr 2009.

Ebenfalls mehrmals in Zürch war schon der Kenianer Edwin Kiprop Korir dabei, der in den letzten beiden Jahren dort jeweils Zweiter wurde und dieses Jahr unbedingt gewinnen will. Korirs Bestzeit liegt mit 2:10:26 in den Regionen von Kulkov und wurde im Jahr 2013 auch in Zürich erzielt.

Paris Marathon 2015: Auf hohem Niveau – 9 Läufer unter 2:10

paris-marathon-2015-logoBei der 39. Ausgabe des Paris Marathons am 12. April 2015 gab es 41342 Teilnehmern eine neue Bestmarke und auch im sportlichen Bereich gab es wieder ausgezeichnete Resultate. Um 8:45 Uhr machte sich die Elite auf den Weg durch die Straßen der französischen Hauptstadt und lief das Rennen nicht zu schnell an. Nach 15:02, 30:09, 45:10 für 5 km, 10 km und 15 km wurde die Hälfte nach 1:03:21 erreicht, also fast gebau ein 3 Minuten/km Schnitt. Fast 20 Läufer bildeten hier noch die Spitzengruppe.

Bei 11°C und wenig Wind herrschten gute Bedingungen, die in der zweiten schnelleren Hälfte für gute Zeiten genutzt wurden. Bereits nach 25 km 1:14:45 zog das Tempo an und forderte mit dem Mitfavoriten Vicent Kipruto ein erstes Opfer. Kurz danach initierte der Kenianer Mike Kigen eine Attacke, die die Spitze völlig aus einander riss und Kigen einen deutlichen Vorsprung einbrachte. Bei 35 km in 1:44:18 lag Kigen auf Kurs zu einer Zeit von 2:05:45 und sogar eine Zeit im Bereich des Strecklenrekords aus dem Vorjahr von 2:05:04 schien möglich.

Nach 37 km gab es einen Wechsel an der Spitze, der Kenianer Mark Korir überholte Kigen und verteidigte seine Führung bis in Ziel. Mit 2:05:49 lief eine sehr gute Zeit, die allerdings den Streckenrekord und auch die Jahresweltbestleistung vom Dubai Marthon mit 2:05:28 verfehlte. Aber in der noch jungen Saison 2015 ist das immerhin die zweitbeste Zeit. Mit 1:03:22 und 1:02:27 schaffte Korir einen beeindruckenden negativen Split und verbesserte seinen Hausrekord von 2:07:08 (Seoul 2013) sehr deutlich. Dahinter konnten Luke Kanda (2:07:20 PB) and Seboka Tola (2:07:33) den schwächelnden Mike Kigen noch abfangen, der auf Platz 4 in 2:07:42 einlief. Fünfter wurde Gilbert Kirwa in gleichfalls 2:07:42. In der Breite war der Lauf gleichfalls überzeugend, 9 Läufer blieben unter einer Zeit von 2:10 Stunden.

Bei den Frauen gab es einen äthiopischen Sieg durch Meseret Mengistu in 2:23:26 vor Amane Gobena (ETH), die erst 500 m vor dem Ziel nach langer Führung noch abgefangen wurde und als Zweite 2:23:30 erzielte. Das Rennen der Frauen wurde völlig von äthiopischen Läuferinnen dominiert, 7 der ersten 8 Plätze gingen an sie.

paris-marathon-2015-korirMark Korir (KEN) gewann den Paris Marathon in 2:05:49.  (c) Veranstalter

Ergebnisse der Männer:

1. Mark Korir KEN 2:05:48
2. Luka Kanda KEN 2:07:18
3. Seboka Tola ETH 2:07:31
4. Mike Kigen KEN 2:07:42
5. Gilbert Kirwa KEN 2:07:42
6. Laban Korir KEN 2:07:54
7. Deresse Chimsa ETH 2:07:56
8. Joel Kimurer KEN 2:09:45
9. Pius Kirop KEN 2:09:58
10. Sintayehu Legese ETH 2:11:06

 

Zwischenzeiten der Spitze:
5 Kilometer 15:02
10 Kilometer 30:09 (15:07)
15 Kilometer 45:10 (15:01)
20 Kilometer 1:00:05 (14:55)*
Halbmarathon 1:03:21
25 Kilometer 1:14:45 (14:40)
30 Kilometer 1:29:30 (14:45)*
35 Kilometer 1:44:18 (14:48)
40 Kilometer 1:59:10 (14:52)*
 Marathon 2:05:48 (6:38)

Kommt es jetzt zu einem läuferischen Super-GAU

Wie heute (Montag, 13. April 2015) über die diverse Quellen gemeldet wurde, sind die beiden Laufmanagement-Agenturen Rosa Associates (Italien) und Volare Sports (Niederlande) umgehend davon entbunden, kenianische Athleten weiter zu betreuen. Als Begründung werden diffuse Gerüchte in Sachen Dopingvergehen vorgebracht, in die durch diese Agenturen betreute Athleten involviert sein sollen. Details waren aktuell noch nicht zu erfahren.

gerard-mutai-nyc2013Gerard van de Veen mit einem seiner Topstars Geoffrey Mutai.  (c) Volare Sports

Was dies für den London Marathon in zwei Wochen oder die Weltrekorde auf der Berliner Strecke bedeuten kann, bleibt abzuwarten. Volare Sports mit dem Mananger Gerard van de Veen hat u.a. die drei Superstars des Marathons unter Vertrag: Dennis Kimetto (2:02:57. WR), Geoffrey Mutai (2:03:02) und Wilson Kipsang (2:03:23).

Hoffentlich ist an diesen Gerüchten wenig oder nichts dran. Ansonsten droht dem Laufsport in der öffentlich Akzeptanz in der Tat der Super-GAU.

Ein Video der Pressekonferenz von Athletics Keny gibt es hier.

NN Rotterdam Marathon 2015: Vom Winde am Ende verweht

Wie in den Vorjahren zeichnete sich die 35. Jubiläumsausgabe des NN Rotterdam Marathons durch ein mutiges Angehen der Männerspitze aus. Mit vier Läufern mit Bestzeiten unter 2:05 hatte man sich auf dem schnellen Kurs wieder Hoffnungen auf eine schnelle Zeit gemacht. Bei den Frauen musste man deshalb sichtbar sparen und konnte kein ähnlich hochklassiges Feld an den Start bringen.

Bereits nach 5 km nach sehr flotten 14:33 mit 13 Läufern an der Spitze war klar, dass man wieder eine schnelle Zeit laufen wollte und dabei ein (zu) hohes Risiko einging. Dieses Rekordtempo hielt bis 10 km in 29:03 fast konstant und befand sich dort auf Kurs zu einr Zeit von 2:02:20. Bei einem Feld dieser Klasse eigentlich Wahnsinn. Dies merkte auch der sportliche Leiter Erik Brummond, der die Tempomacher etwas bremste, so dass 15 km nach 43:49 passiert wurden mit Kurs auf 2:03:15.

Nach 20 km in 58:47 passierten noch 13 Läufer an der Spitze die Halbdistanz nach 1:02:04 was sich tivialerweise auf eine Zeit von 2:04:08 verdoppelt. Das war immer noch eine Topzeit. Kurz danach zeigten aber zwei der Favoriten Schwächen und stiegen bald danach aus. Das war zunächst der hoch eingeschätzte Jonathan Maiyo (KEN) und kurz danach sein Landsmann und Oldie James Kwambai, der 1:24 Stunden seinen Dienst quittierte.

Nachdem man zur 25 km Marke in 1:13:46 noch einen 3 Minuten/km Schnitt hielt lies das Tempo weiter nach, nach 30 km in 1:28:53 lagen nur noch vier Läufer an der Spitze: Aberu Kuma (ETH), Mark Kiptoo (KEN), Bernard Koech (KEN) und der Debütant Abayneh Ayele (ETH). Nach 35 km in 1:43:57 fiel Ayele nach Schwächephasen endgülti zurück und ein Trio kämpfte nun um den Sieg.

Dabei bekamen die Drei mit einem strammen Gegenwind einen ungebetenen Begleiter, der neben schwindenen Kräften durch die fulminante Startphase zu einem weiteren Nachlassens des Tempos führte. Die Splits rutschten jetzt deutlich über 3 Minuten/km, viel zu langsam für eine schnelle Endzeit im Bereich des Streckenrekords (2:04:23), der bei 30 km noch möglich schien. Die km-Abschnitte ab 37 km wurden in 3;21, 3:09 und 3:05 zurückgelegt, bei 40 km nach 1:59:52 waren alle Läufer an der Spitze sichtlich gezeichent.

rotterdam-marathon-2015-kumaAberu Kuma (ETH) gewann den Rotterdam Marathon in 2:06:46.  (c) Veranstalter

Abera Kuma, der im letzten Jahr in Berlin beim Weltrekordlauf von Kimetto in 2:05:56 Dritter werden konnte, hatte letztlich das beste Stehvermögen und setzte sich nach 39 km ab und erreichte als erster das Ziel auf den Coolsingel nach 2:06:47. Das ist immer noch eine gute Zeit, aber zum Jubiläum hatten die Veranstalter mit eine viel besseren Zeit gerechnet. Aber die zweite Hälfte in 1:04:43 gegenüber 1:02:04 für den ersten Part sagt eigentlich alles.

Zweiter wurde Mark Kiptoo in 2:07:21 vor Bernard Koech in 2:08:01, die beiden auf dem Schlussteil gewaltig Zeit verloren und für die schnelle Ouvertüre büßen mussten.

rotterdam-marathon-2015-katoBei den Frauen siegte unangefochten die Japanerin Asami Kato mit neuer Bestzeit von 2:26:30. Bereits bei 30 km hatte sie nach 1:42:36 mit 50 Sekunden Vorsprung in Führung gelegen. Deutlich zurück wurde Gladys Tejeda (PER) in 2:28: 12 Zweite.  (c) Veranstalter

Zwischenzeiten der Spitze:
5 Kilometer 14:33 (14:33)
10 Kilometer 29:04 (14:31)
15 Kilometer 43:49 (14:45)
20 Kilometer 58:47 (14:58)
Halbmarathon 1:02:04
25 Kilometer 1:13:47 (15:00)
30 Kilometer 1:28:53 (15:06)
35 Kilometer 1:43:57 (15:04)
40 Kilometer 1:59:52 (15:55)
 Marathon 2:06:47 (6:55)

 Ergebnisse Männer:

1. Abera Kuma ETH 2:06:47
2. Mark Kiptoo KEN 2:07:21
3. Bernard Koech KEN 2:08:02
4. Abayneh Ayele ETH 2:09:21
5. Feyisa Lilesa ETH 2:09:55
6. Raul Pacheco ETH 2:11:01
7. Reid Coolsaet CAN 2:11:24
8. Asmare Abate ETH 2:12:03
9. Abdi Nageeye NED 2:12:33
10. Mergersa Bacha ETH 2:12:58
11. Tebalu Zawude ETH 2:13:06
12. Michel Butter NED 2:14:02

 

Wien Marathon 2015: Kaum goldener Glanz

logo_vcm_ohne_87pxbreitZu recht sehr stolz ist man beim Vienna City Marathon (VCM) über die Auszeichnung eines „Golden Race Labels“ durch die IAAF, das man sich in den Vorjahren durch außergewöhnliche sportliche Leistungen, Teilnehmerzahlen, gute Organisation und Öffentlichkeitsarbeit sicher verdient hatte. Dass es nicht einfach ist, diesen Status immer wieder zu bestätigen, und die IAAF zum Teil fast inflationär mit ihren Labels um sich wirft, sind dabei die zu akzeptierenden Begleiterscheinungen.

Nachdem im Vorfeld das Elitefeld der Männern durch Absagen geschwächt war, legte man trotzdem bei windigen und etwas zu warmen Bedingungen  mutig los und lag bei 5 km 14:52 bestens in der Zeit. Danach wurde da Tempo aber deutlich moderater, 8 Läufer passierten 10 km nach 30:16. Nur noch 1 Tempomacher (die beiden anderen „Hasen“ hatten schon nach 10 km den Dienst quittiert) und 2 Läufer bildeten bei 15 km die Spitze in 45:13. Überraschend war hier der Streckenrekordler und Vorjahressieger Feleke (2:05:41) schon nicht mehr dabei, mit Muskelproblemen stieg kurz nach 15 km aus dem Rennen.

An der Spitze bei Männern sowie Frauen agierten jetzt nur noch Duos. Bei den Männern wurde das Tempo deutlich erhöht, so dass der Halbmarathon von Sisay Lemma (ETH) und Suleiman Simotwo (KEN) in 1:03:07 passiert wurde. Lemma war erst in Dubai im Januar 2:07:02 gelaufen, Simotwo war Debütant. Bei den Frauen lautete etwas überraschend die Paarung Maja Neuenschwander (SUI) und Fate Tola (ETH), die den Halbmarathon 10 1/2 Minuten später passierten.

Bei 25 km lagt man noch 30 Sekunden hinter der Durchgangszeit zum Kursrekord und Lemma beschleunigte derart rasant, dass er schnell allein war. Der Abschnitt von 25 km nach 30 km war mit herausragenden 14:25 das schnellste Segment des gesamten Laufs. Lemma lag da einsam in Führung und mit einem Split von 1:29:10 auf Kurs von 2:05:25, also deutlich unter Streckenrekord. Während hinter dem Spitzenmann die Verfolger dramatisch einbrachen – sein Mitstreiter hatte so überzogen, dass nur noch 5 km Abschnitte von 16:50 und 18:32 möglich waren – hielt Lemma den Abfall mit 15:39 und 15:31 in Genzen, verlor aber schnell eine Zeit unter 2:06 Stunden aus den Augen. Vor allem die Zeit von 7:07 von der 40 km Marke ins Ziel zeigte das er „platt“ war.

wien-mar-2015-lemmaSisay Lemma gewann in Wien mit 2:07:31.  (c) Veranstalter

Mit einer Zeit von 2:07:31 rettete er noch so halbwegs die Erfolgsbilanz, die ansonsten verheerend war. Hinter Lemma arbeiteten sich noch Duncan Koech (KEN) und Senja Sirai (ETH) nach vorne, ihre Zeiten waren aber für eine Veranstaltung mit diesem Leistungsanspruch indiskutabel: 2:12:14 und 2:12:48. Platz 4 ging an Hosea Kipkemboi (KEN) in 2:13:37 und Platz 5 an den wackren Debütanten Simotwo, der völlig ausgebrannt 2:14:42 lief. Letzterer lief die zweite Hälfte über 8 Minuten langsamer als den ersten Part.

Auch bei den Frauen, wo alle Aktiven über 2:30 einliefen – war die Bilanz bescheiden. Von einem „Golden Race Label“ muss man ganz andere Dimensionen einfordern. Dafür war das Rennen allerdings am Ende sehr spannend. Vor 30 km brach Tola an der Spitze plötzlich ein und Neuenschwander zog davon. Am Ende kamen ihr die anderen Afrikanerinnen im Feld noch sehr nahe, die Schweizerin konnte sich aber in 2:30:09 ins Ziel retten. Knapp dahinter folgten Agnes Mutune (2:30:19) und Esther Chemtai (2:30:32). Platz 4 ging an Caroline Chepkwony in 2:30:36) und dann folgte nach kluger Renneinteilung Vorjahressiegerin Anna Hahner nach 2:30:50. Mehr war für sie an diesem Tag nicht drin.

Im Nachgang lobte der Leiter des VCM, Wolfgang Konrad, die Veranstaltung in höchsten Tönen. In vielen Dingen kann man ihm sicher beipflichten, beim Leistungsniveau ist das schon anders. Auch angesichts der nicht günstigen Bedingungen sind die Resultate der Elite – Männer wie Frauen – ganz schön dünn und nicht „golden“.

 

Männer (Top-10)

1. Sisay Lemma (ETH) 2:07:31 Stunden
2. Duncan Koech (KEN) 2:12:14
3. Siraj Gena (ETH) 2:12:48
4. Hosea Kipkemboi (KEN) 2:13:47
5. Zuleimen Simotwo (KEN) 2:14:42
6. Lkhainouch El Hassane (FRA) 2:14:43
7. Beraki Beyene (ERI) 2:16:43
8. Roman Prodius (MDA) 2:20:07
9. Temesgen Gurmessa (ETH) 2:21:55
10. Mikhail Krassilov (KAZ) 2:22:58
12. Simon Lechleitner (AUT / LG Decker Itter) 2:25:53
21. Philipp Aigner (SU Trattenbach) 2:33:56

Frauen (Top-10)

1. Maja Neuenschwander (SUI) 2:30:09
2. Agnes Mutune (KEN) 2:30:19
3. Esther Chemtai (KEN) 2:30:32
4. Caroline Chepkwony (KEN) 2:30:36
5. Anna Hahner (GER) 2:30:50
6. Rene Kalmer (RSA)2:33:21
7. Fate Tola (ETH) 2:34:43
8. Katarina Beresova (SVK) 2:36:20
9. Christine Kalmer (RSA) 2:39:16
10. Noriko Higuchi (JPN) 2:42:05
17. Natalia Steiger (Leichtathletik Mittelburgenland) 3:08:37
18. Antonia Luchini (Wien) 3:08:45
20. Barbara Scheibelauer (Wien) 3:08:56