Oakeley New York Mini 10K am 13. Juni 2015: Mary Keitany (KEN) in großartiger Form

nyrr_org_bottom

Mary Keitany (KEN) dominierte den Oakley New York Mini 10K in beeindruckender Manier. Schon nach wenigen km setzte sich die kenianische Ausnahmeläuferin von ihren Kontrahentinnen ab und hatte nach 5 km bereits einen Vorsprung von 15 Sekunden vor ihrer Landsfrau Betsy Saina, den sie auf den zweiten 5 km noch um eine weitere Minute ausbeute. Als sie bei keinesfalls günstigen Verhätnissen – 80°F (27°C) und böigen Wind – nach 31:15 das Ziel erreichte, hatte sie wieder eine großartige Leistung abgeliefert und zeigte sich bestens gerüstet für den Halbmarathon am kommenden Samstag im tschechischen Olmütz.Ihr Kommentar nach ihrem Lauf: „It was hot, very hot”.

Bei der 44. Auflage dieses Laufs, and dem fast 8000 Frauen an den Start gegangen waren, wurde Betsy Saina in 32:30 Zweite und lag damit vor der großen Läuferin Edna Kiplagat in 32:29. Mit diesem guten Ergebnissen lag man in der Tradition vergangener Zeiten, in den u.a. Joan Benoit Samuelson, Grete Waitz, Deena Kastor und Paula Radcliffe bei dieser Veranstaltung dabei waren.

nyc-10k-2015-keitany

Mary Keitany (KEN) war beim Frauenlauf in New York City wieder ein Klasse für sich und gewann in sehr guten 31:15.  (c) Veranstalter

Ergebnisse 10 km Lauf der Frauen in New York City:

1. Keitany Mary KEN 0:31:15 0:15:37
2. Saina Betsy KEN 0:32:30 0:15:52
3. Kiplagat Edna KEN 0:32:39 0:15:53
4. Nukuri Diane BDI 0:32:47 0:16:07
5. Temesgen Etaferahu ETH 0:32:50 0:15:53
6. Nelson Brianne USA 0:33:07 0:16:12
7. Tejeda Gladys PER 0:33:21 0:16:16
8. Cullen Mary IRL 0:33:24 0:16:13
9. Wodak Natasha CAN 0:33:30 0:16:13
10. Russell Blake USA 0:33:31 0:16:20
11. Rotich Caroline KEN 0:33:32 0:16:13
12. El Moukim Rkia MAR 0:33:40 0:16:13
13. Burla Serena USA 0:33:47 0:16:28
14. Kifle Gebr. Tigist ETH 0:33:49 0:16:13
15. Petrina Leonora USA 0:33:56 0:16:46

18. Citylauf in Oelde am 12. Mai 2015: Trotz Hitze schnelle Zeiten in der westfälischen Provinz

logostartseite_oelde-2015

Es ist auf den ersten Blick schon erstaunlich, welche Elitefelder in der westfälischen Kleinstadt Oelde beim Citylauf jedes Jahr im Juni an den Start gehen. Dabei wird die Elite erst am späten Abend auf die 10 km Strecke geschickt, nachdem bereits Freizeitsportler und engagierte Hobbyläufer ihr Pensum absolviert hatten.

oelde-2015-mocki-hahner„Mocki“ diesmal als Moderatorin im Interview mit Anna Hahner.  (c) hahnertwins

Die enge Beziehung zum  Paderborner Osterlauf im März/April ist unverkennbar, zumal Wolf Dieter Poschmann auch in Oelde moderiert. Diemal tat er das übrigens zusammen mit der verletzten „Mocki“, die sehr unterhaltsam durchs Programm führten. Nachdem die Frühjahrsläufe abgearbeitet sind, tingelt eine ganze Armada ostafrikanischer und osteuropäischer Athleten durch die Lande und bemüht sich auf kürzeren Dinstanzen bis hinauf zum Halbmarathon Geld zu verdienen. Wenn man die Ergebnislisten der Läufe im Mai und Juni aufmerksam studiert, stößt immer wieder auf gleiche Namen. Einen 10 km Lauf kann ein Eliteläufer im Gegensatz zu einem Marathon recht kurzfristig verkraften und schon einen oder wenige Tage später an den Start des nächsten Events und der nächsten Verdienstmöglichkeit gehen.

Bei hohen Temperaturen und Schwüle, also keine guten Bedingungen, gingen zunäcsht die Frau das Rennen flott auf dem 14 Runden umfassenden Kurs an. Die Äthiopierin Fate Tola von der  LG Braunschweig gewann in 32:57, kurz dahinter folgte die Kenianerinnen Winny Chepkorir in 33:03 und Halima Kayo in 33:08. Schnellste Deutsche war Anna Hahner (RUN2SKY.com) auf Platz 9 in weniger berauschenden 35:10. „Meine Beine waren heute etwas müde, daher ging es nicht schneller.“ (Diese Aussage klnigt recht logisch).

Die Männer lagen zunächst auf Kurs des Streckenrekords (27:49), konnten aber angesichts der Hitze das Tempo nicht halten, so dass es mit einer sub-28er Zeit in diesem Jahr nichts wurde. Tortzdem war das Leistungsniveau mit vier Läufer unter 29 Minuten ganzbeachtlich. Der Kenianer  Richard Mengich siegte in  28:24 vor David Kogei in 28:27min und zeitgleich auf Platz 3 Nicodemus Kipkurui.

oelde-2015-spitze-menDie Spitzengruppe der Männer auf dem 14 Rundenkurs durch das Zentrum der westfälischen Kleinstadt Oelde. Vorne der spätere Sieger Mengich.  (c) hahnertwins

Beachtlich war die Leistung von Mengich auch insofern, als er am Abend danach im niederländischen Zwolle einen hochkarätig besetzten Halbmarathon in 61:22 gewann. Beim Berliner Halbmarathon Ende März war er übrigens mit 59:59 soeben unter der magischen Schwelle von einer Stunde geblieben.

Mit großem Bedauern wurde übrigens bei der Veranstaltung registriert, dass der Firmenlauf mit Spaßcharakter abgesagt werden musste. Der ungewöhnliche Grund für Absage lag im großen Aufwand dieses Laufs begründet. Was bescheiden begann, wuchs sich in den letzten Jahren zu einer Mammuttour aus, beim der die Teams schier unglaubliche Dinge und Installationen auf die Straße brachten. Immer weniger Teams waren jedoch bei dieser „Aufrüstung“ in der Lage mitzuhalten und steckten auf. Auf Grund der wenigen Voranmeldungen sah sich der rührige Veranstalter in Oelde gezwungen, dieses jahrelange Highlight abzusagen. Eigentlich schade!

 

Ergebnisse 10 km Elitelauf der Männer:

1. Mengich, Richard KEN 28:24
2. Kogei, David KEN 28:27
3. Kipkurui, Nicodemus KEN 28:27
4. Yano, Abraham KEN 28:48
5. Maina, Charles Wachira KEN 29:09
6. Maiyo, Hillary KEN 29:11
7. Shumay, Solomon Mogos ERI 29:11
8. Tsegay, Tekle Berhane ERI 29:35
9. Beyene, Gadissa ETH 29:52
10. Kiprotich, Kosgei Evans KEN 30:03
11. Iukhymchuk, Mykola UKR 30:06
12. Solomun, Ejob GER 30:18
13. Merne-Eshete, Solomon ETH 30:24
14. Wodajo, Addisu ETH 30:39

 

Lanzhou International Marathon (China) am 13. Juni 2015: Streckenrekorde bei Frauen und Männern

lanzhou-marathon-2015-logo40000 Läufer aus über 20 Ländern waren bei der 5. Auflage des Lanzhou International Marathon am frühen Morgen des gestrigen Samstags im Rahmen eine vollen Marathons, eines Halbmarathons sowie eines 5 km Laufs dabei. Lanzhou liegt im westlichen Teil Chinas am Gelben Fluss und gehörte zu den Städten mit der höchsten globalen Luftverschmutzung. Vor einigen Jahre hatte man eine ganze Bergkuppe gesprengt, um so den Luftaustausch und die Luftqualität zu verbessern.

Zwei afrikanische Athleten sorgten für neue Streckenrekorde. Als erster erreichte der Äthiopier Ajara Ward Georgios in 2:10:10 das Ziel, gut 20 Minuten später schaffte das auch die Kenianerin Nguriatukei Rael Kiyara in 2:31:22. Beide Leistungen verbesserten die alten Rekorde auf dem nicht einfach zu laufendem Kurs am Ufer des Gelben Flusses und durch die Innenstadt der Millionen-Metropole.

lanzhou-marathon-2015-winner   Der Sieger in Lanzhou (China) Giorgios aus Äthiopien lief mit 2:10:10 neuen Streckenrekord.  (c) Veranstalter

Diamond League New York City am 13. Juni 2015: In der Schlussrunde konnte Arne Gabius nicht mehr folgen

diamond-league-new-york-2015-header

Beim Diamond League Meeting am 13. Juni 2015 in New York City standen die 5000 m unter keinem günstigen Stern. Auffrischender Wind (über 2 m/sec) sowie vor allem Temperaturen um 90°F (32°C) waren in der Tat nicht leistungsfördernd. Somit war auch die Elite nicht willens, dem Tempomacher zu folgen, der nach 2:39 für den ersten km noch einmal 2:44 drauflegte. Nach 8:12 für 3 km mit einem km-Split von 2:49 ging der Tempomacher  heraus und das Tempo erhöhte sich zunächst mit 2:45 nach 4 km nur unwesentlich. Die letzten 1000 m mussten dann sehr schnell werden.

Zunächst zogen die Afrikaner Amlosom, Longosiwa und Kipsiro das Tempo gewaltig an, die gemächliche Fahrt bis zum Schlusskilometer spielte jedoch den Mittelstrecklern in die Hände. Zunächst spurtete der Neuseeländer Nick Willis auf der Zielgeraden an die Spitze, dann kam aber von hinten noch der Ben True (USA), der in 13:29,48 das Rennen vor Willis gewann. Der letzte km wurde in 2:32 zurückgelegt, die letzte Runden in schnellen 55 Sekunden.

Arne Gabius war bis zur Gegengeraden der letzten Runde mit Kontakt zur Spitze, hatte dann aber nichts mehr zuzusetzen und fiel sichtbar zurück. Am Ende reichte es für den Deutschen nur zu Platz 6 und einer Zeit von 13:32,68.

Das Ergebnis der 5000 m der Männer beim Diamond League Meeting in New York City am 13. Juni 2015 (Top 6):

diamond-league-new-york-2015-5000m

Gouden Spike Leiden 2015: Paul Schmidt läuft „nur“ 30:28,70

gouden-spike-leiden-2015

Der Angriff von Paul Schmidt auf seine 10000 m Bestzeit von 29:58 beim Gouden Spike Sportfest im niederländischen Leiden ist gescheitert. Mit 30:38,70 blieb der Dresdner fast genau eine halbe Minute über seiner Bestzeit von den deutschen Meisterschaften im Frühjahr zurück. Die frühe Startzeit im B-Lauf über 10000 m von 16:55 Uhr sowie starker böiger Wind stellten allerdings auch keine Basis für ein Topleistung dar.

Den B-Lauf – der A-Lauf startet erst um 20:46 am Abend – gewann Sebastian Reinwand in 29:46,68 vor Frank Schauter in 29:49,50, beide aus Deutschland. Von Beginn des Rennens an lag man stets auf Kurs zu einer Zeit von knapp unter 30 Minuten (4km – 11:55, 5 km 14:55, 7 km 20:56), und mit einer 63er Schlussrunde blieben Reinwand und Schauer, die sich nach 8000 m vom Rest des Feldes absetzen konnten, noch deutlich unter der 30 Minuten Schallmauer.

Der A-Lauf um 20:46 war dann wesentlich schneller und erfolgte auch bei deutlich besseren Bedingungen. Abrar Adem (ERI) gewann den Lauf in sehr guten 27:41,69, und Philipp Pflieger aus Regensburg erzielte sehr beachtliche 28:43,33. Das ist hinter Arne Gabius in 27:43,93 Platz 2 in der aktuellen deutschen Bestenliste des Jahres 2015 für die 10000 m auf der Bahn.

Ergebnis des 10000 m B-Laufs der Männer:

1.  REINWAND Sebastian Duitsland  29:46.68
2.  SCHAUER Frank Duitsland  29:49.50
3.  STRAßNER Andreas Duitsland  30:04.64
4.  DIETZ Thorben Duitsland  30:10.46
5.  ZWAMA Paul Leiden Atletiek  30:11.80
6.  UWIRAGIYE Ambroise Rwanda  30:22.74
7.  LISTABARTH Stephan Oostenrijk  30:23.81
8.  SCHMIDT Paul Duitsland  30:28.70
9.  WOLF Joeri Cifla  30:37.41
10. GALLO Christoph België  31:22.68
11. AMIN Kalid Triathlon  31:22.86
12. WEERD Freek vd Sprint   31:47.37
13. MOLS Wesley Cifla  31:52.61
14. VALENTIN David Duitsland  32:08.71
15. KRANNICH Christian Duitsland  32:53.70
16. JORRITSMA Geart Horror  32:56.19

10. „Lichtenauer Wasserlauf“ in Berlin Mitte: Volker Goineau trotzte gleich zweimal der Hitze

FB_Wasserlauf-2015

Nachdem im letzten Jahr ein gewaltiger Gewitterguss während des 5 km Laufs den Teilnehmern einiges abverlangte, waren es in diesem Jahr hochsommerliche Temperaturen, die zu Beginn der Veranstaltung um 10 Uhr sich bereits den 30°C näherten und in der Folgezeit noch einige Grad zulegten.

Diesbezüglich war es nur gut, dass der Veranstalter und Titelsponsor „Lichtenauer Mineralquellen“ aus der Nähe von Chemnitz seine gesamte Produktpalette in ausreichender Menge aufgefahren hatte und für ausreichende Erfrischung und Auffüllen des Wasserhaushalts sorgte. In gewisser Weise war der Lauf am letzten Samstagvormittag ein Fest der Jubiläen, der „Wasserlauf“ erfuhr bereits seine 10. Auflage und der Getränkehersteller feierte sein 25jähriges Bestehen.

Vom Streckenverlauf macht der Lauf seinem Namen alle Ehre. Der in den letzten Jahren mehrfach modifizierte Kurs verläuft weitgehend am Ufer der Spree in Berlin Mitte, unweit von Schloss Bellevue, dem Hauptbahnhof und den Regierungsbauten. Durch die Einbeziehung eines Schulgebäudes verfügt der Start- und Zielbereich über eine ausgezeichnete Logistik. Für die sportliche Organisation der Läufe zeichnet das ABC Zentrum Berlin unter Leitung von Kai Thomas Arndt verantwortlich. Dieser Verein ist in der Organisation von Laufveranstaltungen bestens ausgewiesen und zeichnet u.a. für die Plänterwald-Läufe, den KHH-Lauf oder die Paar-Stundenläufe verantwortlich.

Die Teilnehmerzahlen hatten sich in den letzten Jahren in den Bereich von gut 1000 Aktiven entwickelt. Diese Zahlen wurden allerdings beim Jubiläum nicht erreicht, vermutlich haben wegen der extremen Temperaturen etliche potentielle Teilnehmer kurzfristig auf einen Start verzichtet. Während im letzten Jahr noch 821 Sportler in den beiden Hauptläufen über 5 km und 10 km die Ziellinie überquerten, waren das in diesem Jahr nur 639. Die Gründe für diesen Rückgang waren aber offensichtlich und für diejenigen, die sich den erschwerten Bedingungen aussetzten, sehr spürbar.

Somit kann die Leistung des Spitzenläufers in der Berliner Szene Volker Goineau nicht hoch genug eingeschätzt werden, der sich trotz der extremen Bedingungen für einen Doppelstart über 5 km und – eine Stunde später – über 10 km entschloss. Auf der 5 km Runde, die eine weitere Schleife im Bereich des Hauptbahnhofs einschloss, folgte ihm bis 1 km nur Dennis Nirnberger von der LG Pegasos, der schon im letzten Jahr den Lauf auf Platz 2 beendete. Danach war Goineau weit in Front und gewann locker den Lauf in 16:03 Minuten vor Nirnberger in 16:55, der sich noch ein fulminantes Sprintduell mit Timo Kollodnigg vom SCC Berlin in 16:58 lieferte.

Bei den Damen war Emily Preston vom SCC Berlin in exakt 20 min vorne, die weiteren Plätze auf dem Podium belegten Simone Oester in 20:33 und Judyta Ikski 20:39.

Eine dreiviertel Stunde später ging Goineau nochmals an den Start über 10 km, die Temperaturen waren da schon über die 30°C Marke geklettert. Hier lag zunächst eine Vierergruppe vorne, aus der schon früh der Vorjahressieger Edmund Kramarz, ein ehemaliger polnischer Spitzenläufer (M45, PB Marathon 2:16 Stunden) herausfiel. Schon bevor es in die zweite 5 km Runde ging, konnte sich Goineau aus dem verbliebenen Trio lösen und gewann genauso überlegen wie über 5 km den Lauf in angesichts der Bedingungen beachtlichen 32:32. Über eine Minute musste man im Ziel auf seine Verfolger warten. Und wie kontrolliert der Sieger sein Rennen gestaltete ersieht man schon an seiner Durchgangszeit für die erste Runde von 16:13 Minuten, die fast zwei gleiche Runden belegt.

Die nächsten Plätze gingen an den 1. VfL Fortuna Berlin Marzahn durch Stephan Bahn in 33:44 und Felix Ledwig 34:02. Der Vorjahressieger Edmund Kramarz schaffte als Vierter 34:22. Bei den Frauen glänzte Mayada Al-Sayad gleichfalls VfL Fortuna Berlin Marzahn in guten 35:50. Al-Sayad, die bei diesem Lauf sichtbar bis an ihre Leistungsgrenzen ging, hatte sich erst beim Hamburg-Marathon im April mit einer Zeit von 2:41:44 Stunden für ihr Land Palästina für die Olympischen Spiele in Rio qualifizieren können. Ihr Vorsprung auf die Verfolgerinnen war entsprechend groß. Carola Schönberg wurde Zweite in 43:17 vor Vanessa Monath in 44:04.

Damit ging eine insgesamt sehr gelungene Veranstaltung über die Bühne, die auch im kommenden Jahr laut Aussage des Geschäftsführers Paul K. Korn eine 11. Auflage erleben wird. Abgesehen von dem überaus löblichen Engagement dieses Unternehmens der Getränkeindustrie in vielfältigen Laufveranstaltungen vor allem im sächsischen Raum bleibt noch hervorzuheben, dass der Sponsor auch noch einen vierstelligen Betrag für einen gemeinnützigen Zweck spendete. Im Namen der gesamten Laufszene kann man den „Lichtenauer Mineralquellen“ nur sehr herzlich danken.

wasserlauf-2015-start-5km

Vor dem Start zum 10. Lichtenauer Wasserlauf am 13. Juni 2015.  (c) ABC-Zentrum Berlin

          Ergebnisse 5 km:
1. Goineau, Volker LG Buchsbaum 16:03
2. Nirnberger, Dennis LG Pegasos 16:55
3. Kollednigg, Timo SCC Berlin 16:58
4. Remmert, Ingo LG Oberhavel 17:17
5. Schöning, Niklas Stahl Hennigsdorf 18:06
6. Miessenböck, Florian Graz 18:46
7. Watermeyer, Fabian LG Moabit 18:50
8. Müller, Markus Berlin 19:07
9. Sczepek, Sascha SG Niederbarnim 19:10
10. Hopp, Max 19:34

 

         Ergebnisse 10 km (5 km Split):

1. Goineau, Volker LG Buchsbaum 32:32 16:13
2. Bahn, Stephan 1. VfL FORTUNA Marzahn 33:44 16:26
3. Ledwig, Felix 1. VfL FORTUNA Marzahn 34:02 16:25
4. Kramarz, Edmund Berlin 34:22 16:44
5. Linde, Sylvio 1. VfL FORTUNA Marzahn 35:29
6.  Al Sayad, Mayada 1. VfL FORTUNA Marzahn 35:50 17:23
7. Kaschewsky, Sascha Team Erdinger Alkoholfrei 36:21 17:37
8. Kuntze, Mike Berlin 37:11
9. Gillner, Marius TSV Otterndorf 37:24 18:23
10. Vossos, Dionysios Berlin Wedding  37:39

 

Gouden Spike am 13. Juni 2015 in Leiden (NED): Paul Schmidt im B-Lauf

cropped-header_website

Paul Schmidt aus Dresden geht morgen beim Gouden Spike im niederländischen Leiden über 10000 m an den Start. Er wird um 16:55 Uhr im B-Lauf versuchen seine Bestzeit von 29:58 deutlich zu steigern. Im A-Lauf geht dann um 20:46 der Regensburger Philipp Pflieger ins Rennen. Schmidt wurde am 30. Mai in 14:43 Berlin-Brandenburgischer Meister über 5000 m und lief gut zwei Stunden später bei der 5. „Nacht im Grünauer Forst“ Streckenrekorde über 5 km (15:07) und 10 km (30:43).

big25-2015-schmidtPaul Schmidt bei den BIG25 am 10. Mai 2015 in Berlin, wo der Dresdner bester deutscher Läufer wurde.  (c) H. Winter

16:55 UUR B-RACE

294 Jack MARTIN 88 GBR Groot-Brittannië
111 Thorben DIETZ 89 GER Duitsland
460 Ambroise UWIRAGIYE 80 RWA Rwanda
407 Paul SCHMIDT 85 GER Duitsland
403 Frank SCHAUER 89 GER Duitsland
517 Joeri WOLF 91 NED Cifla
526 Paul ZWAMA 87 NED Leiden Atletiek
443 Andreas STRASSNER 79 GER Duitsland
393 Michiel DE RUITER 86 NED NOVA
276 Stephan LISTABARTH 93 AUT Oostenrijk
170 Leif GUNKEL 96 GER Duitsland
154 Christoph GALLO 89 BEL België
244 Christian KRANNICH 84 GER Duitsland
461 David VALENTIN 97 GER Duitsland
23 Kalid AMIN 97 NED Triathlon
281 Yassine LOUKILI 96 NED Hellas
451 Niels THELOOSEN 96 NED Nijmegen Atletiek
218 Geart JORRITSMA 96 NED Horror
316 Wesley MOLS 96 NED Cifla
599 Freek VAN DE WEERD 97 NED Sprint
608 Rene STOKVIS 87 NED TION HAAS
605 Tom KOETSENRUITER 93 NED THOR HAAS

20:46 UUR A-RACE

590 Alemu BEKELE GEBRE 90 BAH Bahrein
320 Bernard MUIA 95 KEN Kenia
392 Nicholas ROTICH 96 KEN Kenia
450 Dame TASAMA 87 ETH Ethiopië
324 Gladwin MZAZI 88 RSA Zuid-Afrika
532 Ambros BORE 95 KEN Kenia
14 Abrar Osman ADEM 94 ERI Eritrea
506 Jesper VAN DER WIELEN 91 NED Cifla
224 Abdallah KIBET MANDE 95 UGA Uganda
196 Roy HOORNWEG 89 NED Passaat
459 Abdi ULAD HAKIN 91 DEN Denemarken
360 Philipp PFLIEGER 87 GER Duitsland
469 Marius VEDVIK 92 NOR Noorwegen
67 Soufiane BOUCHIKHI 90 BEL België
228 Gideon KIPKETER 92 KEN Kenia
85 Michel BUTTER 85 NED AV Castricum
317 Devin MONSON 90 USA Verenigde Staten
383 Sebastian REINWAND 87 GER Duitsland
588 Alex KIBET 90 KEN Kenia
359 Hendrik PFEIFFER 93 GER Duitsland
465 Nick VANPEBORGH 84 BEL België
358 Amanal PETROS 95 ETH Duitsland
414 Willem VAN SCHUERBEECK 84 BEL België
295 Patrick MARTIN 85 GBR Groot-Brittannië
413 Ronald SCHROER 84 NED Zaanland
147 Thomas FITZPATRICK 81 IRL Ierland
494 Gert-Jan WASSINK 82 NED Argo
468 Arttu VATTULAINEN 91 FIN Finland
580 Bashir ABDI 89 BEL België HAAS A
581 Youssef Hiss BACHIR 87 DJI Djibouti HAAS A
582 Abraham YANO 87 KEN Kenia HAAS A

Oslo Bislett Games 2015: Wind und Tempomacher waren gegen Genzebe Dibaba – 14:21,29

header-bislet-oslo-2015

Keine optimale Tempogestaltung sowie immer wieder auffrischender Wind verhinderten bei den Oslo Bislett Games eine Zeit in Weltrekordnähe im 5000 m Lauf der Frauen (WR 14:11,15 – Tirunesh Dibaba, Oslo 2008). Übrigens war Genzebe auch schon 2008 dabei, landete damals aber abgeschlagen mit 15:02 weit hinter ihrer Schwester. Nach dem ersten km in 2:50,91 sah alles noch perfekt aus. Dann brach das Tempo aber ein, mit 70 Sekunden-Runden und 5:45 für 2 km war die schnelle Äthiopierin schon deutlich hinter einem Kurs zum Weltrekord. Dies besserte sich nur wenig, als Dibaba schon kurz danach die Initiative ergreifen musste.

8:39,41 war die Durchgangszeit bei 3000 m, so dass ein WR nur noch mit einer gewaltigen Steigerung des Tempos realistisch erschien. Dibaba kämpfte allein so gut sie konnte und wurde auch schneller. Aber nach 4000 m in 11:31,70 war klar, dass Schwester Tirunesh ihre globale Bestmarke behielt. Mit einer 65er Schlussrunde und 2:49:59 für den letzten km überquerte Genzebe Dibaba die Ziellinie nach 14:21,29. Eine Topzeit, aber es fehlten fast genau 10 Sekunden zum Weltrekord.

Trotzdem war die Leistung der jungen Äthiopierin wieder überragend, die innerhalb der letzten vierzehn Tage die fünft- und siebentschnellste Zeit in der Geschichte schaffte. Und bei optimalen Bedingungen ist die Ausnahmeläuferin vielleicht sogar eine Kandidatin für die erste Zeit einer Frau unter 14 Minuten. Die 5000 m sind jetzt fast eine Familien-Disziplin der Dibabas: Von den 10 schnellsten Zeiten erzielten allein fünf (!) die DIBABAS!

oslo-bislet-2015-dibadaLief auch in Oslo mit 14:21.29 eine Klassezeit: Genzebe Dibaba (ETH).  (c) Eurosport 2

Das Ergebnis der 5000 m bei den Bislett Games 2015 in Oslo:

bislet-oslo-5000m-w-ersults

  Die schnellsten  Zeiten der Frauen über 5000 m (IAAF):

14:11.15 Tirunesh Dibaba ETH Oslo 06 JUN 2008
14:12.88 Meseret Defar ETH Stockholm 22 JUL 2008
14:14.32 Almaz Ayana ETH Shanghai 17 MAY 2015
14:16.63 Meseret Defar ETH Oslo 15 JUN 2007
14:19.76 Genzebe Dibaba ETH Eugene 30 MAY 2015
14:20.87 Vivian Cheruiyot KEN Stockholm 29 JUL 2011
14:21.29 Genzebe Dibaba ETH Oslo 11 JUN 2015
14:22.51 Vivian Cheruiyot KEN Oslo 15 JUN 2007
14:23.46 Tirunesh Dibaba ETH Rieti 07 SEP 2008
14:23.68 Tirunesh Dibaba ETH Paris 06 JUL 2013

 

Diamond League – Oslo Bislet Games: Heute WR-Versuch über 5000 m von Genzebe Dibaba

header-bislet-oslo-2015

Nachdem Genzebe Dibaba bereits diese Jahr in der Halle den 5000m-Weltrekord verbessert hatte und in Eugene großartige 14:19.76 lief, soll es heute abend bei den traditionsreichen Bislet Games in der norwegischen Hauptstadt endlich unter die Marke ihrer Schwester Tirunesh gehen, die 2008 an gleicher Stelle 14:11.15 lief. Das Tempo für ein solches Vorhaben ist derart hoch, dass Genzebe bestenfalls bis etwa 2 km auf die Unterstützung von Tempomacherinnen hoffen kann, dann wird sie es ganz allein richten müssen. Die äußeren Bedingungen sind nach den letzten Wettervorhersagen recht günstig. Bisher wurden in Oslo 28 Weltrekorde aufgestellt, die Wahrscheinlichkeit, dass es gegen 21:24 Uhr ein Rekord werden wird, ist durchaus realistisch.

Das Starterfeld um 21:10 Uhr MESZ:

Name Country PB SB
Mimi Belete BHR 15:00.87 16:50.90
Katarzyna Broniatowska POL 16:43.25
Gelete Burka ETH 14:31.20 15:14.39
Irine Cheptai KEN 14:50.99 14:53.32
Genzebe Dibaba ETH 14:19.76 14:19.76
Karoline Bjerkeli Grovdal NOR 15:24.86
Viola Kibiwot KEN 14:33.48 14:40.32
Susan Kuijken NED 15:04.36 15:29.60
Magdalene Masai KEN 14:58.54 14:58.54
Jessica O’Connell CAN 15:06.44 15:06.44
Senbere Teferi ETH 14:41.98 14:41.98
Tamara Tverdostup UKR
Stephanie Twell GBR 14:54.08 15:13.82
Alisha Williams USA 15:09.73 15:19.42

 

ING Nacht-Marathon Luxemburg am 30. Mai 2015: John Komen siegt in 2:13:55

logo-luxemburg

Pünktlich um 19 Uhr am 30. Mai 2015 fiel der Startschuss zur zehnten Auflage des Luxemburg-Marathons. Insgesamt rund 11.000 Läufer aus über 48 Ländern und unzählige Zuschauer ließen sich das nächtliche Laufspektakel nicht entgehen. Die Kenianerin Naomi Tuei verbesserte den vier Jahre alten Streckenrekord ihrer Landsfrau Rael Kiyara um fünf Sekunden auf 2:34:23 Stunden.

Bei den Männern blieb eine sechsköpfige Gruppe mit 30:54 bei 10 km und 1:06:58 für die halbe Distanz zusammen. Danach fiel die Gruppe auseinander, der spätere Sieger John Komen (KEN) konnte sich lösen und den Lauf in 2:13:55 Stunden gewinnen. Damit war er nur zehn Sekunden langsamer als der Steckenrekordler Bellor Yator im Jahr 2012. Platz 2 ging an Hosei Kipkemboi (Kenia) in 2:15:22  vor Johnstone Maiyo sicherte sich mit 2:19:30 Platz 3.

Nicht nur das Lichtspektakel sorgte bei den Läufern und zahlreichen Zuschauern für tolle Stimmung. Folklorebands, Blasmusikkapellen und Sambamusiker unterstützten die Läufer während des Laufs.

 

    Ergebnisse der Männer:

1. KOMEN, John (KEN) 02:13:55
2. KIPKEMBOI, Hosea (KEN) 02:15:22
3. MAIYO, Johnstone Kibet (KEN) 02:19:30
4. BETT, Stanley (KEN) 02:20:44
5. RUTTO, Stephen Kipchumba (KEN) 02:23:01

 

Ergebnisse der Frauen:

1. TUEI, Naomi (KEN) 02:34:23
2. BOKU, Zerfe Worku (ETH) 02:37:06
3. KIMAIYO, Rael Jepyator (KEN) 02:37:43
4. MOHAMMED, Merima (BDI) 02:38:45
5. KIPCHOGE, Pamela Jemeli (KEN) 02:40:54

19. European Cup über 10000 m in Chia-Pula (Italien): Kein Läufer schafft den „A-Standard“ für die WM

2015-chia-pula

Weitgehend unter Auschluss der Öffentlichkeit fanden sich die nicht unbedingt besten 10000m-Läufer der europäischen Laufszene zur 19. Auflage des European Cups über 10000 m auf der Bahn ein. Und so sehr man sich auch im Vorfeld bemühte und die Veranstaltung im italienischen Chia-Pula mit viel Herzblut organisierte, man wird den Eindruck nicht los, dass sich diese Disziplin aktuell stark im Abwind befindet.

Diese Auffassung belegt schon die Siegerzeit des aus Kenia stammenden und für die Türkei startenden Polat Kemboi Arikan, der überlegen in 28:09,47 gewann, damit aber weit vom (recht hohen) A-Standard für die WM im August in Beijing (27:45) entfernt war. Auch bei den Frauen, wo die „Spanierin“ Trihas Gebre gleichfalls deutlich in 32: 14.94 gewann, waren die Leistungen für ein europisches Topevent eher bescheiden.

Die Team-Wettbewerbe (Addition der drei besten Zeiten einer Nation) gewannen bei den Männern Spanien in 1:26:23.97 und bei den Frauen Großbritannien in 1:29:23.86, in beiden Fällen belegte Spanien Platz 2.

Ergebnisse des A-Laufes der Männer: 

1 Polat Kemboi Arıkan TUR 28:09.47   SB
2 Juan Pérez ESP 28:25.66   PB
3 Jamel Chatbi ITA 28:39.01   SB
4 Tadesse Abraham SUI 28:41.37   PB
5 Alemayehu Bezabeh ESP 28:42.45   SB
6 Stefano La Rosa ITA 28:42.55
7 Ahmed El Mazoury ITA 29:02.41   SB
8 Cihat Ulus TUR 29:13.09
9 Dewi Griffiths GBR 29:13.51
10 Dmytro Lashyn UKR 29:17.84
11 Abdelhadi El Hachimi BEL 29:18.59
12 Andrew Butchart GBR 29:32.43   PB
13 Bohdan Semenovych UKR 29:41.18
14 Riad Guerfi FRA 29:58.10
15 José España ESP 30:01.17
16 Aimeru Almeya ISR 30:15.18
17 Berihun Wuve ISR 30:22.09
18 Ben Lindsay GBR 30:22.41
19 Şeref Dirli TUR 30:29.42
20 Stsiapan Rahautsou BLR 30:36.18
21 Girmaw Amare ISR 31:20.99

 

Ergebnisse der Frauen:

1 Trihas Gebre ESP 32:14.94   SB
2 Valeria Straneo ITA 32:32.41   SB
3 Lily Partridge GBR 33:02.03
4 Jess Coulson GBR 33:03.03
5 Iwona Lewandowska POL 33:04.68   SB
6 Jeļena Prokopčuka LAT 33:05.42   SB
7 Jo Pavey GBR 33:18.80   SB
8 Sonja Stolić SRB 33:31.22   SB
9 Anna Incerti ITA 33:34.16   SB
10 Paula González ESP 33:34.73   SB
11 Olha Kotovska UKR 33:34.91   SB
12 Maryna Damantsevich BLR 33:36.63
13 Paula Todoran ROU 33:36.92   SB
14 Paulina Kaczyńska POL 33:46.29
15 Olha Skrypak UKR 33:48.63
16 Claudia Pinna ITA 33:52.09   SB
17 Carmen Oliveras FRA 33:53.63   SB
18 Nuria Lugueros ESP 33:55.24
19 Militsa Mircheva BUL 34:03.59   PB
20 Dominika Napieraj POL 34:09.45
21 Tatsiana Stsefanenka BLR 34:18.18
22 Alyson Dixon GBR 34:19.50
23 Nina Savina BLR 34:21.37
24 Valeria Roffino ITA 34:22.72
25 Kateryna Karmanenko UKR 34:28.28   SB
26 Federica Dal Ri ITA 34:29.68
27 Anna Sofie Holm Baumeister DEN 34:40.27
28 Katarína Berešová SVK 34:51.18
29 Sevilay Eytemiş TUR 34:55.88
30 Marta Silvestre ESP 35:01.58
31 Ana Mafalda Ferreira POR 35:07.70
32 Daniela Cunha POR 35:19.35
33 Cláudia Pereira POR 35:49.28   SB

Der (aufhaltbare) Abstieg des Rock´n´Roll San Diego Marathon

Rock'n'Roll_San_Diego_Marathon_logo

Auch großartige Bestleistungen im Bereich der Altersklassen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der legendäre San Diego Rock´n´Roll Marathon im freien Fall zur leistungssportlichen Bedeutungslosigkeit befindet. Die Veranstaltung, die im Jahr 1998 von Tim Murphy mit der Idee Laufsport und Musik zu kombinieren, ins Leben gerufen wurde, war bereits bei der ersten Auflage ein Riesenerfolg. 20000 Teilnehmer fanden sich damals an der Startlinie ein. Seit dieser Zeit beflügelte die (Rock-)Musik die Teilnehmer auf der Strecke und nach dem Lauf gab es zum Abschluß Konzerte namhafter Stars aus der einschlägigen Musikszene. Die Idee machte Schule und weitete sich schnell auf Läufe in anderen Städten der USA aus.

Aber neben dem Spaß und der Musik hat der Marathonlauf auch eine leistungssportliche Komponente, die von Anfang an in San Diego eine große Rolle spielte. Der legendäre Mike Long und sein „Elite Racing“ zeichneten für dieses Segment in San Diego verantwortlich. Durch seine vielfältigen Kontakte und engen Freundschaften zu vielen Athleten gelang es Long von Anfang an, Topathleten für diese Veranstaltung zu gewinnen. Bereits bei der zweiten Auflage erzielte der Kenianer Philip Taurus mit 2:08:33 eine zu jener Zeit internationale Topleistung. Dies schien damals der Startpunkt einer Entwicklung zu werden, neben dem sehr erfolgreichen Konzept des Breitensports den San Diego Marathon in der globalen Laufszene zu etablieren.

mike-with-bogacheva-tarusDer legendäre Mike Long (Mitte) mit den Siegern des San Diego Marathon im Jahr 1999. Links: Irina Bogacheva, rechts: Philipp Taurus. Taurus lief damals den heute noch aktuellen Streckenrekord von 2:08:33.  (c) Elite Racing

Doch durch diverse Entwicklungen kam es dann – allerdings zunächst noch mit erheblicher Verzögerung – ganz anders. 2007 verstarb Long unerwartet und die bereits auf weitere Standorte ausgedehnte Serie von Rock´n´Roll Marathons wurde von der Competitor Group übernommen, die das Engagement in den Lauf- und Ausdauersport vornehmlich mit den Augen eines Investors betrieb. Das führte zwar zu einer sehr erfolgreichen, fast inflationären Übernahme diverser Laufevents in den USA und später auch in Europa – man nähert sich immer mehr der Millionengrenze von Teilnehmern pro Jahr in den Competitor Events – , führte aber auch zu einer Revision der Konzepte im sportlichen Bereich.

Als man vor zwei Jahren zu dem Schluss kam, dass die Eliteläufer vor allem von der kommerziellen Seite ein erheblicher Kostenfaktor darstellen, wurde dieses Segment rigoros zusammen gestrichen, um es den engagierten Breitensportlern zu überlassen. Der Sturm der Entrüstung, der nach diesen Maßnahmen Competitor entgegenblies, war so gewaltig, dass man schnell zurückruderte. Allein der Verlust an Reputation in den Medien schien für die weitgehend finanziell orientierten Veranstalter Grund genug, zunächst die Enscheidungen in aller Hast zu revidieren. Dazu gehörte auch die erneute Zusammenarbeit mit Mike Turnbull, dem Nachfolger Mike Longs als Athletenkoordinator , der Competitor schon verlassen hatte.

Wie sich die Dinge aktuell bei Competitor trotzdem entwickeln, kann man nur mit Sorge verfolgen. Die Ereignisse am vorletzten Sonntag in San Diego stützen (leider) eine solche pessimistische Einschätzung. Denn die Aufmerksamkeit der Medien wird nun weniger durch absolute sportliche Topleistungen als mehr durch außergewöhnliche Geschehnisse im Lifestyle-Segment sichergestellt.

Und da kam den Veranstaltern die 92jährige (und 67 Tage alte) Herriette Thompson aus Charlotte (VA) gerade recht, die trotz diverser Krebserkrankungen als älteste Frau in der Geschichte einen Marathon in der respektablen Zeit von 7:24:36 (7:22:05 netto) absolvierte. 16mal war Herriette in San Diego bereits dabei, im letzten „schraubte“ sie den Weltrekord der W90 auf 7:07 Stunden. Diesmal war sie für die Veranstalter von so hoher Bedeutung, dass sie sogar in der Business Class nach Kalifornien eingeflogen und in den Tagen vor dem Lauf medial sehr wirksam präsentiert wurde.

san-diego-2015-herniette-92yHerriette Thompson aus Charlotte (VA) ist nun mit 92 Jahren und 65 Tagen die älteste Frau, die jemals einen vollen Marathon absolvierte.  (c) Veranstalter

san-diego-2015-certificate-henrietteDie Splits von Herriette Thompson beim San Diego Marathon 2015.

Zur gleichen Zeit wird der diesjährige Sieger des San Diego Marathons vermutlich seine Unterlagen von der Messe abgeholt haben. Kaum jemand wird ihn registriert haben, und bezahlt haben wird er seinen Start wohl auch selbst.

Der leistungssportliche Fokus in San Diego lag in den letzten Jahren auf dem Halbmarathon. 2013 wurde dort Bernard Koech (KEN) mit 58:41 der drittschnellste Läufer aller Zeiten, das zu große Gefälle im Schlußpart verhinderte jedoch die Aufnahme dieser Leistung in die Bestenlisten. In diesem Jahr beschränkte man sich auf die US-Meisterschaften im Halbmarathon Master-Bereich. Meb Keflezighi als Topstar wurde in einem eigenartigen Rennen vom vermeintlichen Tempomacher Jordan Chipangame (ZIM) wieder eingeholt, der dann in 62:27 knapp gewann. Die Zeit von Keflezighi mit 62:29 kann als neuer US-Masterrekord wegen des Streckenprofils keine Anerkennung finden. Die Rekordausbeute mußte sich so auf die Masters-Bestmarken für 15 km (44:23) und 10 Meilen (16093,44 m, 47:39) beschränken.

Dagegen war das Leistungsniveau im Marathon gemessen an den Ansprüchen früherer Jahre zu Zeiten eines Mike Long nahezu erschreckend. Was in Vorberichten mit einem „marathon with less star power“ gemeint war, konnte man dann am Zieleinlauf erleben. Nachdem bereits im letzten Jahr mit einer Siegerzeit von 2:23:50 das Niveau stark absackte, gab es diesmal einen dramatischen Fall in fast breitensportliche Dimensionen. Igor Campos aus dem kalifornischen Chula Vista gewann in 2:37:05, die beste Frau folgte bereits gut 4 Minuten später. Igor gab sicher sein Bestes und gehört nicht zur Gattung der Eliteläufer, aber eine Siegerzeit fast eine halbe Stunde hinter dem Streckenrekord ist für einen Marathon dieser Güte kaum nachzuvollziehen und nahezu blamabel.

Verständlich wird dieses Resultat – und das ist die eigentliche Relevanz dieser Leistung -, wenn man erfahren muss, wie der Veranstalter durch gezielte Reduzierung der Preisgelder und den Verzicht auf die Einladung adäquater Elitefelder dies sehr bewusst steuert. Damit setzt einer der größten Player in der globalen „Lauf-Industrie“ ganz bewusst Zeichen gegen den Hochleistungssport im Straßenlauf. Man kann das auch noch treffender ausdrücken: In der Gewinn-Maximierung von Straßenlauf-Veranstaltungen sind Eliteläufer ein unnötiger Kostenfaktor. Die Competitor Group scheint bis auf wenige Ausnahmen, diesen Weg konsequent zu beschreiten.

Dabei geht man davon aus, dass diese Entwicklungen den „die Einnahmen einbringenden Massen“ weitgehend gleichgültig sind. In der Tat kann man sich fragen, was es bringt, wenn eine Horde ostafrikanischer Topathleten meilenweit vor dem Rest des Feldes vorwegrennen und dafür üppige Preisgelder kassieren.

In San Diego hat man offensichtlich diese Frage aus kaufmännischer Sicht beantwortet. Ob sich dies am Ende auch „auszahlt“, wird sich zeigen müssen. Die Sponsoren halten momentan der Veranstaltung noch die Treue, das lokale Fernsehen ist aber bereits aus einer ausführlichen Berichterstattung ausgestiegen.

Man wird aufmerksam verfolgen müssen, inwieweit diese Entwicklungen Schule machen und auch auf weitere Veranstaltungen übergreifen. Bei vielen von Competitor zu verantwortenden Rennen wie Tempe/Arizona oder Seattle sind ähnliche Tendenzen unverkennbar. Man kann das auch mit Begriffen aus der Arbeitswelt formulieren: Die „Arbeitsplätze“ für Hochleistung-Athleten aus vornehmlich ostafrikanischen Regionen werden bei Competitor konsequent abgebaut.

Was in San Diego mit großem Engagement und Können Ende des letzten Milleniums so erfolgreich gestartet wurde, findet nach 18 Ausgaben ein jähes Endes. Man erfreut sich an rüstigen Senioren/innen und nimmt bewusst in Kauf, dass es bei der ganzen Aktion einen großen Verlierer gibt: Den (Leistungs-)Sport.

Der globalen Marathonszene stehen diesbezüglich ereignisreiche Jahre ins Haus.

Die Siegerzeiten beim San Diego Marathon in den letzten Jahren veranschaulichen den zunehmenden leistungsportlichen Niedergang in den letzten drei Jahren:

2008 Simon Wangi KEN 2:10:07
2009 Khalid Boumlili MAR 2:11:16
2010 Richard Limo KEN 2:09:56
2011 Terfa Negeri ETH 2:11:18
2012 Nixon Machichim KEN 2:10:03
2013 Simon Njoroge KEN 2:15:00
2014 Ben Bruce USA 2:23:50
2015 Igor Campos USA 2:37:05

Mattoni Budweis Halbmarathon: Cheroben siegt im Glutofen von Ceské Budejovice

runczech-logo

Die 4. Auflage des Halbmarathons in der böhmischen Stadt mit dem berühmten Bier sollte mit einem der Topstars der Szene eine weitere Steigerung des Streckenrekords bringem, den der Kenianer Daniel Chebii mit 59:49 bei der Premiere 2012 ausstellte. Doch auch Abrahm Cheroben musste erkennen, dass bei solchen extremen Bedingungen mehr einfach nicht zu machen war. Denn schon vor dem Start der gut 3000 Teilnehmer auf dem Marktplatz in Budweis waren die Temperaturen eines sehr heißen Tages auf immer noch 29°C gesunken, für einen Halbmarathon weit über einer leistungsfördernden Schwelle.

So waren am Ende die Resultate des Elitefeldes sicher auch nicht das, was sich die Organisatoren von RunCzech vorgestellt hatten. Aber Cheroben lief angesichts dieser Hitzeschlacht ein tolles Rennen und schaffte mit 61:24 eine außergwöhnliche Zeit. Mehr ist bei solchen Temperaturen wohl kaum möglich. Wie extrem die Bedingungen waren, zeigt auch ein Blick in die Ergebnisliste (s. unten), die gerade einmal zwei Athleten unter 63 Minuten sah, die beste Frau brauchte 72 Minuten. Und die zwei Japaner Kai und Kitazawa gingen regelrecht ein.

Angesichts der Temperaturen war ein Angriff auf den Kursrekord mehr als unrealistisch, so dass der Tempomacher Cesari sich zwar mühte aber über 5:48 bei 2 km die 5 km nach 14:36 erreichte, da war da Rennen in Richtung schneller Zeiten bereits „gelaufen“. Sechs Männer war da noch in der Spitzengruppe. Auch bei den Frauen sah es mit 17:12 für Rose Chemlimo (KEN), die ohne Tempomacher lief, ähnlich. Eine Überraschung war die Vorstellung des 2:04-Marathoners Abyele Abshero (ETH), der nach langer Verletzungspause sein erstes Rennen in Budweis bestritt. MIt 14:56 lag er bei 5 km schon sehr deutlich zurück und hat auch nicht in Ansätzen die Leistungsstärke alter Zeiten.

Nach 10 km stieg der Tempomacher aus und schon bald konnte sich Cheroben vom seinem letzten Mitstreiter Benjamin Ngandu (KEN) lösen, Ab der 11 km Marke lief der Sieger der BIG25 Berlin am 10. Mai 2015 ein einsames Rennen, wobei nun mit km-Abschnitten knapp über 2:50 das Tempo sichtbar erhöhte. Als Konsequenz wurde der 5km Abschnitt nach 15 km (43:40) in schnellen 14:21 gelaufen. Ngandu lag hier schon eine halbe Minute zurück, der Äthiopier Abera Kuma – immerhin einmal Sieger des Rotterdam Marathon – folgte als Dritter mit fast einer Minute Rückstand.

Aber so sehr sich Cheroben auch mühte, eine Zeit internationaler Klasse war bei dieser Hitze nicht drin. Mit 58:18 bei 20 km musste er den Bedingungen Tribut zollen und nach 61:24 erreichte er das Ziel. Hinter ihm waren die Abstände weiter gewachsen. Ngandu wurde Zweite nach 62:57 und Kuma lag mit 64:17 fast drei (!) MInuten hinter dem Sieger. Abshero beendete sein Comeback in 66:10, auch angesichts der Bedingungen war das indiskutabel.

budweis-hm-2015-winner-menDie Erstplatzierten beim Halbmarathon in Budweis. Ngandu, Cheroben und Kuma (von links) bei der Siegerehrung auf dem Marktplatz.  (c) CzechTV

Bei den Frauen lag Rose Chelimo nach wenigen Kilometern bereits deutlich in Führung und passierte 5 km in 17:12. Bei 10 km nach 34:00 hatte Chelimo ihren Vorsprung auf bereits 44 Sekunden vor Viola Jelagat ausgebaut. Chelimo hielt mit 51:03 bei 15 km das Tempo und ließ erst Richtung 20 km in 1:08:23 leicht nach. Die Ziellinie passierte sie nach 1:12:01 und verpasste den Steckenrekord von 1:10:54 deutlich. Noch deutlicher war allerdings ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte Viola Jelagat, die mit 1:14:38 über 2 1/2 Minuten zurücklag.

Gesamtergebnis Halbmarathon (Männer und Frauen):

1. CHEROBEN Abraham 01:01:24
2. NGANDU Benjamin 01:02:57
3. KUMA Abera 01:04:17
4. TALAM Festus 01:05:42
5. LOKOMWA Thomas James 01:06:07
6. ABSHERO Ayele 01:06:10
7. BETT Benard Kiplangat 01:06:15
8. KAI Shota 01:07:20
9. KITAZAWA Kenta 01:10:16
10. HOMOLÁČ Jiří 01:10:58
11. PECHEK Petr 01:11:35
1. F CHELIMO Rose 01:12:01
12. MÍČ Robert 01:14:24
2. F JELAGAT Viola 01:14:38
3. F FEYISA Mame 01:15:03

 

5. „Nacht im Grünauer Forst“ am 30. Mai 2015: Ein gelungenes Jubiläum

laufkegel

Paul Schmidt wird Berlin Brandenburgischer Meister über 5000 m und läuft gut zwei Stunden später großartige Streckenrekorde im Grünauer Forst – Rekordzahl an Anmeldungen und Finishern – 1000 Euro für die „Kenyan Kids Foundation“

Nun ist die 5. Ausgabe der „Nacht im Grünauer Forst“ am 30. Mai 2015 schon wieder Geschichte, und man kann auf eine Veranstaltung der Rekorde zurückblicken. Allein die Zahl von 550 Anmeldungen brachte die Veranstaltung in neue Dimensionen des Zuspruchs, aber auch so langsam an die Kapazitätsgrenzen. Während über die 5 km und 10 km durchaus noch einige Teilnehmer mehr an den Start gehen könnten, ist man durch den großen Zulauf bei der „Grünauer Meile“ am Limit.

Den Startschuss und die Siegerehrungen nahm die Berliner Lauflegende Bernd „Hübi“ Hübner vor, der zusammen mit seiner Frau Monika in den Grünauer Forst gekommen war. Es ist immer wieder faszinierend zu erleben, welches hohe Ansehen Bernd in der Läuferszene hat. Auch für ihn gab es ein Wiedersehen mit Strategen aus alten Wettkampfzeiten, so z.B. mit Günter Hallas, dem Sieger des ersten Berlin Marathons 1974, der die Altersklasse M70 in beachtlichen 25:37 gewann, oder Heiko Schilff, der vor kurzem den FU-Campuslauf initiierte.In diesem Zusammenhang sind auch Thomas Bodora, Marek Neumann und der Topläufer der letzten Jahre, Jonas Engler, zu erwähnen, die geschlossen vor Ort waren und damit an allen fünf Auflagen der Nacht teilgenommen haben.

nacht-2014-start-meileDer Start zur Meile mit über 350 Teilnehmern war einer der Höhepunkte der Veranstaltung.  (c) Malin Winter

Der Teamwettbewerb der Grundschulklassen hat sich voll etabliert, über 350 Starter fanden sich allein bei der Meile an der Startlinie ein. Und von der sportlichen Seite her stellte die 5. Ausgabe des Laufs in der Tat alles in den Schatten. Bei bestem Wetter (die langfristigen Wettervorhersagen hätte man auch durch Würfeln erstellen können …) gab es im Teamwettbewerb ein spannendes und enges Kopf-an-Kopf-Rennen der Kandidaten für die Preissummen von 150 Euro, 100 Euro und 50 Euro.

Sage und schreibe 50 Teilnehmer (im Ziel!) musste man aktivieren, um auf das Podium zu kommen. Am Ende waren das auf Platz 1 (150 Euro) die Klasse 6a des Humboldt-Gymnasiums Eichwalde mit 58 Teilnehmern vor den Gästen aus Erkner mit der Klasse Flex C von der Löcknitz-Schule, die 54 Teilnehmer ins Ziel brachten und 100 Euro für die Klassenkasse bekommen. Platz 3 (50 Euro) geht nach Schmöckwitz an die Inselschule und die Klasse 4a mit 50 Finishern.

Hier die Auflistung der Top Ten bei der Teamwertung:

1. Humboldt Gymnasium Eichwalde 6a 58
2. Löcknitz Schule Erkner Flex C 54
3. Inselschule Berlin-Schmöckwitz 4a 50
4. Inselschule Berlin-Schmöckwitz 1a 34
5. Humboldt Grundschule Eichwalde 1a 30
6. Inselschule Berlin-Schmöckwitz 2b 29
7. Humboldt Grundschule Eichwalde 4a 27
8. Grundschule Schulzendorf 5a 26
9. Humboldt Grundschule Eichwalde 2c 25
10. Humboldt Grundschule Eichwalde 5b 12

Ein wichtiger Aspekt dieser Veranstaltung war das Sammeln von Spenden für die „Kenyan Kids Foundation“ des Marathonläufers Wesley Korir. Zusammen mit einer großzügigen Spende von Horst Milde lagen am Ende 1000 Euro in den Spendenboxen, ein großartiges Resultat für die Kinder Kenias. Allen ganz herzlichen Dank für das große Spenderherz!

Sportlich war die Nacht so gut wie noch nie. Fünf Streckenrekorde waren die reichliche Ausbeute. Den Reigen eröffnet über die Meile Leo Wasserkampf aus Schmöckwitz, der die Bestmarke über die Meile um 6 Sekunden auf 5:52 steigerte. Bei den Frauen siegte Karsta Parsiegla (SCC Berlin) in 39:51, wobei sie den Streckenrekord in Grünau um über eine volle Minute verbesserte.Schon im ersten Lauf des Abends war über 500 m Sinikka Froese aus Eichwalde 2:05 gelaufen, womit die Bestmarke aus dem Vorjahr um 3 Sekunden unterboten wurde.

Das leistungssportliche Highlight produzierte diesmal allerdings Paul Schmidt aus Dresden, der den Kursrekord auf der exakt vermessenen 10 km-Stecke bei den Männern auf schier unglaubliche 30:43 steigerte. Das geht schon in die Dimensionen der deutschen Elite, zu der Paul mittlerweile sicherlich gehört (seine Leistung – fast beim „Auslaufen“ vollbracht – entspricht Platz 22 der aktuellen deutschen Jahresbestenliste !). Was diese Leistung noch erstaunlicher macht, ist die Tatsache, dass Paul erst um 15:30 Uhr am gleichen Tag im Stadion Lichterfelde an den Start der Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften über 5000 m ging und dort überlegen den Lauf in 14:43,23 gewann. Gut 2 Stunden später war er dann im Grünauer Forst aktiv und lieferte nochmals eine Ausnahmeleistung ab.

nacht2015-10km-schmidtPaul Schmidt aus Dresden sorgte für das leistungssportliche Highlight in diesem Jahr.  (c) Madita Schulz

Fast noch hochwertiger war seine Durchgangszeit nach der Hälfte der Strecke, d.h. bei der Wende zur zweiten Runde, die Paul nach großartigen 15:07 passierte, Damit hatte er ganz nebenbei den Streckenrekord über 5 km von Daniel Naumann von 16:14 aus dem Vorjahr erheblich gesteigert. Gratulation und vielen Dank fürs Kommen, Paul!

Die nächste Ausgabe dieses Laufs ist für Ende Mai 2016 geplant. Die Organisatoren danken herzlich den Sponsoren „Flughafen Berlin Brandenburg BER“, den „Lichtenauer Mineralquellen“, dem Laufmagazin „RUNNING“, dem „ABC-Zentrum Berlin“ sowie der Forstbehörde Berlin-Schmöckwitz und dem Ruderklub „Rotation“ für ihre Unterstützung.

Hier die Listen der Erstplatzierten (CR = Streckenrekord):

500 m – Lauf
1. Sinikka Froese Eichwalde 2:04,3 CR
2. Kine Maurer Schmöckwitz 2:08,6
3. Magnus Schubert Karolinenhof 2:11,8

„Grünauer Meile“
1. Leo Wasserkampf Schmöckwitz 5:52,0 CR
2. Mohamed Azez Erkner 6:19,0
3. Khadar Mohamed Daud Erkner 6:20,9

5 km – Lauf (Männer)
1. Omar Ahmed Mohamud Erkner 17:51,0
2. Heiko Schilff SCC Berlin 19:09,4
3. Marco Nix Friedrichshagen 20:16,5
AK Paul Schmidt Fitness first 15:07* CR

5 km – Lauf (Frauen)
1. Lisa-Marie Ahlswede Eichwalde 23:09,8
2. Paulina Pick PSV Olympia Berlin 23:27,2
3. Raika Zivkovic LT Bernd Hübner 23:38,2

10 km – Lauf (Männer)
1. Paul Schmidt Fitness first 30:43,0 CR
2. Jonas Engler LG Süd Berlin 35:51,8
3. Marek Neumann Runnig Twins 35:53,6

10 km – Lauf (Frauen)
1. Karsta Parsiegla SCC Berlin 39:50,5 CR
2. Benedetta Broggi Berlin 45:14,4
3. Britta Krautzig die-lauf-abc-ler 48:18,7

Golden Gala Rom 2015: Hohe Leistungsdichte aber keine Topzeiten über 5000 m

golden-gala-rom

In einem schnellen 5000 m Rennen der Männer bei der Golden Gala in Rom im Rahmen der Diamond League Sportfeste blieben 5 Läufer (knapp) unter 13 Minuten, drei weitere Athleten blieben nur ganz knapp darüber. Das ist eine bemerkenswerte Leistungsdichte, aber die absoluten Topzeiten fehlten in letzter Zeit, nicht nur in Rom.

In einem flotten Finale setzte sich der Äthiopier Yomif Kejelcha knapp in 12:58.39 durch. Der gute Mann (Junge) ist erst 17 (?) Jahre alt und lief die letzte Runde in 54,55. Die deutsche Nachwuchshoffnung Richard Ringer wurde auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. In der Weltklasse kann er momentan noch nicht mitmischen, dazu sind 13:48.18 durchaus beachtlich, aber bei weitem nicht ausreichend.

Die Ergebnisse über 5000 m der Männer:

1 Yomif Kejelcha ETH ETH 12:58.39
2 Paul Kipngetich Tanui KEN KEN 12:58.69
3 Hagos Gebrhiwet ETH ETH 12:58.69
4 Imane Merga ETH ETH 12:59.04
5 Thomas Pkemei Longosiwa KEN KEN 12:59.78
6 Muktar Edris ETH ETH 13:00.30
7 Ali Kaya TUR TUR 13:00.31
8 Dejen Gebremeskel ETH ETH 13:00.49
9 Illias Fifa MAR MAR 13:05.61
10 Isiah Kiplangat Koech KEN KEN 13:07.33
11 Aweke Ayalew BRN BRN 13:19.80
12 Yenew Alamirew ETH ETH 13:22.45
13 Jesús España ESP ESP 13:22.92
14 Antonio Abadía ESP ESP 13:28.35
15 Richard Ringer GER GER 13:48.15
16 Sindre Buraas NOR NOR 13:55.49
Yasin Haji ETH ETH DNF
Lawi Lalang KEN KEN DNF
Ismael Kipngetich Kombich KEN KEN DNF
Geoffrey Kibet Barusei KEN KEN DNF