Boston Marathon: Desisa und Rotich gewinnen

2015bostonmarathon-150x150Starker Wind im zweiten Teil bestimmte den Ablauf des Boston Marathons am Montag (20.4.2015). Bei den Frauen setzte sich die Kenianerin Caroline Rotich in einem spannenden Finale nach 2:24:55 durch, bei den Männer siegte der Champion von 2013 Lelisa Desisa (ETH) in 2:09:17 erneut.

dubai-2015-desisa-40kmGewann nach 2013 auch 2015 den Boston Marathon. Lelisa Desisa (ETH).  (c) H. Winter

Während die um 9:32 Uhr Ortszeit gestarteten Frauen von Anfang an ein moderates Tempo vorlegten – insb. die Amerikanerin Shalane Flanagan hielt sich schon hier gegenüber dem Vorjahr sichtlich zurück -, sah das bei Männern ganz anders aus. Tadese Tola legte gleich nach dem Start einen Spurt hin, auf den zunächst nur der spätere Sieger Desisa sowie Yemane Tsegay reagierten. Somit wurde die 1. Meile auf dem abschüssigen Part von Hopkinton in flotten 4;39 zurückgelegt. Dass man in der Tat das Rennen schnell anlief, zeigte sich dann bei 5 km in 14:42, man war auf Kurs von 2:04:03.

Schon hier gab es die erste Überraschung, denn einer der Favoriten Patrick Makau lag mit 15:25 dort schon weit zurück und stieg bald danach aus. Makau hatte wohl wieder Muskelprobleme, die ihn nun schon seit einigen Jahren plagen. Im Dezember 2014 ging es beim Fukuoka Marathon mit seinem Sieg halwegs gut, warum er sich aber in seinem Zustand solche fordernden Strecken wie Boston aussucht, bleibt sein Geheimnis (und das seines Managers Zane Branson). Aber Patrick blieb nicht als einziger prominienter Läufer auf der Strecke. Später im Rennen stiegen auch der Halbmarathon-Weltrekordler Zersenay Tadese (ERI) genau aus wie der Ex-Marathon-Doppel-Weltmeister Abel Kirui (KEN). Bei Tadese war das damit ein weiteres Scheitern auf der vollen Distanz und ein weiterer Hinweis für den Mann aus Eritrea, dass der Marathon nicht seine Disziplin ist.

Die schnelle Fahrt an der Spitze setzte sich noch bis 10 km in 29:41 fort (2:05:15), aber schon hier wurde der (Gegen-)Wind immer stärker. Nach 15 km in 44:57 gab es Attacken von Desisa und Tola, die aber erfolglos blieben. Bei 10 Meilen in 48:09 war die Endzeit schon auf 2:06:15 angestiegen. Den 5 km Abschnitt nach 20 km (1:00:28) lief man in moderaten 15:31, so dass man beim Halbmarathon in 1:04:01 nur noch auf Kurs zu 2:08 Stunden war.

Hier waren noch 9 Läufer in der Spitzengruppe und mussten miterleben, wie der kurzfristig etwas zurückgefallene Amerikaner Dathan Ritzenhein („Ritz“) durchstartete und sich an die Spitze setzte. Doch auf das Tempo hatte das keine positiven Effekt, man mittlerweile in den Newton Hills und der Wind blies kräftig. So passierten 10 Läufer 30 km nach 1:31:59 mit einer Projektion von 2:09:22. Da jetzt noch der Heartbreak Hill wartete, deutete sich schon ein Siegrezeit von über 2:10 Stunden an. Entsprechend war auch der Split von 1:47:59 bei 35 km. Hier formierte sich ein Fürhrungstrio aus Desisa, Tsegay und Wesley Korir, die sich schnell absetzen konnten. Der Vorjahres-Überraschungssieger Meb Keflezighi (USA) blieb zudem mit Problemen im Oberschenkel kurz stehen.

Noch vor der 40 km Marke (2:02:39) konnte sich Desisa lösen, wurde aber zunächst noch von Tsegay kurz eingeholt. Der letzte 5 km-Abschnitt war mit 14:40 wieder deutlich schneller und machte eine Zeit unter 2:10 wieder möglich. Desisa, der schon in Dubai im Januar auf Platz 2 lief, war in Boston der eindeutig stärkste Läufer und konnte seine Landsmann Tsegay über eine Meile vor dem Ziel abschütteln und eine Vorsprung von einer halben Minute herauslaufen.

Nach 2:09:17 überquerte der Äthiopier die Ziellinie vor Tesgay, der 2:09:48 brauchte. Im Feld dahinter gab es noch Verschiebungen im Ranking, Wilson Chebet wurde Dritter nach 2:10:22 vor seinem Landsmann Bernard Kipyego in 2:10:47. Platz 5 ging an Ex-Boston-Champion Wesley Korir, der 2:10:49 lief.

Die Frauen ging wesentlicher moderater zu Werke als die Männer, wie die ersten beiden Meilen in 5:38 und 5:28 zeigen. 5 km in 16:57, 10 km 34:23 und 15 km in 51:48 sind keine Splits zu Topzeiten. Auffällig war hier vor allem, dass sich einer der Favoritinnen Shalane Flanegan (USA) nach ihrer Tempojagd im Vorjahr sichtlich zurückhielt. Dafür war ihre Landsfrau Desiree Linden (geb. Dragila) sehr aktiv und machte bis zu einer Laufzeit von 2:03 Stunden das Tempo. Eine Idee über die Zeit der Siegerin bekam man beim Halbmarathon, den elf Läuferinnen nach 1:09:01 für 20 km in 1:12:36 passierten. Man war somit auf Kurs von 2:25 Stunden, und so sollte es am Ende auch ausgehen.

Nach 25 km in 1:25:23 gab es für die Amerikaner nach 1:40 Stunden große Aufregung, denn nachdem Flanagan kurz zuvor an einer Wasserstelle den Kontakt für einen Moment verlor, geriet sie nun schnell in Rückstand und hatte keine Chancen mehr, sich nochmals an die Spitze heranzulaufen, zumal ihre Landsfrau Linden aufs Tempo drückte. Am Ende wurde Flanagan, die beim Berlin Marathon 2014 noch 2:21 lief, in enttäuschenden 2:27:47 Neunte. Flangan stammt aus einem Ort an der Strecke und hatte sich aufwenig auf den Lauf vorbereitet.

Nach gut einer Stunde zog Mare Dibaba (ETH), die Jahreschnellste mit 2:19:53 in Xiamen zu Jahresbeginn, an und nur Caroline Rotich (KEN) und Buzunesh Deba (ETH) konnten mitgehen. Dabei wurde die entsprechende Meile in sehr schnellen 5:07 gelaufen. Als es dann auf die lange Zielgerade in der Bostoner Innenstadt ging, sah Dibaba schon wie die Siegerin aus, doch Rotich mobilisierte noch einmal die letzten Kräfte und gewann in 2:24:55. Dibaba wurde Zweite in 2:24:59 vor Deba in 2:25:09. Desiree Linden wurde in 2:25:39 undankbare Vierte.

Eine ganz besondere Leistung vollbrachte im Rahmen der Veranstaltung der Altstar Joan Benoit-Samuelson, die mit 57 Jahren tolle 2:54:03 lief. Das wäre zwar eine neuer W57-WR (aktuell: 2:54:29 Jung-Ok Kim (KOR)), aber der Kurs in Boston ist leider nicht Bestenlisten tauglich (s.u.).

Insgesamt waren 30.000 Aktive am Start, die in drei Wellen in Hopkinton auf die Reise ins ferne Boston geschickt wurden. Trotz des Marathon Majors Status ist die Strecke nicht regelkonform, so dass die Zeiten in Bestenlisten nicht geführt werden können. Eigentlich ist das ein unhaltbarer Zustand. Aber die Paarung von Tradition und Sturheit wird diese Zustände auch noch für einige Zeit tradieren.

 

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Hannover Marathon: Traumhaftes Wetter beim 25. Jubiläum, aber keine Rekorde

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Bei wunderschönem Wetter feierten insgesamt über 20000 Aktive auf diversen Strecken ein großes Fest des Laufsports und Jubiläum. Dass von der leistungssportlichen Seite die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, war dann fast nebensächlich. Dabei legten insbesondere die Männer sehr zügig los, um den Steckenrekord von Lusapho April von 2:08:32 aus dem Jahr 2013 zu attackieren und Hannover auch in der internationalen Szene nachhaltig zu etablieren. 10 km passierten noch 15 Männer in 30:07 und waren damit auf Kurs von 2:07 Stunden, bei 15 km hatte sich ein 5 km in 15:00 Minuten angeschlossen mit einer Durchgangszeit von 45:07. Dann allerdings kam der Express mit den 15 Männern etwas aus dem Takt, denn beim Halbmarathon in 1:04:08 hatte man mächtig Zeit verloren. Die einfache Verdopplung des HM-Splits ergab 2:08:16, das Polster auf den Kursrekord war so gut wie hin.

Die änderte sich auf den folgende km leider nicht, immer noch 14 Männer an der Spitze erreichten 25 km in 1:16:19 und noch 9 Mitstreiter an der Spitze passierten 30 km nach 1:31:42. Damit lag man nur noch auf Kurs zu einer 2:09-Zeit.

Das Finale bestimmten dann maßgeblich drei Männer Cheshari Kirui Jacob (KEN), Chala Bekele (ETH) sowie Martin Kosgey (KEN). Erst war es Jacob der für die Tempoarbeit sorgte, dann konnte sich der junge Ätiopier Bekele leicht absetzen. Jocab kämpfte sich jedoch einen km vor dem Ziel wieder an die Spitze und verteidigte die Führung bis auf den Zielstrich in 2:09:32, kur dahinter Bekele in 2:09:42 und Kosgey in 2:09:50. Mit drei Läufern unter 2:10 schaffte der sportliche Leiter, Christoph Kopp aus Berlin, in der Breite ein recht ansehnliches Ergebnis. Der Kursrekord war aber schon nach dem Halbmarathon nie in Gefahr.

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Chesire Jacob gewann in Hannover in 2:09:32.  (c) Veranstalter

Nicht erfolgreich war der Versuch von Falk Cierpinski noch einmal seine Bestmarke von 2:13:30 anzugreifen. Auch zwei Tempomacher konnten ihm nicht mehr helfen, als Muskelprobleme ihn zur Aufgabe zwangen. Schon im Vorfeld hatten gesundheitliche Probleme eine optimale Vorbereitung auf den Lauf in Hannover verhindert.

Bei den Frauen konnte die Algererin Ait Salem ihren Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen und lief im zweiten Teil ein einsames Rennen. Mit 2:27:21 verpasste sie den Streckenrekord um nur 14 Sekunden, der soll nun mit einem Triple im kommenden Jahr fallen. Fast zwei Minuten lag die Zweitplatzierte, Olha Kotovska (UKR), zurück.

Ein positives Resümee konnte Airport Geschäftsführer Dr. Raoul Hille nach der Premiere unter dem Patronat seines Hauses ziehen: „Das war alles wie aus einem Guss; wir sind stolz darauf, ein Teil dieser großen Marathonfamilie sein zu dürfen und werden die Zusammenarbeit auf jeden Fall in den nächsten Jahren fortsetzen.“ Das ist sehr erfreulich für den Veranstalter aber auch für die Läufergemeinschaft.

Ergebnisse Männer:

1. Cheshari Jacob       KEN        2:09:32
2. Chala Bekele             ETH        2:09:42
3. Martin Kosgey          KEN        2:09:50
4. Munyo Mutai            KEN        2:10:42
5. Augustine Ronoh      KEN        2:10:45
6. Benjamin Kolum       KEN        2:11:09

Ergebnisse Frauen:

1. Souad Ait Salem         ALG        2:27:21
2. Olha Kotovska               UKR        2:29:13
3. Mapaseka Makhanya   RSA        2:31:02
4. Vaida Zusinaite              LTU        2:37:59

Yangzhou Jianzhen International Half Marathon: Die schnellste Zeit auf chinesischem Boden

rak-2015-gemerewMosinet Geremew (ETH) gewann in Yangzhou in Klassezeit.  (c) Veranstalter

Der äthiopische Halbmarathon-Spezialist Mosinet Geremew war auch beim Yangzhou Jianzhen International Half Marathon eine Klasse für sich. Nachdem er Februar im Emirat Ras Al Khaimah die Weltklasse hinter sich lassen konnte, war der junge Mann auch am Sonntag (19.4.15) nicht zu schlagen.

In der sehr guten Zeit von 59:52 – das reiht sich in das Leistungsniveau von Prag oder Berlin in diesem Jahr ein – lief Geremew die schnellste jemals auf chinesischem Boden erzielte Zeit.  Dabei war der Sieg lange stark umkäpft und die Konkurrenten bis zur Ziellinie knapp hinter ihm. Gleich drei Läufer liefen hinter ihm in der gleichen Zeit von 59:55 ein. Geoffrey Kirui (KEN), Nguse Amlosom ERI) sowie Vincent Kipsegechi Yator (KEN). Damit blieben in Yangzhou gleich vier Läufer zum ersten Mal bei einem Lauf im Land der Mitte unter einer Stunde.

Nach verhaltenem Beginn passierte eine Gruppe von 12 Läufern die 10 km nach 28:37 mit Kurs auch 60:20. Dann zog das Tempo an und immer noch 9 Läufer passierten 15 km nach 42:42; mit einem 5 km Abschnitt in 14:05 war die Projektion für die Zeit im Ziel bereits genau eine Stunde.

Kurz danach (16 km) bildete sich eine fünfköpfige Gruppe, aus der noch der äthiopische Crossmeister Tamirat Tola zurückfiel und am Ende Fünfter in 60:08 wurde. Nach 20 km suchte (und fand) dann Geremew die Entscheidung und gewann mit einem knappen Vorsprung von 3 Sekunden. Seine 59:52 ist die zweitbeste Zeit seiner Karriere, in Delhi war er im Dezember 2014 als Dritter in 59:11 noch deutlich flotter gewesen.

Bei den Frauen gewann Flomena Cheyech (KEN) in guten 1:08:36 mit nur einer Sekunde Vorsprung vor Worknesh Degefa (ETH).

Ergebnisse Männer:

1. Mosinet Geremew, Ethiopia, 59:52

2. Geoffrey Kirui, Kenya, 59:55

3. Nguse Amlosom, Eritrea, 59:55

4. Vincent Kipsegechi Yator, Kenya, 59:55

5. Tamirat Tola, Ethiopia, 1:00:08

6. Hiskel Tewelde Ghebru, Eritrea, 1:00:29

7. Leul Gebresilase Aleme, Ethiopia, 1:00:34

8. Mule Wasihun Lakew, Ethopia, 1: 00: 42

Ergebnisse Frauen:

1. Flomena Cheyech, Kenya, 1:08:36

2. Worknesh Degefa, Ethiopia, 1:08:37

3. Netsanet Gudeta, Ethiopia, 1:08:53

4. Purity Cherotich Rionoripo, Kenya, 1:09:00

5. Abebech Afework Bekele, Ethiopia, 1:09:14

6. Gladys Chesir Kiptagelai, Kenya, 1:09:17

7. Guteni Shone, Ethiopia, 1:10:37

8. Beatrice Chepkemoi Mutai, Kenya, 1:10:39

Enschede Marathon: Evans Cheruiyot gewinnt in 2:09:40

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Evans Cheruiyot (KEN) gewann am Sonntag den Enschede Marathon in der Zeit von 2:09:40, wobei die Entscheidung erst in der Schlußphase fiel. Eigentlich wollte man in Enschede den Streckenrekord von 2:07:20 unterbieten,d en Olympiasieger Stephen Kiprotich seit 2011 dort hält, doch bereits beim Halbmarathon in 1:04:58 war schon klar, dass diese Marke nicht mehr zu erreichen war. In der zweiten Hälfte konnte das Trio Cheruiyot, Kaleb Kashebo (ETH) und Edwin Kimaiyo das Tempo nur unwesenlich steigern und nur noch die 2:10 Stunden-Marke knapp unterbieten.

ensched-marathon-2015-cheruiyotEvans Cheruiyot (KEN) gewinnt in Enschede.  (c) Veranstalter

Auf den letzten km konnte sich Cheruiyot, der mit seiner Zeit von 2:06:25 bei seinem Sieg 2008 in Chicago auch der Mann mit der schnellsten Vorleistung im Feld war, problemlos absetzen und die bereits 47. Ausgabe des Enschede Marathon gewinnen. Nur 4 bzw. 7 Sekunden hinter Ceruiyot folgten Keshebo und Kimaiyo.

Bei den Frauen ging der Sieg an die Niederländerin Mireille Baart in breitensportlichen 2:51:47.

Ergebnisse Enschede Marathon (Männer):

1. Evans Cheruiyot KEN 2:09:40
2. Kaleb Keshebo ETH 2:09:44
3. Edwin Kimaiyo KEN 2:09:47
4. Million Feyssa ETH 2:12:14
5. Jackson Kiprop UGA 2:13:06
6. Joash Mutai KEN 2:15:26

 

Zürich Marathon: Kiyeng gewinnt, Kawauchi wird Zweiter

zurich-logoDie hochgeschraubten Erwartungen erfüllen sich beim Zürich Marathon am 19. April nicht ganz. Dabei war schon früh klar, dass es bei recht guten Bedingungen keine Topzeiten geben würde. Über 30:58 bei 10 km wurde die erste Hälfte nach 1:05:25 vollendet, d.h. eine Zehnergruppe angführt vom Tempomacher Boaz Kipyego (KEN) war auf Kurs zu einer Zeit um 2:11 Stunden. Nach 35 km fiel dann die Entscheidung, als sich Edwin Kemboi Kiyeng (KEN) absetzte mit deutlichem Vorsprung in 2:11:35 gewann.

Vielstarter Yuki Kawauch (JPN) fiel nach Kiyeng Attacke zunächst auf Platz 7 zurück, kämpfte sich aber noch einmal nach vorne und konnte in 2:12:13 den Äthiopier Gebre Mekuant Ayenew mit 2:12:17 noch auf den dritten Platz verweisen. Im Ziel war Kawauchis Resumee gemischt, er freute sich über den Platz auf dem Podium und über keine Beschwerden mit seiner angeschlagenen Hacke, war aber mit seiner Zeit nicht zufrieden, zumal der schnellste Japaner am gleichen Morgen in Nagano 2:11:39 gelaufen war.

Enttäuschend war das Abschneiden der beiden russischen Läufer Sokolov and Safranov, die beide nach über 2:14 Stunden ins Ziel kamen.

Bei den Damen gab es durch Yoshihiko Sakamoto in allerdings bescheidenen 2:37:47 einen japanischen Sieg.

zurich-2015-siegerEdwin Kiyeng (KEN) gewann den Zurich Marathon in 2:11:35.  (c) Veranstaler

 

Ergebnisse Zürich Marathon Männer:

1. Edwin Kemboi Kiyeng (KEN) – 2:11:35
2. Yuki Kawauchi (JPN) – 2:12:13
3. Gebre Mekuant Ayenew (ETH) – 2:12:17
4. Richard Kiprono Bett (KEN) – 2:12:38
5. Boaz Kipyego (KEN) – 2:12:59
6. Emmanuel Sikuku (KEN) – 2:13:10
7. Edwin Kiprop Korir (KEN) – 2:13:34
8. Robert Ndiwa (KEN) – 2:13:41
9. Aleksey Sokolov (RUS) – 2:14:45
10. Andrew Safronov (RUS) – 2:15:48

„Redezeit“: Horst Milde kommt in die „Alte Feuerwache“ nach Eichwalde

 

laufkegel
Auch in diesem Jahr kann der Kulturverein Kind & Kegel Eichwalde e.V. im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur 5. „Nacht im Grünauer Forst“ am 30.5.2015 wieder einen sehr attraktiven Referenten präsentieren. Horst Milde, der „Vater“ des Berlin-Marathons kommt am Freitag, den 24. April 2015 um 19 Uhr in die „Alte Feuerwache“ nach Eichwalde (Bahnhofstraße 79). Wer könnte wohl besser über die Geschichte und die Geschichten zum Berlin-Marathon berichten als der Begründer dieser Veranstaltung von Weltniveau. Nach Anfängen, die von den Teilnehmerzahlen her im Bereich unseres Laufs lagen, ist der Event in der Berliner Innenstadt mit Start und Ziel in der Nähe des Brandenburgers mittlerweile zum Großunternehmen mit jährlich über 60000 Teilnehmern mutiert. Alle Weltrekorde im Marathon der Männer wurden in Berlin aufgestellt. An diesen Entwicklungen war Horst Milde (und seine Familie) maßgeblich beteiligt.

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Der Eintritt ist kostenfrei, es wir aber gebeten falls möglich, nicht mehr genutzte  Sportausrüstung als Spende zur Unterstützung von sportlichen Aktionen mit Flüchtlingen mitzubringen. Wegen der begrenzten Raumkapazitäten in der „Alten Feuerwache“ empfehlen wir eine Platzreservierung unter der E-Mail-Adresse:  vortrag-milde@hwrun.de .


HAJ Hannover Marathon feiert 25. Jubiläum

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Zum 25. Jubiliäum am Sonntag, 19. April hat man sich an der Stadt an Leine und Maschsee besonders ins Zeug gelegt. Somit kann man bei günstigen Bedingungen erwarten, dass der Streckenrekord aus dem Jahr 2013 durch Lusapho April (RSA) von 2:08:32 unterboten werden könnte. Die Veranstaltung wird live im NDR Fernsehen übertragen, wo man sich neben Hamburg immerhin Anstrengungen unternimmt, zumindest die beiden Großevents in Sachen Marathon im norddeutschen Raum entsprechend in Szene zu setzten. Das ist leider in anderen Bundesländern nicht der Fall, wo die Rundfunkanstalten ihrer (bestens honorierten9 Aufgabe, die Gesellschaft adäquat abzubilden schon lange nicht mehr nachkommen.Topstar in Hannover ist der Kenianer Benjamin Kiptoo, der mit seiner Bestzeit von 2:06:31 im Jahr 2011 den Paris Marathon gewann. Kiptoo ist in seiner Karriere noch zweimal unter 2:08 Stunden geblieben, bereits 2009 lief er als Sieger in Rom 2:07:17 und 2010 gewann er in Chuncheon in 2:07:54. In den letzten Jahren konnte der mittlerweile 36 jährige Kenianer nicht mehr ganz an dieses hohe Niveau anknüpfen. 2012 lief er 2:10:35 in Seoul, 2013 2:09:50 in Turin und im letzten Jahr sogar nur 2:12:08 in Sydney.

benjamin-kiptoo-paris-2013Der Topläufer in Hannover: Benjamin Kiptoo (KEN).  (c) Veranstalter

 Somit dürfte der Sieg von Kiptoo kein Selbstläufer werden, denn seine Konkurrenz in diesem Jahr ist erheblich. Josphat Ndambiri, der Sieger des Fukuoka Marathons 2011 in 2:07:36 ist da ebenso zu nennen wie Ronald Korir, der im letzten Jahr bis 35 km Tempomacher beim Frankfurt Marathon war, dabei aber in 2:07:29 als Sechster durchlief. Vierter vor zwei Jahren gleichfalls in Frankfurt war Jacob Cheshari in 2:07:46.

Von deutscher Seite wird Falk Cierpinski dabei sein, der am Ende seiner Karriere seine Bestzeit von 2:13:30 angreifen möchte. Mehr dürfte aber vom Spergauer nicht mehr zu erwarten sein.

Das zweite deutsche Eisen im Hannoveraner Feuer war Lisa Hahner, die im letzten Jahr in Hannover verletzt ausstiegen musste und das in diesem jahr besser machen wollte. Dazu wird es aber nun leider nicht kommen, Lisa ist derzeit längerfristig verletzt.
Somit sind die Chancen der Vorjahressiegerin Souad Ait Salem (ALG) auf eine Titelverteidigung gestiegen, der 2014 2:33:09 zum Sieg ausreichten. Beim Jubiläum wird sie schon näher an ihre Bestzeit von 2:25:08 laufen müssen, denn mit Olha Kotovska (UKR) und Shuko Genemo (ETH) sind Läuferinnen mit Bestzeiten von 2:28:47 sowie 2:31:09 am Start.

Zürich Marathon am 19. April: Yuki Kawauchi am Start

Yuki Kawauchi läuft am kommenden Sonntag beim Zürich Marathon zum ersten Mal auf schweizerischem Boden. Leider plagten das japanische Lauf-Unikum erhebliche Probleme an der Ferse, so dass der Vielstarter sein Programm und das Tempo reduzieren musste. Die Verletzung geht bereits auf den Silvesterlauf in Barcelona zurück und wurde durch seine Ungeduld bisher nicht ausreichend ausgeheilt. Dass Yuki aber schon wieder recht gut in Tritt ist, zeigte er am 15. März beim Seoul Marathon, wo er in 2:13:33 Platz 16 belegte. Seine aktuelle Jahresbilanz sieht derzeit sieben Halbmarathon, Zürich wird (erst) sein fünfter Marathon 2015 sein. Seine Halbmarathon-Tests waren mit 1:04 bis 1:07 unter den Randbedingungen recht vielversprechend und lassen ggfs. sogar eine Zeit unter 2:10 erwarten.

ogori-2014-yuki-after-10kmYuki Kawauchi (JPN) ist dieses Jahr der Topstar beim Zürich Marathon.  (c) H. Winter

Die wesentlichen Konkurrenten dürfte der Russe Oleg Kulkov sein, der in Zürch bereits gewann und Platz 2 sowie 4 belegte. Jetzt fehlt ihm noch Platz 3.  Kulkov lief auch seine Bestzueit von 2:10:13 in Zürch, das war im Jahr 2009.

Ebenfalls mehrmals in Zürch war schon der Kenianer Edwin Kiprop Korir dabei, der in den letzten beiden Jahren dort jeweils Zweiter wurde und dieses Jahr unbedingt gewinnen will. Korirs Bestzeit liegt mit 2:10:26 in den Regionen von Kulkov und wurde im Jahr 2013 auch in Zürich erzielt.

Paris Marathon 2015: Auf hohem Niveau – 9 Läufer unter 2:10

paris-marathon-2015-logoBei der 39. Ausgabe des Paris Marathons am 12. April 2015 gab es 41342 Teilnehmern eine neue Bestmarke und auch im sportlichen Bereich gab es wieder ausgezeichnete Resultate. Um 8:45 Uhr machte sich die Elite auf den Weg durch die Straßen der französischen Hauptstadt und lief das Rennen nicht zu schnell an. Nach 15:02, 30:09, 45:10 für 5 km, 10 km und 15 km wurde die Hälfte nach 1:03:21 erreicht, also fast gebau ein 3 Minuten/km Schnitt. Fast 20 Läufer bildeten hier noch die Spitzengruppe.

Bei 11°C und wenig Wind herrschten gute Bedingungen, die in der zweiten schnelleren Hälfte für gute Zeiten genutzt wurden. Bereits nach 25 km 1:14:45 zog das Tempo an und forderte mit dem Mitfavoriten Vicent Kipruto ein erstes Opfer. Kurz danach initierte der Kenianer Mike Kigen eine Attacke, die die Spitze völlig aus einander riss und Kigen einen deutlichen Vorsprung einbrachte. Bei 35 km in 1:44:18 lag Kigen auf Kurs zu einer Zeit von 2:05:45 und sogar eine Zeit im Bereich des Strecklenrekords aus dem Vorjahr von 2:05:04 schien möglich.

Nach 37 km gab es einen Wechsel an der Spitze, der Kenianer Mark Korir überholte Kigen und verteidigte seine Führung bis in Ziel. Mit 2:05:49 lief eine sehr gute Zeit, die allerdings den Streckenrekord und auch die Jahresweltbestleistung vom Dubai Marthon mit 2:05:28 verfehlte. Aber in der noch jungen Saison 2015 ist das immerhin die zweitbeste Zeit. Mit 1:03:22 und 1:02:27 schaffte Korir einen beeindruckenden negativen Split und verbesserte seinen Hausrekord von 2:07:08 (Seoul 2013) sehr deutlich. Dahinter konnten Luke Kanda (2:07:20 PB) and Seboka Tola (2:07:33) den schwächelnden Mike Kigen noch abfangen, der auf Platz 4 in 2:07:42 einlief. Fünfter wurde Gilbert Kirwa in gleichfalls 2:07:42. In der Breite war der Lauf gleichfalls überzeugend, 9 Läufer blieben unter einer Zeit von 2:10 Stunden.

Bei den Frauen gab es einen äthiopischen Sieg durch Meseret Mengistu in 2:23:26 vor Amane Gobena (ETH), die erst 500 m vor dem Ziel nach langer Führung noch abgefangen wurde und als Zweite 2:23:30 erzielte. Das Rennen der Frauen wurde völlig von äthiopischen Läuferinnen dominiert, 7 der ersten 8 Plätze gingen an sie.

paris-marathon-2015-korirMark Korir (KEN) gewann den Paris Marathon in 2:05:49.  (c) Veranstalter

Ergebnisse der Männer:

1. Mark Korir KEN 2:05:48
2. Luka Kanda KEN 2:07:18
3. Seboka Tola ETH 2:07:31
4. Mike Kigen KEN 2:07:42
5. Gilbert Kirwa KEN 2:07:42
6. Laban Korir KEN 2:07:54
7. Deresse Chimsa ETH 2:07:56
8. Joel Kimurer KEN 2:09:45
9. Pius Kirop KEN 2:09:58
10. Sintayehu Legese ETH 2:11:06

 

Zwischenzeiten der Spitze:
5 Kilometer 15:02
10 Kilometer 30:09 (15:07)
15 Kilometer 45:10 (15:01)
20 Kilometer 1:00:05 (14:55)*
Halbmarathon 1:03:21
25 Kilometer 1:14:45 (14:40)
30 Kilometer 1:29:30 (14:45)*
35 Kilometer 1:44:18 (14:48)
40 Kilometer 1:59:10 (14:52)*
 Marathon 2:05:48 (6:38)

Kommt es jetzt zu einem läuferischen Super-GAU

Wie heute (Montag, 13. April 2015) über die diverse Quellen gemeldet wurde, sind die beiden Laufmanagement-Agenturen Rosa Associates (Italien) und Volare Sports (Niederlande) umgehend davon entbunden, kenianische Athleten weiter zu betreuen. Als Begründung werden diffuse Gerüchte in Sachen Dopingvergehen vorgebracht, in die durch diese Agenturen betreute Athleten involviert sein sollen. Details waren aktuell noch nicht zu erfahren.

gerard-mutai-nyc2013Gerard van de Veen mit einem seiner Topstars Geoffrey Mutai.  (c) Volare Sports

Was dies für den London Marathon in zwei Wochen oder die Weltrekorde auf der Berliner Strecke bedeuten kann, bleibt abzuwarten. Volare Sports mit dem Mananger Gerard van de Veen hat u.a. die drei Superstars des Marathons unter Vertrag: Dennis Kimetto (2:02:57. WR), Geoffrey Mutai (2:03:02) und Wilson Kipsang (2:03:23).

Hoffentlich ist an diesen Gerüchten wenig oder nichts dran. Ansonsten droht dem Laufsport in der öffentlich Akzeptanz in der Tat der Super-GAU.

Ein Video der Pressekonferenz von Athletics Keny gibt es hier.

NN Rotterdam Marathon 2015: Vom Winde am Ende verweht

Wie in den Vorjahren zeichnete sich die 35. Jubiläumsausgabe des NN Rotterdam Marathons durch ein mutiges Angehen der Männerspitze aus. Mit vier Läufern mit Bestzeiten unter 2:05 hatte man sich auf dem schnellen Kurs wieder Hoffnungen auf eine schnelle Zeit gemacht. Bei den Frauen musste man deshalb sichtbar sparen und konnte kein ähnlich hochklassiges Feld an den Start bringen.

Bereits nach 5 km nach sehr flotten 14:33 mit 13 Läufern an der Spitze war klar, dass man wieder eine schnelle Zeit laufen wollte und dabei ein (zu) hohes Risiko einging. Dieses Rekordtempo hielt bis 10 km in 29:03 fast konstant und befand sich dort auf Kurs zu einr Zeit von 2:02:20. Bei einem Feld dieser Klasse eigentlich Wahnsinn. Dies merkte auch der sportliche Leiter Erik Brummond, der die Tempomacher etwas bremste, so dass 15 km nach 43:49 passiert wurden mit Kurs auf 2:03:15.

Nach 20 km in 58:47 passierten noch 13 Läufer an der Spitze die Halbdistanz nach 1:02:04 was sich tivialerweise auf eine Zeit von 2:04:08 verdoppelt. Das war immer noch eine Topzeit. Kurz danach zeigten aber zwei der Favoriten Schwächen und stiegen bald danach aus. Das war zunächst der hoch eingeschätzte Jonathan Maiyo (KEN) und kurz danach sein Landsmann und Oldie James Kwambai, der 1:24 Stunden seinen Dienst quittierte.

Nachdem man zur 25 km Marke in 1:13:46 noch einen 3 Minuten/km Schnitt hielt lies das Tempo weiter nach, nach 30 km in 1:28:53 lagen nur noch vier Läufer an der Spitze: Aberu Kuma (ETH), Mark Kiptoo (KEN), Bernard Koech (KEN) und der Debütant Abayneh Ayele (ETH). Nach 35 km in 1:43:57 fiel Ayele nach Schwächephasen endgülti zurück und ein Trio kämpfte nun um den Sieg.

Dabei bekamen die Drei mit einem strammen Gegenwind einen ungebetenen Begleiter, der neben schwindenen Kräften durch die fulminante Startphase zu einem weiteren Nachlassens des Tempos führte. Die Splits rutschten jetzt deutlich über 3 Minuten/km, viel zu langsam für eine schnelle Endzeit im Bereich des Streckenrekords (2:04:23), der bei 30 km noch möglich schien. Die km-Abschnitte ab 37 km wurden in 3;21, 3:09 und 3:05 zurückgelegt, bei 40 km nach 1:59:52 waren alle Läufer an der Spitze sichtlich gezeichent.

rotterdam-marathon-2015-kumaAberu Kuma (ETH) gewann den Rotterdam Marathon in 2:06:46.  (c) Veranstalter

Abera Kuma, der im letzten Jahr in Berlin beim Weltrekordlauf von Kimetto in 2:05:56 Dritter werden konnte, hatte letztlich das beste Stehvermögen und setzte sich nach 39 km ab und erreichte als erster das Ziel auf den Coolsingel nach 2:06:47. Das ist immer noch eine gute Zeit, aber zum Jubiläum hatten die Veranstalter mit eine viel besseren Zeit gerechnet. Aber die zweite Hälfte in 1:04:43 gegenüber 1:02:04 für den ersten Part sagt eigentlich alles.

Zweiter wurde Mark Kiptoo in 2:07:21 vor Bernard Koech in 2:08:01, die beiden auf dem Schlussteil gewaltig Zeit verloren und für die schnelle Ouvertüre büßen mussten.

rotterdam-marathon-2015-katoBei den Frauen siegte unangefochten die Japanerin Asami Kato mit neuer Bestzeit von 2:26:30. Bereits bei 30 km hatte sie nach 1:42:36 mit 50 Sekunden Vorsprung in Führung gelegen. Deutlich zurück wurde Gladys Tejeda (PER) in 2:28: 12 Zweite.  (c) Veranstalter

Zwischenzeiten der Spitze:
5 Kilometer 14:33 (14:33)
10 Kilometer 29:04 (14:31)
15 Kilometer 43:49 (14:45)
20 Kilometer 58:47 (14:58)
Halbmarathon 1:02:04
25 Kilometer 1:13:47 (15:00)
30 Kilometer 1:28:53 (15:06)
35 Kilometer 1:43:57 (15:04)
40 Kilometer 1:59:52 (15:55)
 Marathon 2:06:47 (6:55)

 Ergebnisse Männer:

1. Abera Kuma ETH 2:06:47
2. Mark Kiptoo KEN 2:07:21
3. Bernard Koech KEN 2:08:02
4. Abayneh Ayele ETH 2:09:21
5. Feyisa Lilesa ETH 2:09:55
6. Raul Pacheco ETH 2:11:01
7. Reid Coolsaet CAN 2:11:24
8. Asmare Abate ETH 2:12:03
9. Abdi Nageeye NED 2:12:33
10. Mergersa Bacha ETH 2:12:58
11. Tebalu Zawude ETH 2:13:06
12. Michel Butter NED 2:14:02

 

Wien Marathon 2015: Kaum goldener Glanz

logo_vcm_ohne_87pxbreitZu recht sehr stolz ist man beim Vienna City Marathon (VCM) über die Auszeichnung eines „Golden Race Labels“ durch die IAAF, das man sich in den Vorjahren durch außergewöhnliche sportliche Leistungen, Teilnehmerzahlen, gute Organisation und Öffentlichkeitsarbeit sicher verdient hatte. Dass es nicht einfach ist, diesen Status immer wieder zu bestätigen, und die IAAF zum Teil fast inflationär mit ihren Labels um sich wirft, sind dabei die zu akzeptierenden Begleiterscheinungen.

Nachdem im Vorfeld das Elitefeld der Männern durch Absagen geschwächt war, legte man trotzdem bei windigen und etwas zu warmen Bedingungen  mutig los und lag bei 5 km 14:52 bestens in der Zeit. Danach wurde da Tempo aber deutlich moderater, 8 Läufer passierten 10 km nach 30:16. Nur noch 1 Tempomacher (die beiden anderen „Hasen“ hatten schon nach 10 km den Dienst quittiert) und 2 Läufer bildeten bei 15 km die Spitze in 45:13. Überraschend war hier der Streckenrekordler und Vorjahressieger Feleke (2:05:41) schon nicht mehr dabei, mit Muskelproblemen stieg kurz nach 15 km aus dem Rennen.

An der Spitze bei Männern sowie Frauen agierten jetzt nur noch Duos. Bei den Männern wurde das Tempo deutlich erhöht, so dass der Halbmarathon von Sisay Lemma (ETH) und Suleiman Simotwo (KEN) in 1:03:07 passiert wurde. Lemma war erst in Dubai im Januar 2:07:02 gelaufen, Simotwo war Debütant. Bei den Frauen lautete etwas überraschend die Paarung Maja Neuenschwander (SUI) und Fate Tola (ETH), die den Halbmarathon 10 1/2 Minuten später passierten.

Bei 25 km lagt man noch 30 Sekunden hinter der Durchgangszeit zum Kursrekord und Lemma beschleunigte derart rasant, dass er schnell allein war. Der Abschnitt von 25 km nach 30 km war mit herausragenden 14:25 das schnellste Segment des gesamten Laufs. Lemma lag da einsam in Führung und mit einem Split von 1:29:10 auf Kurs von 2:05:25, also deutlich unter Streckenrekord. Während hinter dem Spitzenmann die Verfolger dramatisch einbrachen – sein Mitstreiter hatte so überzogen, dass nur noch 5 km Abschnitte von 16:50 und 18:32 möglich waren – hielt Lemma den Abfall mit 15:39 und 15:31 in Genzen, verlor aber schnell eine Zeit unter 2:06 Stunden aus den Augen. Vor allem die Zeit von 7:07 von der 40 km Marke ins Ziel zeigte das er „platt“ war.

wien-mar-2015-lemmaSisay Lemma gewann in Wien mit 2:07:31.  (c) Veranstalter

Mit einer Zeit von 2:07:31 rettete er noch so halbwegs die Erfolgsbilanz, die ansonsten verheerend war. Hinter Lemma arbeiteten sich noch Duncan Koech (KEN) und Senja Sirai (ETH) nach vorne, ihre Zeiten waren aber für eine Veranstaltung mit diesem Leistungsanspruch indiskutabel: 2:12:14 und 2:12:48. Platz 4 ging an Hosea Kipkemboi (KEN) in 2:13:37 und Platz 5 an den wackren Debütanten Simotwo, der völlig ausgebrannt 2:14:42 lief. Letzterer lief die zweite Hälfte über 8 Minuten langsamer als den ersten Part.

Auch bei den Frauen, wo alle Aktiven über 2:30 einliefen – war die Bilanz bescheiden. Von einem „Golden Race Label“ muss man ganz andere Dimensionen einfordern. Dafür war das Rennen allerdings am Ende sehr spannend. Vor 30 km brach Tola an der Spitze plötzlich ein und Neuenschwander zog davon. Am Ende kamen ihr die anderen Afrikanerinnen im Feld noch sehr nahe, die Schweizerin konnte sich aber in 2:30:09 ins Ziel retten. Knapp dahinter folgten Agnes Mutune (2:30:19) und Esther Chemtai (2:30:32). Platz 4 ging an Caroline Chepkwony in 2:30:36) und dann folgte nach kluger Renneinteilung Vorjahressiegerin Anna Hahner nach 2:30:50. Mehr war für sie an diesem Tag nicht drin.

Im Nachgang lobte der Leiter des VCM, Wolfgang Konrad, die Veranstaltung in höchsten Tönen. In vielen Dingen kann man ihm sicher beipflichten, beim Leistungsniveau ist das schon anders. Auch angesichts der nicht günstigen Bedingungen sind die Resultate der Elite – Männer wie Frauen – ganz schön dünn und nicht „golden“.

 

Männer (Top-10)

1. Sisay Lemma (ETH) 2:07:31 Stunden
2. Duncan Koech (KEN) 2:12:14
3. Siraj Gena (ETH) 2:12:48
4. Hosea Kipkemboi (KEN) 2:13:47
5. Zuleimen Simotwo (KEN) 2:14:42
6. Lkhainouch El Hassane (FRA) 2:14:43
7. Beraki Beyene (ERI) 2:16:43
8. Roman Prodius (MDA) 2:20:07
9. Temesgen Gurmessa (ETH) 2:21:55
10. Mikhail Krassilov (KAZ) 2:22:58
12. Simon Lechleitner (AUT / LG Decker Itter) 2:25:53
21. Philipp Aigner (SU Trattenbach) 2:33:56

Frauen (Top-10)

1. Maja Neuenschwander (SUI) 2:30:09
2. Agnes Mutune (KEN) 2:30:19
3. Esther Chemtai (KEN) 2:30:32
4. Caroline Chepkwony (KEN) 2:30:36
5. Anna Hahner (GER) 2:30:50
6. Rene Kalmer (RSA)2:33:21
7. Fate Tola (ETH) 2:34:43
8. Katarina Beresova (SVK) 2:36:20
9. Christine Kalmer (RSA) 2:39:16
10. Noriko Higuchi (JPN) 2:42:05
17. Natalia Steiger (Leichtathletik Mittelburgenland) 3:08:37
18. Antonia Luchini (Wien) 3:08:45
20. Barbara Scheibelauer (Wien) 3:08:56

Paris, Wien, Rotterdam, etc.: Nicht alle Erwartungen erfüllt. Aber Berlin ist Masters-WR bei den Männern los.

Vor wenigen Minuten ist mit dem Rotterdam Marathon der letzte von vier Marathonäufen durch europäische Metropolen zu Ende gegangen. Lange hatte es in Rotterdam nach einem neuen Kursrekord ausgesehen, denn etwa 15 Läufer passierten die Halbdistanz nach 1:02:05. Danach brach das Tempo bald ein und die im Vorfeld hoch eingeschätzen Topläufer stiegen aus: erst Maiyo dann Kwambei. Eine Dreigruppe kämpfte jenseits der 35 km um den Sieg, den am Ende der Äthiopier Abera Kuma in 2:06:46 vor Mark Kiptoo in 2:07:20 errang. Dritter wurde Bernard Koech in 2:098:02. Die zweite Hälfte wurde somit in 1:04:41 gelaufen, was an der wenig kooperativen Zusammenarbeit der Läufer an der Spitze und vor allem an einem starken Wind mit Böen bis zu 4 m/s gelegen haben mag.

Schon um 8:45 wurde der Paris Marathon gestartet, wo man recht konservativ anging und den Halbmarathon nach 1:03:21 passierte. Als der Kenianer Mike Kigen eine Attacke lief, fiel einer der Favoriten Vincent Kipruto zurück. Bis zur 37 km Marke lag Kigen allein vorne, wurde dann er aber von Mark Korir überholt, der mit einem Starken Finale in guten 2:05:49 gewann.

In Wien stieg der Favorit gleichfalls aus, Getu Feleke  fiel schon vor 15 km zurück und beendete bald danach das Rennen. Die Spitzengruppe fiel völlig auseinander. Nach 25 km lagen noch zwei Läufer vorn, die nur 30 Sekunden hinter dem Streckenrekord zurücklagen. Doch auch als der Äthiopier Sisay Lemma sich absetzen konnte und eine 12 km langen Sololauf startete, konnte der das Tempo nicht halten und erreichte erst nach 2:07:31 das Ziel an der Wiener Hofburg. Die Verfolger lagen weit zurück. Duncan Koech wurde Zweiter nach schwachen 2:12:14.

Damit bleibt bei den Männern die Siegerzeit in Dubai Ende Januar von 2:05:28 weiterhin die schnellste Zeit des Jahres 2015. Man wird wohl bis zum London Marathon warten müssen, bevor diese Marke fallen könnte. Bei den Frauen hat Mare Dibaba gleich zu Anfang des Jahres mit 2:19:52 eine Zeit erzielt, die auch in London erst unterboten werden muss. In Wien bestand da keine Gefahr.

Dafür gab es wie im Vorjahr eine Überraschung. Diesmal war es die Schweizerin Maja Neuenschwander, die in einer spannden Schlußphase von den Afrikanerinnen nicht mehr passiert werden konnte. Sie siegte in allerdings nicht überragenden 2:30:09 vor Agnes Mutune in 2:30:19. Anna Hahner folgte dicht hinter den Erstplatzierten auf Platz 5 in 2:30:50.

milano-mar-2015-mugaraMasters-Weltrekord in Mailand durch Kenneth Mungara.  (c) Veranstalter

Eine kleine Sensation meldet der Mailand Marathon. Dort siegte der bereits 41jährige Kenneth Mungara (KEN) in 2:08:44. Falls diese Zeit bestätigt wird, ist dies ein neuer Masters-Weltrekord bei den Männern, den bisher der Mexikaner Andres Espinoza mit 2:08:46 (Berlin 2003) hielt. Damit sind in diesem Jahr beide Masters-Weltrekorde gefallen, Anfang März lief die Russin Konovalova gleichfalls eine neue Bestmarke im Marathon der Frauen.

Weitere Marathonläufe gab es am Sonntag  in Santiago de Chile, den der Kenianer Luka Rotich in 2:11:51 gewann, und im englischen Seebad Brighton mit dem Sieg von Duncan Maiyo (KEN) in 2:10:15. Und im koreanischen Gunsan war der Kenianer Felix Keny noch schneller und gewann den dortigen Marathon in 2:09:05 vor Mania Gilbert in 2:10:32.

Wien Marathon mit den Vorjahressiegern und insgesamt sovielen Teilnehmern wie die Streckenlänge in Metern

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Soviele Teilnehmer, wie ein Marathon Meter hat, werden an diesem Wochenende in der österreichischen Haupstadt in diversen Wettbewerben am Start sein. Dabei werden aber nur knapp über 9000 Aktive die volle Marathondistanz in Angriff nehmen. Wie dem auch sein, Wien gehört mittlerweile zur Eliteliga und hat den Status eines IAAF Gold Label Road Race.Topstar bei den Männern ist der Äthiopier Getu Feleke, der nicht nur seinen Streckenrekord aus dem letzten Jahr von 2:05:41 sondern auch seine Bestzeit als Zweiter von Rotterdam im Jahr 2012 mit 2:04:50 attackieren will. Im Wettstreit zu dem erst um 10 Uhr gestarteten Rennen in Rotterdam kann es durchaus um eine Jahres-Weltbestzeit gehen, die bereits Ende Januar in Dubai mit 2:05:28 aufgestellt wurde.

Bei den Frauen ist die deutsche Läuferin Anna Hahner wieder dabei, die im letzten sehr überraschend und mit einer großartigen Renneinteilung die ganz ostafrikanische Konkurrenz hinter sich ließ. Ob ihre dieses Kunststück noch einaml gelingen wird, muss man sehen. Die weiteren Läuferinnen werden sich diesmal mit mehr Respekt an Anna orientieren und keinen Einbruch wie im letzten Jahr rsikieren wollen. Der Sieg 2015 dürfte somit ungleich schwerer werden, da auch das Überraschungsmoment kaum noch als taktische Variante eingesetzt werden kann. Übrigens bekommen Beide ihre Trainigsplänge vom italienischen Laufguru Renato Canova.

02_Hahner_FelekeDie Vorjahressieger Anna Hahner und Getu Feleke haben auch 2015 beste Aussichten auf vordere Platzierungen.  (c) VCM

Bei der Tempojagd durften sicherlich einige Herren in der Lage sein, eine schnelle Fahrt mizugehen. Dazu gehören die Äthiopier Sisay Lemma and Siraj Gena mit Bestzeiten von 2:07:06 in Dubai (2015) und von 2:08:31. Das äthiopische Spitzentrio bekommt die vielleicht größte Konkurrenz vom Kenianer Duncan Koech mit einem Hausrekord von 2:07:53 als Vierter in Wien im letzten Jahr.

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Die Tempogestaltung bei den Männern: Ein sehr konservatives Anlaufen mit der Hoffnung auf einen massiven neagtiven Split.  (c) Alberto Stretti

Bei den Frauen wird es wieder zum Duell Anna Hahner gegen Caroline Chepkwony kommen. Dabei profitierte Anna vom völligen Leistungseinbruch der Kenianerin im Schlußpart. Im Ziel war Chepkwony derart erschöpft, dass sie mit Infusionen medizinisch betreut werden musste. Das Nachspiel mit einem Dopingbefund konnte erfreulicherweise auf die Infusion zurückgeführt werden. Caroline war und geht sehr wahrscheinlich auch „clean“ ins Rennen.

Ob allerdings die Siegerzeit von 2:28:59 aus dem letzten Jahr für den Sieg ausreichen wird, dürfte sehr zu bezweifeln sein. Mit Fate Tola (ETH) und Ester Chemtai (KEN) sind diesmal Frauen dabei, die schon 2:25:41 und 2:28:41 gelaufen sind. Die 25jährige Anna Hahner wird sicherlich im Bereich ihrer Bestzeit von 2:26:44  oder sogar schnellerlaufen müssen, um vorne mit dabei zu sein.

Großartiger „Bier-Meilen-Weltrekord“ mit unter 5 Minuten

Während aktuell vor allem die Marathonszene zu Tempojagden durch die Innenstädte bläst, gibt es im Laufsektor auch noch Dinge, die mit weniger (Bier-)Ernst betrieben werden. Und wenn dann noch ein Weltrekord dabei herausspringt, ist das umso besser.

James „The Beast“ Hansen (AUS), ein Kampftrinker der Extraklasse, schaffte am 2. April 2015 die Meile in der Fabelzeit von 4:56.25  und verbesserte damit den Weltrekord in dieser Disziplin von 4:57,0 eines Amerikaners. Er blieb damit als zweiter Mensch unter der 5 Minuten-Schallmauer. Da werden Erinnerungen an den großen Roger Bannister wach, der – allerdings ohne die obligatorische Aufnahme von Flüssigkeit – erstmals unter 4 Minuten blieb.

Wie großartig die Leistung des „Bannisters des Trinksports“ ist, veranschaulicht schon die Tatsache, dass der Mann mit der gewaltigen Kehle vor jeder 400 m Runde auf der Bahn geschlagene 12 Unzen (355 ml) aus Dose oder Flasche herunterspülen muss, bevor die Fahrt weiter gehen kann. Bei 1 Meile = 1609,344 m sind das immerhin 4 volle Einheiten; d.h. der gute Mann  nimmt also in dieser Zeit 4 x 355 ml = 1,42 Liter auf. Das wäre schon an einem Abend in einem Biergarten oder sonstwo eine sehr respektable Leistung.

James kippt diese Menge in weniger als 5 Minuten in sich hinein und hat dabei auch noch eine volle Meile hinter sich gebracht. Unglaublich.

Genauso erwähnenswert bleibt die absolute Laufleistung. Allein 1 Meile in 4:56.25 zu laufen, ist nicht ohne. Dies entspricht 3:04 Minuten über 1000 m, was für Freizeitsportler schon eine Herausforderung darstellt. Wenn man dann noch die Trinkpausen einbezieht, müssen Kandidaten für derartige Leistungen schon in der Lage sein, die 1000 m problemlos um 2:30 oder schneller zu laufen. Dies schränkt den Kreis der Aspiranten stark ein, ausgewiesene Trinker ohne hochkarätigen läuferischen Hintergrund hätten nicht in Ansätzen eine Chance auf gute Leistungen. Somit ist es dann auch kaum verwunderlich, dass der neue Weltrekordler eine Zeit von 3:40 über 1500 m im Visier hat und bemüht ist, sich für Australien bei Olympia in Rio zu qualifizieren (über 1500 m, auf die Anerkennung der Bier-Meile als olympische Disziplin dürfte er noch einige Zeit warten müssen).

Auch Frauen sind in dieser Disziplin aktiv, dort liegt die Weltbestmarke durch Beth Herndon (USA) derzeit bei 6:17,8. Im Rahmen der Gleichstellung trinken mittlerweile auch die Frauen viermal, in einer frühen Phase der „Bier-Meile“ hatte man ihnen die erste Dose oder Flasche noch erlassen. Das ist lange Geschichte, auch die Frauen schlucken 1,42 Liter und laufen dabei noch einen 4 Minuten Schnitt über den Kilometer. Auch dies ist beeindruckend.

Zu den Regeln sei noch angemerkt, dass die Flüssigkeit jeweils in einer 10 m langen „Trinkzone“ aufzunehmen ist, der Sportler kann also die Dose oder Flasche nicht mit auf die Laufrunde nehmen. Im Klartext: Saufen und Laufen sind bei dieser Disziplin wohl separiert. Zum Trinken muss der Läufer völlig abstoppen.

In Bezug auf den Marathonlauf der Spitzenklasse würde bei einem Tempo von 4:57 pro Meile der trinkende Läufer immerhin im Bereich von 2:10 Stunden ins Ziel kommen. Das Problem eines Bier-Marathons wären allerdings die etwa 40 Liter (ein ganzes Faß), die bei unveränderten Regeln zu konsumieren wären. Vermutlich fällt da noch eher die 2 Stundengrenze im Marathon als die alkoholische „Traummarke“.

Abschließend noch der Hinweis, dass bei dieser vor allem in den USA populären Sportart das Bier der Firma „Budweiser“ mit Abstand am häufigsten zum Einsatz kommt.

Ein Video vom Rekordlauf gibt es unter: https://www.youtube.com/watch?v=xPUThNHDeck#t=199

beer-mile-2015-wrSo sieht ein Weltrekordler aus, der 12 oz (Unze) Bier – 400 m – 12 oz – 400 m- 12 oz – 400 m – 12 oz – 409,344 m in einer Zeit von 4:56.25 schafft (ist etwa ein 3:04 Minuten Tempo pro km): James Hansen holte den Rekord zurück nach Australien.  (c) privat

Hier das Reglement:
1. Each competitor drinks four cans of beer and runs four laps, ideally on a track (start – beer, then lap, then beer, then lap, then beer, then lap – finish).
2. Beer must be consumed before the lap is begun, within the transition area which is the 10 meter zone before the start/finish line on a 400m track.
3. The race begins with the drinking of the first beer in the last meter of the transition zone to ensure the comptitors run a complete mile (1609 meters).
4. Women also drink four beers in four laps (past rule lists only required ladies to drink three beers).
5. Competitors must drink canned beer and the cans should not be less than 355ml (the standard can volume) or 12oz (the imperial equivalent). Bottles may be substituted for cans as long as they are at least 12 oz (355 ml) in volume.
6. No specialized cans or bottles may be used that give an advantage by allowing the beer to pour at a faster rate. ie „super mega mouth cans“ or „wide mouth bottles“ are prohibited.
7. Beer cans must not be tampered with in any manner, ie. no shotgunning or puncturing of the can except for opening the can by the tab at the top. The same applies with bottles – no straws or other aids are allowed in order to aid in the speed of pouring.
8. Beer must be a minimum of 5% alcohol by volume. Hard ciders and lemonades will not suffice. The beer must be a fermented alcoholic beverage brewed from malted cereal grains and flavored with hops. For an abbreviated list of valid beers and exceptions, click here.
9. Each beer can must not be opened until the competitor enters the transition zone on each lap.
10. Competitors who vomit before they finish the race must complete one penalty lap at the end of the race (immediately after the completion of their 4th lap). Note: Vomitting more than once during the race still requires only one penalty lap at the end. * It is strongly recommended, when attempting official records, to tip the empty beer can or bottle over your head at the end of a chug to verify an empty vessel.