Birell Prague Grand Prix am 5. September 2015: Weltjahres-Bestzeit über 10 km der Frauen

runczech-logoNicht der hoch eingeschätzte Geoffrey Ronoh (KEN) sondern seine Landsfrau Peres Jepchirchir sorgte mit schnellen 30:55 über 10 km für das Highlight des Abends in der Prager Innenstadt beim „Birell Prague Grand Prix“. Diese Zeit war nicht nur neuer Streckenrekord sondern im Jahr 2015 ist bisher keine Läuferin schneller unterwegs gewesen. Nach einem eindrucksvollen Sololauf war sie schließlich mit über einer Minute Vorsprung vor Linah Cheruto (KEN) in 32:08 und Alema Kidsan (ETH) in 32:10 im Ziel. Dabei setzte sich Jepchirchir, die schon im Mai im kanadischen Ottawa in 31:18 Bestzeit lief, schnell von den Mitstreiterinnen ab und lag im Ziel über eine Minute vorne.

prag-10k-winnerDaniel Chebii (KEN) gewann den Birell Prague Grand Prix.  (c) Run Czech

Bei den Männern gewann Daniel Chebii in guten 27:42 vor seinen Landsleuten Gilbert Masai in 27:45 und Barselius Kipyego in 27:46. Titelverteidiger und Streckenrekordler Geoffrey Ronoh, der im vergangenen Jahr mit 27:28 gewonnen hatte, wurde in 28:09 nur Achter und war der erste Läufer der über 28 Minuten blieb. Somit war der Lauf auch in der Breite hochklassig.

Ergebnisse der Männer:

 1. CHEBII DANIEL KEN  00:27:42
 2. MASAI GILBERT KEN  00:27:45
 3. KIPYEGO BARSELIUS KEN  00:27:46
 4. KORIR JAPHET KYPIEGON KEN  00:27:48
 5. MEKONEN TESHOME ETH  00:27:50
 6. BETT BENARD KEN  00:27:52
 7. KURUI EVANS KIGEN KEN  00:27:56
 8. RONOH GEOFFREY KEN  00:28:09

Ergebnisse der Frauen:

 1. JEPCHIRCHIR PERES KEN  00:30:55
 2. CHERUTO LINAH KEN  00:32:08
 3. ALEMA KIDSAN ETH  00:32:10
 4. ESHETE SHITAE BRN  00:32:11
 5. JELAGAT VIOLA KEN  00:32:37
 6. KILEL CAROLINE CHEPTANUI KEN  00:32:53
 7. VRABCOVÁ EVA CZE  00:33:07
 8. MATSUDA MIZUKI JPN  00:33:19

Volksbank Münster Marathon am 6. September 2015: Jagd auf die Streckenrekorde

logo-muenster-2015Auch bei der 14. Auflage des Volksbank Münster Marathons in der westfälischen Metropole geht eine ganze Zahl von Eliteathleten auf die Jagd nach schnellen Zeiten und den Streckenrekorden. Während man bei den Frauen durch Eleni Gebrehiwot vom TV Wattenscheid im Jahr 2013 mit 2:29:12 eine Schallmauer bei den Frauen durchbrach (Eleni wird dieses Jahr zwar nicht mitlaufen, ist aber als Ehrengast auf der Haupttribüne dabei), müht man sich bei den Männern seit Jahren, die Barriere von 2:10 Stunden endlich zu unterbieten. Den Streckenrekord auf der kurvenreichen Münsteraner Strecke stellte Patrick Muriuki (KEN) bereits 2010 mit 2:10:25 auf.

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Der Start zum Münster Marathon im letzten Jahr. Ganz vorne (Startnummer 9)  Emmanuel Samal (KEN).  (c) H. Winter

Im letzten Jahr hatte es lange danach ausgesehen, dass ein Läufer aus Kenia den vom Organisationsleiter Michael Brinkmann so sehnlich gewünschten „Aufstieg in die 1. Liga“ des Marathonlaufs realisieren würde. Emmanuel Samal legte vom Start weg ein aberwitziges Tempo vor, das allerdings auch zeigte, dass der winkelige Kurs durch die Innenstadt nicht so langsam ist, wie man vermuten könnte. Nachdem man in den Vorjahren hier immer wertvolle Zeit bereits am Anfang verlor, passierte Samal die 5 km nach unglaublichen 14:24 und lag auf Kurs von 2:01:30, weit unter Weltrekordtempo. Und auch die 10 km-Durchgangszeit von 29:23 war von ähnlicher Qualität. Aber eine solch ungestüme Tempojagd konnte einfach nicht gut gehen. Bis zum Halbmarathon nach 1:03:27 sah es für Samal noch gut aus, danach begann aber der zu erwartende Einbruch seiner Kräfte und die viel zu verhalten gestarteten Verfolger (Halbmarathon: 1:05:38) machten schnell Boden gut.

ms-marathon-2014-12km-samalEmmanuel Samal (KEN) bestimmte 2/3 des Rennens im letzten Jahr, dann war er mit seinen Kräften am Ende.  (c) H. Winter

Nach etwa 36 km im Ortsteil Gievenbeck war Samal von den Verfolgern gestellt, der erst als Neunter nach 2:16:21 das Ziel auf dem Prinzipalmarkt erreichte. Josphat Kiprono Letting (KEN) setzte sich aus der Verfolgergruppe noch deutlich ab und gewann in 2:10:42. Für eine schnellere Zeit war er im Gegensatz zu Samal den ersten Part zu langsam angelaufen.

ms-marathon-2014-40km-siegerJosphat Kiprono Letting (KEN) ist nach 2014 auch in diesem Jahr am Start und will den Streckenrekord jagen.  (c) H. Winter

Kiprono ist auch in diesem Jahr dabei und will unbedingt den Streckenrekord und die 2:10 Stunden unterbieten, wofür vom Veranstalter eine attraktive Prämie von 3000 Euro angekündigt ist. Dass solche Zeiten durchaus realistisch sind, zeigt seine Bestzeit von 2:09:34, die er im April 2013 beim Marathon in Enschede erzielt hatte.

Dass nach Aussagen von Organisator Michael Brinkmann der „Streckenrekord reif ist“, dafür könnte vor allem auch Weldon Kirui sorgen, dessen Hausrekord sogar bei 2:09:06 aus dem Jahr 2012 vom Eindhoven Marathon steht. Dabei hat Kirui allerdings in den letzten Jahren nur noch hohe 2:12er Zeiten erzielt, zuletzt im April mit 2:12:47 in Hannover.

Während David Tarus (im letzten Jahr in Münster Vierter in 2:12:39) als weiterer 2:09-Läufer absagen musste, steht mit Joel Kipsang Kositany (KEN) ein Läufer auf der Startliste, der 2012 mit 2:09:50 in Tiberias am See Genezareth ebenfalls schon unter 2:10 Stunden lief. Dabei gelten für sein aktuelles Leistungsvermögen ähnliche Einschränkungen wie bei Kirui.

Ansonsten hat es im Topsegment diesmal einige Absagen gegeben, darunter auch von einer in Münster stets gern gesehenen Gruppe an japanischen Läuferinnen und Läufern, die alle verletzungsbedingt die lange Anreise nicht antreten konnten. Als Tempomacher ist Wilson Kigen (KEN) vorgesehen, der eine Bestzeit von 2:08 Stunden im Marathon aufweist. Dies liegt allerdings schon einige Jahre zurück, seine große Erfahrung dürfte aber am Sonntag von Vorteil sein, da die Tempogestaltung bei den Männern in den letzten Jahren in Münster stets nicht unproblematisch war.

Bei den Frauen ist die Kenianerin Edinah Kwambai die Favoritin, die 2012 in Ljubljana  2:29:35 Stunden lief. Beim warmen Kassel Marathon brauchte sie allerdings 2:39:54. Nancy Koech (KEN) lief im Mai in Kopenhagen 2:33:45 und Rael Kimaiyo (KEN) hat eine Bestzeit von 2:34:23, die sie 2011 in Warschau erreichte.

Unter dem Motto „Wir leben laufen“ wird es am Sonntag um 9 Uhr für ca. 2500 Marathonläufer ernst, eine Viertelstunde später gehen die Staffeln an den Ablauf. Insgesamt erwarten die Organisatoren gut 8500 Teilnehmer, wobei die Wettervorhersage nach den sehr warmen Wochen für eine Laufveranstaltung recht günstig erscheinen: Temperaturen um die 13 bis 15°C sowie bedeckter Himmel. Stören könnte ein auffrischender Wind sowie leichter Regen ab der Mittagszeit.

ms-marathon-2014-brinkmannOrganisator Michael Brinkmann hofft vor allem bei den Männern auf eine Zeit von unter 2:10 Stunden.  (c) H. Winter

Einige Daten der Top-Läufer/-innen

Wilson Kigen (Pace)

2012 2:12:08 Wien 15 APR
2009 2:10:50 Daegu 12 APR
2008 2:08:16 Frankfurt 26 OCT
2007 2:09:56 Gyeongju 21 OCT
2006 2:09:47 Seoul 05 NOV
2005 2:08:34 Frankfurt 30 OCT
2002 2:13:49 Eindhoven 13 OCT

Weldon Kirui

2015 2:12:47 Hannover 19 APR
2014 2:12:44 Nairobi 26 OCT
2013 2:12:55 Duluth, MN 22 JUN
2012 2:09:06 Eindhoven 14 OCT
2011 2:13:31 St. Paul, MN 02 OCT

Joel Kipsang Kositany

2015 2:12:35 Tiberias 09 JAN
2014 2:12:07 Tiberias 10 JAN
2013 2:12:56 Tiberias 10 JAN
2012 2:09:50 Tiberias 12 JAN

Josphat Kiprono Letting

2014 2:10:42 Münster 14 SEP
2013 2:09:34 Enschede 21 APR

 Nancy Koech

2015 2:33:45 København 24 MAY

Edinah Kwambai

2015 2:39:54 Kassel 17 MAY
2014 2:40:42 Ljubljana 26 OCT
2013 2:29:35 Ljubljana 27 OCT


Rael Jepyator Kimaiyo

2015 2:37:46 Luxembourg 30 MAY
2014 2:41:25 Odense 28 SEP
2012 2:40:21 Porto 28 OCT
2011 2:34:23 Warszawa 25 SEP
2007 2:41:20 Bruxelles 14 OCT

Cape Town Marathon am 20. September 2015: Auf der Jagd nach dem IAAF Golden Label

logo-cape-town-2015
To achieve gold label status, we are committed to uplift our South African athletes and boost the Elite field with some global stars who will chase the men’s and women’s course records set last year by Kenyan Willy Kibor Koitile (2:10:45) and Ethiopian Meseret Mengistu Biru (2:30:57).

The men’s field will include nine IAAF Gold Label Status athletes who have run under 2:10.00. David Kemboi Kiyeng, who finished third at the 2009 Paris Marathon in 2:06:26, holds the fastest personal best in the race, while three other men have also dipped under 2:08:00.

Elite international men’s field:

  • David Kemboi Kiyeng, Kenya – 2:06:26 PB
  • Abraham Girma Bekele, Ethiopia – 2:06:48 PB
  • Peter Lotogor Kamais, Kenya – 2:07:37 PB
  • Dereje Debele Tulu, Ethiopia – 2:07:48 PB
  • Yuki Kawauchi, Japan – 2:08:14 PB
  • Willy Kibor Koitile, Kenya – 2:08:32 PB (defending champion)
  • Haile Haja Gemeda, Ethiopia – 2:08:35 PB
  • Nicholas Kipngeno Kemboi, Qatar – 2:08:51 PB
  • Andualem Belay Shiferaw, Ethiopia 2:09:59 PB

The South African rising stars consist of the following athletes:

  • Xolisa Tyali – 2:16:03 PB, Johannesburg, September 2014
  • Gladwin Mzazi – 2:17:43 PB, Fukuoka, December 2014
  • Africa Mailola – 2:17:58 PB, Cape Town, September 2014

The domestic contingent also includes some of the country’s most accomplished athletes, including 43-year-old Hendrick Ramaala (2:06:55 PB), who won the 2004 New York Marathon, and 42-year-old Shadrack Hoff (2:11:51), a former SA record holder over 5 000m on the track, with both men targeting the veterans’ title. Shaun Meiklejohn (53), who won the Comrades ultra-marathon in 1995, lines up in the masters’ division.

The elite women’s line-up also boasts a handful of promising local athletes, with a strong international field still to be revealed.

Already confirmed are:

  • Cornelia Joubert – 2:39:07 PB, Mont Choisy, 2013 (former SA marathon champion)
  • Zintle Xiniwe – 2:41:48 PB, Cape Town, September 2014 (SA marathon champion)
  • Nolene Conrad – 2:54:59 PB, Hannover, April 2014
  • Diana-Lebo Phalula – 42.2km debut, one of South Africa’s leading road runners

Ultra-distance specialist Caroline Wostmann will also attend the event, as a guest of the organisers, turning out in the Peace Run 10km race. Wostmann, who became only the fourth person to win the Comrades and Two Oceans ultras in the same year earlier this season, was named Athlete of the Year at the annual women’s GSport Awards held last week.

The remainder of the elite 10km field will be announced closer to the race.

“The elite field plays a key role in our attempt to gain Gold Label status, as we need to ensure there are at least five Gold Label athletes from five different countries,” – Elana Meyer.

Quelle des Textes: Veranstalter

„Weltklasse Zürich“: Ayana schlägt Dibaba über 3000 m bei einem Meeting mit vielen müden Helden

weltklasse-zuerich-2015-2-ticketsDas Elite-Meeting in Zürich – selbstbewußt und mit Recht als „Weltklasse Zürich“ tituliert – konnte am 3. September 2015 die hohen Erwartungen nur sehr bedingt erfüllen. Auch durch die WM in Beijing war man diesmal spät in der Saison dran und die „Helden“ der WM waren überwiegend sehr sichtbar müde. Bei allerdings recht kühlen äußeren Bedingungen blieb das in Zürich sonst übliche Feuerwerk an Topleistungen in vielen Events aus.

8:10 Minuten über 3000 m Hindernis der Männer durch Paul Koech (KEN), 1:45,55 Minuten durch Adam Kczczot (POL) über 800 m (Rudisha wurde nur Vierter) oder 1500 m der Männer in 3:35,79 durch Asbel Kiprop sind recht durchwachsene Leistungen, die die hohen Erwartungen im Vorfeld nicht ganz erfüllen konnten.

Das groß angekündigte Rennen über 3000 m der Frauen mit drei (!) Weltmeisterinnen von Beijing war am Ende sehr gut, aber nicht von dem erhofften Regime. Dazu gingen die beiden Topfavoritinnen Almaz Ayana (ETH), die Weltmeisterin über 5000 m, und Genzebe Dibaba (ETH), die Weltmeisterin über 1500 m, das Rennen zu zaghaft an. Nachdem man sich erst nach 200 m entschloss, den Tempomacherinnen zu folgen, wurde der erste km in „nur“ 2:49,92 zurückgelegt. Erst dann wurde es durch die Initiative von Ayana deutlich schneller, mit 65 – 66er Runden wurde der zweite km in 2:45,44 zurückgelegt (Split: 5:35,36). In der letzten Runde versuchte Dibaba erstmals an ihrer Landsfrau vorbeizuziehen, aber Ayana konterte und setzte sich souverän von Dibaba ab. Mit einem Schluss-km von 2:47,00 erreichte sie die Ziellinie nach 8:22,36, womit sie allerdings etwas langsamer als im Frühjahr in Rabat war, wo sie mit 8:22,22 Afrika-Rekord gelaufen war. Dibaba folgte mit deultichem Abstand nach 2:26,54. Die dritte Weltmeisterin im Bunde, Vivian Cheruiyot (KEN), spielte in 8:38,91 auf Platz 6 keine Rolle.

dl-zuerich-2015-ayanaAlmaz Ayana (ETH) ist aktuell über die Bahnlangstrecken der Frauen das Maß der Dinge.  (c) SRF-sportlive

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„Weltklasse Zürich“ am 3. September 2015: 26 Weltmeister von Beijing am Start

IAAF_DiamondLeagueNach der WM in Peking ist vor „Weltklasse Zürich“: 20 frischgebackene Einzel-Weltmeister und zusätzlich weitere sechs Staffel-Weltmeister machen sich unmittelbar nach den Titelkämpfen in China auf den Weg in die Schweiz, darunter Kenias 800 Meter-Weltrekordler David Rudisha, die äthiopische 1500 Meter-Weltrekordhalterin Genzebe Dibaba und die jamaikanische Sprint-Queen Shelly-Ann Fraser-Pryce. Sie sind neben den aufstrebenden Schweizer Aushängeschildern drei der vielen internationalen Top-Stars des Diamond League-Finales am Donnerstag (3. September) im Stadion Letzigrund.

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Die Weltspitze der Leichtathletik wird sich in Zürich wieder die Klinke in die Hand geben. „Wir können mit Stolz sagen, dass bei uns die grosse WM-Revanche stattfindet. Teilweise sind unsere Felder sogar besser besetzt, als der WM-Final in Peking“, stellt der für die Athletenverpflichtung verantwortliche Meeting-Co-Direktor Andreas Hediger fest.

„Mit dabei sind nicht weniger als 20 Einzel-Weltmeister sowie 12 Silber- und 20 Bronze-Medaillengewinner von Peking in Einzeldisziplinen sowie 17 Jahresweltbeste. Acht Olympiasieger von 2012 und sieben Olympiasieger von 2008 werten die Felder weiter auf“, ergänzt Hediger.

Zwölf Goldmedaillengewinner der Europameisterschaft im letzten Jahr kehren außerdem an ihre Erfolgsstätte, den Letzigrund, zurück. Unter ihnen ist auch ein großes Schweizer Aushängeschild, der Hürdenläufer Kariem Hussein.

Besonders hochkarätig ist das Feld der Frauen über 3000 Meter besetzt. Gleich drei Weltmeisterinnen treffen dort aufeinander: Die 1500 Meter-Siegerin Genzebe Dibaba bekommt es mit der 5000 Meter-Weltmeisterin Almaz Ayana (Äthiopien) und der 10000 Meter-Weltmeisterin Vivian Cheruiyot (Kenia) zu tun.

Alle drei Medaillengewinner der WM treten außerdem im Weitsprung der Frauen sowie bei den Männern über 400 Meter, 1500 Meter, 3000 Meter Steeple, im Hochsprung, Weitsprung und Diskuswerfen an.

Tianna Bartoletta (USA), Wayde van Niekerk (Südafrika), Asbel Kiprop (Kenia), Derek Drouin (Kanada), Greg Rutherford (Großbritannien) und Piotr Malachowski (Polen) erwarten damit sehr anspruchsvolle WM-Revanchen, bei denen sie ihre Vorherrschaft untermauern müssen. Die Blicke im ausverkauften Letzigrund werden sich außerdem auf 100 Meter-Weltmeisterin Shelly-Ann Fraser-Pryce und 800 Meter-Weltrekordhalter David Rudisha richten.

Bei den Männern wird es außer den 3000 m Hindernislauf keine weitere Langstrecke geben, und bei der Besetzung der 200 m fehlen mit Bolt, Gatlin, etc. die Stars der Szene. Auch Europas neue Sprint-Königin Dafne Schippers sucht man in den Startlisten vergeblich.

Besonders spannend wird es im Diamond Race: In 16 Disziplinen fällt die Entscheidung über den Gewinner der Diamond Trophy, die mit einem Preisgeld von 40.000 US-Dollar dotiert ist. „Weltklasse Zürich“ beginnt am Donnerstag im Stadion Letzigrund um 17.55 Uhr mit dem Diskuswerfen der Männer. Das Programm dauert bis 22.05 Uhr. Am Mittwoch findet im Hauptbahnhof ab 18 Uhr bereits der Männer-Stabhochsprung statt.

 

Zeitplan „Weltklasse Zürich 2015“

20:00   Speerwerfen Frauen
20:05   400m Hürden Frauen
20:10   Hochsprung Männer
20:13   3000m Steeple Männer
20:20   Weitsprung Männer
20:29   100m Frauen
20:37   800m Männer
20:46   400m Männer
20:56   200m Männer
21:03   800m Frauen
21:13   110m Hürden Männer
21:19   3000m Frauen
21:36   400m Hürden Männer
21:43   1500m Männer
21:55   4x100m Frauen
22:00   Diamond Race Siegerehrung

Perth City to Surf Marathon am 30. August 2015: Yuki Kawauchi siegt überlegen

perth-2015-logoOhne jede Konkurrenz gewann das japanische Lauf-Unikum Yuki Kawauchi den Chevron City to Surf Marathon im australischen Perth in 2:16:23. Damit lag er zwar 20 Minuten vor der Konkurrenz, verfehlte aber seinen Streckenrekord von 2:12:55 aus dem letzten Jahr recht deutlich. Vielstarter Yuki ist 2015 nicht in der Form der Vorjahre. Ingesamt waren bei dieser Traditionsveranstaltung mit der ersten Auflage bereits im Jahr 1975 etwa 50000 Teilnehmer in diversen Wettbewerben über 12 km, halben und vollen Marathon auf den Beinen.

Tröstlich für Yuki mag allerdings die Tatsache gewesen sein, dass er das Fernduell gegen seine japanischen Konkurrenten beim gleichzeitg stattfindenden Hokkaido Marathon knapp gewann. Dort lief der Sieger Arata Fujiwara bei heißen und schwülen Bedingungen 2:16:49.

perth2015-yuki-winnerYuki Kawauchi gewann auch in diesem Jahr den Perth City to Surf Marathon.  (c) ABC-online

1. 2:16:23 Yuki Kawauchi
2. 2:35:47 Chris O’Neill
3. 2:47:55 Justin Kelly
4. 2:48:29 Kevin Matthews
5. 2:50:57 Barry O Shea
6. 2:52:06 Steve McKean

WM Beijing 2015: 5000 m der Frauen – Ayana schlägt Dibaba mit Tempolauf ab 2000 m

wm-logo-2015Im 5000 m Lauf der Frauen verhinderte die Äthiopierin Almaz Ayana den erwarteten Doppelerfolg ihrer Landsfrau und 1500 m Weltmeisterin Genzebe Dibaba. Dabei half Ayana eine Taktik, die sich die kenianischen Männer hinsichtlich des Wettstreits gegen Mo Farah genau anschauen sollten. Denn nach zwei ruhigen Anfangs-Kilometern in 3:01,65 und 3:04,62, in denen Dibaba ähnlich provokativ am Ende lief wie Farah bei den Männern, verschärfte Ayana ganz plötzlich das Tempo erheblich und vollzog einen Lauf am Limit, dem nur noch Dibaba und die Kenianerin Viola Kibiwott folgen konnten. Das vorher dicht zusammen liegende Feld der Läuferinnen wurde innerhalb von Sekunden weit auseinander gerissen. Der dritte km wurde in 2:49,36 zurückgelegt, nur Dibaba war da noch im Schlepptau. Ayana erhöhte das Tempo weiter und konnte nach 3600 m mit einer Runde in 64,5 Sekunden (Tempo von 13:26 Minuten) Dibaba schnell abschütteln; den vierten km lief sie in 2:44,62.

Der Vorsprung war nun auf gut 50 m angewachsen und der Superstar der Saison geschlagen. Ayana ließ auch im Schlußpart nicht nach und erreichte mit einem Schluß-km von 2:47,58 das Ziel nach 14:26,83. Das war mit weiten Abstand die schnellste Zeit einer Läuferin bei einer WM (zuvor Tirunesh Dibaba 14:38,59). Wirklich erstaunlich waren die letzten 3000 m in 8:20,56 (die ersten 3000 m in 8:55,63). Mit dieser Zeit lag sie unter dem äthiopischen Rekord und der Jahres-Weltbestleistung von 8:22,22, die auch Ayana erzielte. Phänomenal! Und skaliert man ihre Zeit auf den letzten 3 km auf die gesamte Strecke, so lief Ayana ein Tempo von 13:54,3. Der Sieger der Männer lief gerade einmal 13:50:38 …

Mit dem größten Vorstand in der Geschichte der WM wurde Dibaba auf der Zielgeraden von ihrer Landsfrau Senbere Teferi in 14:44:07 noch abgefangen. Es gab nur Bronze für Dibaba in 14:44:14, diese Art von Medaille hatte Ayana bei der letzten WM errungen. Somit gingen alle Medaillen nach Äthiopien.

wm-2015-ayala-5000mAlmaz Ayana (ETH) stürmt zum WM Sieg im 5000 m Lauf der Frauen nach einem eindrucksvollen Tempolauf ab 2000 m.  (c) ZDF-online

wm2015-5000m-w-zielfotoZielfoto des Einlaufs beim 5000 m Lauf der Frauen. Nach Ayana (ganz rechts) ist eine große zeitliche Lücke unterdrückt. Danach erkennt man den knappen Kampf um Silber und Bronze, den Teferi mit 7/100 Sekunden zu ihren Gunsten entscheidet.  (c) IAAF

1 Almaz Ayana ETH ETH 14:26.83
2 Senbere Teferi ETH ETH 14:44.07
3 Genzebe Dibaba ETH ETH 14:44.14
4 Viola Jelagat Kibiwot KEN KEN 14:46.16
5 Mercy Cherono KEN KEN 15:01.36
6 Janet Kisa KEN KEN 15:02.68
7 Irene Chepet Cheptai KEN KEN 15:03.41
8 Susan Kuijken NED NED 15:08.00
9 Ayuko Suzuki JPN JPN 15:08.29
10 Eloise Wellings AUS AUS 15:09.62
11 Mimi Belete BRN BRN 15:17.01
12 Stephanie Twell GBR GBR 15:26.24
13 Nicole Tully USA USA 15:27.42
14 Misaki Onishi JPN JPN 15:29.63
15 Jennifer Wenth AUT AUT 15:35.46

WM Beijing 2015: Marathon der Frauen – Mare Dibaba (ETH) gewinnt im Spurt

wm-logo-2015Im Spurt wurde die Entscheidung im Marathon der Frauen entschieden, wobei die Weltjahresschnellste Mara Dibaba (ETH) sich ohne großer Probleme nach 2:27:35 durchsetzen konnte. Sie siegte vor Helah Kiprop (KEN) in 2:27:36 und der für Brunei startenden Ex-Kenianerin Eunice Kirwa in 2:27:39. Erst nach Jemima Sumgong (KEN) in 2:27:42 folgte deutlich hinter dem Führungsquartett Altmeistern Edna Kiplagat (KEN) nach 2:28:18, die es damit versäumte, nach Daegu 2011 und Moskau 2013 zum dritten Mal hintereinander einen WM-Marathon zu gewinnen.

Die Bedingungen waren etwas günstiger als bei den Männern, da der Himmel mit dichten Wolken verhangen war, warm war es aber trotzdem. Dies erklärt auch das vorsichtige Anlaufen mit Splits von 17:51 für 5 km und 35:32 für 10 km. Bis zum Halbmarathon nach moderaten 1:15:16 blieb das Feld weiterhin lange zusammen, bis sich nach 35 km (2:04:04) eine Sechsergruppe herausbildete, aus der allerdings die Gewinnerin des London Marathon Tigist Tufa (ETH) schnell herausfiel. Neben Mare Dibaba (nicht verwandt mit Genzebe Dibaba, die später am Tag über 5000 m eine zweite Goldmedaille anpeilt) stritten nun die drei Kenianerinnen Helah Kiprop, Jemima Sumgon und Titelverteidigerin Edna Kiplagat sowie die nach Brunei eingebürgerte Kenianerin Eunice Kirwa um den Titel.

Eine Vorentscheidung fiel an der 40 km Marke (2:20:38), an der Kiplagat überraschend nicht mehr folgen konnte und damit alle Hoffnungen auf drittes WM-Marathon-Gold begraben musste. Eine Vierergruppe lief dann ins das „Vogelnest“ von Beijing ein, und Mare Dibaba gewann den Spurt auf den letzten 100 m auf der Bahn im Stadion recht deutlich. China scheint für die Äthiopierin ein gutes Pflaster zu sein, denn bereits Anfang Januar lief sie in Xiamen mit 2:19:52 eine Zeit, die bisher keine andere Läuferin im Jahr 2015 unterbieten konnte. Zieht man die ehemalige Staatsangehörigkeit von Kirwa in die Rechnung ein, belegten die Ostafrikanerinnen die ersten sechs Plätze. Beste Europäerin wurde auf Platz 11 die Litauerin Rasa Drazdauskaité in 2:31:23.

wm-2015-mare-dibabaDie Weltjahresschnellste 2015 war auch in Beijing die Schnellste: Mare Dibaba (ETH) gewann den WM Marathon im Spurt nach 2:27:35.  (c) IAAF

 1 Mare Dibaba ETH ETH 2:27:35
2 Helah Kiprop KEN KEN 2:27:36
3 Eunice Jepkirui Kirwa BRN BRN 2:27:39
4 Jemima Jelagat Sumgong KEN KEN 2:27:42
5 Edna Ngeringwony Kiplagat KEN KEN 2:28:18
6 Tigist Tufa ETH ETH 2:29:12
7 Mai Ito JPN JPN 2:29:48
8 Tirfi Tsegaye ETH ETH 2:30:54
9 Hye-Song Kim PRK PRK 2:30:59
10 Serena Burla USA USA 2:31:06
11 Rasa Drazdauskaité LTU LTU 2:31:23
12 Filomena Costa POR POR 2:31:40
13 Sairi Maeda JPN JPN 2:31:46
14 Risa Shigetomo JPN JPN 2:32:37
15 Alina Prokopeva RUS RUS 2:32:44
16 Changqin Ding CHN CHN 2:33:04
17 Alessandra Aguilar ESP ESP 2:33:42
18 Jaisha Orchatteri IND IND 2:34:43
19 Sudha Singh IND IND 2:35:35
20 Visiline Jepkesho KEN KEN 2:36:17
21 Sinead Diver AUS AUS 2:36:38
22 Katarina Bérešová SVK SVK 2:37:24
23 Sarah Klein AUS AUS 2:37:58
24 Esther Erb USA USA 2:38:15
25 Lishan Dula BRN BRN 2:38:18
26 Clara Canchanya PER PER 2:39:24

 

WM Beijing 2015: 5000 m der Männer – Mo Farah ist nicht zu schlagen

wm-logo-2015Der Brite Mo Farah ist auf den Bahnlangstrecken nach wie vor das Maß aller Dinge. Durch ein langsames Rennen spielten ihm die Ostafrikaner in die Hände und waren in allen Belangen chancenlos. Da die Stärke Mo im Finish mittlerweile sich auch in den letzten Busch herumgesprochen haben sollte, bleibt die Taktik der Kenianer und Äthiopier unverständlich. Herausragend an dem Lauf im Vogelnest von Beijing war weniger die Siegerzeit von 13:50,38 als viel mehr die Zeiten auf den letzten 1000 m! Mo Farah wurde somit zum dritten Mal hintereinander Weltmeister über die 5000 m. Bisher hatte nur Ismael Kirui (KEN) noch zweimal Gold über 5000 m bei einer WM geholt.

Fast im Fußgängertempo ging es los, 1000 m wurden nach 3:02,04 passiert, da könnten die Frauen morgen sogar schneller anlaufen. Auch die 2000 m Zwischenzeit von 5:58,69 waren wenig berauschend. Erst danach wurde es etwas schneller, 3000 m nach 8:47,28.

4000 m wurde nach 11:31,18 erreicht, somit wurde der letzte km von Farah in 2:19:20 gelaufen. Noch eindrucksvoller waren die letzten 800 m in großartigen 1:49,1 und die letzte Runde in 52,67. Das muss man kaum kommentieren. Dass der deutsche Teilnehmer Richard Ringer bei solchen Zeiten in der Schlußphase fast stehen blieb, ist in Grenzen nachzuvollziehen

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Nach dem Titel über 10000 m gewann Mo Farah mit seinem Sieg über die 5000 m auch bei der WM 2015 das „Double“ und kann von den Ostafrikanern einfach nicht besiegt werden.

 

1 Mohamed Farah GBR GBR 13:50.38
2 Caleb Mwangangi Ndiku KEN KEN 13:51.75
3 Hagos Gebrhiwet ETH ETH 13:51.86
4 Yomif Kejelcha ETH ETH 13:52.43
5 Galen Rupp USA USA 13:53.90
6 Ben True USA USA 13:54.07
7 Ryan Hill USA USA 13:55.10
8 Isiah Kiplangat Koech KEN KEN 13:55.98
9 Ali Kaya TUR TUR 13:56.51
10 Edwin Cheruiyot Soi KEN KEN 13:59.02
11 Albert Kibichii Rop BRN BRN 14:00.12
12 Mohammed Ahmed CAN CAN 14:00.38
13 Imane Merga ETH ETH 14:01.60
14 Richard Ringer GER GER 14:03.72
15 Tom Farrell GBR GBR 14:08.87

Bank of America Chicago Marathon am 11. Oktober 2015: Ein Rennen ohne „Hasen“

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Noch hat der Chicago Marathon am 11. Oktober 2015 die Liste der Eliteathleten nicht öffentlich gemacht, da kündigt Race Director Carey Pinkowski an, dass man in diesem Jahr bei dem World Marathon Majors Event in der Windy City auf den Einsatz von Tempomachern, despektierlich im Deutschen auch als „Hasen“ (engl: rabbits)  bezeichnet, verzichten wird. Begründet wird dies ähnlich wie beim New York City und Boston Marathon durch einen Gewinn an Wettbewerb an der Spitze im Vergleich zu einem gnadenlosen Temporennen. Diese Logik ist durchaus nachzuvolziehen, die Entscheidung könnte aber auch andere Gründe haben.

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Traditionell hatten in Chicago die „Hasen“ für die Männerelite die Startnummern 50, 51, etc., dies ist in diesem Jahr Geschichte. Die Tempomacher sind dieses Jahr arbeitslos, die Elite muss es wie in New York City und Boston allein richten. Mit Startnummer 51 lief im letzten Jahr übrigens Ghirmay Ghebreslassie (ERI), der am letzten Sonntag in Beijing Marathon-Weltmeister wurde.  (c) BOA Marathon

Race Director Carey Pinkowski dazu: „The race, not the time, is what counts. We have always tried to blend pace and competition. But the athletes relied too much on the pace up front, and the chemistry of the competition has become too much about settling in behind the rabbits. Without the rabbits, the leaders need a much greater level of concentration. That will allow us to see more tactics, strategy and competition throughout the race. This is a place where people always have come to run fast. Great competition produces great performances.“

chicago-2014-blue-line-jones-cp-jbsRace Director Carey Pinkowski backt dieses Jahr „kleine Brötchen“ und lässt ohne „Hasen“ rennen. Links: Ex-Weltrekordler Steve Jones und rechts: Joan Benoit-Samuelson, die dieses Jahr mit Deena Kastor am Start und auf der Jagd nach Masters-Rekorden ist. Ohne Häsinnen!  (c)  H. Winter

Es hört sich immer gut an, wenn der rührige Organisator aus Chicago etwas von sich gibt. Aber ein weniger attraktiver Grund dürfte auch der Tatsache geschuldet sein, dass man diesmal Probleme hatte, ein Feld von Weltklasseathleten zu rekrutieren. Die Entscheidung eines „Hasen-freien“ Laufs ist insofern auch schade, als man in Chicago in den letzten Jahren im Begriff war, den kleinen leistungsmäßigen Rückstand zur Weltspitze mit Berlin und Dubai stetig zu reduzieren. So lief Weltrekordler Dennis Kimetto vor zwei Jahren mit 2:03:45 einen hochklassigen Streckenrekord. Diese Zeiten sind in Chicago (zunächst einmal) vorbei. Schade!

WM Beijing 2015: 3000 m Hindernis der Frauen – Gesa Felicitas Krause holt überraschend Bronze

wm-logo-2015Mit einer großen Überraschung wartete die erst 23jährige deutsche Läuferin Gesa Felicitas Krause im WM-Finale über 3000m Hindernis der Frauen auf. Denn als nach moderatem Beginn mit 9:09,96 für die ersten 1000 m und 6:22,27 nach 2000 m das Tempo enorm verschärft wurde, konnte die kleine Frankfurterin problemlos das Tempo der Spitze mitgehen und musste im Spurt nur den Favoritinnen Hyvin Kiyeng (KEN) und Olympiasiegerin Habiba Ghribi (TUN) denkbar knapp den Vortritt lassen. Gerade einmal 0,14 Sekunden trennten in diesem allerdings langsamsten WM-Finale der Geschichte die Läuferinnen auf dem Podium (siehe auch Zielfoto).

Als es nach dem letzten Hindernis Richtung Ziellinie ging, lag Krause sogar noch einmal kurz vorne, bevor sie von Kiyeng in 9:19,11 und dann auch Ghribi in 9:19,24 abgefangen wurde. Nur eine 1/100-Sekunde trennte Krause von Silber, die ihre Bestmarke vom Meeting in Monaco von 9:20,15 auf 9:19,25 steigern konnte. Mit dieser Zeit verfehlte sie den deutschen Rekord von Antje Möldner-Schmidt von 9:18,54 beim WM-Finale im August 2009 in Berlin um weniger als eine Sekunde. Bemerkenswert an ihrer Leistung war auch der letzte km, der in 2:57 zurückgelegt wurde. Dies war die erste Medaille, die eine deutsche Läuferin in diesem Wettbewerb bei einer WM gewinnen konnte, und  ist auch ein großer Erfolg von Wolfgang Heinig, der Krause seit mehreren Jahren trainiert.

wm-2015-finish-3000mh-wZielfoto des Einlaufs beim 3000 m Hindernislauf der Frauen bei der WM 2015 in Beijing. Nur eine 1/100 Sekunde trennten Platz 2 und 3.  (c) IAAF

1 Hyvin Kiyeng Jepkemoi KEN KEN 9:19.11
2 Habiba Ghribi TUN TUN 9:19.24
3 Gesa Felicitas Krause GER GER 9:19.25
4 Sofia Assefa ETH ETH 9:20.01
5 Emma Coburn USA USA 9:21.78
6 Hiwot Ayalew ETH ETH 9:24.27
7 Virginia Nyambura Nganga KEN KEN 9:26.21
8 Lalita Shivaji Babar IND IND 9:29.64
9 Stephanie Garcia USA USA 9:31.06
10 Salima Elouali Alami MAR MAR 9:32.15
11 Ruth Jebet BRN BRN 9:33.41
12 Colleen Quigley USA USA 9:34.29
13 Özlem Kaya TUR TUR 9:34.66
14 Fadwa Sidi Madane MAR MAR 9:41.45
15 Rosefline Chepngetich KEN KEN 9:46.08

WM Beijing 2015 – 1500 m der Frauen: Dibaba gewinnt mit super-schneller zweiten Hälfte

wm-logo-2015Genzebe Dibaba (ETH) gewann unangefochten die 1500 m der Frauen und holte damit erstmals eine Goldmedaille über diese Laufdistanz bei einer WM für Äthiopien. Das Rennen begann mit den beiden US-Amerikanerinnen Rowbury and Simpson außergewöhnlich langsam, wie die erste Runde in 1:17,06 belegt. Dann wurde es etwas schneller, aber 2:25,64 für 800 m waren nach wie vor überaus schwach. Aber genauso extrem wie die erste Hälfte verlief auch die Zweite, allerdings mit völlig umgekehrten Vorzeichen,

Dibaba übernahm nun das Kommando und legte gewaltig los. die nächsten 400 m nach 1200 m in 3:22,99 wurden in großartigen 57,24 zurückgelegt. Und auch die letzte Runde, auf der die Äthiopierin die Führung nicht mehr abgab, wurde in 59,4 wieder sehr schnell gelaufen. Da der Split bei 700 m 2:10,8 betrug lief Dibaba die letzten 800 m in fast unvorstellbaren 1:57,3 – eine herausragende Zeit schon in einem reinen 800 m Rennen – und passierte die Ziellinie nach 4:08:10. Nur drei Läuferinnen konnten das hohe Tempo noch halbwegs mitgehen, wobei Faith Kipyegon (KEN) in 4:08:96 Silber und Sifan Hassan (NED) in 4:09:36 Bronze gewannen.

genzebe-dibaba-2014Genzebe Dibaba (ETH) gewann WM-Gold über 1500 m der Frauen. Damit ist die Weltmeisterin über diese Distanz in der Halle und draußen, ferner hält sie auch beide Weltrekorde in Halle und an der (frischen) Luft. Mehr geht kaum. Allerdings geht ihre Mission WM-Doppel-Gold in Beijing über die 5000 m noch weiter.  (c) Wikipedia

1 Genzebe Dibaba ETH ETH 4:08.09
2 Faith Chepngetich Kipyegon KEN KEN 4:08.96
3 Sifan Hassan NED NED 4:09.34
4 Dawit Seyaum ETH ETH 4:10.26
5 Laura Muir GBR GBR 4:11.48
6 Abeba Aregawi SWE SWE 4:12.16
7 Shannon Rowbury USA USA 4:12.39
8 Angelika Cichocka POL POL 4:13.22
9 Rababe Arafi MAR MAR 4:13.66
10 Tatyana Tomashova RUS RUS 4:14.18
11 Jennifer Simpson USA USA 4:16.28
12 Malika Akkaoui MAR MAR 4:16.98

WM Beijing 2015 – 10000 m der Frauen und 3000 m Hindernis der Männer: Die Kenianer gewinnen den „Länderkampf“ gegen die USA

wm-logo-2015Die Entscheidungen über 10000 m der Frauen und im anschließenden 3000 m Hindernis-Lauf der Männer geriet – fast wie erwartet – zu einem „Länderkampf“ Kenia vs. USA, den die Ostafrikaner allerdings klar zu ihren Gunsten entschieden. In einem recht moderat angelaufenen 10000 m der Frauen, man passierte die 5000 m nach erst 16:11,99 wurde es erst im letzten Drittel deutlich schneller. Es war vor allem die US-Amerikanerin Molly Huddle, die auf dem letzten km das Tempo enorm verschärfte, am Ende hatte aber Vivian Cheruiyot, die schon 2011 in Daegu den Weltmeistertitel errang, in 31:41,31 die Nase vorne, vor Gelete Burka (ETH) und Emily Infield (USA), die eine zu früh jubelnde Huddle noch knapp überspurtete. Dabei legte Cheruiyot den letzten km in sehr schnellen 2:48,30 zurück. Platz 5 ging an Sally Kipyego (KEN) und Platz 6 mit Shalane Flanagan wieder an die USA.

1 Vivian Jepkemoi Cheruiyot KEN KEN 31:41.31
2 Gelete Burka ETH ETH 31:41.77
3 Emily Infeld USA USA 31:43.49
4 Molly Huddle USA USA 31:43.58
5 Sally Jepkosgei Kipyego KEN KEN 31:44.42
6 Shalane Flanagan USA USA 31:46.23
7 Alemitu Heroye ETH ETH 31:49.73
8 Betsy Saina KEN KEN 31:51.35
9 Belaynesh Oljira ETH ETH 31:53.01
10 Susan Kuijken NED NED 31:54.32

wm-2015-finish-10000m-womenIm Duell über 3000 m Hindernis war die Dominanz der Kenianer erdrückend. Nicht ganz erwartet belegten sie alle vier ersten Plätze. Haudegen Ezekiel Kemboi (KEN) siegte in 8:11,28 und wurde damit zum vierten Mal in Folge Weltmeister. Den kenianischen Erfolg in dem viel zu langsam angelaufenen Rennen (1000 m in 2:49:50) vervollständigten Conseslus und Brimin Kipruto sowie Jairus Birech. Erst dann kamen die beiden Amerikaner Daniel Huling und der hoch eingeschätzte Evan Jager, dessen Renntaktik eines langsamen Beginns den Kenianern in die Hände spielte. Nach 2000 m in 5:36,77 wurde der letzte km in 2:34,51 gelaufen, ganz schön flott für 2 1/2 Runden auf der Bahn mit Hindernissen und drei Wassergräben …

1 Ezekiel Kemboi KEN KEN 8:11.28
2 Conseslus Kipruto KEN KEN 8:12.38
3 Brimin Kiprop Kipruto KEN KEN 8:12.54
4 Jairus Kipchoge Birech KEN KEN 8:12.62
5 Daniel Huling USA USA 8:14.39
6 Evan Jager USA USA 8:15.47
7 Brahim Taleb MAR MAR 8:17.73
8 Matthew Hughes CAN CAN 8:18.63
9 Krystian Zalewski POL POL 8:21.22
10 Donald Cabral USA USA 8:24.94

Deutsche Läufer mit guten Leistungen auf der Halbdistanz bei der Vorbereitung auf den Berlin Marathon 2015

logo-stadtlauf-2015Mehrere deutsche Marathonläufer nutzten Läufe über die halbe Distanz zur Vorbereitung auf den in fünf Wochen stattfindenden Berlin Marathon. Bei Stadt-Lauf 2015 in Berlin- Steglitz war Julian Flügel (Team Memmert) eine Klasse für sich und lief weit vor dem restlichen Feld her. Nach der erste Hälfte in 31:40 für den Viertelmarathon war sogar noch eine Zeit unter 1:04 Stunden drin, dann wurde er aber etwas langsamer und erreicht in guten 1:04:30 das Ziel auf der Steglitzer Schloßstraße. Damit zeigte er gute Form in seinen Vorbereitungen auf den Berlin Marathon am 27. September 2015, wo er unter einer Zeit von 2:13 Stunden bleiben will. Insgesamt erreichten 4614 Teilnehmer im Viertel- und Halbmarathon das Ziel eines Laufs, für dem (laut Veranstalter) 6732 Meldungen vorlagen.

fluegel-frankfurt-2014Julian Flügel lief in Berlin-Steglitz 1:04:30 im Halbmarathon.  (c) H. Winter

In ähnlichen Dimensionen lief Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) mit Platz 8 in 1:04:48 beim Wörthersee-Halbmarathon im österreichischen Kärnten. Damit lag er vor dem Dresdner Paul Schmidt (Team), der 1:06:19 schaffte. Beide wollen gleichfalls in Berlin an Start gehen.

Den Lauf am Ufer des Wörthersee gewann der Kenianer Laban Korir in 1:01:53 Minuten vor seinen beiden Landsleuten Philemon Rono in 1:02:03 und David Kogei in 1:02:14. Bei den Frauen siegte Lisa Nemec (CRO) in 1:11:05 vor Viola Jepchumba (KEN) in 1:12:13. Auf Platz 6 lief  Anna Hahner (Run2Sky) in 1:15:15 vor Zwillingsschwester Lisa in 1:16:55 ein. Anna plant am 27. September beim Berlin Marathon und Lisa am 25. Oktober in Frankfurt an der Startlinie zu stehen.

Ergebnisse im Halbmarathon der Männer:

1. Laban Korir KEN 1:01:51
2. Philemon Rono KEN 1:02:02
3. David Kogei KEN 1:02:13
4. Paul Mwangi KEN 1:02:20
5. Geoffrey Ronoh KEN 1:02:49
6. Petro Mamu ERI 1:03:40
7. Abel Kirui KEN 1:03:42
8. Philipp Pflieger GER 1:04:48