Beirut Marathon am 8. November 2015: Streckenrekord im Krisengebiet

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In einer Region, in deren Nachbarschaft es vor kriegerischen Auseinandersetzungen nur so wimmelt, läuft man nach wie vor Marathon und zwar recht schnell. Beim Banque du Liban Beirut Marathon lief am frühen Sonntagmorgen der Kenianer Jackson Limo in 2:11:04 um 9 Sekunden schneller als der alte Streckenrekord. Dabei sah es bei der Hälfte in 1:04:21 sogar nach einer deutlich schnelleren Zeit aus, dann forderte aber die zunehmende Wärme ihren Tribut. Die Entscheidung fiel nach 35 km, wo sich Limo vom letzten Mitstreiter Abdela Godana absetzen konnte, der in 2:13:02 Zweiter wurde. Dritter wurde Hussein Mohammed (ETH) in 2:14:49. Das Rennen der Frauen gewann in moderaten  2:36:05 die Debütantin Kaltoum Bouaasayriya (MAR).
beirut-marathon-2015-winnerJackson Limo (KEN) gewann den Beirut Marathon in 2:11:04.  (c) Veranstalter

Shanghai International Marathon am 8. November 2015: Paul Lonyangata läuft Streckenrekord

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Aus dem dritten Sieg in Folge beim Shanghai Marathon am heutigen Sonntag wurde es für den Südafrikaner Stephen Mokoka nichts, obwohl er mit einer Zeit von 2:07:40 seine Bestzeit von 2:08:33 aus dem Jahr 2010 deutlich steigern konnte. Paul Lonyangata (KEN) war an diesem Tag stärker und gewann mit Streckenrekord und einer Klassezeit von 2:07:14. Damit verbesserte er seinen Hausrekord aus dem Jahr 2013 (Xiamen) um 30 Sekunden und nimmt aktuell einen Platz in den Top30 des Jahres ein.

Bei nahezu idealen Temperaturen um 15°C wurden für die erste Phase des Rennens Zwischenzeiten gemeldet, die fast gar nicht zu glauben sind. 5 km sollen angeblich nach 13:30 zurückgelegt worden sein, 10 km in 28:20, womit man auf Kurs von unter einer Stunde lag! Dann wurde das Tempo mit 59:40 bei 20 km und 1:30:20 bei 30 km deutlich moderater, was auch dem Höllentempo in der Anfangsphase geschuldet war. Auf den letzten 10 km kämpften dann vier Akteure um den Sieg, neben Mokoka und Lonyangata, Shura Kitata Tola (ETH) und der Sieger des Tokyo Marathon von 2014 Endeshaw Negesse Shumi. Zunächst konnte sich bei 36 km Mokaka absetzen, bevor Lonyangata ihn bei 37,5 km einholte und seinerseits zur Attacke blies. Mit Erfolg, denn Mokaka konnte nicht mehr folgen und Lonyangta gewann am Ende recht klar in 2:07:14 vor Mokoka in 2:07:40. Dabei war der Streckenrekord von 2:08:43 des Südafrikaners in der Tat „pulverisiert“. Dritter wurde Tola in 2:08:53

shanghai-mar-2015-winnerPaul Loyangata (KEN) lief in Shanghai mit 2:07:14 einen neuen Streckenrekord.  (c) Veranstalter 

Bei den Frauen waren die Siegerzeiten etwas schwächer, Rael Nguriatukei Kiyara (KEN) gewann in 2:26:23 vor Letebrhan Haylay (ETH)  in 2:28:11. Im letzten Jahr war noch Tigist Tufa (ETH) an gleicher Stelle 2:21:52 gelaufen. 15000 Teilnehmer nahmen am Marathon teil, und noch einmal soviele Aktive waren über Unterdistanzen unterwegs.

Ergebnisse der Männer:

1. Paul Longanyata KEN 2:07:14 (CR)
2. Stephen Mokoka RSA 2:07:40
3. Shura Tola ETH 2:08:53
4. Endeshaw Shumi ETH 2:10:51
5. Workneh Tiruneh ETH 2:11:21
6. Sylvester Teimet KEN 2:14:02
7. Lawrence Cherono KEN 2:14:22
8. Mariko Kipchumba KEN 2:19:03

 

Mare Dibaba und Eliud Kipchoge sind die Marathonbesten des Jahres 2015

best-marathon-runner-2015Die Wahl der besten Marathonläufer des Jahres 2015 durch die AIMS (Association of International MarathonS) erbrachte gestern das zu erwartetende Ergebnis. Mare Dibaba (ETH) gewann die Auszeichung bei den Frauen, Eliud Kipchoge bei den Männern. Beide Athleten haben eine eindrucksvolle Serie an Erfolgen auf den Straßen dieser Welt erringen können. Nach dem Sieg von Dibaba im letzten Jahr in Chicago, lief sie im Januar 2:19:52 in einem einsamen Rennen im chinesischen Xiamen und wurde im April in Boston Zweite. Im August wurde sie dann in Beijing Weltmeisterin im Marathon.

Noch ein drucksvoller ist die Serie von Eliud Kipchoge, der nach seinem Sieg im letzten Jahr in Chicago, den London Marathon sowie den Berlin Marathon des Jahres 2015 gewann. Dabei lief Kipchoge mit verrutschten Innensohlen mit 2:04:00 auch die schnellste Zeit des Jahres bei den Männern.

aims-2015-best-marathoners-dibaba-kipchogeDie besten Marathonläufer des Jahres 2015: Mare Dibaba (ETH) und Eliud Kipchohe (KEN).  (c) AMA

Allerdings ist das Jahr noch nicht zu Ende. Obwohl man in Fukuoka Anfang Dezember nicht unbedingt erwarten kann, dass z.B. Kimetto seinen Marathon Weltrekord steigern wird, wäre eine spätere Ehrung für das Jahr 2015 durchaus angebracht gewesen und mißachtet die Bedeutung der restlichen Läufe im zu Ende gehenden Jahr 2015. Zumindest ein wenig.

Shanghai International Marathon am 8. November 2015: Sehr starke Elitefelder am Start

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Während die etablierten Marathonläufe immer mehr Probleme bekommen, Elitefelder hoher Leistungsbreite an den Start zu bringen, holen die Rennen in Zentralasien in beeindruckender Manier auf. Nach Seoul am letzten Wochenende ist am Sonntag die chinesische Metrolpole Shanghai an der Reihe, wo der Shanghai International Marathon mittlerweile das Gold Label der IAAF trägt und sich die Siegerzeiten und die der Nächstplatzierten durchaus sehen lassen können.
 
Diesbezüglich ist vor allem Stephen Mokoka aus Südafrika zu nennen, der sich anschickt den Lauf zum dritten Mal in Folge zu gewinnen. Im letzten Jahr gewann er mit Streckenrekord von 2:08:43 nach einer Serie in Shanghai, die optimistisch stimmen sollte: 2011 2:10:29, 2012 2:09:43, 2013 2:09:30, 2004 2:08:43. Seine Bestzeit von 2:08:33 stammt aus dem Jahr 2010 vom Seoul Marathon.

shanghai-mar-2014-winnerStephen Mokoka (RSA) will zu dritten Mal in Folge in Shanghai gewinnen.  (c) Veranstalter

Die Konkurrenz für Mokoka wird allerdings erheblich. Tadese Tola (ETH) lief 2013 in Dubai 2:04:49 und lief im gleichen Jahr Streckenrekord in Beijing mit 2:07:16. Endeshaw Negesse (ETH) lief gleichfalls in Dubai 2013 seine Bestzeit von 2:04:52 set in 2013. Im Februar gewann er den Tokyo Marathon in 2:06:00, im letzten Jahr war er schon in Shanghai dabei und wurde Vierter. Ganz besonders zu beachten dürfte Eliud Kiptanui (KEN) sein, der nach Jahren der Leistungsflaute beim diesjährigen Berlin Marathon zu alter From zurückgefunden hatte, mit 2:05:21 Bestzeit leif und Zweiter wurde. Mariko Kiplagat Kipchumba (KEN) hat eine Bestzeit von 2:06:05 und gewann den Xiamen Marathon in 2013 und 2014.

Doch das ist noch lange nicht das gesamte Elitefeld. Sechs weitere Läufer mit Zeiten unter 2:08 Stunden sind gemeldet: Yacob Jarso, Sylvester Teimet (beide KEN),  Abrha Milaw (ETH), Nicholas Manza Kamakya, Elijah Kemboi und Paul Kipchumba Lonyangata (alle KEN).Auch bei den Frauen ist die Konkurrenz stark. Hier sorgte Tigist Tufa (ETH) im letzten Jahr für Furore, als sie den Streckenrekord auf 2:21:52 schraubte. Georgina Rono (KEN) hat mit 2:21:39 eine schnellere Bestzeit. Sie gewann 2014 den Hamburg Marathon in 2:26:47, ihre schnellste Zeit in diesem Jahr war allerdings nur 2:32:06 beim Langzhou Marathon. Caroline Kilel (KEN) gewann 2011 den Boston Marathon und lief ihre Bestzeit in Frankfurt im Jahr 2013 mit 2:22:34. Im letzten Jahr war sie in 2:25:22 Zweite in Shanghai. Biruktayit Eshetu (ETH) lief im Januar in Houston 2:23:51 und die Türkin Sultan Haydar lief in Dubai als Zwölfte Landesrekord mit 2:24:44. Zwei weitere sub-2:26 Läuferinnen sind Rael Kiyara (KEN) und Letebrhan Haylay (ETH).

Athen-Marathon am 8. November 2015 verzeichnet Teilnehmerrekord und trotzt damit der griechischen Krise

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Der „Athens Marathon. The Authentic“ ist das Synonym für den Marathonlauf. Hier begann die Geschichte des Wettbewerbs über die klassische Distanz bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896. Doch heute steht der Athen-Marathon noch für etwas ganz anderes: In Zeiten schwierigster wirtschaftlicher Probleme ist der „Athens Marathon. The Authentic“ eine griechische Erfolgsgeschichte, die Teilnehmer, Zuschauer und Organisatoren gleichermaßen begeistert. Das Rennen auf der originalen Marathonstrecke, die von der Kleinstadt Marathon bis ins Athener Panathinaikon-Stadion führt, verzeichnet erneut einen deutlichen Teilnehmerrekord: 16.000 Athleten haben für den Lauf am Sonntag gemeldet. Das ist ein Zuwachs von fast 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zieht man die Meldezahlen für parallel ausgerichtete Rennen über kürzere Distanzen hinzu, wurden sogar über 43.000 Läufer registriert. Aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten musste der Veranstalter, der griechische Leichtathletik-Verband SEGAS, in diesem Jahr auf die Verpflichtung eines internationalen Elitefeldes verzichten. Zum ersten Mal seit 15 Jahren könnte es damit am Sonntag wieder griechische Sieger beim Athen-Marathon geben.

„Es ist das erste Mal, dass wir den Marathon veranstalten und dabei unter einer staatlichen Finanzkontrolle stehen“, erklärte Kostas Panagopoulos, der Präsident von SEGAS. „Dadurch hatten wir enorme Schwierigkeiten in der Vorbereitung des Rennens, besonders im Zeitraum Juni und Juli. Aber wir haben sie überwunden und haben unser Ziel erreicht, den Athen-Marathon als ein Laufsport-Event mit globaler Bedeutung zu sichern.“

Wie Kostas Panagopoulos versichert, wollen die Veranstalter im nächsten Jahr wieder ein internationales Elitefeld nach Athen holen. „Wir mussten in diesem Jahr Kürzungen vornehmen. Deswegen haben wir auf die Eliteathleten verzichtet und organisieren dafür einen Marathon, bei dem die Breitensportler im Mittelpunkt stehen unter dem Motto ,Marathon der Solidarität für Griechenland’. Wir werden aber unseren bisherigen Weg in der Zukunft weitergehen und 2016 wieder Topathleten am Start haben“, sagte der SEGAS-Präsident, der überrascht war über den deutlichen Teilnehmerrekord. „Wir hatten die Befürchtung, dass aufgrund der Situation die internationalen Läufer ausbleiben könnten. Doch das Gegenteil ist der Fall: Das internationale Kontingent ist um 30 Prozent gestiegen.“

athen-mar-pk-2015Kostas Panagopoulos mit den griechischen Läufern Dimitris Theodorakakos und Ourania Rebouli.  (c) AMA / Koutroumanos

Immer stärker scheint der „Athens Marathon. The Authentic“ unter den internationalen Läufern jene Rolle einzunehmen, die ihm aufgrund der Historie gebührt – als ein einmaliges Marathonrennen.

Die Gunst der Stunde könnten am Sonntag griechische Topläufer nutzen. Sie haben die große Chance, zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 wieder für einen Heimsieg beim Athen-Marathon zu sorgen. Vor 15 Jahren waren Nikolaos Polias mit 2:20:50 Stunden und Yeoryia Abatzidou in 2:53:00 die Sieger. Am Sonntag gehören Dimitris Theodorakakos und Ourania Rebouli zu den Favoriten. „Marathon zu laufen, ist inspirierend. Und auch deswegen wird die Laufbewegung immer größer“, sagte der 36-jährige Dimitris Theodorakakos, der eine Bestzeit von 2:19:20 Stunden hat. Für ihn wird es am Sonntag bereits sein 14. Marathonlauf sein. Dagegen ist Ourania Rebouli noch eine Newcomerin. Vor einem Jahr lief die Griechin auf der schweren Athener Strecke ihr Debüt und kam nach 2:51:23 ins Ziel. Ende September steigerte sich die 26-Jährige in Berlin auf 2:39:52 und unterbot damit die griechische Olympianorm. „Man braucht nicht nur enorme Ausdauer sondern auch mentale Stärke bei einem Marathon. Ich freue mich auf das Rennen in Athen. Es ist ein bedeutender Marathon“, erklärte die Läuferin. Es bleibt abzuwarten, was sie relativ kurz nach dem Berlin-Marathon am Sonntag in Athen erreichen kann.

Während am Freitagabend in Athen der internationale Straßenlaufverband AIMS im Rahmen einer Gala unter anderem die „2015 AIMS Best Marathon Runner Awards” vergeben wird, findet einen Tag später das 9. AIMS-Marathon-Symposium statt, an dem Laufveranstalter aus aller Welt teilnehmen. Das Thema ist dabei: „Die Doping-Bedrohung für den Langstreckenlauf“. Vier Referenten werden über ihre Erfahrungen berichten. Kyle Barber ist beim internationalen Leichtathletik-Verband IAAF für den Anti-Doping-Kampf zuständig, der frühere britische Weltklasseläufer Hugh Jones spricht über die Sicht der Athleten und der Race-Direktor des Berlin-Marathons, Mark Milde, über die eines großen Veranstalters. Yiannis Pitsiladis wird zudem über die sportmedizinische und wissenschaftliche Seite berichten. Im Rahmen des SUB2 Marathon-Projektes engagiert er sich für sauberen Hochleistungssport.

Weitere Informationen im Internet unter: www.athensauthenticmarathon.gr

Quelle: race-news-service/Veranstalter

„The long distance“ – Ein filmisches Meisterwerk über die globale Laufszene

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Es hat sich längst herumgesprochen, dass die schnellen Läuferinnen und Läufer fast ausschließlich aus den Höhen Ostafrikas kommen. Diese dominieren das Elitesegment bei den großen Läufen fast im Monopol, wobei dabei die Rekorde und die Sieger im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. Dass dabei viele Akteure auch auf den weiteren Plätzen landen, interessiert schon weniger. Dabei stellen doch gerade diese Läufer das Gros der Elite dar, siegen kann immer nur Eine(r).

Und um diese Problematik geht es in dem sehr gelungen Werk des Jungfilmers Daniel Sager, der dezidiert den Weg zeigt, wie die afrikanischen Läufer aus dem heimatlichen Umfeld den Weg auf unsere Straßen finden. Dass sich da weit mehr ereignet als nur die kurze Zeit während eines Laufs, versteht sich von selbst und ist in beeindruckenden Szenen umgesetzt. Dieser Film ist kein Report über grandiose Erfolge und großes Geld, es gibt fast mehr Schatten als Licht. Was dabei wirklich fasziniert ist die Offenheit und der Mut dazu mit der alle Akteure in dieser Dokumentation agieren und zu Wort kommen. Das spricht alles für sich selbst und braucht keinen Kommentar, den es auch nicht gibt.

volker-wagner-film-2015Manager, Trainer und Physiotherapeut Volker Wagner gibt Anweisungen bei der Rekrutierung von kenianischen Athleten in deren Heimat.  (c) ZDF

Am Ende bleibt man etwas ratlos zurück und wundert sich, nicht schon einmal früher über diese Thematik etwas tiefer nachgedacht zu haben. Auch insofern war ein solcher Film mehr als überfällig. Warum allerdings das liebe ZDF eine solch grandiose Dokumentation um 23:55 auf den Sender bringt, nachdem zuvor die Tiefen des Unterschichten nahen TVs zu ertagen waren, bleibt ein Rätsel. Unser Tip: UNBEDINGT anschauen!

Hier folgt eine Rezension von René Martens in der Wochenzeitung „DIE ZEIT„:

Kenia ist die dominierende Nation im Marathonlauf, Athleten aus dem ostafrikanischen Land belegen regelmäßig die bestens dotierten vorderen Plätze bei den großen Events in New York, London, Berlin, Hamburg. Die Hoffnung, auf diese Weise vor der Armut davonlaufen zu können, treibt jede Saison unzählige Kenianer in die reichen Länder. Sie sind nicht nur bei Ereignissen mit großer Strahlkraft dabei, sie suchen ihr Glück auch bei Marathon- oder Halbmarathonläufen in der Provinz, wo manchmal nur ein paar Hundert Euro als Prämie winken. In Paderborn zum Beispiel, beim jährlichen Osterlauf.

Bei solchen Rennen trifft man oft den Manager Volker Wagner, einer der Protagonisten in Daniel Sagers Dokumentarfilm The Long Distance, den das ZDF in seinem Nachtprogramm zeigt. Der Mittsechziger aus Detmold holt Läufer und Läuferinnen für mehrere Wochen von Kenia nach Deutschland, meldet sie bei verschiedenen Rennen an und bringt sie in einem seiner Bungalows unter. „Seit 27 Jahren“ mache er das, betont Wagner im Film mehrmals. Sein Lohn: 15 Prozent Provision vom Preisgeld. Damit ist auch sein Problem benannt: Wenn zu viele seiner Schützlinge nicht genug Prämien erlaufen, um ihm das Geld zurückzuzahlen, das er, etwa für Flugtickets, vorgestreckt hat, macht er Verlust.

The Long Distance ist Daniel Sagers Abschlussarbeit an der Filmakademie Baden-Württemberg. Der Film, der gerade den First Steps Award gewonnen hat, beginnt in der kenianischen Bergregion Eldoret. Dort fristen zwei Schützlinge Wagners ein ärmliches Dasein in Lehmhütten. Felix, Mitte 20, macht ein bisschen in Viehwirtschaft und hofft, von einem Preisgeld eine Solaranlage kaufen zu können; Eunice, Anfang 30, kümmert sich um ihren Vater und hofft, dass sie bald genug Geld haben wird, ihre Tochter zu sich holen. Die lebt derzeit bei Eunices Schwester.

Sager beschreibt, wie aus den unterschiedlichen Hoffnungen Abhängigkeitsverhältnisse entstehen. Druck herrscht auf beiden Seiten, denn Wagner war zwar als Strippenzieher einst eine große Nummer, seine Schützlinge liefen Weltrekorde. Doch heute lebt er vor allem von seinen Erinnerungen. Andere Manager, die ebenfalls Gruppen afrikanischer Läufer unter Vertrag nehmen, sind längst erfolgreicher als er. Und dann macht ihm auch noch eine perfide Verschärfung der Visumsregelungen zu schaffen. 3.000 Euro Kaution muss er für jeden Läufer hinterlegen – für den Fall, dass sie nach ihren Rennen nicht nach Kenia zurückkehren, sondern hier Asyl beantragen. Aber Wagner will nicht aufgeben, er ist ein Sturkopf.

In seiner Verzweiflung drängt er Eunice dazu, zwei Marathonläufe innerhalb eines Monats zu bestreiten. In Gutsherrenart treibt er sie zu etwas an, was nicht zu verantworten ist. Über 90 Filmminuten bleibt der Machertyp Wagner eine ambivalente Figur: Mal wirkt er fürsorglich, mal gnadenlos – oft aber auch hilflos. Das gilt für jene Passagen, in denen seine Geldprobleme zum Greifen nah sind. Wagners Ehefrau Natalya scheint es geradezu darauf angelegt zu haben, die finanzielle Misere der Familie vor der Kamera immer wieder zur Sprache zu bringen.

Bemerkenswert ist, dass es Regisseur Sager gelungen ist, solche privaten Konfliktszenen einzufangen. Ähnlich stark, wenn auch aus anderen Gründen, sind die Passagen, die bei den Rennen in Paderborn und anderswo entstanden sind. Mehrere Superzeitlupeneinstellungen zeigen, wie brutal dieser Sport ist, zumindest für jene, die, anders als die hier startenden Freizeitsportler, nicht für ihre Gesundheit laufen, sondern gewissermaßen um ihr Leben.

Dass The Long Distance Assoziationen zu den aktuellen weltweiten Fluchtbewegungen auslöst, bleibt nicht aus: Der Film erzählt von Menschen, die in einer ihnen völlig unbekannten Welt das Glück suchen, das zu Hause nicht zu haben ist. Felix und Eunice laufen aber nicht weg. Das wird nicht zuletzt deutlich in Szenen, in denen sie bestenfalls belustigt die Usancen in Deutschland kommentieren. Wo die Menschen „an Eier glauben“ (eine Anspielung auf Ostern) und „die Hunde Jacken tragen, wenn es regnet“, wollen Felix und Eunice gar nicht leben.

JoongAng Seoul International Marathon am 1. November 2015: Äthiopischer Sieg durch Zawude

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Der Äthiopier Tebalu Zawude gewann am Sonntag den Joong Ang Seoul International Marathon in 2:08:46. Damit gab es zwar keine Zeit im Bereich des Streckenrekords, den James Kwambai (KEN) 2012 auf 2:05:50 drücken konnte, aber am Ende setzte sich Zawude gegen sehr starke internationale Konkurrenz durch (auch Kwambai war dabei) und war damit in der Geschichte dieses Laufs (seit 1999) erst der dritte äthiopische Sieger (2008: Molla, 2014: Woldemikael).

joongan-2015-winnerTebalu Zawade (ETH) siegte in Seoul in seinem dritten Marathon.  (c) Veranstalter

Zawade, der seinen dritten Marathon bestritt und eine Bestzeit von 2:07:10 hat, lag im Ziel 15 Sekunden vor dem Kenianer Gideon Kipkemoi Kipketer in 2:09:01. Nach 40 km konnte sich Zawade von Kipketer lösen, nachdem der zweimalige Seoul-Sieger James Kwambai bei 38 km zurückfiel. Kurz vor der Ziellinie wurde Kwambai noch von Abreham Cherkos Feleke (ETH) überspurtet, der mit 2:09:23 eine Sekunde vor dem Kenianer lag. Sechs Läufer unter 2:10 Stunden bedeutet auch eine gutes Ergebnis in der Breite.

Bei den Frauen bot die 29jährige Koreanerin Park Ho-sun in 2:26:30 die beste Leistung, nachdem sie diesen Lauf schon 2013 gewinnen konnte. Sie lag damit über eine Viertelstunde vor der Zweiplatzierten Kim Sun-ae in 2:42:33. Insgesamt waren etwa 14000 Teilnehmer am

Ergebnis der Männer:

1. Tebalu Zawude Heyi ETH 2:08:46
2. Gideon Kipkemoi Kipketer KEN 2:09:01
3. Abreham Cherkos Feleke ETH 2:09:23
4. James Kipsang Kwambai KEN 2:09:24
5. Wilfred Kipkogei Murgor KEN 2:09:38
6. Bantayehu Assefa Adane ETH 2:09:49
7. Belachew Alemayehu Ameta ETH 2:10:03
8. Abdelmajid Elhissouf MAR 2:10:36
9. Frankline Chepkwony KEN 2:12:50
10. Son Myeong Jun KOR 2:13:30

TCS New York City Marathon am 1. November: Auch das dritte WMM Rennen in den USA mit schwachen Zeiten, aber mit grandiosem Finale

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Mit einer Siegerzeit von über 2:10 Stunden blieb auch die dritte World Marathon Majors (WMM) Veranstaltung des Jahres 2015 weit hinter den internationalen Standards schneller Zeiten zurück. Nachdem schon der Boston Marathon eine Zeit von nur 2:09:17 aufwies und Chicago erstmals ohne Tempomacher mit 2:09:26 regelrecht unterging, kann die Zeit von Stanley Biwott (KEN) in 2:10:34 auch nicht Ansätzen zufriedenstellen. Zwar waren die Wettbewerbe bei Frauen sowie Männern im letzten Viertel durchaus sehenswert (so man in der chaotischen und durch zahlreiche Werbeeinblendungen unterbrochenen TV-Übertragung das Rennen überhaupt nachvollziehen konnte), aber „reparieren“ ließen sich die anfänglichen Herbstspaziergänge durch den Big Apple kaum noch.

Somit lieferten gleich alle WMM Veranstaltungen auf US-amerikanischem Boden Zeiten ab, für die man sich die Verpflichtung hochkarätiger Athleten eigentlich ersparen kann. Wenn man sieht auf welchem Niveau Läufe wie in Eindhoven, Gyeongju (liegt in Korea), Frankfurt, Xiamen, Kosice, etc., etc. auch im Jahr 2015 agieren, dann kann man der selbst ernannten Elite des Marathonlaufs nur solide Zweitklassigkeit attestieren. Man kann die Sache drehen und wenden, wie man will, von leistungssportlicher Seite sind für die US-WMM-Events die „Golden Labels“ der IAAF nicht zu rechtfertigen. Sicherlich kann man über Tempomacher kontrovers diskutieren, wenn man aber sieht, was da vor allen in Chicago und New York City herausgekommen ist, dann waren dies sehr deutliche Argumente FÜR den Einsatz von „Hasen“.

Während die Frauen durch die Portugiesin Moreira noch ein halbwegs flottes Tempo anschlugen, deutete schon die erste Meile der Männer an, was nun auch in New York City drohte. 5:22 war der erste Meilensplit auf der Verenzano Narrows Bridge. 5 km passierten die Männer nach 15:49, 10 km nach 31:31, 20 km nach 1:03:14. Man war auf Kurs von nur 2:13:30 und das Männerfeld mit 14 Läufern lag noch dicht zusammen. Höhepunkt der Tempoverschleppung war dann der 5 km-Abschnitt nach 25 km in indiskutablen 16:25, erst zur 30 km Marke in 1:34:58 wurde es mit 15:19 deutlich schneller und nur noch acht Läufer waren in Front. Dann war vor allem Stanley Biwott, der nun das Tempo erhöhte und die Spitzengruppe sprengte, in der nun Yuki Kawauchi, Meb Kefelzighi und Yemane Tsegaye zurückfielen. Bei den 20 Meilen (von dort sind es noch recht genau 10 km bis ins Ziel) ging die Jagd so richtig los. Dr 20 Meilen-Split war 1:41:59, der spätere Sieger lief von hier bis ins Ziel grandiose 28:35! Und das trotz des welligen Profils im Central Park.

Erstaunlich, dass bei der Tempoverschärfung Topfavorit Wilson Kipsang schnell zurückfiel. Geoffrey Kamworor beteiligte sich an der Tempohatz und versuchte seine Begleiter abhzuhängen, was ihm aber nur bezgl. Lelisa Desisa gelang. Auf welchem Niveau man nun agierte zeigt auch die Zeit für den Abschnitt von 35 km (1:49:47) nach 40 km (2:04:06), der in 14:19 Minuten absolviert wurde. Nach 38 km war das schon die Entscheidung gefallen. Biwott ließ auch noch Kamworor zurück und siegte unangefochten in 2:10:34, wo bei der die zweite Hälfte in 1:03:43 mit einem erheblichen negativen Split von 3 Minuten gelaufen wurde. Für eine gute Zeit wurde aber im ersten Part zu stark gebummelt. Platz 2 ging an Kamworor in 2:10:48 vor Lelisa Desisa in 2:12:10. Yuki Kawauchi schaffte im Duell mit Keflezighi noch Platz 6 in 2:13:29.

nyc-mar-2015-yukiYuki Kawauchi gab am Ende sehr sichtbar wieder Alles und wurde mit Platz 6 in 2:13:30 belohnt.  (c) A Runners Eye

Bei den Frauen fiel die Entscheidung nach 33 km, wo sich Keitany zunächst mit der London-Siegerin dieses Jahres, Tigist Tufa (ETH), absetzen konnte. Schon bald danach konnte auch Tufa nicht mehr folgen und Keitany lief in 2:24:25 einem überlegenen Sieg entgegen. Somit konnte sie ihren Erfolg aus dem Vorjahr an gleicher Stelle wiederholen. Aselefech Mergia, die Siegerin von Dubai im Januar, arbeitete sich noch auf Platz 2 in 2:25:32 vor, Dritte wurde Tigist Tufa in 2:25:50. Für ihren mutigen Lauf im ersten Teil wurde die Portugiesin Sara Moreira mit Platz 4 in 2:25:53 belohnt.

Die Zahl der Finisher war wieder mit 49617 sehr hoch, insbesondere angesichts der 50235 Teilnehmer, die im Fort Wadsworth die Startlinie überquerten, was einer Quoto von 98,8 % entspricht. Gegenüber dem Rekord vom letzten Jahr mit 50530 Finisher lag man etwas zurück. Nach wie vor ist der New York City Marathon der teilnehmerstärkste Lauf auf dem Globus, mit 46034 liegt Chicago auf Platz 2 vor Paris mit 40259.

 

Ergebnisse der Männer:

1. Stanley Biwott 2:10:34 KEN
2. Geoffery Kamworor 2:10:48 KEN
3. Lelisa Desisa 2:12:10 ETH
4. Wilson Kipsang 2:12:45 KEN
5. Yemane Tsegay 2:13:24 ETH
6. Yuki Kawauchi 2:13:29 JPN
7. Meb Keflezighi 2:13:32 USA
8. Craig Leon 2:15:16 USA
9. Birhanu Dare Kemal 2:15:40 ETH
10. Kevin Chelimo 2:15:49 KEN
11. Andrea Lalli 2:17:12 ITA
12. Juan Luis Barrios 2:18:06 MEX
13. Diriba Degefa Yigezu 2:19:21 ETH
14. Negash Abebe Duki 2:20:30 ETH

 

Die Splits des Siegers Stanley Biwott:

 5 km 15:49  2:13:37
10 km 31:31 15:42  2:13:03
 15 km 47:30 15:59  2:13:37
 20 km 1:03:14 15:44  2:13:27
   HM 1:06:51  2:13:42
 25 km 1:19:39 16:25  2:14:26
 30 km 1:34:58 15:19  2:13:36
 35 km 1:49:47 14:49  2:12:22
 40 km 2:04:06 14:19  2:10:57
  Ziel 2:10:34  6:28

 

Ergebnisse der Frauen:

1. Mary Keitany 2:24:25 KEN
2. Aselefech Mergia 2:25:32 ETH
3. Tigist Tufa 2:25:50 ETH
4. Sara Moreira 2:25:53 POR
5. Christelle Daunay 2:26:57 FRA
6. Priscah Jeptoo 2:27:03 KEN
7. Laura Thweatt 2:28:23 USA
8. Jelena Prokopcuka 2:28:46 LAT
9. Anna Incerti 2:33:13 ITA
10. Caroline Rotich 2:33:19 KEN

 

TCS New York City Marathon am 1. November 2015: Mary Keitany und Stanley Biwott gewinnen

nyc-mar-2015-logoIn sehr langsam angelaufenen Rennen setzten sich die Kenianer heute beim TCS New York City Marathon durch. Durch schnelle letzte Viertel gab es dann am Ende noch halbwegs akzeptable Zeiten. Mary Keitany konnte sich nach knapp 2 Stunden von der Konkurrenz absetzen und siegte in 2:24:25 mit einer guten Minute Vorspung auf die Äthiopierin Asefelech Mergia in 2:25:32.

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Bei den Männern kam es nach 20 Meilen zur entscheidenen Attacke, bei der sich Stanley Biwott, Geoffrey Kamworor, Lelisa Desisa und Wilson Kipsang mit einer Meile von 4:24 Minuten absetzen konnten. Überraschend fiel Kipsang schnell zurück und Biwott gewann in 2:10:34, nachdem man die erste Hälfte in nur 1:06:50 zurückgelegt hatte. Platz 2 ging an Kamworor in 2:10:48 und Platz 3 an Desisa in 2:12:10. Dann folgte Kipang und Yuki Kawauchi belegte mit 2 Minuten Rückstand Platz 6.

Ausführlicher Bericht folgt.

Rock ´n´ Roll Philadelphia Halbmarathon am 31. Oktober 2015: Keine Afrikaner – schnelle Amerikaner

logo_philadephia-2015Papst Franziskus und die veranstaltende Competitor Group hatten maßgeblichen Einfluss auf den Ausgang des diesjährigen Philadelphia Halbmarathon, der seit einigen Jahren in die Serie der Rock´n´Roll Laufveranstaltungen integriert ist. Durch Franziskus, Pontifex Maximus einer desolaten und von Skandalen erschütterten Amtskirche, erwirkte durch seinen Besuch in den USA eine Verschiebung des Laufs vom angestammten September-Termin auf den letzten Oktobertag. Und Competitor, ein weitgehend auf Profit orientiertes Unternehmen der Laufeventbranche. lud diesmal erst gar keine afrikanischen Eliteläufer ein, womit man sicher auch Geld sparte. Dass man damit das sehr hohe Leistungsniveau der Vorjahre nicht halte konnte, versteht sich fast von selbst. Die Streckenrekorde aus dem Jahr 2011 durch Dopingsünder Mathew Kisorio (KEN) in 58:46 und Kim Smith (NZL) in 1:07:11 blieben weit außer Reichweite.

Die Sieger der bisherigen Ausgaben des Philadelphia Halbmaratons (Quelle: Wikipedia):

1st 1978  Julio Piazza (USA) 1:07:35  Nora Johnson (USA) 1:24:34
2nd 1979  Lasse Virén (FIN) 1:04:48  Lena Hollman (SWE) 1:20:06
3rd 1980  Rod Dixon (NZL) 1:03:39  Jan Yerkes (USA) 1:17:56
4th 1981  Rod Dixon (NZL) 1:02:12  Jan Yerkes (USA) 1:13:33
5th 1982  Michael Musyoki (KEN) 1:01:36  Judi St. Hilaire (USA) 1:13:13
6th 1983  Michael Musyoki (KEN) 1:02:49  Joan Samuelson (USA) 1:09:10
7th 1984  Dean Matthews (USA) 1:02:14  Joan Samuelson (USA) 1:08:34
8th 1985  Mark Curp (USA) 1:00:55  Joan Samuelson (USA) 1:09:44
9th 1986  Mark Curp (USA) 1:01:43  Midde Hamrin (SWE) 1:11:41
10th 1987  Martyn Brewer (USA) 1:02:07  Sylvia Mosqueda (USA) 1:10:47
11th 1988  Steve Jones (GBR) 1:02:17  Lesley Lehane (USA) 1:10:47
12th 1989  El Mostafa Nechchadi (MAR) 1:02:01  Nan Doak-Davis (USA) 1:11:24
13th 1990  Dionicio Cerón (MEX) 1:00:46  Cathy O’Brien (USA) 1:09:39
14th 1991  Rolando Vera (ECU) 1:03:00  Kim Jones (USA) 1:12:53
15th 1992  Noel Richardson (IRL) 1:03:13  Wilma van Onna (NED) 1:10:59
16th 1993  Luketz Swartbooi (NAM) 1:01:26  Colleen De Reuck (RSA) 1:10:26
17th 1994  William Kiptoo Koech (KEN) 1:02:04  Anne-Marie Lauck (USA) 1:10:03
18th 1995  Joseph Kamau (KEN) 1:01:30  Tatyana Pozdnyakova (UKR) 1:12:56
19th 1996  Joseph Kamau (KEN) 1:01:02  Catherine Ndereba (KEN) 1:10:40
20th 1997  Khalid Khannouchi (MAR) 1:00:27  Colleen De Reuck (RSA) 1:10:06
21st 1998  Peter Gith. Mwangi (KEN) 1:01:58  Catherine Ndereba (KEN) 1:09:46
22nd 1999  Khalid Khannouchi (MAR) 1:00:47  Catherine Ndereba (KEN) 1:10:31
23rd 2000  Khalid Khannouchi (USA) 1:01:17  Catherine Ndereba (KEN) 1:10:01
24th 2001  Ronald Mogaka (KEN) 1:01:25  Catherine Ndereba (KEN) 1:08:30
25th 2002  Ronald Mogaka Boraya (KEN) 1:02:22  Catherine Ndereba (KEN) 1:09:20
26th 2003  Laban Kipkemboi (KEN) 1:01:29  Leah Malot (KEN) 1:11:20
27th 2004  Julius Kibet Koskei (KEN) 1:01:17.1  Nuța Olaru (ROM) 1:09:38
28th 2005  Gudisa Shentama (ETH) 1:02:23  Deena Kastor (USA) 1:07:53
29th 2006  Wilson Kebenei (KEN) 1:01:05  Lineth Chepkurui (KEN) 1:10:09
30th 2007  Julius Kibet Kosgei (KEN) 1:02:02  Pamela Chepchumba (KEN) 1:08:45
31st 2008  Yerefu Berhanu (ETH) 1:01:22  Liliya Shobukhova (RUS) 1:10:21
32nd 2009  Ryan Hall (USA) 1:01:52  Catherine Ndereba (KEN) 1:09:43
33rd 2010  Mathew Kisorio (KEN) 1:00:16  Meseret Defar (ETH) 1:07:45
34th 2011  Mathew Kisorio (KEN) 58:46  Kimberley Smith (NZL) 1:07:11
35th 2012  Stanley Biwott (KEN) 1:00:03  Sharon Cherop (KEN) 1:07:21
36th 2013  Stanley Biwott (KEN) 59:36  Lyudmila Kovalenko (UKR) 1:08:59
37th 2014  Bitan Karoki (KEN) 59:23  Aberu Kebede (ETH) 1:08:41

 Den Lauf gewann Tim Richie aus Massachusetts (USA) in guten 1:01:22, womit er sich und 23 weitere Läufer mit sub 2:05-Zeiten für die US-Marathon-Trials für Olympia in LA im Februar 2016 qualifizierte. Dazu der Sieger: „I’m very encouraged. This is all part of training for the trials. I’m going to take a couple of down weeks now, then ramp up. I’ll definitely race a couple more times between now and then. You never know what time you’re going to need there. In 2012, four guys went under 2:10. But I know now that I can go there and give it my best.“ Jake Riley belegte mit deutlcihem Rückstand in 1:03:26 Platz 2 vor Daniel Tapia, der bei der WM in Moskau im Jahr 2011 für die USA startete, als Dritter in 1:03:57.

Bei den Frauen siegte Maegan Krifchin  in 1:09:47 vor Neely Spence-Gracey in 1:09:59) und Alisha Williams in 1:10:51 in einem Rennen zu dem fast 18000 Teilnehmer an der Startlinie standen. Insgesamt qulifizierten sich in dem Lauf 24 Männer und 20 Frauen (sub-1:15 Stunden) für die Olympia-Trials.

Im kommenden Jahr wird der Lauf wieder am angestammten Termin im September über die Bühne gehen. Ob dann auch wieder Afrikaner als Eliteläufer eingeladen werden, wird sich zeigen. Es würde aber nicht überraschen, wenn auch dem hochgradig-traditionellen Philadelphia Halbmarathon ein ähnliches Schicksal wie z.B. dem San Diego Marathon blüht. Nachdem Competitor vor zwei Jahren Wellen des Protests für ihre Reduzierung des Elitepools erntete, kommen diese Entwicklungen ganz sachte aber kaum aufzuhalten auf breiter Front zurück. Es wird eine sehr spannende Entwicklung in dem kommenden Jahren geben, bei der neben den Arbeitsplätzen für afrikanische Höchstleister auch der (Spitzen-)Sport auf dem Spiel stehen könnte.

10312015_RocknRollMarathon-89711Start zum 38. Philadelphia Halbmarathon am Samstag ohne afrikanische Eliteläufer.  (c) Veranstalter

Ergebnis Halbmarathon der Männer: 

  1. Timothy Ritchie, 28, Brighton, MA, 1:01:22
  2. Jake Riley, 27, Rochester, MI, 1:03:23
  3. Daniel Tapia, 29, Mammoth, CA, 1:03:54
  4. Ben Bruce, 33, Flagstaff, AZ, 1:04:08
  5. Tom Anderson, 25, Indianapolis, IN, 1:04:10
  6. Chris Kwiatkowski, 26, Arlington, VA, 1:04:10
  7. Kiya Dandana, 26, Houston, TX, 1:04:15
  8. John Raneri, 24, New Fairfield, CT, 1:04:26
  9. Ty McCormack, 23, Orlando, FL, 1:04:27
  10. Carlos Jamieson, 28, Washington DC, 1:04:27
  11. Matt Fischer, 23, Brighton, MA, 1:04:28
  12. Jovanny Rodriguez, 24, Hayward, CA, 1:04:29
  13. Louis Serafini, 24, Brighton, MA, 1:04:31
  14. Stephen Kersh, 24, Flagstaff, AZ, 1:04:36
  15. Brogan Austin, 24, Madison, WI, 1:04:37
  16. Matt Gillette, 24, Shippensburg, PA, 1:04:38
  17. Sam Morse, 32, Camden, NY, 1:04:38
  18. Kieran O’Conor, 28, Arlington, VA, 1:04:38
  19. Alex Monroe, 23, Lyons, CO, 1:04:41
  20. Mark Pinales, 22, Round Rock, TX, 1:04:45
  21. Bo Waggoner, 26, Cambridge, MA, 1:04:49
  22. Rory Tunningley, 25, Austin, TX, 1:04:51
  23. John Bleday, 24, Brighton, MA, 1:04:57
  24. Matthew Sonnenfeldt, 24, Johnson City, TN, 1:04:58

Ergebnis Halbmarathon der Frauen:

  1. Maegan Krifchin, 27, Silver Spring, MD, 1:09:50
  2. Neely Spence Gracey, 25, Louisville, CO, 1:09:58
  3. Alisha Williams, 33, Golden, CO, 1:10:31
  4. Kellyn Taylor, 29, Flagstaff, AZ, 1:10:59
  5. Brianne Nelson, 35, Golden, CO, 1:11:53
  6. Anjie Orjuela, 26, Columbia, 1:12:20
  7. Adriana Nelson, 35, Boulder, CO, 1:12:35
  8. Mattie Suver, 28, Colorado Springs, CO, 1:12:36
  9. Marta Mekonen, 25, Silver Spring, MD, 1:12:37
  10. Jen Rhines, 41, Boston, MA, 1:12:45
  11. Katie Di Camillo, 28, Providence, RI, 1:12:48
  12. Dot McMahan, 38, Rochester, MI, 1:13:12
  13. Laura Batterink, 30, Evanston, IL, 1:13:13
  14. Tina Muir, 27, Great Britain, 1:13:21
  15. Hillary Montgomery, 22, College Station, TX, 1:13:35
  16. Kristin Swisher, 32, Boulder, CO, 1:13:43
  17. Susanna Sullivan, 25, Falls Church, VA, 1:13:49
  18. Bridget Lyons, 27, Atlanta, GA, 1:13:49
  19. Joanna Thompson, 23, Raleigh, NC, 1:14:08
  20. Jen Rock, 25, Macomb, MI, 1:14:36
  21. Melanie Brender, 23, Rochester, MI, 1:14:38

Banque du Liban Beirut Marathon am 8. November 2015: Elijah Kemboi geht auf Rekordjagd

beirut-marathon-2015-logoEs ist schon etwas besonderes, wenn in den Krisen und Kriegen erschütterten Nahen Osten ein Marathon über die Bühne geht, der immerhin das IAAF Silver Label errungen hat. Bereits zum 13. Mal geht man in der libanesichen Hauptstadt an den Start und verzichtet bei der Veranstaltung nicht auf Eliteläufer aus dem Osten Afrikas.

Als sogenannter Topstar wird der Kenianer Elijah Kiprono Kemboi stehen, der seine Karriere in seiner Heimat im Jahr 2008 begann und im Jahr 2011 die Marathons von Antwerpen und Kosice gewann. Zwei Jahre später lief er beim Frankfurt Marathon in 2:07:34 seine Bestzeit. Und dass er auch aktuell gute Form hat, belegte er beim diesjährigen Warschau Marathon, wo er in 2:08:29 den zweiten Platz erringen konnte. Ferner war er als Tempomacher am 6. Oktober in Eindhoven unterwegs, wo er die Spitzengrupper in sehr flotten 1:02:23 zur Halbmarathonmarke führte.

Der Streckenrekord von 2:11:13 aus dem Jahr 2011 durch den Äthiopier Tariku Jufar ist sicherlich in Gefahr. Konkurrenz dürfte er durch Edeo Mamo (ETH, 2:09:52 Warschau 2014), Jackson Limo (KEN, 2:09:06 Paris 2014) und Isaac Korir (BHR) bekommen, der immerhin 2014 in Kopenhagen 1:01:40 im Halbmarathon lief.

TCS New York City Marathon am 1. November 2015: Neuauflage des Duells Wilson Kipsang gegen Lelisa Desisa

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Beim New York City Marathon am kommenden Sonntag wird es eine Neuauflage des Duells zwischen Wilson Kipsang (KEN) und Lelisa Desisa (ETH) geben, das im letzten Jahr bis zur letzten Minute des Laufs durch den Big Apple für Hochspannung sorgte. Kipsang war nach seinem Weltrekord von 2:03:38 im Jahr 2012 eine stärksten Marathonläufer im globalen Vergleich. Doch im Jahr 2015 machte seine Karriere Rückschritte; in London konnte er im Finale den neuen Topstar Eliud Kipchoge nicht mehr stoppen, der unangefochen gewann. Im (Hoch-)Sommer quittierte er bei den WM in Beijing unter irregulären Bedingungen nach 30 km seine Dienste und braucht damit einmal wieder eine herausragende Leistung – sprich Sieg -, um seiner Reputation gerecht zu werden und sich für den Olympischen Marathon in Rio de Janeiro zu empfehlen.

Bei den Frauen dürfte Vorjahressiegerin Mary Keitany (KEN) die große Favoritin auf den Sieg sein. Sie hat die Babypause längst eindrucksvoll überwunden, musste sich aber nach einer sehr starken Vorstellung im Halbmarathon im Februar in Ras Al Khaimah (RAK) beim London Marathon von Tigist Tufa geschlagen geben, die gleichfalls in New York City am Start sein wird.

london-2015-wilson-42kmWilson Kipsangs Bilanz im Jahr 2015: Platz 2 in London, Ausstieg bei der WM in Beijing. Kann er seinen Erfolg aus dem Vorjahr in NYC wiederholen?  (c) H. Winter

Auf der heutigen Pressekonferenz machten beide Titelverteidiger einen recht zuversichtlichen Eindruck und deuteten eine sehr gute Vorbereitung auf den Lauf an. Dazu Kipsang: “I am well prepared. Last year I didn’t know much about the race, but this year I’ve prepared with the course in mind.” Und Keitany meinte: “I am well prepared and my training has been going well. I’m better than last year.”

nyc-10k-2015-keitanyVorjahressiegerin Mary Keitany (KEN) ist auf die Favoritin auf den Sieg in diesem Jahr.  (c) Veranstalter

Kipsangs wesentlicher Konkurrent dürfte wieder Desisa werden, der in diesem Jahr Zweiter in Dubai wurde und den Boston Marathon gewann. Im Gegensatz zu Kipsang hielt er in Beijing beim WM-Marathon durch, sein siebter Platz in 2:14:53 war aber sicher nicht zufriedenstellend. Da lief es bei seinem Landsmann Yemane Tsegay mit der Silbermedaille schon deutlich besser. Mit einer Bestzeit von 2:04:48 gehört er zur Weltelite und ist ein starker (Wett-)Kämpfer, der zu beachten sein wird.

dubai-2015-desisa-40kmLelisa Desisa (ETH) könnte wieder der größte Gegner von Wilson Kipsang beim New York City Marathon werden.  (c) H. Winter

Weit vorne dürften am Ende auch Stanley Biwott und Geoffrey Kamworor zu erwarten sein. Biwott überzeugte erst kürzlich beim Great North Run, wo er Mo Farah ans Limit trieb und knapp Zweiter in 59:24 wurde, Kamworor hatte gleichfalls ein Duell mit Mo Farah. Bei der WM konnte auch er ihn – diesmal über 10000 m auf der Bahn – nicht besiegen. Kamworor ist der amtierende Halbmarathon-Weltmeister mit einer Bestzeit von 58:54, diese Zeit hat er aber noch nicht ganz auf sein Niveau im Marathon transferieren können.

Neben den ganz schnellen im Feld sind noch 2:08er Läufer dabei. So das japanische Lauf-Unikum Yuki Kawauchi, der für einige Zeit in einem Leistungstief verschwunden war, nun aber langsam die alte Stärke zurück zu gewinnen scheint. New York City ist für ihn ein „Test“ für den Fukuoka Marathon fünf Wochen später, den der eigenwillige Japaner gewinnen möchte. Und dann ist auch noch der „Haudegen“ Meb Keflezighi dabei, der im letzten Jahr nahezu sensationell den Boston Marathon gegen starke ostafrikanische Konkurrenz gewann. Wie in den Jahren zuvor werden wieder 50000 Läufer im Ziel erwartet.

Elitefeld der Männer:

Nick Arciniaga 32 USA 2:11:30
Juan Luis Barrios 32 MEX 2:14:10
Chris Bendtsen 23 USA Debut
Stanley Biwott 29 KEN 2:04:55
Carmine Buccilli 33 ITA 2:16:45
Gian-Paul Caccia 29 USA 2:22:30
Kevin Chelimo 32 KEN 2:29:40
Lelisa Desisa 25 ETH 2:04:45
Matt Flaherty 30 USA 2:21:20
Geoffrey Kamworor 22 KEN 2:06:12
Yuki Kawauchi 28 JPN 2:08:14
Meb Keflezighi 40 USA 2:08:37
Wilson Kipsang 33 KEN 2:03:23
Andrea Lalli 28 ITA 2:12:48
Craig Leon 31 USA 2:13:52
Zicheng Li 25 CHN 2:11:49
Daniele Meucci 30 ITA 2:11:08
Kelly Mortenson 44 USA 2:19:20
Will Nation 23 USA Debut
Harbert Okuti 30 UGA 2:17:30
Hector Rivera 44 PUR 2:22:18
Stefano Scaini 32 ITA 2:16:28
Yemane Tsegay 30 ETH 2:04:48

Elitefeld der Frauen:

Hilary Corno 40 USA 2:47:10
Christelle Daunay 40 FRA 2:24:22
Buzunesh Deba 28 ETH 2:23:19
Changqin Ding 23 CHN 2:26:54
Jane Fardell 35 AUS 2:37:35
Ana Dulce Félix 33 POR 2:25:15
Cassie Fien 30 AUS 2:54:21
Clare Geraghty 29 AUS 2:48:35
Alana Hadley 18 USA 2:38:34
Anna Incerti 35 ITA 2:25:32
Priscah Jeptoo 31 KEN 2:20:14
Paula Keating 49 CAN 2:47:26
Mary Keitany 33 KEN 2:18:37
Sally Kipyego 29 KEN Debut
Teresa McWalters 30 USA Debut
Aselefech Mergia 30 ETH 2:19:31
Sara Moreira 30 POR 2:24:49
Jelena Prokopcuka 39 LAT 2:22:56
Beverly Ramos 28 PUR Debut
Marisol Romero 32 MEX 2:31:15
Caroline Rotich 31 KEN 2:23:32
Laura Thweatt 26 USA Debut
Tigist Tufa 28 ETH 2:21:52
Caroline Wöstmann 32 RSA 2:44:57

5. Osaka Marathon am 25. Oktober 2015: Streckenrekord bei den Frauen durch Maryna Damantsevich (BLR)

osaka-mar-2015-logoDaniel Kosgei (KEN) gewann die 5. Ausgabe des Osaka Marathon am letzten Sonntag bei Temperaturen um 19°C und geringer Luftfeuchte von 39%. Kosgei schaffte  als Sieger 2:13:46 und hatte einen großen Vorsprung vor dem Zweiten, den Japaner Taiga Ito in 2:15:32. Bei den Frauen gab es ebenfalls einen ausländischen Sieg, hier gewann Maryna Damantsevich (BLR) in 2:32:28, was ein neuer Steckenrekord bedeutete. Platz 2 ging an die Japanerin Hisae Yoshimatsu in 2:37:48.

Ergebnisse Männer:

1. Daniel Kosgei (KEN) – 2:13:46
2. Taiga Ito (JPN) – 2:15:32
3. Ser-Od Bat-Ochir (MGL) – 2:15:35
4. Sho Matsumoto (JPN) – 2:16:28
5. Yuko Matsumiya (JPN) – 2:16:40

Ergebnisse Frauen:

1. Maryna Damantsevich (BLR) – 2:32:28 – CR
2. Hisae Yoshimatsu (JPN) – 2:37:48
3. Yumiko Kinoshita (JPN) – 2:38:17
4. Chika Tawara (JPN) – 2:39:44
5. Yoshiko Sakamoto (JPN) – 2:44:46

20. Volkswagen Ljubljana Marathon: Äthiopische Siege mit flotten Zeiten

ljubljana-mar-2015-logoBei der 20 Auflage des Volkswagen (ja, die sponsern trotz Abgas-Skandal und Krise noch Läufe …) Ljubiljana Marathon liefen die äthiopischen Sieger überaus beachtliche Zeiten. Bei recht kaltem Wetter lief Limena Getachew (ETH) eine Zeit von 2:08:19 und verbesserte damit den Kursrekord von Daniel Too aus dem Jahr 2011 um 6 Sekunden.

ljubljana-mar-2015-winner

 

Dzu der Sieger: „Ich bin sehr glücklich über den Rekord. Das Wetter war ziemlich gut, vielleicht ein wenig zu kalt. Bis zu 35 Kilometer liefen wir in einer Gruppe, dann waren die anderen nicht in der Lage, mir zu folgen. Als ich sah, dass sie nicht mithalten konnten, war die Sache entschieden.“ Auch die beiden Nächstplatzierten, Wami Mulugeta (ETH) in 2:08:37 und Rutto Samel (ETH) in 2:08:50 rundeten ein hervorragendes Ergebnis mit 3 Zeiten unter 2:09 Stunden ab.

Auch bei den Frauen gab es durch Melk Gizaw einen äthiopischen Sieg  in gleichfalls guten 2:25:42 vor Rebecca Korir (KEN) in 2:30:36 und Tuei Naomi (KEN) in 2:33:58.


Ergebnisse Männer:
1. Getachew Limenh (ETH) 2:08:19 CR

2. Wami Mulugeta (ETH) 2:08:37
3. Rutto Samel (ETH) 2:08:50
4. Omari Levi Matebo (KEN) 2:09:54
5. Sergei Richard (KEN) 2:11:20
6. Matebor Albert Kiplagat (KEN) 2:12:32
7. Paul Kipkemboi (KEN) 2:15:29
8. Oleg Grigorijev (RUS) 2:17:10
9. Lagat Cosmas (KEN) 2:20:30
10. Mitja Kosovelj (SLO) 2:20:53

Ergebnisse Frauen:

1. Gizaw Melkam (ETH) 2:25:42
2. Rebecca Korir (KEN) 2:30:36
3. Tuei Naomi (KEN) 2:33:58
4. Balciunaite Zivile (LIT) 2:39,40
5. Neža Mravlje (SLO) 2:49:33
6. Petra Tratnik (SLO) 3:00:25
7. Maja Urban (HRV) 3:09:16
8. Jasmina Jelovšek (SLO) 3:09:59
9. Borg Chiara (VBR) 3:12:07
10. Tanja Potočnik (SLO) 3:13:27