IAAF Diamond League Meeting in Paris am 4. Juli 2015: Almaz Ayana (ETH) will 5000 m Weltrekord angreifen

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Der Bestand des Weltrekords der Frauen über 5000 m auf der Bahn bleibt in Gefahr. Der Rekord von Tirunesh Dibaba mit 14:11,15 ist zwar von außergewöhnlicher Qualität, aber in der Saison 2015 sind dieser Marke zwei Athletinnen aus Äthiopien dieser Marke schon recht nahe gekommen. Und es besteht kein Zweifel, dass beide Ausnahmeläuferinnen das Potential haben, die Marke aus dem Jahr 2008 zu verbessern.

Bereits zum Saisonauftakt lief Almaz Ayana (ETH) beim Diamond League Meeting in Shanghai 14:14.32 und lag damit nur 3 Sekunden hinter der Rekordmarke ihrer Landsfrau. Auch die Schwester der Weltrekordlerin, Genzebe Dibaba, sägt an der globalen Marke, in Oslo verhinderte erst am 11. Juni vor allem der Wind eine schnellere Zeit als 14:21,29 nach einem grandiosen Sololauf.

Nun will Ayala beim IAAF Diamond League Meeting in Paris Denis am 4. Juli (symbolträchtiger Tag!) einen neuen Angriff auf den Rekord von Tirunesh unternehmen. Dass ihre Zeit von Shanghai keine singuläre Eintagsfliege war, zeigt sie erst letzte Woche in Rabat, wo sie auch auf der Unterdistanz über 3000 m in 8:22,22 eine großartige Zeit erreichte und nochmals ihr außergewöhnliches Potential demonstrierte. Übrigens hat Ayana recht gute Erinnerungen an das Stade de France in Paris, wo sich bei der WM 2013 ihr internationaler Durchbruch auf der 5000 m Distanz vollzog. Mit 14:25.84 gewann sie seinerzeit Bronze und verbesserte damals ihre persönliche Bestzeit gleich um 27 Sekunden. Zwei Jahre später dürfte ihr Leistungsvermögen noch um einiges höher sein.

Sollte sich ihr Vorhaben umsetzen lassen, könnte sie in der Tat für ein Glanzlicht des Meetings sorgen und dabei auch Usain Bolt, dessen kaum noch zu rechtfertigende Dominanz in der Präsentation bei den Meetings  einem so langsam auf den Senkel geht, in den (verdienten) Schatten stellen.

ayana-eth-2015Almaz Ayana (ETH) geht am 4. Juli zum National-Feiertag der Franzosen auf die Jagd nach dem 5000 m Weltrekord der Frauen.  (c) Veranstalter

21. Hella Hamburg Halbmarathon: Streckenrekorde durch Merhawi Kesete (ERI) und Agnes Mutune (KEN)

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Der 21. Hella Halbmarathon Hamburg am 21. Juni 2015 war in allen Belangen ein großer Erfolg. Von 8072 Voranmeldungen und 8680 Anmeldungen insgesamt kamen 6412 Läufer ins Ziel und bei den Männern und Frauen gab es neue Streckenrekorde.Bei den Männern siegte Merhawi Kesete (ERI) in 1:00:52 und steigerte damit die alte Bestmarke von 1:01:42 um fast eine Minute. Auch bei den Frauen schaffte Agnes Mutune (KEN) mit 1:11:27 einen Kursrekord, der zuvor bei 1:12:46 stand.

Gleich nach dem Start hatte sich zunächst eine gut 10köpfige Spitzengruppe angesetzt, die nach 10 km noch fünf Läufer betrug, mit dabei Daniel Yator als Vorjahressieger und der Streckenrekordhalter Charles Maina. Kurz danach nahte schon die Frauenspitze, wo sich die Vorjahressiegerin Agnes Mutune absetzen konnte.

Am Ende siegte Merhawi Kesete aus Eritrea, der sich vor Daniel Yator gesetzt hatte in 1:00:52. Auch Yator als Zweiter lag mit 1:01:12 noch unter der alten Rekordmarke.

hella-hm2015-winnerMerhawi Kesete (ERI) siegte beim Hamburger Halbmarathon mit neuem Streckenrekord von 1:00:52.  (c) NDR

Die schnellsten deutschen Läufer folgten auf Rang 11 mit Marcin Blazinski (LG farbtex Nordschwarzwald) in 1:04:48  vor Paul Schmidt (Fitness First/thoni mara) in 1:05:06.

Bei den Frauen blieb Agnes Mutune auch in  der zweiten Hälfte voren und siegte in 1:11:27, womit sie um mehr als eine Minute ihren eigenen Streckenrekord unterbot. Im Minutentakt folgten die Nächstplatzierten für das Podium: Halima Beriso (ETH) 1:12:29 und Janet Rono (KEN) in 1:13:20.

 

Ergebnisse Halbmarathon der Männer:

1, KESETE Merhawi (ERI) 1:00:52
2. YATOR Daniel Kipkosgei (KEN) 1:01:12
3. CHERUIYOT Charles (KEN) 1:01:57
4. YANO Abraham (KEN) 1:02:19
5. KIPLIMO Abraham (UGA) 1:02:27
6. KOGEI David (KEN) 1:03:37
7. BEYENE Gadissa (ETH) 1:03:38
8. GEBRETNSAE Okbay Tsegay (ERI) 1:03:40
9. MAIYO Hillary (KEN) 1:03:49
10. OMAR Ibrahim (DJI) 1:04:42
11. BLAZINSKI Marcin 1:04:48
12. SCHMIDT Paul 1:05:06
13. KIPROTICH Koskei Evens (KEN) 1:08:21
14. DETHLEFS Pascal 1:08:34
15. TS’OTLEHO Peter Fane (LES) 1:08:37

 

Ergebnisse Halbmarathon der Frauen:

1. MUTUNE Agnes Katunge (KEN) 1:11:27
2. BERISO Halima (ETH) 1:12:29
3. RONO Janet (KEN) 1:13:20
4. SANI Indiya (ETH) 1:13:49
5. TANUI Susan (KEN) 1:13:54
6. SANG Chelangat (KEN) 1:16:51
7. DIETHERS Andrea 1:17:31
8. JEPKOECH Maureen Kiprono (KEN) 1:18:07
9. KIPROP Charity (KEN) 1:18:48
10. AMBJÖRNSSON Josephine (SWE) 1:19:45

B.A.A. 10 k – 10 km Lauf in Boston am 21. Juni: Arne Gabius in 28:36 auf Platz 5

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Der Kenianer Daniel Salel gewann recht deutlich in 28:09 die B.A.A. 10 k in Boston (USA) und unterbrach damit die Siegesserie von Stephen Sambu, der in 28:21 diesmal nur Zweiter wurde. Sambu hatte den Lauf 2013 und 2014 gewonnen. Die Bedingungen waren wie im Vorfeld befürchtet denkbar schlecht, vor allem störte erheblicher Regen und eine zum Teil überflutete Strecke, die vom Stadtzentrum über den Campus der Boston University und zurück führte. Die starken Gewitter blieben aber glücklicherweise aus. Angesichts dieser Bedingungen waren die Zeiten der Eliteläufe überaus beachtlich.

Arne Gabius startete nach seinem Auftritt beim Diamond League Meeting in New York City nochmals bei einem Rennen in den USA und wurde am Ende in 28:36 Fünfter. Damit lag er noch vor dem Weltklasseläufer Geoffrey Mutai, der als Siebter 28:53 benötigte. Mutai hat die ersten beiden Auflagen des Laufs in den Jahren 2011 und 2012 gewonnen und stelle dabei im Jahr 2011 mit 27:19 den Streckenrekord auf, der auch in diesem Jahr sehr deutlich verfehlt wurde.

Bei den Frauen gewann die Kenianerin Mary Wacera in 32:07 vor der Favoritin Edna Kiplagat in 32:15. Platz 3 ging an Diane Mukuri aus Burundi in 32:23.

gabius-portrait-frankfurt-2015Arne Gabius startete noch einmal in den USA und wird bei den B.A.A. 10k in 28:28 immerhin Fünfter.  (c) H. Winter

boston-10k-results-men-strettiDirekt aus Boston: Die Liste der TOP15 über 10 km der Männer.  (c) A. Stretti

Grandmas Marathon in Duluth (MN, USA) am 20. Juni: Die Streckenrekordler geschlagen

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Der Lauf im US-Bundesstaat hat große Tradition und wird weitgend auf der Route 61 von Two Harbours nach Duluth am Ufer des Lake Superior ausgetragen. Damit ist der Punkt-zu-Punkt-Kurs nicht Bestenlisten tauglich. Im letzten Jahr wurde einer der ältesten Streckenrekorde der globalen Marathonszene aus dem Jahr 1981 (!) durch den Kenianer Dominic Ondoro gebrochen, der das Ziel in Duluth nach 2:09:06 Stunden erreichte. Ondoro wollte diesmal noch schneller laufen, bekam aber nach 20 Meilen (10 km vor dem Ziel) Seitenstiche und fiel etwas zurück. Sein Streckenrekord blieb ihm aber erhalten.

Das Rennen der Männer bei der 39. Auflage des „Grandmas“, dessen Namen auf den ersten Sponsor des Laufs – eines Restaurant in Zielnähe – zurückgeht, wurde durch die beiden Kenianer Elisha Barno and Dominic Ondoro bestimmt, die auch in der kenianischen Läuferhochburg Eldoret und  in Santa Fe (NM) zusammen trainieren. Die angekündigten ungünstigen Wetterbedingungen traten nicht ein, mit Temperaturen um 15°C und kaum Wind waren die Voraussetzungen bis auf sehr leichten Regen akzeptabel.

10 km wurde von der Spitze in 30:34 passiert, die Hälfte war nach 1:04:50 – etwas zu langsam für einen Kursrekord – zurückgelegt. Nach 20 Meilen bekam Ondoro Probleme und Barno gewann in 2:10:36, Ondoro folgte nach 2:11:17, der zunächst sogar auf Platz 3 hinter Jordan Chipangama (ZIM) zurückfiel. Doch der wackre Kenianer kämpfte sich noch wieder auf die zweite Position vor und Chipangama wurde in 2:11:35 Dritter. Damitlaben die Drei vor über 6000 Aktiven, die nach ihnen das Ziel erreichten.

Ondoro meinte nach dem Lauf: “It was too wet, too cold. At 20 miles I got a side stitch and I told [Barno] ‘You go ahead. Don’t wait for me.’ But I’m not disappointed, my record is still there.”

 

Ergebnisse Marathon der Männer:

1. Elisha Barno KEN 2:10:36
2. Dominic Ondoro KEN 2:11:17
3, Jordan Chipangama ZAM 2:11:35
4. Negash Duki ETH 2:13:40
5. Birhanu Dare Kemal ETH 2:13:42
6. Luke Puskedra USA 2:15:27

 

Ergebnisse Marathon der Frauen:

1. Jane Kibii KEN 2:32:06
2. Lindsey Scherf USA 2:32:19
3. Sarah Kiptoo USA 2:32:51
4. Marci Gage USA 2:33:33
5. Dot McMahan USA 2:34:49
6. Caitlin Comfort USA 2:35:29

Mattoni Olomouc Halbmarathon: Mary Keitany (KEN) gewinnt in tollen 66:38 – Bei den Männern wieder ein Überraschungssieger

nyc-10k-2015-keitanyMary Keitany war auch in Olomouc die überragende Läuferin und gewann den Halbmarathon in glänzenden 1:06:38.

Mary Keitany (KEN) war die überragende Läuferin beim Halbmarathon im tschechischen Olmütz am heutigen Samstagabend (20. Juni 2015). Sie siegte in 66:38 und verbesserte damit den Steckenrekord von Edna Kiplagat um über 2 Minuten!

Schnell hatte sich Keitany vom Rest des Feldes gelöst und stürmte mit ihrem Ehemann Charles Koech als Tempomacher durch die ersten 5 km in aberwitzigen 15:16. Damit lag sie auf Kurs von 1:04:24 und weit unter WR-Tempo. Im Februar hatte Florence Kiplagat beim WR in Barcelona von 1:05:09 diese Marke erst nach 15:38 passiert. Aber schon nach 10 km wurde das Tempo der weit vor dem Frauenfeld laufenden Kenianierin etwas moderater, so dass sie nach 31:11 für 10 km mit Kurs von 1:05:46 schon hinter dem WR zurücklag. Kiplagat war hier 31:01 schnell und lief ein grandioses Finale.

Zu diesem Zeitpunkt lag Keitany schon eine volle Minute vor der Kunkurrenz und die Frage war weniger die ihres Sieges als die einer außergewöhnlichen Zeit. Und da hatte sie im Anfangspart doch etwas überzogen, da sie den dritten 5 km Abschnitt nach 15:16 und 15:55 nur noch in 16:07 lief. Damit war eine Zeit im Bereich ihrer Bestmarke von 1:05:50 nicht mehr möglich und im Ziel reichte es dann „nur noch“ zu einer Zeit von 1:06:38. Im Halbmarathon der Frauen ist dies eine Zeit hoher internationaler Klasse. Damit lieferte Mary nach dem sehr schnellen Lauf am letzten Wochenende über 10 km in New York City auch an diesem Wochenende eine weitere Galavorstellung ab.

Für die Fotografen im Zielbereich gab es bei Einlauf von Keitany weniger erfreuliche Begleitumstände. Zwei offensichtlich mit der Situation überforderte junge Damen waren nicht in der Lage, rechtzeitig das Zielband zu spannen und Keitanys Sieg angemessen zu würdigen. Aber sicher ist die herausragende Zeit wichtiger als der äußere Rahmen. Doch die Organisatoren sollten schon sehr genau diesen Vorfall analysieren, damit sich so eine peinliche Sache in kommenden Jahren nicht noch einmal wiederholt.

Lange musste man warten bis bei den Frauen Rose Chelimo als Zweitplatzierte das Ziel nach 1:08:33 erreichte. Kurz dahinter wurde Angela Tanui (KEN) in 1:08:41 Dritte.

Bei den Männern gab es wie im Vorjahr eine faustdicke Überraschung, denn nicht die hoch eingeschätzten Ex-Weltrekordler Wilson Kipsang (KEN) oder der Welt- und Olympiasieger Stephen Kiprotich (UGA) bestimmten das Rennen, sondern wieder ein Nobody der Szene. Jonathan Kiptis (KEN) überraschte die Weltelite mit einem beherzten Lauf, der nach 5 km in 14:11 bei gut 8 km nur noch ihn und die beiden Landsleute Jonathan Maiyo und Cosmas Birech vorne sah. Nach Durchgangszeiten von 28:48 für 10 km und 42:37 für 15 km lag das Trio deutlich vorne, Wilson Kipsang lag hier mit 42:59 schon klar zurück. Dazu ist aber anzumerken, dass Kipsang eine Woche nach Platz 2 beim Halbmarathon im niederländischen Zwolle in Olmütz unter Magenproblemen litt.

Im Schlusspart fiel dann zunächst Birech und dann auch Maiyo zurück und Kiptis gewann in 1:00:21 sein erstes größeres Rennen in der globalen Laufszene. Platz 2 ging ebenso sicher an Jonathan Maiyo in 1:00:32 wie Platz 3 in 1:01:01 an Cosmas Birech. Wilson Kipsang wurde nur Fünfter in 1:02:09 und Stephen Kiprotich finishte sogar lediglich auf Platz in für ihn indiskutablen 1:03:07.

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Foto der Ergebnislisten bei Männern (links) und Frauen (rechts) aus Olomouc.  (c) A. Stretti

Ergebnisse Halbmarathon der Männer:

1. KIPTIS Josphat Kiprop 01:00:21
2. MAIYO Jonathan 01:00:32
3. BIRECH Cosmas Jairus 01:01:01
4. KANDIE Felix 01:02:05
5. KIPSANG Wilson 01:02:09
6. YIRSAW Atalay 01:02:12
7. ARIKAN Polat Kemboi 01:02:12
8. RASHED Essa 01:02:25
9. NAGEGYE Abdi 01:02:56
10. KIPROTICH Stephen 01:03:07
11. MUTHONI Simon 01:03:07
12. MATSUMUTO Kenta 01:04:42

 

Ergebnisse Halbmarathon der Frauen:

1. KEITANY Mary 01:06:38
2. CHELIMO Rose 01:08:33
3. TANUI Angela 01:08:41
4. KIPROP Helah 01:09:25
5. CHUMBA Eunice Chebi 01:10:50

IAAF World Challenge Meeting in Rabat (MAR): Almaz Ayana rennt äthiopischen 3000 m Rekord

Almaz Ayana aus Äthiopien ist momentan in bestechender Form. Dies zeigte sie auch bei der IAAF World Challenge im marokkanischen Rabat am letzten Sonntag (14. Juni), wo sie mit 8:22,22 einen neuen Landesrekord über 3000 m auf der Bahn aufstellte. Bereits in ihrem ersten Rennen der Saison schrammte sie mit der Welt-Jahresbestzeit von 14:14,32 über 5000m beim IAAF Diamond League Meeting in Shanghai nur knapp an einem Weltrekord vorbei.

ayana-eth-2015Almaz Ayana (ETH) beim IAAF Diamond League Meeting in Shanghai lief letzten Sonntag in Rabat neuen Landesrekord über 3000 m.  (c) Veranstalter

Nach einem ersten km in 2:48.44 war sie bereits auf Kurs zu einer neuen persönichen Bestzeit (8:24.58). Die schnelle Fahrt ging nach 2000 m in 5:35.10 weiter und mit einer Schlußrunde von 67 Sekunden erreichte sie das Ziel nach 8:22,22. Das ist ein neuer Landesrekord und bringt sie in der Liste der schnellsten 3000 m Zeiten auf einen respektablen vorderen Platz (s. unten), wenn man einmal von den fragwürdigen Zeiten chinesicher Läuferinnen im September 1993 absieht.

Wie schnell Ayana unterwegs war, zeigt die Zeit der zweifachen Weltmeisterin Vivian Cheruiyot, die mit 8:39,75 über 17 Sekunden zurücklag.

 Die besten Zeiten über 3000 m der Frauen (Quelle IAAF):

Zeit  Name Land   Ort Datum
1. 8:06.11 Junxia Wang  CHN Beijing 13.9.1993
2. 8:12.18 Yunxia Qu  CHN Beijing 13.9.1993
3. 8:12.19 Junxia Wang  CHN Beijing 12.9.1993
4. 8:12.27 Yunxia Qu  CHN Beijing 12.9.1993
5. 8:16.50 Linli Zhang  CHN Beijing 13.9.1993
6. 8:19.78 Liyan Ma  CHN Beijing 12.9.1993
7. 8:20.68 Hellen O. Obiri  KEN Doha 09.5.2014
8. 8:21.14 Mercy Cherono  KEN Doha 09.5.2014
 9. 8:21.26 Liyan Ma  CHN Beijing 13.9.1993
10. 8:21.42 Gabriela Szabo  ROU Monaco 19.7.2002
11. 8:21.64 Sonia O’Sullivan  IRL London 15.7.1994
12. 8:21.84 Lirong Zhang  CHN Beijing 13.9.1993
13. 8:22.06 Linli Zhang  CHN Beijing 12.9.1993
14. 8:22.20 Paula Radcliffe  GBR Monaco 19.7.2002
15. 8:22:22 Almaz Ayana  ETH Rabat 14.6.2015
16. 8:22.44 Lirong Zhang  CHN Beijing 12.9.1993
17. 8:22.62 Tatyana Kazankina  URS Leningrad 26.8.1984
18. 8:23.23 Edith Masai  KEN Monaco 19.7.2002
19. 8:23.26 Olga Yegorova  RUS Zürich 17.8.2001

Mattoni Olomouc (Olmütz) Halbmarathon am 20. Juni 2015: Wilson Kipsang und Mary Keitany am Start

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Die 6. Ausgabe des Mattoni Halbmarathon am Samstag (20. Juni 2015) im böhmischen Olmütz ist wieder hochkarätig besetzt. Den Status eines IAAF Gold Label Road Race haben sich die Veranstalter in der Tat verdient, und man tut auch in diesem Jahr eine Menge, um diesen Status zu halten. Das bedeutet konkret ein Feld an Eliteathleten, das man zu dieser Zeit in der Saison kaum erwarten würde. The Serie der RunCzech Läufe bindet sehr sichtbar immer mehr Athleten an ihre Veranstaltungen. Und das nicht nur bei den Rennen in der Hauptstadt Prag.

Im letzten Jahr sorgte das Rennen der Männer Furore als der erst 18jährige und damals völlig unbekannte Geoffrey Ronoh als Tempomacher den Weltklasseläufer Wilson Kipsang in 1:00:17 hinter sich ließ. In diesem Jahr werden beide Athleten wieder an den Start gehen, nur dass sich nun die Ausgangssituation maßgeblich verändert hat. Im September 2014 verbesserte sich Ronoh als Sieger des Halbmarathon in Klagenfurt (Österreich) auf 59:45. Und Ex-Marathon-Weltrekordler Wilson Kipsang wurde nach seinem Sieg beim New York City Marathon im November 2014 Zweiter in einem tollen Finale beim London Marathon im April in 2:04:47.
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Geoffrey Ronoh und Wilson Kipsang nach dem Olmütz Halbmarathon im letzten Jahr.  (c) Veranstalter

Anzumerken bleibt aber, dass auf einer aktuellen Startliste Ronoh nicht mehr aufgeführt wird. Dafür ist aber mit Marathon-Olympiasieger und Weltmeister Stephen Kiprotich ein weiterer Topathlet dabei, der allerdings kein Freund schneller Rennen ist und im Halbmarathon nur eine Bestleistung von 61:15 Minuten aufweisen kann. Komplettiert wird das Feld durch den Vielstarter Jonathan Maiyo (PB 59:02), Nicholas Bor (60:09) und Felix Kandie (60:42).

Der Topstar bei den Frauen ist Mary Keitany, die in Olmütz zum ersten Mal auf tschechischem Boden an den Start geht und vor Wochenfrist bei brutalen Bedingungen eine sehr gute Vorstellung bei einem 10 m Lauf in New York City ablieferte. Die frühere Halbmarathon-Weltrekordhalterin (65:50) ist spätestens seit ihren 1:06:02 bei RAK Halbmarathon im Februar 2015 nach ihrer Babypause im Regime alter Leistungsstärke zurück. Der Steckenrekord von 1:08:53 durch Edna Kiplagat aus dem letzten Jahr sollte bei normalen Abläufen und moderaten Temperaturen ein sehr realistisches Ziel sein. Die große Hitze der letzten Wochen ist mittlerweile verschwunden, für Samstag sind ideale Temperaturen um 16°C vorhergesagt, mit leichter Tendenz zu etwas Regen.Konkurrenz dürfte Mary nur durch Helah Kiprop erwachsen, die mit 1:07:39 schon unter 68 Minuten geblieben war.

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Zwolle (NED) Halbmarathon am 13. Juni: Einen Tag nach 10 km Sieg in Oelde gewinnt Mengich auch in Zwolle

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Mit einer hochkarätigen Besetzung ging der „Scania Zwolse Halve Marathon“ im niederländischen Zwolle über die Bühne. Und er Sieger des Laufs, Richard Mengich, brachte das Kunststück fertig, knapp einen Tag nach seinem Sieg am späten Abend beim Sparkassen-Citylauf im westfälischen Oelde über 10 km nun auch noch über 21,1 km in 1:01:22 zu gewinnen. Dabei gab es einen denkbar knappen Einlauf um den Sieg, denn der Ex-Marathon-Weltrekordler Wilson Kipsang, der mit seinem beim Regenrennen vor zwei Jahren erzielten 1:00:49 den Kursrekord in Zwolle hält, lag nur eine Sekunde zurück. Das Podium komplettierte ein weiterer Superstar der Szene, Geoffrey Mutai, in 1:01:59. Mutai war 3 km vor dem Ziel aus dem Führungstrio zurück gefallen. Damit belegten Athleten von VOLARE Sports des Managers Gerard van de Veen, der zude Racedirector des Laufs ist, die ersten drei Plätze.

zwolle-hm-2015-topgroup-menGeballte Spitzenklasse in Zwolle: Geoffrey Mutai (3), Mengich (14) und Wilson Kipsang (verdeckt), dazu die „Hasen Kipkurui (10) und Kogeo (17).  (c) Veranstalter

zwolle-hm-2015-winnerRichard Mengich gewinnt in 1:01:22, unmittelbar dahinter Wilson Kipsang.  (c) Veranstalter

Bei den Frauen siegte Janet Rono mit deutlichem Vorsprung in 1:11:10, lag damit aber weit hinter dem Steckenrekord von Flomena Chepchirchir, die 2011 an gleicher Stelle 1:08:22 lief. 1 1/2 Minuten lag Winny Jepkorir in 1:12:46 zurück vor Lucy Macharia 1:13:47.

zwolle-hm-2015-winner-womenJanet Rono (KEN) gewann den Halbmarathon in Zwolle bei den Frauen in 1:11:10.  (c) Veranstalter

Ergebnisse Halbmarathon der Männer

1. Richard Kiprop Mengich, KEN   1:01:22 (Volare Sports)
2. Wilson Kipsang, KEN                    1:01:23 (Volare Sports)
3. Geoffrey Mutai, KEN                     1:01:59 (Volare Sports)
4. Noureddine Htaibi, MAR              1:05:24
5. Khalid Choukoud, NED                 1:05:25
6. Nicodemus Kipkurui, KEN           1:06:51 (Volare Sports)
7. Olfert Molenhuis, NED                  1:08:03 (Volare Sports)
8. Regis Thonon, BEL                         1:08:08

 

Ergebnisse Halbmarathon der Frauen:

1. Janet Rono, KEN               1:11:10 (Volare Sports)
2. Winny Jepkorir, KEN       1:12:46 (Volare Sports)
3. Lucy Macharia, KEN        1:13:47
4. Susan Tanui, KEN             1:14:51 (Volare Sports)
5. Patty den Ouden, NED     1:19:11

Äthiopische WM-Trials in Hengelo (NED): Burka und Edris über 10000 m vorne – Sechs Frauen unter WL

Die ungünstigen Bedingungen im Heimatland veranlassten den äthiopischen Verband die WM-Auscheidungen der Bahnlangstrecken im niederländischen Hengelo abzuhalten. Dabei wird sicher eine Rolle gespielt haben, dass ein wesentlicher Teil der äthiopischen Athleten eng von niederländischen Managern betreut werden, allen voran Joes Hermens.

Der etwas überraschende Ausgang der Rennen bei Männern sowie Frauen war darin begründet, dass in beiden Fällen Athleten gewannen, die erst ihr zweites Rennen über die 10000 m auf der Bahn bestritten. Bei den Frauen gewann Gelete Burka in 30:49.68 und lief damit nach ihren 31:08,16 im April in Paolo Alto (USA) als erste Frau in diesem Jahr unter einer Zeit von 31 Minuten.

Im Rennen der Frauen passierte man die 5000 m in 15:33. 7000 m ereichte eine neunköpfige Gruppe äthiopischer Läuferinnen nach 21:46, man war auf Kurs zu einer Zeit knapp unter 31 Minuten. Bis hier war als „Gast“ die Ausnahmeläuferin aus Kenia Florence Kiplagat dabei, die aber kurz danach abreißen lassen musste und dann aufgab. 1 km vor dem Ziel lagen noch sieben Läuferinnen dicht zusammen. Am Ende hatte Burka das beste Finish und gewann in sehr guten 30:49.68. Sie steigerte ihre Bestzeit damit um fast 20 Sekunden und zog vier weitere Athletinnen unter 31 Minuten, alle unter der aktuellen Weltjahres-Bestzeit. Ihre Zeit war auch ein neuer Stadionrekord in Hengelo.

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Gelete Burka gewann die 10000 m bei den äthiopischen Trials im niederländischen Hengelo.  (c) Veranstalter

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Die inoffizielle Ergebnisliste aus Hengelo.  (c) A. Stretti

Im Rennen der Männer passierte man 3000 m in 8:15, die Hälfte nach 13:43 und war damit auf Kurs zu einer akzeptablen Zeit um 27:30 Minuten. Dann zog das Tempo leicht an und 7000 m wurde nach 19:10 erreicht. Hier stieg der Weltmeister von 2011 Ibrahim Jeilan aus, der 8000 m Split war 21:56. Zwei Runden vor Schluss lagen noch sieben Männer zusammen. Mit einem gewaltigen Spurt setzte sich am Ende Muktar Edris in 27:17.18 durch und siegte knapp vor Imane Merga in 27:17.63, der bei der WM 2011 Bronze gewann. Der neue äthiopische Halbmarathon-Star Mosinet Geremew wurde in 27:18.86 bei dem engen Einlauf Dritter. Da neben Jeilan auch der Bekele-Bruder Tariku aufgab, wird wohl kein Medaillengewinner bei WMs für Äthiopien in Beijing dabei sein.hengelo-2015-results-men

Die (nicht offiziellen) Ergebnisse der Männer in Hengelo über 10000 m. (c) A. Stretti

Männer:

1. Muktar Edris 27:17.18
2. Imane Merga 27:17.63
3. Mosinet Geremew 27:18.86
4. Adugna Tekele 27:19.34
5. Tebalu Zawude 27:20.54
6. Tamirat Tola 27:22.64
7. Leul Gebresilase 27:22.89
8. Azmeraw Mengistu 27:33.82
9. Yitayal Atnafu 27:50.70
10. Yigrem Demelash 28:18.03

Weltjahres-Bestenliste 10000 m der Männer vor Hengelo:

26:50.97 Mohamed Farah  GBR Eugene 29 MAY 2015
26:51.86 Paul Kipngetich Tanui  KEN Eugene 29 MAY 2015
26:52.65 Geoffrey Kipsang Kamworor  KEN Eugene 29 MAY 2015
27:07.51 Cameron Levins  CAN Eugene 29 MAY 2015
27:08.21 Paul Kipngetich Tanui  KEN Kitakyushu 16 MAY 2015
27:17.91 Geoffrey Kipkorir Kirui  KEN Eugene 29 MAY 2015
27:22.34 Emmanuel Kipkemei Bett  KEN Eugene 29 MAY 2015
27:24.09 Ali Kaya  TUR Mersin 02 MAY 2015
27:25.02 El Hassan Elabbassi  BRN Eugene 29 MAY 2015
27:27.57 Joshua Kiprui Cheptegei  UGA Eugene 29 MAY 2015
27:30.53 Diego Estrada  USA Eugene 29 MAY 2015

  

 Frauen:

1. Gelete Burka 30:49.68
2. Alemitu Heroye 30:50.83
3. Belaynesh Oljira 30:53.69
4. Mamitu Daska 30:55.56
5. Wude Ayalew 30:58.03
6. Netsanet Gudeta 31:06.53
7. Genet Yalew 31:08.82
8. Ababel Yeshaneh 31:23.60
9. Sule Utura 31:57.85

Weltjahres-Bestenliste 10000 m der Frauen vor Hengelo:

31:08.16 Gelete Burka  ETH Palo Alto, CA 03 APR 2015
31:09.02 Shalane Flanagan  USA Palo Alto, CA 03 APR 2015
31:12.93 Sara Moreira  POR Huelva 11 APR 2015
31:31.97 Susan Kuijken  NED Palo Alto, CA 02 MAY 2015
31:33.27 Buze Diriba  ETH Palo Alto, CA 02 MAY 2015
31:34.17 Ana Dulce Félix  POR Huelva 11 APR 2015
31:35.48 Jip Vastenburg  NED Palo Alto, CA 02 MAY 2015
31:37.32 Yuka Takashima  JPN Palo Alto, CA 02 MAY 2015
31:38.03 Emily Sisson USA Palo Alto, CA 02 MAY 2015
31:38.71 Emily Infeld  USA Palo Alto, CA 02 MAY 2015

(Vorläufiges) äthiopisches Team für den Marathon bei der WM im August 2015 in Beijing benannt

Soeben benannte – ähnlich wie kürzlich die kenianische Konkurrenz – der äthiopische Verband das vorläufige Aufgebot für die Marathon-Wettbewerbe bei den Weltmeisterschaften im August 2015 in Beijing. Zu den 5 Männern und 4 Frauen gehören auch der Dubai-Zweite und Boston-Sieger von 2015 Lelisa Desisa and sowie die Siegerin des London Marathon 2015 Tigist Tufa.

Lelisa ist schon insofern ausgewiesen, als er erst in der Schlussphase des Rennens bei der WM 2013 in Moskau Stephen Kiprotich aus Uganda den Vortritt lassen musste und Vize-Weltmeister wurde. Sein Debut in Dubai gewann er im Januar 2013 in 2:04:45, im April gewann er den prestigeträchtigen Boston Marathon und im letzten November lieferte er sich ein tolles Finale Wilson Kipsang beim New York City Marathon. Nimmt man seine Aufgabe in Boston im letzten Jahr heraus, hat er bisher in jedem Lauf  einen der ersten beiden Plätze belegt.

dubai-2015-desisa-40kmLelisa Desisa wurde für das vorläufige äthiopische Marathon-Team für die WM 2015 in Beijing nominiert.  (c) H. Winter

Neben Desisa sind  Yemane Adhane, der im April in Boston Zweiter wurde und bei den letzten beiden WMs Vierte und Achter wurde, und der Tokyo-Sieger dieses Jahres  Endashaw Negesse dabei. Weiterhin können sich noch Lemi Berhanu sowie Tilahun Regassa Hoffnungen auf einen Start in der chinesischen Hauptstadt machen. Berhanu gewann etwas überraschend den Dubai Marathon, Regassa wurde in diesem Jahr in London Fünfter, 2012 lief er mit 2:05:27 seine Bestzeit beim Chicago Marathon.

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Lauflegende Haile mit den zwei WM-Nominierten Berhanu und Lilesa (außen links und rechts) nach dem Dubai Marathon 2015.  (c) H. Winter

Auch das Kontigent der Frau kann sich sehen lassen. Die schnellste Marathonläuferin des Jahres 2015 Mare Dibaba führt die Liste der vier Frauen an. Sie lief Anfang Januar in Xiamen 2:19:52 und gewann zuvor den Chicago Marathon. Tirfe Tsegaye gewann den letzten Berlin Marathon und Birhane Dibaba war in diesem Jahr beim Tokyo Marathon vorne. Tigist Tufa überraschte nach einem 2:21 Stunden Sieg in Shanghai mit ihrem Sieg gegen die Weltelite beim London Marathon in diesem Jahr.

Männer:

Lelisa Desisa (PB 2:04:45)

Yemane Adhane (2:04:48)

Endashaw Negesse (2:04:52)

Tilahun Regassa (2:05:27)

Lemi Berhanu (2:05:28)

Frauen:

Mare Dibaba (2:19:52)

Tirfe Tsegaye (2:20:18)

Tigist Tufa (2:21:52)

Birhane Dibaba (2:22:30)

Source: WorldRunning.com

RIP – Ron Clark (AUS) im Alter von 78 Jahren gestorben

ron-clarke-ausDer Australier Ron Clarke war in den 50er bis weit in die 60er Jahre einer der besten Langstreckler der globalen Szene und erzielte Weltrekorde auf den Bahnlangstrecken wie am Fließband.  (c) sporting-heroes.net

GOLD COAST, Australia — Ron Clarke, one of Australia’s greatest distance runners and the man who lit the cauldron at the Melbourne Olympics in 1956, died Wednesday at the age of 78.

Gold Coast City Council, where Clarke was a former mayor, confirmed Clarke’s death from kidney failure after previously battling heart disease.

Clarke set 17 world records, including 12 during a 44-day tour of Europe in 1965, nine years after he had been invited as a 19-year-old to light the Olympic flame at the Melbourne Games.

„I reveled in the feeling that running gave me,“ Clarke said after he retired. „It was a fantastic feeling, an alive feeling.“

He competed at the 1964 Tokyo and 1968 Mexico City Olympics, but his only medal was a bronze in the 10,000 meters in 1964.

At Mexico City, Clarke collapsed at the finish line and came close to dying from altitude sickness during the 10,000 meters. He finished in in sixth place, but later said he could not recall anything about the final stretches of the race. He later competed in the 5,000 at the same games.

Clarke’s world records came over a variety of distances, including the 5,000 four times and the 10,000 twice. But he also set world marks twice in the 2 mile, four times in the 3 mile, twice over 6 miles, once each over 10 miles and 20 kilometers and once in a 1-hour race in 1965, where he completed 20.232 kilometers (12.5 miles).

Clarke was mayor of the Gold Coast from 2004 to 2012, where one of his last official duties was to help secure the 2018 Commonwealth Games for the beachside city. He was honored with the Order of Australia and as a Member of the British Empire.

Olympic gold medalist hurdler Sally Pearson, who also lives on the Gold Coast, tweeted: „Ron Clarke .. star on the track, a great man off the track. Athletics has lost a true statesman. RIP Ron.“

Fellow Olympic runner John Landy, a former governor of Victoria state, said Clarke set a standard for athletes around the world.

„He helped a lot of other athletes and he was an outstanding athlete, not only in the sense of breaking major records, but he really did show to the world what was possible in terms of endurance running,“ Landy said. „He was a wonderful athlete and a wonderful person.“

Landy and Clarke were well-known for the sportsmanship shown at the 1956 Australian national championships when Landy helped Clarke up after the two collided during the race.

„Ron Clarke fell over — I didn’t trip him, but in trying to get over him I spiked his shoulder and arm, and I stopped to see how he was and I put my foot over the line … and he got up and said `keep going‘, which I did, and I won the race,“ Landy said.

„It was one of those bizarre instances probably best forgotten, but it created a lot of publicity at the time.“

Despite maintaining a strong fitness regimen throughout his life, Clarke was not as mobile after an accident sustained since his retirement from public life in 2012. He was injured during his regular walk about a year ago.

He is survived by his wife, Helen, two sons and grandchildren. His daughter, Monique, died in 2009.

Hier folgt ein Beitrag von Pat Butcher (www.globerunner.org):

Ron Clarke, one of the all-time greats of long distance running has died, far too early. Setting close to a score of world records, and taking huge chunks off the best times for the classic 5000 and 10,000 metres events in the 1960s, the Australian more than justifies his central place in a pantheon of distance heroes stretching from Johannes Kohlemaïnen and Paavo Nurmi at the start of the 20th century, through to his own personal favourite, Emil Zátopek and himself, and successors, Haile Gebrselassie and Kenenisa Bekele, all of whom revised notions of how their events could be run, and vastly improved.

Ron first came to the attention of a wider athletics world outside his Australian home when he set a world junior mile best, of 4min 06.5sec in 1955. National service may have affected his chances of selection for the Olympic Games in his home city of Melbourne the following year; but he was chosen to light the Olympic cauldron, an accolade which, despite the magnesium from the torch burning his arm and tee-shirt, he dismissed in later years as, “an irrelevance, same as the whole opening ceremony; it’s got nothing to do with the Olympics”.

I had met Ron several times in passing when he was living in the UK in the late 1980s/90s, but in early 2000, I spent a couple of days as his guest at the Couran Cove Resort that he had developed and was managing back then, on Australia’s Gold Coast. The whole time was an unremitting pleasure. His enthusiasm for life, for his sport, his work, and his firm views on the role that athletics and athletes should play in society were refreshingly direct and forcefully argued. He was a real gent into the bargain, and full of fun. And when you got him talking about his hero, Zátopek, there was no stopping him. The Czech had no shortage of advocates as an athlete and personality, but for Clarke, Zata (as he called him) was little short of a god. Clarke had first heard of Zátopek from Les Perry, who had finished sixth behind the Czech’s victory in the 5000 metres in Helsinki 1952.

It was Perry incidentally who got Ron training again after a four-year hiatus to his career, following his junior days, during which he concentrated on his studies and early career in accountancy. But once he got into his stride, he was inexorable. From 1962 to 1970, Ron set either 17 or 19 world records (depending on who’s counting), and won Olympic bronze, and four Commonwealth silvers, at a time when the Commonwealth Games was on a par with the European Championship, deferring only in status to the Olympics Games.

To my generation of club runners, coming of age in the early/mid 1960s, the Aussies, as in other major sports, like swimming and tennis, were top of the tree back then – guys like John Landy, Olympic 1500m bronze in 1956, Herb Elliott, Olympic 1500m champ and WR holder in 1960, Alby Thomas, world 2M record holder, Dave Stephens, world 6M record holder, Dave Power, Merv Lincoln were as familiar to us as our local heroes, such as Basil Heatley (Olympic marathon silver in 1964) and Roy Fowler, (world cross country champion). When Ron re-appeared on the scene, the former junior miler turned long distance galloper seemed like all those predecessors rolled into one.

But what was particularly attractive to those of us who admire courage above tactics was his unremitting belief that he owed it to himself and to his rivals to be a front-runner.

Accordingly, much is made of Ron’s ‘failure’ to win Olympic gold, testimony on one hand to an extensive racing programme, while rivals peaked for the ultimate challenge, and on the other hand, to the decision to hold the 1968 Games in high altitude Mexico City, where he was beaten by one or two men who neither he nor we had ever heard of; and suffered so badly that the medic giving him oxygen in the infamous picture taken on the infield after the 10,000 metres is in tears, thinking that Ron was going to die. The heart defect that he developed in later years, such that he was barely able to keep up in a 3k jog with his elder brother, an Aussie Rules footballer, was, he felt a direct result of Mexico.

One doesn’t think of Ron as a marathon runner, but the 1960s was still a time when there was little competition for Olympic places at that distance, and after his bronze in the 10,000 metres in Tokyo, Ron decided to run the marathon. He led for a long time, alongside Irishman Jim Hogan, until Abebe joined them until nearly halfway, and ran away from them. Hogan dropped out, Ron finished ninth. When we met in 2000, I was impressed by his assessment of marathon progress. The men’s record had just crept under 2.06.

Ron said, “The marathon’s got a long way to go yet. I think the marathon can improve a lot in pace, it’s still relatively slow compared with the 10,000 metres for example, at 26.30. You should be able to run a marathon much quicker than what they’re running right now….. 2.01, 2.02 is fairly realistic”. This was astute reckoning. Ron, remember was talking in 2000, all of 15 years ago, when the record was still 2.05.42 (Khalid Khannouchi, Chicago, 1999). By 2014, it had come down to 2.02.57, by Dennis Kimetto, in Berlin.

Dying at 78, the same age as Zátopek is just one of several intersections that Clarke’s career had with that of his illustrious predecessor. A quirk of history for two men who made history. I had gone to Couran Cove to solicit Ron’s opinion/views/stories of Zátopek for some research (long-term, as it turned out). It was enormously gratifying to hear a champion be so complimentary, endearing and, dare I say, so loving of an historical rival. And it said much about Ron himself.

As a teenager, he had walked past Emil in the street in Melbourne during the 1956 Games, but didn’t have the courage to go up and say hello. But he finally met him eight years later, at the Olympic Games in Tokyo 1964. “I’d been told so many stories by Les (Perry) about him, so I was in awe of him anyway. . And he was really everything that Les mentioned – effervescent, enthusiastic, full of good advice. I loved him, he was a fantastic man….”

Ron went on to talk about Emil inviting him to run in Prague in 1966, and egging him on trackside during a 3000 metres race when the locals were ‘sitting’ on Ron. “He was barracking for me, because he hated ‘sitters’”. Ron then went on to relate a tale of shopping in central Prague during rush-hour when, apprehended for parking illegally, policemen actually vied to park Emil’s car for him. “My definition of fame,” said Ron, “is when a policeman will go and park the car for you while you shop in the middle of a busy weekday lunchtime peak period. That is fame…. And Emil Zátopek was someone special, and that was the sort of personality he was. He was fantastic”.

It was at the end of that trip that Emil discreetly slipped a small package into Ron’s hand when he left Prague, telling him not to open it until he got to London. Afraid it might be contraband, or a clandestine message from Communist Prague, Ron decided to open the package before the plane landed. As you doubtless know, it was Zátopek’s Olympic gold medal for the 10,000 metres in Helsinki 1952. We walked to the Couran Cove boardroom, where the medal was in pride of place in a glass cabinet on the wall, along with the note that ‘Zata’ had written, ‘Not out of friendship, but because you deserve it’.

Ron wrote or collaborated on seven books, and when he retired from Couran Cove, first ran the nearby Runaway Bay stadium, subsequently becoming mayor of the Gold Coast for two terms, during which he succeeded in introducing several popular local initiatives. During that time, he was also instrumental in helping bring the Commonwealth Games to his native Melbourne in 2006.

He died prematurely of heart and kidney failure. But his legacy is like that of his illustrious predecessor. He revised notions of what was possible in long-distance running, and he did it by throwing down a challenge to his pursuers and few rivals. It was honest, and today, in an age that seems anything but, that is what we will remember him for.