Brooks Running „The Marathon Project 2020“ in Chandler (AZ, USA) am 20. Dezember 2020: Ein weiteres Highlight kurz vor Jahresende

Bevor eine mehr als ungewöhnliche Saison 2020 im Straßenlauf zu Ende geht, gibt es nach den sensationellen Ereignissen beim Valencia Marathon noch ein weiteres Highlight in der Wüste Arizonas: „The Marathon Projecte 2020“. Mit Unterstützung des amerikanischen Leichtathletik-Verbandes USATF wird in Chandler im Süden von Phoenix/Tempe ein Marathon gestartet, zu dem am 20. Dezember 2020 um 8:00 Uhr ein erheblicher Teil der US-Elite sowie Läufer aus weiteren Ländern gemeldet haben. Wenn auch natürlich die Starterfelder nicht mit der Ballung an Topathleten in Valencia konkurrieren können, so ist die Klasse der Starterfelder bei Männern und Frauen durchaus bemerkenwert.

Und es bestehen kaum Zweifel, dass die recht konservativen Ziele einer Zeit von unter 2:10 Stunden bei den Männern und unter 2:24 Stunden bei den Frauen realisiert werden können. Wegen der vor allem auch in den USA grassierenden Corona Pandemie müssen Hygienevorschriften eingehalten werden, Zuschauer sind nicht zugelassen. Der Lauf wird vom Verband über USATF.TV online übertragen.

Der Streckenplan für das „The Marathon Project 2020“. (c) Veranstalter

Dass man in den Wüstenregionen dieser Welt in den Wintermonaten schnell laufen kann, ist mittlerweile ein etablierter Standard; der Dubai Marathon oder der Halbmarathon in Ras Al Khamaih belegen dies deutlich. Unvergessen ist auch die Pionierleistung der Lauflegende Haile Gebrselassie, der nur wenige Kilometer von dem Kurs in Chandler entfernt im Januar 2006 mit 58:55 einen grandiosen Weltrekord im Halbmarathon aufstellte. Dabei profitierte er von einmaligen meteorologischen Daten, die sich auch die Akteure bei der Aktion am übernächsten Sonntag zu Nutze machen wollen. Für den „Rest“ sorgt ein absolut ebener Kurs, der als Pendelstrecke von ca. 7 km Länge angelegt ist.

So stimmt – wie zu erwarten – die Wettervorhersage mehr als optimistisch: Mit Temperaturen um 10°C, einem aberwitzig niedrigen Taupunkt von -5°C (die Luft ist absolut trocken) und dazu kaum Wind herrschen denkbar beste Bedingungen für ein Ausdauerevent an der freien Luft. Topstars des Events sind Amanuel Mesel (ERI), der seine PB von 2:08:17 bereits 2013 in Valencia rannte (aktuelles Ergebnis: 2:11:04 beim Houston Marathon 2020), und bei den Frauen Sarah Hall (USA), die sich spätestens beim London Marathon im Oktober 2020 als Zweite mit 2:22:01 in die erweiterte Weltklasse lief. Bester US-Läufer ist Scott Fauble (USA) mit einer PB von 2:09:09 und auch dabei ist der kanadische Rekordler Cam Levins (CAN), der in Toronto im Jahr 2018 2:09:25 lief.

Bei Männern als auch Frauen ist ein erheblicher Anteil von Läufern vor Ort, die auch schon bei den US-Olympia-Trials im Februar 2020 in Atlanta am Start waren. Die Leistungsbreite der Veranstaltung belegen 15 Männer mit PBs von unter 2:12 Stunden und sieben Frauen mit PBs von unter 2:30 Stunden. Ferner kann man auf einige Debüts gespannt sein, so vor allem von Reid Buchanan (USA), der im Houston im Januar 2020 den Halbmarathon in 1:01:45 zurücklegte. Während für die US-Athleten die US-Trials für Olympia 2020/2021 bereits Geschichte und die Startplätze vergeben sind, geht es für eine ganze Reihe von Gästen aus anderen Ländern in den Starterfeldern noch um die Erfüllung Olympischer Normen.

Liste der Eliteathleten:

Amanuel Mesel, Eritrea – 2:08:17
Jose Antonio Uribe Marino, Mexico – 2:08:55
Scott Fauble, USA – 2:09:09
Jared Ward, USA – 2:09:25
Cam Levins, Canada – 2:09:25 (National Record)
Daniel Mesfun, Eritrea – 2:10:06
Augustus Maiyo, USA – 2:10:47
Matthew McDonald, USA – 2:11:10
Scott Smith, USA – 2:11:14
Martin Hehir, USA – 2:11:29
Brendan Gregg, USA – 2:11:38
Noah Droddy, USA – 2:11:42
Wilkerson Given, USA – 2:11:44
CJ Albertson, USA – 2:11:49
Igor Olefirenko, Ukraine – 2:11:55
Shadrack Biwott, USA – 2:12:01
Jonas Hampton, USA – 2:12:10
Colin Bennie, USA – 2:12:14
Tyler McCandless, USA – 2:12:28
Josh Izewski, USA – 2:13:15
Samuel Kosgei, USA – 2:13:26
Tyler Jermann, USA – 2:13:29
Colin Mickow, USA – 2:13:45
Mick Iacofano, USA – 2:13:47
John Raneri, USA – 2:14:13
Tim Young, USA – 2:14:16
Nico Montanez, USA – 2:14:27
Mike Sayenko, USA – 2:14:27
Nathan Martin, USA – 2:14:34
Colin Leak, USA – 2:14:44
Emmanuel Roudolff, France – 2:14:32
Dan Kremske, USA – 2:14:53
Willie Milam, USA – 2:14:54
Alan Peterson, USA – 2:14:56
Will Nation, USA – 2:15:12
Craig Hunt, USA – 2:15:29
Brendan Martin, USA – 2:15:30
Danny Docherty, USA – 2:15:55
Charlie Lawrence, USA – 2:16:12
Ian Butler, USA – 2:16:26
Rory Tunningley, USA – 2:16:27
Rory Linkletter, Canada – 2:16:42
Gregory Billington, USA – 2:16:42
Ryan Root, USA – 2:16:45
Benjamin Zywicki, USA – 2:18:35
Moath Alkhawaldeh, Jordan – 2:20:08
Reid Buchanan, USA – 1:01:45*
Mohammed Hrezi, Libya – 1:02:11*
Joel Reichow, USA – 1:02:38
Kevin Lewis, USA – 1:02:48
Matthew Leach, Great Britain – 1:02:57*
Luis Fernando Ostos Cruz, Mexico – 1:03:03*
Benjamin Preisner, Canada – 1:03:09
Sid Vaughn, USA – 1:03:30*
Justin Kent, Canada – 1:04:20*

Liste der Eliteathletinnen:

Sara Hall, USA – 2:22:01
Kellyn Taylor, USA – 2:24:29
Emma Bates, USA – 2:25:27
Stephanie Bruce, USA – 2:27:47
Diane Nukuri, USA – 2:27:50
Adriana Nelson, Romania – 2:28:52
Ursula Patricia Sanchez Garcia, Mexico – 2:29:32
Samantha Roecker, USA – 2:30:25
Julia Kohnen, USA – 2:30:43
Natasha Cockram, Great Britain – 2:30:50
Bethany Sachtleben, USA – 2:31:20
Kelsey Bruce, USA – 2:31:53
Vianey De La Rosa Rojas, Mexico – 2:32:01
Kinsey Middleton, Canada – 2:32:09
Andrea Ramirez Limon, Mexico – 2:32:36
Dakotah Lindwurm, USA – 2:32:49
Marci Klimek, USA – 2:33:35
Alia Gray, USA – 2:34:00
Keira D’Amato, USA – 2:34:24
Alexi Pappas, Greece – 2:34:26
Meriah Earle, USA – 2:34:35
Brenda Flores, Mexico – 2:34:57
Natasha Wodak, Canada – 2:35:16
Katja Goldring, USA – 2:35:27
Dylan Hassett, Ireland – 2:35:29
Susanna Sullivan, USA – 2:35:39
Courtney Olsen, USA – 2:36:21
Beverly Ramos, Puerto Rico – 2:36:28
Kelly Calway, USA – 2:37:10
Bria Wetsch, USA – 2:37:16
McKale Montgomery, USA – 2:38:20
Molly Culver, USA – 2:38:37
Jordan O’Dea, USA – 2:39:00
Annmarie Tuxbury, USA – 2:39:05
Megan Lacy, USA – 2:39:12
Desiree Berry, USA – 2:39:22
Whitney Macon, USA – 2:39:40
Cristina McKnight, USA – 2:40:02
Paula Pridgen, USA – 2:40:04
Tristin Van Ord, USA – 2:40:04
Lindsay Nelson, USA – 2:40:13
Mara Olson, USA – 2:40:16
Allie Schaich, USA – 2:42:22
Maor Tiyouri, Israel – 2:42:22
Sarah Inglis, USA – 1:10:24*
Alexis Zeis, USA – 1:11:31*
Paige Stoner, USA – 1:11:53*
Abbie McNulty, USA – 1:14:25*
Ashlee Powers, USA – 1:14:48*