42. Berlin Marathon: Eliud Kiopchoge will den Marathon-Weltrekord jagen

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Eliud Kipchoge macht nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Hsinghua heute (Dienstag) auf den Weg nach Berlin. Mit im Flugzeug werden Emmanuel und Geoffrey Mjutai sowie Gladys Cherono sitzen, von denen alle außergewöhnliche Leistungen in der deutschen Hauptstadt erwartet werden können. Da die aktuellen Wetterprognosen vielversprechend sind, dürfte einem sehr schnellen Rennen am Sonntag nichts entgegen stehen.

Die Wetterdaten am 27. September 2015:

  Zeit  T Tpkt hum   Regen   Wind  Ldruck
9:00 am 10 °C 9 °C 92% Heiter 0 mm 8 km/h WNW 1027hPa
10:00 am 12 °C 8 °C 81% Heiter 0 mm 8 km/h WNW 1027hPa
11:00 am 13 °C 8 °C 71% Heiter 0 mm 10 km/h NW 1027hPa
12:00 pm 15 °C 8 °C 61% Heiter 0 mm 11 km/h NW 1027hPa

Kipchoge hat für Berlin klare Ziele:  „I want the world record of course. It is what everyone is talking about. But the important thing first is to win the race and let the record fall in place by itself. The focus is on the world record and I want to do just that. I have not run under two hours and four minutes and that is my inspiration. I have confidence in my speed and endurance levels. But it is important to keep the momentum until the marathon time„.

Kipchoge lief seine beste Zeit 2013 in Berlin mit 2:04:05, wo im gleichen Rennen Wilson Kipsang mit 2:03:38 Weltrekord lief und gewann. Für Kipchoge war das damals erst der zweite Marathon. Danach überzeugte Kipchoge mit Siegen in Chicago im Oktober 2014 und beim London Marathon im April, wo er die versammelte Weltelite, incl. Wilson Kipsang, schlug. Nun ist sein Ziel, diese großartige Form auch auf die Zeit umzusetzen, sein Fokus liegt auf den 2:02:57 seines Landsmanns Dennis Kimetto, der diese Zeit erst beim letzten Berlin Marathon lief.

Dabei bestehen interesante Parallelen zwischen den beiden Topstars. Kipchoge ist am Sonntag 30 Jahre alt, genauso so alt wie Kimetto beim Weltrekord (so die Geburtsdaten stimmen …) und auch für Kipchoge wird Berlin der sechste Marathon seiner Karriere sein, von den fünf Läufen zuvor gewann Kipchoge bis auf die Niederlage gegen Kipsang die restlichen vier (Hamburg, Rotterdam, Chicago, London). Sollte Kipchoge in Berlin gewinnen, hätte er mit Siegen in Rotterdam, Chicago, London und Berlin eine Art „Super Grand Slam“ erzielt.

Wie sehr sich Kipchoge auf die Mission „Weltrekord“ schon früh konzentriert hatte, zeigt die Tatsache, dass er im Gegensatz zu Wilson Kipsang und Dennis Kimetto nie einen Start unter brutalen Bedingungen bei der WM im August in Beijing ins Auge gefasst hatte.

london-2015-kipchoge-finish-42kEliud Kipchoge will beim Berlin Marathon am 27. September 2015 den Weltrekord von Dennis Kimetto jagen.  (c) H. Winter