TCS New York City Marathon am 5. November 2017: Mary Keitany auf der Jagd nach dem Streckenrekord

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Die kenianische Ausnahme-Läuferin Mary Keitany ist die hohe Favortin für den Sieg beim TCS New York City Marathon am 5. November 2017. Nach ihrem Sieg im Vorjahr schickt sich die Kenianerin an, den Lauf durch den Big Apple zum vierten Mal zu gewinnen. Allerdings hatte die legendäre Grete Waitz neun Erfolge aufzuweisen, wobei aber in jenen Jahren die Konkurrenz weniger ausgewiesen war als in den letzten Jahren. Dabei dürfte es interessant werden, ob Mary wieder die Harakiri-Taktik eines mutigen Sololaufs wählt, die zuletzt beim London Marathon zu einem neuen Weltrekord von 2:17:01 in einem auf Frauen beschränktes Rennen führte. Mit der gleichen Renngestaltung brach sie aber 2013 in Manhattan dramatisch ein und konnte gerade noch Platz 3 ins Ziel retten. Den Streckenrekord in New York City stellte bereits im Jahr 2003 Margaret Okayo (KEN) mit 2:22:31 auf.

london-mar-2017-keitany-2Mary Keitany auf dem Weg zu einem neuen Weltrekord beim London Marathon 2017. (c) H. Winter

Drei weitere Frauen am Sonntag an der Startlinie im Fort Wadsworth haben bereits die Schallmauer im Frauen-Marathon von 2:20 Stunden unterboten. Edna Kiplagat (KEN) gewann in diesem Jahr den Boston Marathon und könnte nach Ingrid Kristiansen wieder das Double Boston/New York erreichen. Ihr Bestzeit schaffte sie beim London Marathon 2012 mit 2:19:50 gewann. Als weitere Verpflichtung bei den Frauen wurde Buzunesh Deba (ETH) benannt, die in New York City trainiert und in den Jahren 2011 und 2013 hier jeweils Zweite wurde. 2014 gewann Deba den Boston Marathon in 2:19:59, das war damals ein Streckenrekord. Eine weitere Konkurrentin wird Tigist Tufa (ETH), die beim London Marathon 2015 siegte, sein.

Als nachträgliche Verpflichtung gaben die Organisatoren bei den Männern den Start des kenianischen Ex-Weltrekordlers Wilson Kipsang bekannt. Dort wird er u.a. auf den Vorjahressieger Ghirmay Ghebreslassie (ERI), 2:04:33-Läufer Lemi Berhanu (ETH), „Breaking 2“-Mitläufer Lelisa Desisa (ETH) sowie HM-Weltmeister Geoffrey Kamworor (KEN) treffen.

Damit scheinen sich die Dinge wie bereits im Jahr 2014 zu wiederholen, wo Kipsang in Verhandlungen mit dem Chicago Marathon stand und nach dessen Scheitern als späte Verpflichtung beim New York City Marathon startete … und diesen in 2:10:59 gewann. In diesem Jahr brachte er Ende Februar den Tokyo Marathon mit einer Siegerzeit von 2:03:58 in neue Dimensionen, wobei er den japanischen „All-Comers“-Rekord regelrecht pulverisierte.

Ende September war er dann beim Duell der Giganten beim Berlin Marathon dabei, musste aber wegen der ungünstigen Bedingungen nach 30 km aufgeben und den späteren Sieger Eliud Kipchoge davonziehen lassen.  Dazu der Ex-Weltrekordler (IAAF): “My training was excellent before Berlin, but I had a bad day there. Now, I am very happy and thankful I was given a chance to use my training effort in New York City, and will try to win there as I did three years ago.”

Es steht außer Frage, dass der 35-jährige Kipsang angesichts seiner Auftritte in Tokyo und vor allem auch beim Berlin Marathon 2016, wo er seine persönliche Bestzeit auf 2:03:13 steigern konnte, ein erster Anwärter auf den Sieg beim Lauf durch den Big Apple mit Ziel im Central Park sein dürfte.

rak-hm-2016-finish-kipsangWilson Kipsang startet nun nach seinem Ausstieg beim Berlin Marathon beim New York City Marathon. (c) H. Winter

Liste der Eliteathleten:
Wilson Kipsang (KEN)

2:03:13

Lemi Berhanu (ETH)

2:04:33

Lelisa Desisa (ETH)

2:04:45

Geoffrey Kamworor (KEN)

2:06:12

Tadesse Abraham (SUI)

2:06:40

Lucas Rotich (KEN)

2:07:17

Ghirmay Ghebreslassie (ERI)

2:07:46

Hiroyuki Yamamoto (JPN)

2:09:12

Michael Butter (NED)

2:09:58

Koen Naert (BEL)

2:10:16

Liste der Eliteathletinnen:

Mary Keitany (KEN)

2:17:01

Edna Kiplagat (KEN)

2:19:50

Mare Dibaba (ETH)

2:19:52

Buzunesh Deba (ETH)

2:19:59

Tigist Tufa (ETH)

2:21:52

Mamitu Daska (ETH)

2:21:59

Christelle Daunay (FRA)

2:24:22

Jessica Augusto (POR)

2:24:33

Kaoru Nagao (JPN)

2:26:58

Miranda Boonstra (NED)

2:27:32

Diane Nukuri (BDI)

2:27:50

Emma Quaglia (ITA)

2:28:15

Adriana Da Silva (BRA)

2:29:17

Eva Vrabcova (CZE)

2:30:10