GEICO Rock ‘n’ Roll Las Vegas Marathon am 13. November 2016: Elvis gewinnt mit Weltrekord

las-vegas-mar-logoDer GEICO Rock ‘n’ Roll Las Vegas Marathon mit 45000 Teilnehmern in diversen Läufen mit Halbmarathon und Marathon verzeichnete im Ziel den schnellsten „Elvis“ aller Zeiten über die volle Marathondistanz. Mike Wardian (USA) gewann mit einer Zeit von 2:38:04 und stellte damit einen Guinness World Record für einen als Elvis (Presley) verkleideten Läufer auf. Für diejenigen, die diesen Spässen etwas abgewinnen können, sei noch angemerkt, dass die alte Bestmarke aus dem Jahr 2009 bei 2:42:52 lag. Ohne die Leistung des Mannes im Outfit der Rocklegende schmälern zu wollen – dem dürfte unter dem Outfit und dem Toupet ganz schön heiß geworden – , war Wardian damit auch der Sieger im Marathon überhaupt.las-vegas-mar-2016-wardian„Elvis“ Mike Wardian gewann den Las Vegas Marathon in Weltrekordzeit von 2:38:04 (für Elvisse wohl gemerkt). (c) Veranstalter

Damit geht (leider) der leistungssportliche Niedergang der Rock`n´Roll Laufserie weiter, selbst Zeiten des Siegers im Marathon unter 2:30 Stunden gehören in Las Vegas der Vergangenheit an. Und auch die Zeit der Siegerin Chelsey Leighton in 3:12:11 ist nicht viel mehr als solides Breitensportniveau.

Aber so ganz möchte allerdings die veranstaltende Competitor Group ihr (leistungsportliches) Gesicht nun doch noch nicht verlieren. Deshalb hatte man mit William Kibor (KEN), Robert Cheseret (KEN) und Elkanah Kibet (KEN) Eliteathleten verpflichtet, von denen Kibor die Ansprüche an Eliteathleten in allen Belangen erfüllte. Vom Start weg setzte er sich an die Spitze und lief schon nach 5 km in 14:13 weit vor dem Feld. Bei 10 km in 28:03 war er so flott unterwegs, dass eine (Weltklasse-)Zeit um 59 Minuten im Bereich der Möglichkeiten lag. Die wenigen, die bei der Kirmes-ähnlichen Veranstaltung über entsprechene sportliche Expertise verfügten, rieben sich spätestens jetzt erstaunt die Augen, denn die Jahres-Weltbestzeit des Jahres 2016 steht aktuell bei einer Zeit von 59:07, die James Mwangi im September in Kopenhagen lief.

Zur 10 Meilen-Marke in 46:01 (von dort sind es noch recht genau 5 km bis ins Ziel) war der völlig auf sich allein gestellte Kibor von seiner Tempojagd etwas ermüdet und lief Gefahr, sogar die 1 Stunden-Barriere zu verfehlen. So kam es dann auf dem Schlußstück auch. Kibor konnte im Finale selbst einen 3 Minuten/km-Schnitt nicht mehr halten und erreichte das Ziel in 1:01:21. Nicht nur für den Rahmen dieser Veranstaltung eine hervorragende Zeit und die Topleistung des Abends. Damit unterbot er auch den Streckenrekord von 1:01:40 durch Bekana Daba (ETH) aus dem Jahr 2009. Elkanah Kibet folgte gut zwei Minuten später auf Platz 2 in 1:03:35.

Bei den Frauen hatte der Veranstalter weniger (Geld) investiert. Hier gewann Elvin (nicht: Elvis!) Kibet (KEN) in nur 1:15:35 vor Katja Goldri (USA) in 1:16:10.

Die Stimme des euphorischen Siegers Kibor: “Always, when I’m alone, I’m running terrified. Las Vegas, the lights, the music, the spectators, it is very beautiful. Maybe I can stay in Vegas. Maybe I can get married here.”

Die Voraussetzungen für eine Heirat im Spielerparadies sind sicher noch besser als die für eine Laufveranstaltung und schnelle Zeiten. Good luck, William!

Ergebnisse Halbmarathon der Männer:
1. William Kibo KEN 1:01:21
2. Elkanah Kibet KEN 1:03:35
3. Robert Cheseret KEN 1:04:14
4. Augustus Maiyo LEN 1:04:14
5. Scott Fauble USA 1:04:19
6. Scott McPherson USA 1:05:58
7. Luis Carlos Rivero USA 1:06:03
8. Tait Rutherford USA 1:06:52