43. BMW Berlin Marathon am 25. September 2016: Kenenisa Bekele is back!

BM-16-Logo-mD_kleinMit einem grandiosen Comeback des äthiopischen Superstars der Laufszene Kenenisa Bekele ging die 43. Ausgabe des BMW Berlin Marathon über die Bühne. Der Kampf um den Sieg in einem Rennen auf Weltklasse-Niveau war sicherlich spannender als fast jedes Fußballspiel und sicher eine zusätzliche Motivation für den Titelsponsor, seine für den Einsatz bei solchen Veranstaltungen nicht in allen Belangen geeigneten Edelkarossen weitere vier Jahre zur Verfügung zu stellen.

Die hohen Erwartungen an den Wettstreit zwischen den beiden Ausnahmeläufern Kenenisa Bekele (ETH), mit Olympiasiegen und Weltmeistertieln auf der Bahn, sowie dem Ex-Weltrekordler im Marathonlauf Wilson Kipsang (KEN) wurden am Ende in allen Belangen erfüllt, obwohl der Weltrekord auf der Berliner Strecke nicht den Besitzer wechselte. Ein realistische Einschätzung im Vorfeld des Laufs auf der Basis der Auftritte der beiden Kontrahenten im Laufe dieses Jahres mussten zwangsläufig keine Zeiten erwarten lassen, wie sie im Vorfeld vor allem von Kipsang benannt wurden. Was sich dann am Sonntag auf den Straßen Berlins abspielte, konnte jedem Laufinteressierten nur die Sprache verschlagen. Ohne Übertreibung war dies sicher eine Sternstunde des (Straßen-) Laufsports.

b-marathon-2016-finish-bekeleBekele im Ziel nach 2:03:03. Die Anzeige am Ziel zeigte da aber 2:02:59 und wurde auf diesem Bild durch eine geschickte Photoshop-Fälschung korrigiert, die man aber eingentlich benennen sollte. (c) GI R. Hartmann

Schon der erste km in viel zu schnellen 2:41 deutete an, dass es in der Tat schnell werden würde. Mit 14°C und einem Taupunkt bei 8°C, dazu schwacher Wind, waren die äußeren Bedingungen nahezu ideal. Bei 5 km in 14:20 war endgültig klar, dass es in die Regionen eines Weltrekords gehen könnte, vor zwei Jahren war Dennis Kimetto an gleicher Steller 2:02:57 gerannt. Über 29:00 bei 10 km, 43:37 bei 15 km und 58:02 bei 20 km ging es in aberwitzigen 1:01:11 über die Matten der Zwischenzeitnahme beim Halbmarathon. Nach den uns vorliegenden Unterlagen war dies der schnellste Halbmarathon-Split für Läufer, die je einen Marathon beendeten, und lag über eine halbe Minute unter Weltrekord-Tempo.

Die designierten Tempomacher hatten bei dieser Höllenfahrt ihre Dienste schon längst quittiert, und es war nun Geoffrey Ronoh (KEN), der weitgehend für das Tempo sorgte. Neben Bekele und Kipsang waren noch Sisay Lemma (ETH), Evans Chebet (KEN), Alfers Lagat (KEN) und Jacob Kendagor (KEN) in der Spitzengruppe. Emmanuel Mutai (KEN), vor zwei Jahren noch Zweiter in 2:03:13, begann hier schon den Anschluss an die Führungsgruppe zu verlieren, wie auch Vincent Kiprono. 25 km passierte man nach 1:12:47 und vor 30 km in 1:27:26 hatte Kipsang eine erste Tempoverschärfung eingestreut, die die Spitzengruppe endgültig sprengte. Kipsangs Vorprung wuchs schnell auf gut 20 m an, aber Bekele konnte sich – wie auch bei weiteren Attacken des Kenianers – immer wieder an Kipsang herankämpfen. Über 1:41:56 bei 35 km und 1:56:55 bei 40 km übernahm dann plötzlich vor 41 km Bekele die Initiative und legte zunehmend eine Lücke zwischen sich und den Kenianer.

Während der Abschnitt von 35 km nach 40 km nur in 14:59 gelaufen wurde (3:01, 2:58, 2:59, 2:59, 3:02), was letztlich den Weltrekord kostete, legte Bekele sich nun gewaltig ins Zeug und lief die letzten beiden km in 2:51 und 2:46. Den Schlusspart von 40 km ins Ziel in superschnellen 6:09; nur Geoffrey Mutai war 2009 in 6:05 in Eindhoven einmal schneller. Nach 2:03:03 war Bekele als Sieger im Ziel, nur 6 Sekunden über den Weltrekord von Kimetto. Dafür übernahm er aber von der Lauflegende Haile Gebrselassie den äthiopischen Rekord im Marathon, den Haile in Berlin mit 2:03:59 aufgestellt hatte.

b-marathon-2016-finish-bekele-tv-screenshotScreenshot zum Zeitpunkt des Einlaufs von Bekele. Die Uhr über der Ziellinie ging definitiv daneben.  (c) ARD

Mit 1:01:11 und 1:01:52 hatte Bekele beide Hälften in unter 1:02 zurückgelegt. Kurz danach kam Kipsang ins Ziel, der in 2:03:13 seine Bestleitung um 10 Sekunden steigerte und nun zusammen mit Emmanuel Mutai (der gewaltig einging) auf Platz 4 der ewigen Bestenliste steht. Übrigens betrug die Zeit der Siegers zunächst 2:03:04 und wurde kurz danach um eine Sekunde nach unten korrigiert. Per Definition erfolgte der Start um 7:15:00 UTC; was also dieses metrologische Gepansche mit der Zeit soll, verstehe wer will. Das gilt noch ausgeprägter für die Uhr am Ziel, wo Zeitdifferenzen von 4 Sekunden und mehr für eine Veranstaltung dieses Kalibers schon peinlich sind. Um das Gesicht zu wahren, kam dann Photoshop zum Einsatz. Auch die km-Marker bei 31 km und 32 km standen völlig deplatziert, was zumindest für die Elite mehr als irritierend war.projections-berlin-2016-2014-smallProjektion der Splits des führenden Läufers auf die Zeit im Ziel unter der Prämisse eines gleichmäßigen Tempos. (c) H. Winter

Eine erste Analyse des Rennen auf der Basis der projizierten Zeiten im Ziel zeigt deutlich, dass man – wie übrigens auch in London im April – am Anfang zu ungestüm zu Werke ging. Der Weltrekord wurde dann nach 35 km vertan, wo Bekele und Kipang leicht erschöpft taktierten. Das überaus schnelle Finale von Bekele zeigt aber auch, dass der Äthiopier noch einmal erhebliche Reserven mobilisieren konnte. Erst durch diesen Endspurt übertraf er die gleichfalls großartige Zeit von Eliud Kipchoge in London von 2:03:05 und ist damit der weltbeste Läufer des Jahres 2016. Nach Lage der Dinge wird ihm diesen Titel niemand mehr streitig machen. Kenenisa hat sich damit in der Weltspitze zurückgemeldet und gehört nun nach den Bahndistanzen auch auf der Straße zu den Ausnahmekönnern. Und die Art, wie er immer wieder erhebliche Lücken zu Kipsang zulief, ist in der Geschichte des Marathons fast einmalig. „Kenenisa is back!“

Gleiches gilt auch für Wilson Kipsang, der nach seinem Weltrekord 2013 in Berlin und Erfolgen in New York City und London in letzter Zeit nicht mehr an diese Leistungen anknüpfen konnte. Auch für ihn gilt nach seiner Vorstellung in Berlin: „Wilson is back“. Damit ergeben sich für die Marathonszene tolle Perspektiven. Mit vier Läufern im Jahr 2016 unter 2:04 Stunden gibt es ein Potential für Angriffe auf den Weltrekord, das man vor kurzem schon angesichts der Dopingproblematik so nicht erwarten konnte. Die Saison in diesem Regime dürfte gelaufen sein, aber 2017 könnte ein ähnliches ereignisreiches Jahr werden.

Der London Marathon z.B. hat beste Chancen, seinen Erfolg in diesem Jahr mit dem außergewöhnlichen Kursrekord von 2:03:05 durch Eliud Kipchoge weiter zu steigern. Die Konstellation Kipchoge – Bekele – Kipsang, ggfs. auch noch Biwott, könnte an der Themse zu einem Jahrhundert-Lauf geraten. Bleibt zu hoffen, dass die Medien diese Entwicklungen so angemessen begleiten, dass die Laufszene  generell davon profitiert. Große Hoffnungen sollte man sich diesbezüglich aber nicht machen.  proj-london-berlin-2016Vergleich des Rennverlaufs zwischen dem London und Berlin Marathon im Jahr 2016. Beide Rennen waren mit 2:03:05 und 2:03:03 extrem schnell und hatten recht ähnliche Abläufe: sehr schneller Beginn und beim ersten Überschreiten der WR-Pace erfolgte eine unmittelbare Reaktion. Taktieren der beiden Führenden jenseits der 35 km kostete in beiden Läufen den Weltrekord (gestr. Linie = 2:02:57)  (c) H. Winter

Eine weitere Analyse belegt, wie weit Berlin leistungssportlich enteilt ist. Während man in Chicago im zweiten Jahr ohne Pacer auf einen sportlichen GAU zusteuert, wird das Zehnermittel der Berliner Strecke von 2:03:34,6 langsam aberwitzig. Siebenmal wurde mittlerweile an der Spree unter 2:04 Stunden gelaufen. Nur die (singulären) Streckenrekorde von Berlin selbst (2:02:57, WR) und London (2:03:05) sind schneller, Frankfurt (2:03:42) oder Chicago (2:03:45) liegen mit ihren Bestmarken schon zurück; ganz zu schweigen von den Streckenrekorden aller anderen globalen Events. Und in grandioser Weise demonstrierte man in Berlin einmal mehr, dass sich Tempomacher gestützte Läufe und toller sportlicher Wettkampf mitnichten ausschließen.

Evans Chebet (KEN) hatte das selbstmörderische Tempo der ersten Hälfte von den Konkurrenten noch am besten verdaut und wurde in 2:05:31 Dritter. Das japanische Lauf-Unikum Yuki Kawauchi konnte sein Vorhaben einer Zeit von unter 2:08 Stunden nicht erfolgreich umsetzten. Nach zu schnellem Beginn in 15:01 für die ersten 5 km stieg der erste Tempomacher bereits nach 6 km aus und der zweite „Hase“ Charles Maina hatte auch nicht seinen besten Tag und war für ein zunehmend langsameres Tempo bis 35 km verantwortlich, wo er unvermittelt ausstieg. Nach 1:04:40 bei Halbmarathon konnte Yuki auch dieses Tempo nicht halten und erreichte erst nach 2:11:03 das Ziel hinter dem Brandenburger Tor. Damit lief der gute Yuki zum 19.mal unter 2:12 Stunden und unglaubliche 60mal unter 2:20 Stunden. Diese beindruckenden Zahlen dürfte er in kommenden Jahren weiter steigern, vielleicht auch im kommenden Jahr wieder in Berlin. Yuki hat es jedenfalls in Berlin ausgesprochen gut gefallen, wie auch seine ausgelassene Stimmung auf der After Race Party belegte.

b-marathon-2016-yuki-potsdamer-platzYuki Kawauchi (JPN) gab wieder alles, aber mehr als 2:11:03 waren diesmal nicht drin. (c) H. Winter

Während Kenenisa Bekele in der Marathon-Weltspitze angekommen ist, hat Steffen Uliczka sich in der deutschen Spitze etabliert. Der 32-Jährige war mit einer Bestzeit von 2:20:19 ins Rennen gegangen und steigerte sich nun deutlich auf 2:15:02. Das war im Gesamteinlauf Platz 16. Was sich allerdings der (für einen Marathon völlig überforderte) TV-Kommentator Ralf Scholt bei der Erklärung der Zeitdifferenz zwischen „offizieller“ Zeit und der falsch laufenden Zeitanzeige über dem Ziel geleistet hat, war schon schlimm. Vielleicht erklärt jemand dem guten, vor Arroganz nur so strotzendem TV-Mann einmal simpelste metrologische Fakten sowie die „Netto-Zeit“. So der überhaupt zuhört. Hätten wir doch nur in Deutschland auch einen Tim Hutchings oder Stuart Storey.

Weltbestenliste 2016 Marathon der Männer (Stand:25.9.16)
1. 2:03:03 Kenenisa Bekele  ETH Berlin 25.9.2016
2. 2:03:05 Eliud Kipchoge  KEN London 24.4.2016
3. 2:03:13 Wilson Kipsang  KEN Berlin 25.9.2016
4. 2:03:51 Stanley Biwott  KEN London 24.4.2016
5. 2:04:24 Tesfaye Abera  ETH Dubai 22.1.2016
6. 2:04:33 Lemi Berhanu  ETH Dubai 22.1.2016
7. 2:04:46 Tsegaye Mekonnen  ETH Dubai 22.1.2016
8. 2:05:13 Wilson Erupe  KEN Seoul 20.3.2016
9. 2:05:16 Sisay Lemma  ETH Dubai 22.1.2016
10. 2:05:31 Evans Chebet  KEN Berlin 25.9.2016
Ewige Bestenliste Marathon der Männer (Zeiten bis 2:04):
1. 2:02:57 Dennis Kimetto  KEN Berlin 28.9.2014
2. 2:03:03 Kenenisa Bekele  ETH Berlin 25.9.2016
3. 2:03:05 Eliud Kipchoge  KEN London 24.9.2016
4. 2:03:13 Emmanuel Mutai  KEN Berlin 28.9.2014
4. 2:03:13 Wilson Kipsang  KEN Berlin 25.9.2016
6. 2:03:23 Wilson Kipsang  KEN Berlin 29.9.2013
7. 2:03:38 Patrick Makau  KEN Berlin 25.9.2011
8. 2:03:42 Wilson Kipsang  KEN Frankfurt 30.11.2011
9. 2:03:45 Dennis Kimetto  KEN Chicago 13.112013
10. 2:03:51 Stanley Biwott  KEN London 24.4.2016
11. 2:03:52 Emmanuel Mutai  KEN Chicago 13.11.2013
12. 2:03:59 Haile Gebrselassie  ETH Berlin 28.11.2008
13. 2:04:00 Eliud Kipchoge  KEN Berlin 27.9.2015

Schnell waren auch die äthiopischen Frauen unterwegs. Birhane Dibaba, Ruti Aga und Aberu Kebede passierten als Führungstrio die 10-km-Marke nach 33:12. Bereits nach 17 km setzte sich Aberu Kebede etwas ab und erreichte den Halbmarathon nach 69:27. Noch bei 30 km lag die 30-jährige Kebede auf Kurs zu  einen Streckenrekord. Diesen hatte die japanische Olympiasiegerin Mizuki Noguchi 2005 mit 2:19:12 aufgestellt. Doch rund zehn Kilometer vor dem Ziel ging Aberu Kebede die Kraft aus und sie verpasste mit 2:20:45 einmal mehr eine Zeit unter 2:20 Stunden.

Nach einem sehr gleichmäßigen Rennen, in dem sie die Halbmarathonmarke nach 1:14:36 Stunden passierte, konnte Katharina Heinig am Ende sogar zulegen und steigerte sich schließlich um gut fünf Minuten. Mit einer Bestzeit von 2:33:56 Stunden angetreten, lief die 27-Jährige am Brandenburger Tor nach 2:28:34 ins Ziel. Damit ist sie hinter Anja Scherl die zweitschnellste deutsche Läuferin der Saison 2016 und hat leistungsmäßig in etwa zu den Hahner-Twins (die in Berlin vor Ort waren, aber nicht über den Marathon starteten) aufgeschlossen.

b-marathon-2016-mark-milde-pkDer Race Director vom Berlin Marathon, Mark Milde, konnte leistungssportlich ein überaus positives Fazit ziehen. Berlin ist und bleibt mit seinen schnellen Zeiten im Marathon das Maß aller Dinge.  (c) H. Winter

Und am Schluss noch einige Zahlen: Der „Schwund“ an Teilnehmern hielt sich dieses Jahr in Grenzen. Von 41283 angemeldeten Teilnehmern standen am Sonntagmorgen 37077 an der Startline und 36054 wurden im Ziel registriert. Auch die Leistungsbreite war durchaus beachtlich: 94 Aktive unterboten die 2:30 Stunden, 270 die 2:40 Stunden und 1529 brauchten weniger als drei Stunden.

Zufrieden war sicher auch ein Gewerbe, das man zunächst nicht zwingend mit einer Laufveranstaltung in Verbindung bringen würde. Über 750 Fahrzeuge, die unberechtigt auf der Strecke parkten, wurden an den zwei Tagen der Laufwettbewerbe „umgesetzt“. Das sollte sich für die (Ab-)Schlepper in allen Belangen gelohnt haben.

Die Splits des führenden Läufers:
 5 km 14:19 2:02:49
10 km 28:59 14:40 2:02:18
15 km 43:36 14:37 2:02:39
20 km 58:00 14:24 2:02:22
 HM 1:01:11
25 km 1:12:46 14:46 2:02:49
30 km 1:27:25 14:39 2:02:57
35 km 1:41:55 14:30 2:02:52
40 km 1:56:54 14:59 2:03:19
 Marathon 2:03:03   6:09
Ergebnisse Marathon der Männer:
1. Bekele, Kenenisa (ETH) 2:03:03
2. Kipsang, Wilson (KEN) 02:03:13
3. Chebet, Evans (KEN) 02:05:31
4. Lemma, Sisay (ETH) 02:06:56
5. Kiptanui, Eliud (KEN) 02:07:47
6. Ronoh, Geoffrey (KEN) 02:09:29
7. Lagat, Alfers (KEN) 02:09:46
8. Gebregergish, Yohanes (ERI) 02:09:48
9. Kendagor, Jacob (KEN) 02:10:01
10. Simotwo, Suleiman (KEN) 02:10:22
11. Kiptoo, Mark (KEN) 02:10:24
12. Mutai, Emmanuel (KEN) 02:10:29
13. Kawauchi, Yuki (JPN) 02:11:03
14. Ekvall, Mikael (SWE) 02:13:16
15. Habarurema, Jean (FRA) 02:13:57
16. Uliczka, Steffen (GER) 02:15:02
17. Richards, Malcolm (USA) 02:15:10
18. Tiruneh, Chalachew (ETH) 02:16:07
19. Abdulaziz, Ebrahim (NOR) 02:16:53
20. Martelletti, Paul (NZL) 02:16:58
21. Babeker, Taye (ETH) 02:17:56
22. Laerte, Dennis (BEL) 02:18:04
23. Arciniaga, Nick (USA) 02:18:18
24. Brasevicius, Ignas (LTU) 02:18:56
25. Teekens, Mike (NED) 02:18:55

Ergebnisse Marathon der Frauen:
1. Kebede, Aberu (ETH) 02:20:45
2. Dibaba, Birhane (ETH) 02:23:58
3. Aga, Ruti (ETH) 02:24:41
4. Iwade, Reia (JPN) 02:28:16
5. Heinig, Katharina (GER) 02:28:34
6. Ronoh, Janet (KEN) 02:29:35
7. Dolinin, Elena (ISR) 02:35:59
8. Fien, Cassie (AUS) 02:37:28
9. McCarthy, Claire (IRL) 02:38:00
10. Ganiel, Gladys (IRL) 02:39:10