91. Giro di Castelbuono (ITA) am 26. Juli 2016: Imane Merga nur Vierter im ausgedünnten Elitefeld

castelbuono-2016-logoDen „Giro di Castelbuono“ gibt es mit einigen Unterbrechungen seit dem Jahr 1912 und er besteht aus einem hügeligen Rundkurs von 1120 m Länge durch die Innenbereich der sizilianischen Stadt. Viele Topstars haben sich in den bisherigen 90 Auflagen in die Siegerlisten eingeschrieben, die von Paul Tergat bis Zersenay Tadese reichen. In diesem Jahr war das Elitefeld, seit 2005 gibt es kein Rennen der Frauen mehr, stark ausgedünnt, was auch den in Kürze beginnenden Olympischen Spielen in Rio de Janeiro geschuldet sein mag. Somit war der äthiopische Haudegen Imane Merga der Starter mit der höchsten Reputation im Feld (2011 Cross-Weltmeister und 3. Platz bei der WM über 10000 m). Seit sechs Jahren läuft man das Rennen über nur noch 9 Runden, das sind recht genau 10 km. Geoffrey Mutai lief bei der Premiere über diese Distanz im Jahr 2011 in 29:05 den Kursrekord.

Dass es in diesem Jahr bei hohen Temperaturen nicht annähernd in diese Dimensionen gehen würde, zeigte sich schon auf den ersten km-Abschnitten. Die wurden in 3:08, 3:01, 3:00 sowie 3:06 angelaufen. Bis hierhin diktierte der Marokkaner Mohammed El Mounim das Tempo, stieg dann aber unvermittelt aus, wobei nicht ganz klar war, ob er bis zur Halbzeit das Tempo machen sollte. Das machte nun der junge, kaum bekannte Felicien Muhitira aus Ruanda, dessen Temposteigerung auch Topstar Merga nicht folgen konnte. Muhitira gewann schnell an Boden, während Merga sogar hinter den jungen Italiener Yermaneberhan Crippa zurückfiel. Muhitira gewann das Rennen in bescheidenen 31:04 vor Crippa in 31:18. Platz 3 ging an Thomas Lokomwa (KEN) und nur Vierter wurde Imane Merga (ETH) in indiskutablen 31:53.

castelbuono-2016-winnersDie Erstplatzierten bei der 91. Auflage der „Giro di Castelbuono“ am heutigen Abend. Sieger wurde Felicien Muhitira (RUA) in 31:04 (3. v.l.), Imane Merga (ETH) in 31:53 nur Vierter (2. v.l.).  (c) RAIsport