21. TCS Toronto Waterfront Marathon am 16. Oktober 2022: Erfolgreicher Restart mit Siegen von Antonina Kwambai und Yihunilign Adane

Nach einer dreijährigen Corona bedingten Zwangspause gab es bei der 21. Auflage des TCS Toronto Waterfront Marathon mit Siegen von Yihunilign Adane (ETH) in 2:07:18 sowie Antonina Kwambai (KEN) in 2:23:20 einen erfolgreichen Neustart. Erst im letzten Drittel wurden dabei die Kursrekorde von der letzten Ausgabe im Jahr 2019 von Philemon Rono in 2:05:00 und Magdelyne Masai (KEN) von 2:22:16 verpasst. Nach dem langjährigen Sponsor Scotiabank mit dem neuen Titelsponsor TCS wurde das Rennen der Männer mit 14:39 für 5km und 29:36 für 10 km flott angelaufen. Über 59:27 bei 20 km erreichten 6 Läufer zusammen mit 2 Tempomachern die Hälfte nach 1:02:28, also auf Kurs knapp unter dem Streckenrekord. Nach 25 km in 1:14:28 und 30 km in 1:29:40 lagen nach dem Austieg der „Hasen“ noch 5 Athleten vor, die allerdings den Streckenrekord zunehmend aus den Augen verloren.

Kurz nach 35 km konnte sich Felix Kandie (KEN) aus der auseinanderfallenden Spitzengruppe absetzen und sah schon wie der Sieger aus, als von hinten der 26-jährige Äthiopier Adane heranstürmte und noch vor der 40 km-Marke den führenden Kandie passierte. Adane gewann unangefochten das Rennen nach 2:07:18 vor Kiprono Kipkemoi (KEN) in 2:08:24, der Felix Kandie mit 2:08:44 kurz vor dem Ziel noch abfangen konnte. Dazu der Sieger: I knew I would catch him in the latter stages, I am happy I won but the roadway was a not as good as I expected I could have done better. When there was about 4 km left I decided then to run the pace that I could make until the end.” Auf Platz 5 kam in 2:11:00 Trevor Hofbauer (CAN) ins Ziel, der damit Landesmeister im Marathon der Männern wurde.

Yihunilign Adane gewann den Toronto Waterfront Marathon. (c) Livestream/Screenshot

Sehr abwechselungsreich verlief die Konkurrent bei den Frauen, wo ein Spitze mit fünf Athletinnen 10 km in 33:37 passierte, bevor sich Ruth Chebitok (KEN), Tseginesh Mekonnin (ETH) sowie Geleta Burka (ETH) leicht absetzen konnten und die Hälfte in 1:10:01 zurücklegten, also deutlich unter der Durchgangszeit zum Kursrekord. Aus dem Spitzentrio konnte sich dann Burka lösen und hatte bei 30 km in 1:40:16 einige Sekunden Vorsprung auf Mekonnin und 13 Sekunden auf Magdalyne Masai. Erst eine halbe Minute später folgten Kwambai und Chebitok. Masai, die Siegerin der letzten Ausgabe im Jahr 2019 und Inhaberin des Streckenrekords, holte bald darauf den Rückstand auf und lag klar in Führung.

Doch als schon alles nach einem weiteren Sieg der Kenianerin aussah, konnte diese ihr Tempo nicht mehr halten und wurde nach 39 km von Kwambai passiert, die ihren Vorsprung schnell ausbaute und das Rennen in 2:23:20 gewann. Auch Chebitok konnte an Masai vorbeiziehen und wurde Zweite in 2:23:58. Platz 3 ging an Gelete Burka in 2:24:31 vor Malindi Elmore (CAN) in 2:25:15, die auch noch kurz vor dem Ziel Masai in 2:25:39 abfing und damit für ein insgesamt überaus spannendes Finale bei den Frauen sorgte. Am Ende zog der Race Director vor Ort Alan Brookes ein sehr positives Fazit: It was wonderful to return to inperson racing and with a new sponsor TCS. The athletes made it an exciting day. And with the attention on records, we often forget about racing. Who could have predicted the outcome during the last ten kilometres.

Ergebnisse Marathon der Männer:
1. Yihunilign Adane ETH 2:07:18
2. Kiprono Kipkemoi KEN 2:08:24
3. Felix Kandie KEN 2:08:44
4. Enock Onchari KEN 2:10:07
5. Trevor Hofbauer CAN 2:11:00
6. Barselius Kipyego KEN 2:11:12
7. Rory Linkletter CAN 2:13:32
8. Mohamed Aagab CAN 2:15:19
Ergebnisse Marathon der Frauen:
1. Antonina Kwambai KEN 2:23:20
2. Ruth Chebitok KEN 2:23:58
3. Geleta Burka ETH 2:24:31
4. Malindi Elmore CAN 2:25:14
5. Magdalyne Masai KEN 2:25:39
6. Tseginesh Mekonnin ETH 2:28:43
7. Dayna Pidhoresky CAN 2:30:58
8. Sasha Gollish CAN 2:31:40