WM Beijing 2015: Marathon der Frauen – Mare Dibaba (ETH) gewinnt im Spurt

wm-logo-2015Im Spurt wurde die Entscheidung im Marathon der Frauen entschieden, wobei die Weltjahresschnellste Mara Dibaba (ETH) sich ohne großer Probleme nach 2:27:35 durchsetzen konnte. Sie siegte vor Helah Kiprop (KEN) in 2:27:36 und der für Brunei startenden Ex-Kenianerin Eunice Kirwa in 2:27:39. Erst nach Jemima Sumgong (KEN) in 2:27:42 folgte deutlich hinter dem Führungsquartett Altmeistern Edna Kiplagat (KEN) nach 2:28:18, die es damit versäumte, nach Daegu 2011 und Moskau 2013 zum dritten Mal hintereinander einen WM-Marathon zu gewinnen.

Die Bedingungen waren etwas günstiger als bei den Männern, da der Himmel mit dichten Wolken verhangen war, warm war es aber trotzdem. Dies erklärt auch das vorsichtige Anlaufen mit Splits von 17:51 für 5 km und 35:32 für 10 km. Bis zum Halbmarathon nach moderaten 1:15:16 blieb das Feld weiterhin lange zusammen, bis sich nach 35 km (2:04:04) eine Sechsergruppe herausbildete, aus der allerdings die Gewinnerin des London Marathon Tigist Tufa (ETH) schnell herausfiel. Neben Mare Dibaba (nicht verwandt mit Genzebe Dibaba, die später am Tag über 5000 m eine zweite Goldmedaille anpeilt) stritten nun die drei Kenianerinnen Helah Kiprop, Jemima Sumgon und Titelverteidigerin Edna Kiplagat sowie die nach Brunei eingebürgerte Kenianerin Eunice Kirwa um den Titel.

Eine Vorentscheidung fiel an der 40 km Marke (2:20:38), an der Kiplagat überraschend nicht mehr folgen konnte und damit alle Hoffnungen auf drittes WM-Marathon-Gold begraben musste. Eine Vierergruppe lief dann ins das „Vogelnest“ von Beijing ein, und Mare Dibaba gewann den Spurt auf den letzten 100 m auf der Bahn im Stadion recht deutlich. China scheint für die Äthiopierin ein gutes Pflaster zu sein, denn bereits Anfang Januar lief sie in Xiamen mit 2:19:52 eine Zeit, die bisher keine andere Läuferin im Jahr 2015 unterbieten konnte. Zieht man die ehemalige Staatsangehörigkeit von Kirwa in die Rechnung ein, belegten die Ostafrikanerinnen die ersten sechs Plätze. Beste Europäerin wurde auf Platz 11 die Litauerin Rasa Drazdauskaité in 2:31:23.

wm-2015-mare-dibabaDie Weltjahresschnellste 2015 war auch in Beijing die Schnellste: Mare Dibaba (ETH) gewann den WM Marathon im Spurt nach 2:27:35.  (c) IAAF

 1 Mare Dibaba ETH ETH 2:27:35
2 Helah Kiprop KEN KEN 2:27:36
3 Eunice Jepkirui Kirwa BRN BRN 2:27:39
4 Jemima Jelagat Sumgong KEN KEN 2:27:42
5 Edna Ngeringwony Kiplagat KEN KEN 2:28:18
6 Tigist Tufa ETH ETH 2:29:12
7 Mai Ito JPN JPN 2:29:48
8 Tirfi Tsegaye ETH ETH 2:30:54
9 Hye-Song Kim PRK PRK 2:30:59
10 Serena Burla USA USA 2:31:06
11 Rasa Drazdauskaité LTU LTU 2:31:23
12 Filomena Costa POR POR 2:31:40
13 Sairi Maeda JPN JPN 2:31:46
14 Risa Shigetomo JPN JPN 2:32:37
15 Alina Prokopeva RUS RUS 2:32:44
16 Changqin Ding CHN CHN 2:33:04
17 Alessandra Aguilar ESP ESP 2:33:42
18 Jaisha Orchatteri IND IND 2:34:43
19 Sudha Singh IND IND 2:35:35
20 Visiline Jepkesho KEN KEN 2:36:17
21 Sinead Diver AUS AUS 2:36:38
22 Katarina Bérešová SVK SVK 2:37:24
23 Sarah Klein AUS AUS 2:37:58
24 Esther Erb USA USA 2:38:15
25 Lishan Dula BRN BRN 2:38:18
26 Clara Canchanya PER PER 2:39:24