52. AJC Peachtree Road Race in Atlanta (USA) am 4. Juli 2021: Sara Hall und Sam Chelanga US-Meister über 10 km

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Bei ungewöhnlich guten Bedingungen mit Temperaturen um 20°C gewannen Sara Hall (USA) und Sam Chelanga (USA) bei der 52. Ausgabe des AJC Peachtree Road Race in Atlanta (GA, USA) die Titel von USATF über 10 km. Hall siegte in 31:41 und konnte damit ihren Titel aus dem Jahr 2019 verteidigen, Chelanga war am Ende in 28:44 der Schnellste. Beim ansonsten mit ca. 60.000 Teilnehmern (zahlenmäßig) größten 10 km-Lauf der Welt musste man nach der Absage im letzten Jahr diesmal wegen der Auflagen auf Grund der Corona Pandemie die Teilnehmerzahlen beschränken. So gingen am Samstag sowie heutigen Sonntag „nur“ jeweils 17.000 Läufer an den Start.

Sara Hall gewann souverän die 52. Ausgabe des AJC Pechtree Road Race über 10 km. (c) 11-Alive/Screenshot

Im Rennen der Frauen passierte eine 14-köpfige Spitzengruppe die erste Meile nach sehr verhaltenen 5:18 Minuten. Über 4:59 für die zweite Meile lagen bei 5 km in 15:45 noch sieben Läuferinnen vorne, was sich kurz darauf auf ein Trio bestehend aus Hall, Annie Frisbie (USA) und Emily Durgin (USA) reduzierte, von dem nach Meile 4 in 5:18 nur Durgin und Hall übrig blieb. Im Finale war Hall, die sich vor allem im Marathon auf 2:20 Stunden verbessern konnte und diese Marke beim Chicago Marathon Anfang Oktober 2021 unterbieten möchte, deutlich überlegen und gewann das Rennen in 31:41 vor Durgin in 31:49 und Frisbie in 32:06. Die weit höher eingeschätzten Diane Nukuri (USA), Stephanie Bruce (USA) und Aliphine Tuliamuk (USA) folgten auf den nächsten Plätzen.

Die Erstplatzierten im Rennen der Frauen: Frisbie, Hall und Durgin. (c) 11-Alive/Screenshot

Im Rennen der Männer wurde schon nach der ersten Meile klar, dass es nicht wie bei der letzten Ausgabe im Jahr 2019 ein schnelles Rennen geben würde. Damals hatte der erst 19-jährige Kenianer und Weltrekordler über die 10 km Rhonex Kipruto (KEN) mit 27:01 auf dem welligen Punkt-zu-Punkt-Kurs einen hochkarätigen Streckenrekord aufgestellt. Noch 20 Männer lagen nach 5 km in 14:30 zusammen, wobei danach der US-Star Galen Rupp (USA) die Führung übernahm. Rupp hatte in Atlanta im Februar 2020 die Olympia-Ausscheidungen der USA im Marathon gewonnen und war auch heute favorisiert. Doch nach 5 Meilen (ca. 8 km) in 23:23 verlor er den Anschluss nach vorne, wo sich nach 26 Minuten Sam Chelanga entscheidend absetzen konnte.

Sam Chelenga gewann das Rennen der Männern in 28:44 Minuten (die Uhr im Ziel lief dabei eine volle Minute nach). (c) 11-Alive/Screenhot

In 28:44 gewann Chelanga das Rennen und den USATF-Titel vor dem wenig bekannten Fred Huxham (USA) in 28:45 und Clayton Young (USA). Erst auf Platz 8 kam Galen Rupp in 29:06 ins Ziel und fasste sich dabei Schmerz verzerrt in die Seite. Vor gut einer Woche war er bei den US-Olympiatrials über 10.000 m noch ohne ernsthafte Ambitionen einer Qualifikation mit einer Zeit von unter 28 Minuten „mitgelaufen“.

Ergebnisse 10 km der Männer:
1. Sam Chelanga USA 28:44
2. Fred Huxham USA 28:45
3. Clayton Young USA 28:48
4. Colin Bennie USA 28:54
5. Elkanah Kibet USA 29:00
6. Matt McClintock USA 29:03
7. Matthew McElroy USA 29:04
8. Galen Rupp USA 29:06
9. Jacob Riley USA 29:08
10. Augustus Maiyo USA 29:08
Ergebnisse 10 km der Frauen:
1. Sara Hall USA 31:41
2. Emily Durgin USA 31:49
3. Annie Frisbie USA 32:06
4. Diane Nukuri USA 32:27
5. Stephanie Bruce USA 32:35
6. Aliphine Tuliamuk USA 32:43
7. Lauren Hurley USA 32:54
8. Susanna Sullivan USA 33:02
9. Maegan Krifchin USA 33:39
10. Bria Wetsch USA 33:43