Generali Milano Marathon Special Edition am 16. Mai 2021: Grandiose Besetzung beim Marathon durch Mailands Straßen

Bei der Generali Milano Marathon Special Edition am 16. Mai 2021 in der italienischen Metropole der Lombardai werden großartige Elitefelder auf den Rundkurs durch die Mailänder Innenstadt gehen. Dabei werden die Läuferfelder – Corona-Pandemie bedingt – auf das Elitesegment limitiert bleiben, wobei die Qualität bei Frauen und vor allem Männern als herausragend bezeichnet werden muss. Bei den Männern stehen aktuell für den kommenden Sonntag sieben Athleten auf der Startliste mit PBs von unter 2:05 Stunden, 13 Akteure sind einen Marathon schon unter 2:06 gelaufen und fast unfassbare 23 Läufer waren bisher schon einmal schneller als 2:07 Stunden. Somit kann schon im Vorfeld eine Leistungsbreite erwartet werden, die man bei dieser Veranstaltung – zumal noch in den momentanen Zeiten massiver Einschränkungen im öffentlichen Leben – sicher kaum erwartet hätte.

Mit der Startnummer #1 wird der Streckenrekordler in Mailand, der Kenianer Titus Ekiru (KEN), an der Startlinie stehen, der den italienischen All Comers Record von 2:04:46 bei seinem Sieg im Jahr 2019 aufgestellt hatte. In den Jahren 2018 und 2019 gewann er den Marathon in Honolulu, wobei er 2019 den Streckenrekord auf für die dortigen Verhältnisse grandiose 2:08:00 schraubte. Ekiru möchte gerne den Streckenrekord in Mailand steigern, womit dann auch die Welt-Jahresbestleitung von 2:04:30 durch Eliud Kipchoge vom 18. Apil in Twente-Enschede in Gefahr geraten könnte. Mit seinen Vorleistungen ist der Titelverteidiger aber bei weitem nicht der Schnellste im Feld der Männer. Fünf Topläufer waren in ihrer Karriere in einem Marathon schon schneller als Ekiru. Leul Gebresilase (ETH) wurde 2018 in Dubai Zweiter in 2:04:02, im Dezember 2020 war er in Valencia am Start und wurde dort in 2:05:29 nur Neunter.

Nur 4 Sekunden langsamer war mit 2:04:06 Asefa Mengstu (ETH) beim Dubai Marathon 2018, Reuben Kipyego (KEN) wurde beim Valencia Marathon 2020 Fünfter in 2:04:12 und schaffte auch bei seinem Sieg im Dezember 2019 in Abu Dhabi in 2:04:44 einer 2:04er-Zeit, Seifu Tura (ETH) lief 2018 in Dubai 2:04:44 und Mekuant Gebre (ETH) gewann den Sevilla Marathon 2020 in 2:04:46. Und auch der Äthiopier Chalu Deso Gelmisa (ETH) blieb als Sechster in Valencia in 2:04:53 schon unter 2:05 Stunden. Dabei fällt auf, das die meisten dieser schnellen Zeiten erst vor kurzer Zeit erzielt wurden.

Die weitere Liste der Topläufer ist ausgesprochen lang und in der Tat beeindruckend. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sind hier zu nennen: Emmanuel Saina (KEN) mit 2:05:02 in Dubai im Jahr 2019, Ex-Weltmeister Abel Kirui (KEN) mit einer PB von 2:05:04 (Rotterdam 2009), Barnabas Kiptum (KEN) – Zweiter in Sevilla 2020 in 2:05:05 – , Elisha Rotich (KEN) – Dritter beim Amsterdam Marathon 2019 in 2:05:18 – , Shifera Tamru (ETH) mit 2:05:18 beim Dubai Marahon 2019, „Mr. Amsterdam Marathon“ Wilson Chebet (KEN), der bereits 2011 beim Sieg in Rotterdam seine PB von 2:05:27 aufstellte, und Felix Kandie (KEN) – Zweiter in Seoul im Jahr 2017 in 2:06:03.

Ruti Aga wurde als schnellste im Frauenfeld angekündigt, steht aber nicht auf der aktuellen Startliste. (c) Milano Marathon

Das Elitefeld der Frauen ist nicht ganz so spektakulär besetzt wie das der Männer. Aber mit drei Frauen mit PBs unter 2:21 Stunden und sechs unter 2:23 Stunden verfügt man über ein hohes Leistungsniveau. Ruti Aga (ETH) führt die Liste der Frauen mit einer PB von 2:18:34 an. Diese Zeit lief sie als Zweite beim Berlin Marathon 2018. 2019 gewann sie den Tokyo Marathon in 2:20:40 und beim Valencia Marathon im Dezember 2020 wurde sie Siebte in 2:20:05. Workenesh Edesa (ETH) wurde Sechste in Valencia im Jahr 2019 in einer Zeit von 2:20:24, während ihre Landsfrau Azmera Gebru (ETH) in 2:20:48 Dritte beim Amsterdam Marathon im Oktober 2019.

Besu Sado (ETH) lief gleich bei ihrem Debüt im Marathon in Amsterdam 2019 auf Platz 4 in 2:21:03, während Bornes Kitur (KEN) ihre schnellste Zeit von 2:21:26 bei ihrem Sieg in Ljubljana im Jahr 2019 rannte. Weitere Athletinnen mit PBs von unter 2:24 Stunden sind Sintayehu Hailemichael Lewetegn (ETH) (2:22:45, Frankfurt 2018), Racheal Mutgaa (KEN) (2:23:30, Toronto 2019), Stella Barsosio (KEN) (2:23:34, Rotterdam 2019) und Hiwot Gebrekidan (ETH) (2:23:50, Guangzhou 2019).

Von deutscher Seite wird Anja Scherl (GER) von der LG Telis Finanz Regensburg mit der Startummer #117 teilnehmen, die ihre PB von 2:27:50 beim Hamburg Marathon im Jahr 2016 erzielte. Falls sie sich noch einen Startplatz im deutschen Team für Olympia im Sommer 2021 erkämpfen will, müsste sie nach Lage der Dinge die aktuelle Bestzeit von 2:26:55 von Deborah Schöneborn unterbieten, die die Berlinerin beim Valencia Marathon im Dezember 2020 lief. Hinter Melat Kejeta und Katharina Steinruck ist dies momentan Platz 3 im Ranking für eine Olympia-Qualifikation.

Liste der schnellsten Eliteathleten:
2 Leul Gebresilase ETH 2:04:02 Dubai 2018
3 Asefa Mengstu ETH 2:04:06 Dubai 2018
4 Reuben Kipyego KEN 2:04:12 Valencia 2020
5 Seifu Tura ETH 2:04:44 Dubai 2018
6 Mekuant Gebre ETH 2:04:46 Sevilla 2020
1 Titus Ekiru KEN 2:04:46 Mailand 2019
14 Chalu Gelmisa ETH 2:04:53 Valencia 2020
7 Emmanuel Saina KEN 2:05:02 Dubai 2019
8 Abel Kirui KEN 2:05:04 Rotterdam 2011
13 Barnabas Kiptum KEN 2:05:05 Sevilla 2020
9 Elisha Rotich KEN 2:05:18 Amsterdam 2019
10 Shifera Tamru ETH 2:05:18 Dubai 2018
15 Wilson Chebet KEN 2:05:27 Rotterdam 2011
16 Felix Kandie KEN 2:06:03 Seoul 2017
17 Joel Kimurer KEN 2:06:21 Abu Dhabi 2019
18 Mike Kiptum Boit KEN 2:06:22 Seoul 2019
19 Aychew Bantie ETH 2:06:23 Prag 2019
20 Hicham Laqouahi MAR 2:06:32 Marrakesh 2020
21 Beshah Eskezia ETH 2:06:34 Dubai 2020
22 Evans Korir KEN 2:06:35 Daegu 2018
11 Laban Mutai KEN 2:06:40 Eindhoven 2019
23 Martin Kosgey KEN 2:06:41 Frankfurt 2018
24 Okubay Tsegay ERI 2:06:46 Sevilla 2019
25 Vincent Rono KEN 2:07:10 Rotterdam 2019
12 Kenneth Mungara KEN 2:07:36 Prag 2011
46 Stephen Mokoka RSA 2:07:40 Shanghai 2015
Liste der schnellsten Eliteathletinnen:
101 Ruti Aga ETH 2:18:34 Berlin 2018
102 Workenesh Edesa ETH 2:20:24 Valencia 2019
103 Azmera Gebru ETH 2:20:48 Amsteram 2019
104 Besu Sado ETH 2:21:03 Amsterdam 2019
105 Bornes Kitur KEN 2:21:26 Ljubljana 2019
106 Sintayehu Lewetegn ETH 2:22:45 Frankfurt 2018
107 Racheal Mutgaa KEN 2:23:30 Toronto 2019
108 Stella Barsosio KEN 2:23:34 Rotterdam 2019
109 Hiwot Gebrekidan ETH 2:23:50 Guangzhou 2019
110 Eunice Chumba BRN 2:24:27 Rotterdam 2017
111 Betelhem Cherenet Moges ETH 2:24:29 Dubai 2015
113 Zinash Mekonnen ETH 2:24:55 Valencia 2019
114 Anna Incerti ITA 2:25:32 Berlin 2011
112 Yenenesh Tilahun Dinkesa ETH 2:25:54 Sevilla 2019
115 Birhan Gebrekidan ETH 2:27:20
116 Risper Chebet KEN 2:27:23 Prag 2016
117 Anja Scherl GER 2:27:50 Hamburg 2016
118 Charlotta Fougberg SWE 2:28:56 Reggio Emilia 2020
119 Nazret Gebrehiwet Weldu ERI 2:28:57 Gold Coast 2019
120 Hanna Lindholm SWE 2:28:59 Sevilla 2020