Hula Valley (Israel) Elite-Marathon am 14. März 2021: Maru Teferi und Lonah Salpeter laufen schnelle Zeiten

Im Hula Valley, ca. 30 km nördlich von Tiberias am See Genezareth, organisierte der israelische Leichtathletikverband Israel Athletics am letzten Sonntag (14.3.2021) einen Elite-Marathon, den Maru Teferi (ISR) in beachtlichen 2:07:44 gewann. In der Frauen-Konkurrenz war nur die israelische Topläuferin Lonah Chemtai Salpeter (ISR) am Start, die den Marathon-Test für den Olympischen Marathon im August 2021 in 2:22:37 absolvierte. In den Startliste waren weitgehend Athleten zu finden, die in ostafrikanischen Ländern aufgewachsen waren.

Der Lauf war wegen Hygiene-Maßnahmen im Vorfeld nicht angekündigt worden und wurde auf ein Elitefeld von gut 20 Läufern und einer Läuferin (Salpeter) limitiert. Mit insgesamt 3 Tempomachern legte eine zehnköpfige Spitzengruppe um 6 Uhr Ortszeit vom Start weg flott los und erreichte die 10 km in 30:40 Minuten, wo die ersten beiden „Hasen“ Kirui Kiprotich (KEN) und Chekola Dereje (ETH) ihre Dienste bereits einstellten. Über 1:00:50 bei 20 km erreichte man die Halbdistanz nach 1:04:06 und war damit noch im Regime einer Zeit von unter 2:08 Stunden. Erst nach 30 km in 1:31:37 fiel vorne eine noch achtköpfige Gruppe auseinander, wobei sich ein Trio bestehend aus Teferi zusammen mit Girmaw Amare (ISR) und Godachaw Belachaw (ISR) absetzen konnte.

Nach 40 km in 2:01:27 hatten die Drei vor dem Finale einen Vorsprung von 25 Sekunden auf den ersten Verfolger Heimro Almaya (ISR). Der Sieg war hart umkämpft, wobei das Tempo auf dem letzten Kilometer enorm gesteigert wurde. Hervorragende 6:17 Minuten benötigte Teferi als Sieger von der 40 km-Marke bis ins Ziel, um das Rennen nach 2:07:44 zu gewinnen. Aktuell ist dies europäische Jahresbestzeit für die Saison 2021. Teferi kam als 14-Jähriger aus Äthiopien nach Israel und konnte sich in der letzten Zeit im Leistungsniveau erheblich steigern. Eine erste Topzeit lief er mit 2:08:09 als Fünfter beim Frankfurt Marathon 2019, im letzten Jahr steigerte er sich in Sevilla auf seine PB von 2:07:20. Kurz hinter dem Sieger kamen die beiden Marathon-Debütanten Girmaw Amare in 2:07:50 und Godadaw Belachew in 2:07:54 ins Ziel.

Lonah Salpeter lief mit 2:22:37 europäische Jahresbestleistung. (c) Israel Athletics

Lonah Salpeter absolvierte als einzige weibliche Teilnehmerin einen erfolgreichen Testlauf über die vollen Marathondistanz, nachdem sie sich zuletzt bei ihrem Sieg beim Tokyo Marathon im März 2020 auf großartige 2:17:45 steigern konnte. Über 33:53 bei 10 km und 1:07:53 bei 20 km legte sie den Halbmarathon in 1:11:31 zurück und konnte im zweiten Teil mit einem 1:11:06 negativen Split für den zweiten Part noch etwas zulegen. Im Ziel zeigten die Uhren 2:22:37, was die drittschnellste Zeit der Saison und wie bei den Männern europäische Jahresbestleistung ist. Beim Olympischen Marathon in Sapporo – so dieser zur Austragung kommen wird – muss man Salpeter sicher in den engeren Kreis der Medaillen-Kandidatinnen einbeziehen.

Bei European Athletics wird die aus Kenia stammende Salpeter zitiert: „With the main goal of the Olympic Games and after one year without any marathon possibilities, I took the opportunity to feel the distance one more time before starting to focus the preparations for the Olympic Games. Me and my coach decided to take it very controlled in order to recover as quickly as possible and start the build-up. The course of this race is part of my daily training site and it is nice to race so close to home in one of the most beautiful and unique nature parks in Israel.“

Ergebnisse Marathon:
1. Maru Teferi ISR 2:07:44
2. Girme Amare ISR 2:07:50
3. Godadaw Belachew
ISR 2:07:54
4. Haimro Almaya ISR 2:08:38
5. Yimer Getahun ISR 2:09:27
6. Tachluini Gabriyesos
ISR 2:10:55
7. Bukayaw Malade
ISR 2:11:22
8. Melkam Jamber
ISR 2:15:41
9. Daniel Mulushet ISR 2:19:06
10. Lonah Salpeter ISR 2:22:37