3. Monaco Run 5 km Herculis am 14. Februar 2021: Joshua Cheptegei und Beatrice Chepkoech auf Weltrekord-Jagd

Auch bei der 3. Auflage des Monaco Run im Fürstentum an der Mittelmeerküste wird es am kommenden Sonntag (14. Februar 2021) wieder eine Jagd auf die Weltrekorde im 5 km-Straßenlauf geben. Bereits im letzten Jahr konnte der Ausnahmeläufer Joshua Cheptegei (UGA) den Weltrekord in einem phänomenalen Sololauf steigern. Bei guten äußeren Bedingungen „pulversierte“ der Mann aus Uganda die erst einen Monat zuvor aufgestellte Rekordmarke von 13:18 Minuten durch Rhonex Kipruto in Valencia mit 12:51 in neue Dimensionen. Auch in Zeiten der durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der daraus resultierenden Flut an Absagen von Laufevents wird der Lauf im Fürstentum an der Mittelmeerküste stattfinden und dürfte durch die Startzusage von Cheptegei hochkarätigen Sport garantieren.

Joshua Cheptegei nach seiner Ankunft in Monaco. (c) NN Running Team

Der Superstar der aktuellen Laufszene aus Uganda konnte im letzten Jahr beide Marken von Kenenisa Bekele auf den Bahnlangstrecken verbessern, am 14. August 2021 lief er die 5000 m in Monaco 12:35,36 und zwei Montate später in Valencia die 10000 m in 26:11,00. Wie schon im Vorjahr wird die „Konkurrenz“ kaum in der Lage sein, sein hohes Tempo von Beginn an mitzugehen. Ob diesmal Tempomacher zum Einsatz kommen werden, ist noch offen. Dabei dürfte der Kurs im Vergleich zu letzten Jahr noch schneller geworden sein, da eine Baustelle entfällt und damit eine volle Pendelstrecke auf der Küstenstraße genutzt werden kann.

Die Stecke für den Monaco Run 5 km Herculis mit Start und Ziel an La Condamine. (c) MonacoRun

Neben Cheptegei sind Abdelaati Iguider (ESP), Bethwell Birgen (KEN) und David Kiplangat (KEN) am Start. Iguider lief auf der Bahn die 5000 m mit 12:59,25 schon unter der 13 Minuten-Schallmauer, Birgen ist ein Spezialist über kürzere Distanzen und schaffte vor einer Woche in Metz über 1500 m 3:34,67, während David Kiplangat mit nur 14:29,85 über 5000 m notiert ist. Morhad Amdouni (FRA) wurde zuletzt Achter bei der Halbmarathon-WM in Gdynia im Oktober 2020 in 59:40 und Richard Douma (NED) konnte sich im letzten Sommer in Nijmegen über 5 km auf 13:56 steigern. Von deutscher Seite ist Samuel Fitwi (GER ) gemeldet, der im letzten Jahr zusammen mit Simon Boch in 28:11 bester deutscher Läufer über 10 km war und gerade ein Höhentrainingslager in Kenia in der Gruppe von Julien Wanders absolviert hat.

Joshua Cheptegei steigerte im letzten Jahr beim Monaco Run den Weltrekord über 5 km. (c) Veranstalter

Bei den Frauen sind in diesem Jahr wieder Topläuferinnen am Start. Und da ist Beatrice Chepkoech (KEN) die haushohe Favoritin. Sie will am Sonntag versuchen, den Weltrekord zu unterbieten, den Sifan Hassan vor zwei Jahren an gleicher Stelle mit 14:44 aufgestellt hatte. Ihre gute aktuell Form stellte die Weltmeisterin und Weltrekordlerin über 3000 m-Hindernis der Frauen Ende Januar bei ihrem Sieg über 3000 m in 8:41,98 in Karlsruhe unter Beweis, am 9. Februar steigerte sie diese Zeit auf 8:34,21. Ihr Weltrekord über 3000 m, dann allerdings mit Hindernissen, steht seit Sommer 2018 auf phänomenalen 8:44,32.

Kaum Konkurrenz dürfte ihr aus dem restlichen Startfeld erwachsen. Alice Finot (FRA) steigerte sich im letzten Jahr über 1500 m auf 4:11,12 und Meraf Bahta (SWE) hat eine PB über 3000 m auf der Bahn von 8:37,50. Alexa Lemitre (FRA) lief die 5 km zu Silvester in Barcelona in 16:07, im Jahr 2019 schaffte sie die 1500 m in 4:17,56.

Elitefelder – Monaco Run – 5K Herkulis