Diamond League Meeting London am 24. Juli 2015: Usain Bolt und Mo Farah zeigen WM-Form

IAAF_DiamondLeagueZwei der Topstars der Szene haben am ersten Tag (Abend) beim Diamond League in London am 24. Juli gezeigt, dass mit Ihnen bei der WM in Beijing Ende August hinsichtlich einer Titelverteidigung zu rechnen ist.

Zunächst machte Superstar Usain Bolt (JAM) klar, dass er mit einer Jahresbestzeit von 10,12 Sekunden nicht nach Bejing kommen wird. Obwohl die Bedingungen in der britischen Hauptstadt durch starken Regen bis zum Beginn der Veranstaltung im Olympiastadion keineswegs optimal waren, gewann Bolt den Vor- und Endlauf in jeweils sehr guten 9,87 bei nasser Bahn und Gegenwind. Die Kontrahenten bei der WM sind gewarnt. So einfach, wie sich das bsiher andeutete, wird der Sieg über den Megastar der Leichtathletik nicht werden.

Gleichfalls eindrucksvoll verlief die Vorstellung von Doppel-Weltmeister und -Olympiasieger Mo Farah (GBR) auf der Unterdistanz von 3000 m. Was sich schon bei den Rennen in der bisherigen Saison andeutete, wurde in London Gewissheit. Mo kann nur durch einen Tempolauf am absoluten Limit in Bedrängnis gebracht werden. Ob das dann reicht, ist allerdings auch die Frage.

In London war das Rennen nicht extrem schnell, obwohl seine Siegerzeit von 7:34,66 die beste Zeit des Jahres bedeutete. Eigentlich wollte man schneller laufen, aber das Tempo der beiden Schrittmacher wurde nicht angenommen, so dass man nach 1000 m in 2:32,48 für die Hasen (Farah, etc. etwa in 2:35) bereits hinter der Marschtabelle von 2:30 deutlich zurücklag. Spätestens auf den nächsten Runden war klar, dass es auch diesmal wieder keine Topzeit geben würde. Nach einem km in 2:35,26 wurden die 2000 m nach 5:07,74 passiert.

Farah ging nun nach vorne und erhöhte mit Runden von 61,39 und 60,91 das Tempo, wobei er noch einmal auf der Gegengeraden vom Kenianer Kipsang überholt wurde. Dann zog Farah aber unwiderstehlich davon und siegte nach einer 55,34-Schlussrunde in akzeptablen 7:34,66. Auch der letzte km in 2:26,42 war durchaus beachtlich und im Regime eines Weltrekordtempos. Am Ende konnte ihm keiner der Kontrahenten auch nur in Ansätzen folgen. Mo ist bereit für die WM und wird bis dahin keinen Wettkampf mehr bestreiten. Aktuell ist kaum vorstellbar, dass ihn die ostafrikanische Konkurrenz bei seinen Titelverteidigungen ernsthaft in Gefahr bringen könnte.

vlcsnap-2015-07-24-23h06m32s198Mo Farah in Bolt-Pose beim Diamond League Sportfest in London.  (c) BBC2

    Das Ergebnis der 5000 m der Männer (Erstplatzierten):

dl-london-2015-result-3000m