Vodafone Istanbul Halbmarathon am 20. September 2020: Sezgin Atac und Fatma Demir gewinnen „Corona-Ausgabe“

Sezgin Atac (TUR) in 1:03:16 sowie Fatma Demir (TUR) gewannen heute morgen den Vodafone Istanbul Marathon auf der schnellen Strecke des Kennedy Expressways am Ufer des Bosperus. Das Geschehen an der Spitze bestimmte das Quartett Atac, Adel Mechaal (ESP), Benad Sang (KEN) und Getaye Gelaw (ETH), das über 15:42 bei 5 km und 30:52 bei 10 km die 15 km-Marke nach 45:51 erreichte. Dann zogen Atac und Mechaal das Tempo gewaltig an und setzten sich mit einem 5 km-Abschnitt in 14:25 von 15 km nach 20 km ab (Split 20 km: 1:00:16). Im Finale war Atac auf dem letzten km klar der Stärkere und gewann das Rennen nach 1:03:16.

Dies war – auch durch die Einschränkungen im Elitefeld angesichts der Corona-Pandemie bedingt – die bei weitem langsamste Siegerzeit seit Jahren in Istanbul, wo man zuletzt stets unter einer Stunde geblieben war. Dabei ist aber unbedingt anzumerken, dass die äußeren Bedingungen mit stürmischen Winden aus Nordost alles andere als ideal waren. Der starke Wind erklärt im übrigen auch die langsamen ersten 5 km in 15:42, zurück ging es auf der Pendelstrecke mit 14:25 ungleich schneller.

Sezgin Atac gewann den Vodafone Istanbul Halbmarathon 2020. (c) SporIstanbul

Mechaal wurde in 1:03:25 Zweiter vor Benad Sang in 1:03:51. Bei den Frauen lag zunächst Daisy Kimeli (KEN) in 16:56 bei 5 km und in 34:18 bei 10 km deutlich vorne, bevor Fatma Demir bald darauf das Kommando übernahm und bei 15 km in 51:49 mit einem Vorsprung von 7 Sekunden vor Kimeli lag. Die 20 km-Matten passierte Demir nach 1:09:29 und gewann das Rennen der Frauen nach 1:13:17, fast 8 Minuten über dem Streckenrekord durch Ruth Chepngetich. Kimeli wurde in 1:13:29 Zweite, Platz 3 ging an Esma Aydemir (TUR) in 1:15:40. Die Teilnehmerzahl für diesen Lauf war von den Istanbuler Behörden und dem Veranstalter Spor Istanbul auf 2500 Teilnehmer begrenzt worden.

Beim Start sollten noch Masken getragen werden, die auf dem ersten Kilometer in Containern zu entsorgen waren. (c) SporIstanbul