29. Tet Riga Marathon am 19. Mai 2019: Shiferaw und Beyene laufen Streckenrekorde

riga-mar-2019-logoMit einem neuen Titelsponsor machte der Tet Riga Marathon bei seiner 29. Ausgabe einen weiteren Schritt in die internationale Klasse. Beide Sieger, Andualem Belay Shiferaw (ETH) in 2:08:51 bei den Männern als auch Debele Beyene (ETH) in 2:26:18 bei den Frauen verbesserten die Streckenrekorde und die Litauischen All Comers Rekorde deutlich. Von 2300 Startern im Marathon – insgesamt waren auf diversen Strecken über 38.000 Akteure dabei – bestimmten zunächst sechs Läufer in 15:16 für 5 km und 30:34 für 10 km das Geschehen an der Spitze. riga-mar-2019-startStart zur 29. Ausgabe des Riga Marathon am 19. Mai 2019. (c) Veranstalter

Als der kommende 5 km-Abschnitt in sehr flotten 14:58 zurückgelegt wurde, befanden sich nach 45:32 nur noch das Duo Shiferaw sowie Silas Too (KEN) an der Spitze, die das Geschehen vorne über 1:00:54 bei 20 km bis zur Hälfte der vollen Distanz bestimmten. Dann konnte sich Shiferaw absetzen, der erst im Februar den Marathon im spanischen Castellon in beachtlichen 2:08:16 gewann, und hatte bei 25 km in 1:15:59 einen Vorsprung auf Too von etwa 10 Sekunden.

riga-mar-2019-spitze-menDie Spitzengruppe der Männer auf den ersten Kilometern. Verdeckt als Zweiter von links der spätere Sieger Shiferaw, Zweiter von rechts der spätere Zweite Too. (c) Veranstalter

Bis 30 km in 1:31:04 und 35 km in 1:36:18 lag der Führende auf Kurs zu einer Zeit knapp unter 2:08 Stunden, doch ein 5 km-Abschnitt von 15:40 Minuten nach 40 km machten diesen Hoffnungen ein Ende. Dafür hatte Shiferaw bei 40 km in 2:01:58 seinen Vorsprung auf die Konkurrenz auf fast 3 Minuten ausgebaut, um das Rennen mit neuem Streckenrekord von 2:08:51 zu gewinnen. Damit „pulveriserte“ er die alte Marke aus dem Vorjahr von 2:11:00 durch seinen Landsmann Ayana. Zweiter wurde Silas Too in 2:12:27 vor Julius Tuwei (KEN) in 2:14:04. Im Siegerinterview zeigte sich der Sieger leicht enttäuscht, dass er sein Vorhaben einer neuen PB und einer Zeit von unter 2:08 Stunden nicht (ganz) umsetzen konnte.

riga-mar-2019-winner-shiferawBelay Shiferaw lief in Riga einen neuen Streckenrekord. (c) Veranstalter

Das Rennen der Frauen bestimmte zunächst ein Quartett in 17:06 bei 5 km und 34:35 bei 10 km, bis bei 15 km nach 51:55 nur noch das äthiopischen Trio Beyene, Worknesh Mola (ETH) und Sichala Deressa (ETH) vorne lagen. Nach 20 km in 1:09:19 brach das Trio auseinander und Beyene bestimmte zusammen mit Mola das Geschehen an der Spitze. Über 1:26:28 bei 25 km und 1:43:55 bei 30 km bauten die Beiden bei 35 km in 2:00:40 ihren Vorsprung auf die erste Verfolgerin auf 1:40 Minuten aus, bevor sich Beyene von ihrer Landsfrau entscheidend absetzen konnte.

Bei 40 km nach 2:28:18 lag Beyene eine volle Minute vor Mola und sogar 3 Minuten vor Deressa. Schon hier war klar, dass der Streckenrekord aus dem Vorjahr von 2:28:22 durch Georgina Rono fallen würde. So kam es dann auch. Beyene verbesserte in 2:26:18 die alte Rekordmarke um gut 2 Minuten und auch die Zweite Worknesh Mola lag mit 2:27:38 unter der alten Marke. Das rein äthiopische Podium vervollständigte Sichala Deressa in 2:29:44.

Ergebnisse Marathon der Männer:
1. Andualem Belay Shiferaw ETH 2:08:51
2. Silas Kiprono Too KEN 2:12:27
3. Julius Tuwei KEN 2:14:04
4. Hosea Kipkemboi KEN 2:15:34
5. Samwel Kiptanui Maswai KEN 2:18:08
6. Duncan Cheruiyot Koech KEN 2:18:34
Ergebnisse Marathon der Frauen:
1. Birke Debele Beyene ETH 2:26:18
2. Worknesh Alemu Mola ETH 2:27:38
3 Kumeshi Sichala Deressa ETH 2:29:44
4. Yinli He CHN 2:32:03
5. Nastassia Ivanova BLR 2:33:30