8. Thanks & Friendship Kobe Marathon am 25. November 2018: Susan Jerotich verbessert Kursrekord

kobe-mar-2018-logo

Soetwas kann sicher auch nur in Japan passieren, dass zwei (Massen-) Marathonläufe in unmittelbar benachbarten Städten über die Bühne gehen und so gut wie zum gleichen Zeitpunkt gestartet werden. Bei der 8. Ausgabe des Thanks & Friendship Kobe Marathon gingen am Sonntag gut 20.000 Teilnehmer an den Start (15397 Männer, 4998 Frauen), während im benachbarten Osaka sogar 30.000 Aktive auf den Beinen waren. Beide Veranstaltungen sind eng mit der Ära des Übergangs von reinen Elite-Marathon-Veranstaltungen zu Massenevents auf der Insel verknüpft. Was die „Massen“ anbetrifft, haben sich beide Läufe bestens etabliert. Im Elitesegment besteht sicher noch Nachholbedarf.

Dies zeigte sich auch am Sonntag, wo Khalili Lemciyeh (MAR) in 2:13:54 sein Sieg aus dem Vorjahr wiederholen konnte, bei den Frauen reichte es sogar durch Susan Cherotich (KEN) in 2:31:38 zu einem neuen Streckenrekord, den Megan Kriftchin erst im letzten Jahr auf 2:33:14 geschraubt hatte. In den sehr überschaubaren Elitefeldern setzte sich bei den Männern ein Quartett ab, aus dem sich der später Sieger bereits nach 15 km in 46:01 verabschíedete. Bei 30 km in 1:32:48 hatte Lemciyeh seinen Vorsprung auf ein Verfolgerduo auf eine Minute ausgebaut und konnte diesen Vorsprung bis ins Ziel bringen. Er siegte in 2:13:54, mehr als eine Minute langsamer als sein Kursrekord von 2:12:42 aus dem Vorjahr, vor Liam Adams (AUS) in 2:13:38 und Hamza Sahli (MAR) in 2:18:18. Neunter wurde im übrigen einer der jüngeren Kawauchi-Brüder Yoshikiki Kawauchi (JPN) in 2:23:56.

kobe-mar-2018-winners-ceremony-Die Sieger beim 9. Kobe Marathon: Jerotich und Lemciyeh (v.l.). (c) Veranstalter

Bei den Frauen war die Jagd auf den Kursrekord erfolgreich. Vier Läuferinnen agierten zunächst an der Spitze und erreichten über 17:37 bei 5 km und 35:02 bei 10 km die 15 km-Marke nach 52:42, was einer Zeit im Ziel um 2:28 Stunden entsprach. Drei Läuferinnen, Jerotich, Munkhzaya Bayartsogt und Sana Achahbar (MAR) blieben bis 25 km in 1:28:55 zusammen, bevor Achahbar zurückfiel und am Ende in 2:34:11 nur Vierte wurde. Das verbliebene Führungsduo blieb über 1:47:13 bei 30 km und 2:05:28 bei 35 km bis nach 40 km in 2:24:00 zusammen, bevor sich auf dem Schlusskilometer Jerotich von ihrer Mitstreiterin lösen und das Rennen mit Streckenrekordzeit von 2:31:38 gewinnen konnte. Kurz dahinter kam Bayartsogt in 2:31:48 ins Ziel. Nina Savina wurde in 2:33:36 Dritte.

Ergebnisse Marathon der Männer:
1. Khalil Lemciyeh MAR 2:13:54
2. Liam Adams AUS 2:14:38
3. Hamza Sahli MAR 2:18:18
4. Cosmas Kyeva KEN 2:18:53
5. Sora Tsukada JPN 2:19:26
6. Jun Shinoto JPN 1:21:27
Ergebnisse Marathon der Frauen:
 1.  Susan Jerotich  KEN  2:31:38
 2.  Munkhzaya Bayartsogt  2:31:48
 3.  Nina Savina  2:33:36
 4.  Sana Achahbar  MAR  2:34:11
 5.  Kokob Tesfagaber  2:39:10
 6.  Melanie Panayiotou  2:44:16
7. Miki Yokogawa JPN 2:49:21