23. Volkswagen Ljubljana Marathon am 28. Oktober 2018: Sisay Lemma und Visiline Jepkesho steigern die Streckenrekorde

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Die Erwartungen an das hochkarätige Elitefeld bei der 23. Ausgabe des Volkswagen Ljubljana Marathon wurden durch Siegerzeiten von Sisay Lemma (ETH) mit 2:04:58 bei den Männern und von Visiline Jepkesho (KEN) mit 2:22:58 voll erfüllt. Dabei hatte es in der frühen Phase des Rennens der Männer auch wegen des regnerischen Wetters nicht nach einer Weltklassezeit ausgesehen. Eine achtköpfige Spitzengruppe hatte die 5 km in 15:06 und die 10 km in 30:07 zurückgelegt, bevor sich nach 12 km der Mann mit der besten Vorleistung von 2:04:08, Sisay Lemma, von der restlichen Konkurrenz mit einer erheblichen Tempoverschärfung absetzte. Bereits bei 15 km in 44:42 hatte er den letzten 5 km-Abschnitt in 14:35 zurückgelegt, wo sein Vorsprung 15 Sekunden auf eine Verfolgergruppe bestehend aus sieben Läufern betrug. Diesen Vorsprung baute er auf den nächsten 5 km in 14:32 auf fast eine volle Minute aus.

Bei 25 km in 1:13:45 war sein Vorsprung auf das Quintett Gebretsadik Abraha (ETH), Hiskel Tewelde  (ERI), Ayele Abshero (ETH), Douglas Kipsanai (KEN) und Alfers Lagat (KEN) auf 1 1/2 Minuten angewachsen. Lemma war mittlerweile auf Kurs zu einer Zeit von unter 2:04:30. 30 km legte er in flotten 1:28:32 zurück, das Verfolger-Trio Tewelde, Abraha und Abshero folgte erst 2:20 Minuten später. Lemma lief über 1:43:38 bei 35 km und 1:58:31 die kommenden 5 km-Abschnitte um 15 Minuten und „pulverisierte“ im Ziel in 2:04:58 den bestehenden Streckenrekord von 2:08:18 durch Limenih Getachew aus dem Jahr 2015. Vor dem Lauf war der Sieger angesichts der äußeren Bedingungen recht skeptisch in Sachen Kursrekord gewesen, aber je länger das Rennen ging, umso mehr stieg seine Zuversicht, eine schnelle Zeit abzuliefern.

ljubljana-mar-2018-winnersDie Sieger des Ljubljana Marathon 2018: Sisay Lemma (ETH) und Visiline Jepkesho (KEN). (c) Veranstalter

Und so kam es am Ende dann auch. Lange musste man auf die Nächstplatzierten warten. Gebretsadik Adhana kam als Zweiter nach 2:08:36 ins Ziel, Hiskel Tewelde (ERI) wurde in 2:08:49 Dritter. Dann folgte Abshero auf Platz 4 in  2:09:12. Einer der Favoriten im Vorfeld, Peter Some (KEN), der 2013 den Paris Marathon in 2:05:38 gewann, wurde seiner Rolle nicht gerecht, sondern wurde in 2:12:57 nur Sechster.

Bei den Frauen wurde das Rennen bis 20 km in 1:07:35 durch sechs Läuferinnen bestimmt, die 5 km nach 16:51, 10 km nach 33:45 und 15 km nach 50:41 erreichten. Nach 30 km in 1:41:10 lag noch ein Trio mit Jepkesho, Sally Kipyego (KEN) und Dibabe Kuma (ETH) vorne. Aus diesem Trio war bis 35 km in 1:58:02 Kuma leicht zurückgefallen, bevor sich mit dem letzten verbliebenen Tempomacher Jepkesho von ihrer Konkurrentin Kipyego absetzte und den knappen Vorsprung von einigen Sekunden bei 40 km nach 2:15:15 bis ins Ziel hielt. In 2:22:58 gewann die das Rennen, womit sie den Streckenrekord der Frauen von 2:25:24 durch Caroline Cheptanui Kilel aus dem Jahr 2009 erheblich steigerte.

Nach dem Rennen lobte die Siegerin ihren Tempomacher und freute sich über ihre neue Erfahrung, einen Marathon im Regen zu bestreiten. Platz 2 ging an Selly Chepyego in 2:23:15, dann folgte Dibabe Kuma in 2:23:34.

Ergebnisse Marathon der Männer:
1. Lemma Kasaye Sisay ETH 2:04:58
2. Abraha Adihana Gebretsadik ETH 2:08:36
3. Tewelde Hiskel ERI 2:08:49
4. Abshero Ayele ETH 2:09:12
5. Kusuro Geoffrey UGA 2:10:53
6. Kimeli Some Peter KEN 2:12:57
7. Kipsanai Chebii Douglas KEN 2:13:10
8. Chebogut Stephen KEN 2:13:56
9. Romanenko Roman UKR 2:15:38
10. Lagat Alfers KEN 2:18:08
Ergebnisse Marathon der Frauen:
1. Jepkesho Visiline KEN 2:22:58
2. Chepyego Selly KEN 2:23:15
3. Kuma Dibabe ETH 2:23:34
4. Jemutai Cherop Sharon KEN 2:25:02
5. Genemo Wote Shuko ETH 2:26:10
6. Fisikovici Lilia MDA 2:28:26
7. Asefa Kebede Sutume ETH 2:29:45
8. Trunkelj Barbara SLO 2:50:11
9. Waśniewska Karolina POL 2:53:05
10. Jurišić Veronika CRO 2:58:49