21. San Diego Marathon am 3. Juni 2018: Meseret Defar meldet sich im Halbmarathon zurück

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Siege von Lauflegende Meseret Defar (ETH) in 1:08:26 und Titus Ekuri (KEN) in 1:01:02 im Halbmarathon waren die Highlights der 21. Ausgabe des Rock´n´Roll San Diego Marathon am Sonntag. Der Marathon, der bei der Premiere im Jahr 1998 die Serie und Erfolgsgeschichte der Rock´n´Roll Läufe begründete, ist mittlerweile leistungsportlich in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Mit Preisgeldern von 500 US$ hat das Rennen nur noch breitensportlichen Charakter. Bei den Männern gewann August Brautigam (USA) in 2:33:25, bei den Frauen war Karen Lockyer (USA) in 2:55:22 die „Schnellste“. Bevor die Veranstaltung in die Hände von Finanzinvestoren geriet, musste man für die Siege im vollen Marathon fast eine halbe Stunde schneller laufen.

san-diego-mar-2018-startStart zum San Diego Marathon 2018: Ganz links der spätere Sieger im Halbmarathon. (c) Veranstalter

Das Rennen der Frauen wurde schnell zu einer „One-Women-Show“ der zweifachen Olympiasiegerin Meseret Defar, die bei 5 km nach 16:36 bereits klar in Front lag. Defar gewann in 1:08:26 mit deutlichem Vorsprung vor Jane Kibii (KEN) in 1:12:00 und Kaitlyn James (USA) in 1:13:54. Bei den Männern lag bis jenseits der 5 km in 15:06 eine größere Gruppe an der Spitze zusammen, bis sich ein Trio absetzen konnte. Dann war es aber nicht der Silbermedaillengewinner im Olympischen Marathon 2016, Feyisa Lelisa (ETH), der das Tempo erhöhte, sondern der Kenianer Titus Ekuri, der seinen Mitstreitern davonlief und das Rennen in 1:01:02 vor Lelisa in 1:02:18 gewann. Josphat Kipchirchir (KEN) wurde in 1:02:22 Dritter.

Die Veranstaltung sorgte noch insofern für Schlagzeilen, als lange nach dem Zieleinlauf der Elite das Rennen für kurze Zeit wegen einer Schießerei in der Nähe des Ziels unterbrochen werden musste. 13.000 Teilnehmer erreichten das Ziel im Halbmarathon, im Marathon waren es nur noch 3500 Aktive, nachdem es bei der Premiere einmal fast 20.000 Teilnehmer waren.

Ergebnisse Halbmarathon der Männer:
1. Titus Ekiru KEN 1:01:02
2. Feyisa Lilesa ETH 1:02:18
3. Josphat Kipchirchir KEN 1:02:22
4. Kenji Yamamoto JPN 1:02:45
5. Aaron Braun USA 1:02:54
6. Brendan Gregg USA 1:03:32
7. Hiroshi Ichida JPN 1:03:53
8. Tsubasa Hayakawa JPN 1:03:57
9. Yuki Oshikawa JPN 1:04:16
10. Jeffrey Eggleston USA 1:04:29