34. Zurich Maratón Sevilla (ESP) am 25. Februar 2018: Dickson Tuwei gewinnt in 2:08:18, Guerra läuft Topzeit, Streckenrekord bei den Frauen

sevilla-mar-2017-logoDer Kenianer Dickson Tuwei gewann in den Straßen der katalanischen Metropole die 34. Ausgabe des Zurich Maratón Sevilla in 2:08:18; bei den Frauen war Kaoutar Boulaid (MAR) in 2:25:32 vorne. Im Rennen der Männer ging eine 12-köpfige Spitzengruppe auf die Jagd nach dem Streckenrekord von 2:07:43 durch Erik Titus aus dem letzten Jahr. Bis weit über die Hälfte des Lauf sah dieses Unterfangen viel versprechend aus, über 29:55 bei 10 km, 45:01 bei 15 km und 1:00:06 bei 20 km erreichte man die Halbmarathon-Marke nach 1:03:28 und lag damit knapp unter einer Zeit von 2:07 Stunden. Über 1:25:34 bei 25 km lagen bis 30 km in 1:30:47 acht Läufer an der Spitze, die sich anschließend auf vier Läufer reduzierte.

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Die Spitze des Männerfeldes beim Sevilla Marathon nach 19 km. (c) Veranstalter

Dickson Tuwei, Laban Mutai – Sieger des Köln Marathon von 2012 -, Andrew Kimutai und Douglas Chebii lagen bei 40 km in 2:01:53 in Front. Mit einem Abstand von 5 Sekunden folgte der Spanier Javier Guerra, der beim London Marathon im Jahr 2015 seine Bestzeit von 2:09:33 erzielte. Aus der Spitzengruppe fiel noch Chebii zurück, so dass drei Kenianer um den Sieg stritten. Durch den 10 km-Split von 30 km nach 40 km in gut 31 Minuten war zuvor die Chance auf einen Streckenrekord vertan.

Tuwei, der zuvor in Dongying im Jahr 2016 seine Bestzeit von 2:09:27 aufgestellt hatte, siegte in 2:08:18 vor Laban Mutai in 2:08:20 und Andrew Kimutai in 2:08:28, der seinen Hausrekord um 2 Minuten steigern konnte. Dann kam schon auf Platz 4 der Spanier Guerra, der mit 2:08:33 eine neue persönliche Bestzeit lief, die zugleich europäische Jahrenbestzeit im Marathon der Männer bedeutet. Als weiterer Europäer landete Stefano La Rosa (ITA) in 2:11:04 auf Platz 7 und verbesserte damit seinen Hausrekord um 7 Sekunden. sevilla-mar-2018-finish-menZieleinlauf beim Sevilla Marathon 2018: Der Sieger liegt auf dem Boden und Javier Guerra läuft gerade auf Platz 4 ein. (c) Screenshot

Bei den Frauen gab es einsames Rennen von Kaoutar Boulaid (MAR), die allerdings immer nur knapp vor sechs Verfolgerinnen lief. Bei 10 km nach 33:59 hatte Boulaid 14 Sekunden Vorsprung, der über 50:52 bei 15 km und 1:08:09 bei 20 km beim Halbmarathon nach 1:08:09 eine halbe Minute betrug. An diesem Abstand änderte sich bis 40 km in 2:17:54 wenig, wobei sich aber die Verfolgergruppe von 30 km nach 40 km auf die beiden Äthiopierinnen Shewe Alemayehu und Badane Hirpa reduzierte.

Im Ziel kam Alemayehu noch bis auf 15 Sekunden an die Führende heran, aber Boulaid konnte in 2:25:32 einen Vorsprung ins Ziel retten, womit sie den Streckenrekord von 2:26:03 aus dem Jahr 2009 deutlich steigern konnte. Alemayehu wurde in 2:25:47 Zweite vor Hirpa in 2:25:50. Von deutscher Seite war Laura Hottenrot-Freitag am Start, die als Achte in 2:32:58 ihre Bestzeit vom letzten Jahr beim Frankfurt Marathon von 2:34:43 verbessern konnte.

sevilla-mar-2018-15k-verfolger-womenDie Verfolgergruppe der Frauen erreicht die 15 km-Marke. (c) Veranstalter

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Die Ergebnisliste der Männer nach dem Zieleinlauf. Die Zeiten weichen von den „offiziellen“ Zeiten auf der Homepage ab. Diskrepanz bliebt noch zu klären.

Ergebnisse Marathon der Männer:
1.
DICKSON KIPSANG TUWEI
KEN 2:08:18
2.
LABAN KIPKEMBOI MUTAI
KEN 2:08:20
3.
ANDREW BEN KIMUTAI
KEN 2:08:28
4.
JAVIER GUERRA
ESP 2:08:33
5.
DOUGLAS  KIPSANAI CHEBII
KEN 2:08:39
6.
KIPKEMOI KIPSANG
KEN 2:09:56
7.
STEFANO LA ROSA
ITA 2:11:04
8
JESUS ESPAÑA
ESP 2:13:20
Ergebnisse Marathon der Frauen:
1.
KAOUTAR BOULAID
MAR 2:25:32
2.
SHEWE HAYIMANOT ALEMAYEHU
ETH 2:25:47
3.
BADANE BEDATU HIRPA
ETH 2:25:50
4.
GETACHEW ZINASH DEBEBE
ETH 2:27:43
5.
ADUGNA SECHALE DELASA
ETH 2:29:18
6.
EPIS GIOVANNA
ITA 2:29:38
7.
MARTA ESTEBAN POVEDA
ESP 2:31:20
8.
LAURA HOTTENROTT
GER 2:32:58
9.
CLARA SIMAL MARTIN
ESP 2:33:06
10.
RUTH VAN DER MEIJDEN
NED 2:33:23