Deutsche Hallenmeisterschaften 2018 in Dortmund: Klosterhalfen läuft deutschen Rekord über 3000 m

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Das Highlight der deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in der Halle im westfälischen Dortmund war ohne Zweifel der neue Landesrekord durch Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen) über 3000 m in 8:36,01 Minuten. Damit „pulverisierte“ die deutsche Ausnahmeathletin an ihrem 21. Geburtstag vor 4000 begeisterten Zuschauern in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle die 30 Jahre alte Bestmarke von 8:41,79 durch Katrin Ulrich im Sinne des Wortes. „Koko“, die in diesem Jahr schon über 1500 m mit 4:04 Minuten für Furore sorgte, ging das Rennen flott mit 35er-Runden auf der 200 m-Rundbahn an, einem Tempo, das am Ende zu einer Zeit um 8:45 Minuten herauslaufen würde.

dm-halle-2018-koko-startHoch konzentriert steht Konstanze Klosterhalfen an der Startlinie für die 3000 m der Frauen. (c) LA-TV/Screenshot

Die ersten drei Runden konnte 3000 m-Hindernis-As Gesa Felicitas Krause noch folgen, dann musste aber auch sie abreißen lassen und Klosterhalfen setzte ihren mutigen Sololauf fort. Nach 2:55:01 für die ersten 1000 m erhöhte sie das Tempo sogar und erreichte, weit in Führung liegend, 2000 m nach 5:48,35 mit einem letzten Kilometer in 2:53,34. Mit einem weiteren solch schnellen Kilometer wäre sie in die Regionen des deutschen Rekordes gerannt. Aber das Geburtstagskind konnte noch weiter zulegen und lief nun die 200 m-Runden in unter 34 Sekunden.

dm-halle-2018-koko-letzte-rundeKonstanze Klosterhalfen auf der letzten Runde zum neuen deutschen Rekord über 3000 m der Frauen. (c) LA-TV/Screenshot

Als die Uhr 8:03 Minuten eingangs der letzten Runde zeigte, war es bereits um deutschen Rekord geschehen. Konstanze zog das Rennen nochmals an, wobei sie wegen der vielen Überrundungen nun auf der zweiten und dritten Bahn laufen musste. Die letzte Runde spulte sie 33,02 herunter, den letzten Kilometer in 2:47,67 mit dem Resultat von 8:36,01; das ist neuer deutscher Hallen-Rekord über 3000 m. Dass Klosterhalfen in diese Regionen laufen konnte, legte schon ihre Freiluftzeit von 8:29,89 nahe, die bereits im August 2017 deutschen Rekord bedeuteten. Heute verbesserte sie in der Halle ihre persönliche Bestleistung um erstaunliche 15 Sekunden. In der aktuellen Saison war bisher nur Genzebe Dibaba (ETH) in 8:31,23 überhaupt schneller. Das ist somit zwar europäische Jahres-Bestleistung, aber in der Geschichte des 3000 m-Laufs wurde in der Halle bereits über 50-mal schneller als 8:36 Minuten gelaufen.

dm-halle-2018-koko-zeitDie Anzeige nach dem Lauf von Kostanze Klosterhalfen: 8:36,01 – neuer Landesrekord. (c) LA-TV/Screenshot.

Die Konkurrenz lag bei einer solch tollen Leistung weit zurück. Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) wurde Vizemeisterin in 8:54,08 und Caterina Granz (LG Nord Berlin) lief in 8:56,29 neue Bestzeit. Die noch nicht wieder ganz fitte Titelverteidigerin Alina Reh (SSV Ulm 1846) belegte in 9:02,42 Platz 4.