21. Volksbank Münster Marathon am 3. September 2023: Charles Muneria mit Streckenrekord

Charles Yosey Muneria (KEN) sorgte mit dem neuen Streckenrekord von 2:09:07 für das Highlight der 21. Ausgabe des Volksbank Münster Marathon, nachdem er sich jenseits der 30 km aus einem Trio an der Spitze lösen konnte. Bei den Frauen verpasste Rebecah Jeruto Cherop (KEN) mit 2:29:13 den Streckenrekord von 2:27:39 durch Lilian Jelagat aus Vorjahr am Ende recht deutlich. Mit dem deutschen Meister Hendrik Pfeiffer (GER) als Tempomacher erreichte eine vierköpfige Spitzengruppe über 5 km in 15:25, 10 km in 30:39 und 15 km in 45:48 die Hälfte der Distanz nach 1:04:26 und lag damit gut im Regime des Streckenrekords von 2:09:28.

Bei 25 km in 1:16:14 war der Streckenrekordler Justus Kiprotich (KEN) mit der Startnummer #1 um eine 3/4 Minute zurückgefallen und bei 30 km in 1:31:37 im Stadtteil Roxel waren noch Charles Muneria, Martin Cheruiyot (KEN) und Cornelius Chepkok (KEN) vorne. Auf dem Weg zurück in die Stadt konnte sich Muneria, der seine PB von 2:10:41 beim Amsterdam Marathon 2022 erzielte, absetzen und hatte bei 35 km in Ortsteil Gievenbeck in 1:47:01 einen Vorsprung von 18 Sekunden auf Cornelius Chepkok als ersten Verfolger. Der Führende zeigte keine Schwächen mehr und konnte über 2:02:25 bei 40 km den Lauf in der Streckenrekord-Zeit von 2:09:07 unangefochten gewinnen. Dahinter konnte sich Martin Cheruiyot in 2:11:21 noch auf den zweiten Platz schieben vor Cornelius Chepkok in 2:11:52. Bester deutscher Läufer wurde auf Platz 6 der Seriensieger des Hermannslaufs Elias Sansar (GER) von der LG Lage-Detmold in 2:23:15.

Charles Muneria gewann die 21. Ausgabe des Münster Marathon mit Streckenrekord. (c) Livestream/Screenshot

Bei den Frauen lagen Rebecah Cherop, Jane Onyagi (KEN) sowie Judith Cherono (KEN) über 17:45 bei 5 km und 35:16 bei 10 km bis 15 km in 52:27 an der Spitze. Die Streckenrekordlerin Lilian Jelagat (KEN) kam offensichtlich nicht fit in die Domstadt, konnte das Tempo der Frauenspitze von Anfang an nicht mitgehen und lag nach 5 km in 19:15 schon 1 1/2 Minuten zurück. Nach 10 km in 39:35 stieg sie bald darauf mit einem Achillessehnenriss aus, wurde ins Krankenhaus eingewiesen, wo am Mittwoch ein Operationstermin angesetzt wurde. Dann liefen Cherop und Onyagi ihrer Mitstreiterin davon und hatten beim Halbmarathon in 1:13:48 einen Vorsprung von 40 Sekunden auf Cherono herausgelaufen.

Rebecah Cherono gewann das Rennen der Frauen beim Münster Marathon. (c) Livestream/Screenshot

Bei 30 km lagen die beiden Führenden in 1:44:55 fast 3 Minuten vor Cherono als erste Verfolgerin. Dann setzte sich die spätere Siegerin, die ihre PB von 2:30:04 als Dritte beim diesjährigen Linz-Marathon lief, ab, führte bei 35 km in 2:02:43 10 Sekunden vor Onyagi und konnte über 2:20:59 bei 40 km ihren Vorsprung ins Ziel auf eine 3/4 Minute ausbauen. Cherop gewann sichtbar am Ende ihrer Kräfte in 2:29:12 vor Onyagi in 2:20:05 und Cherono in 2:35:23. Beste deutsche Läuferin wurde auf Platz 5 die Lokal-Matadorin Jana Kappenberg (GER) von der LSF Münster  in 2:48:12.

Erfreulicher Weise konnte Race Director Michael Brinkmann vermelden, dass mit 1773 Finishern im Marathon der kontinuierliche Abwärtstrend etwas aufgehalten wurde. 2021 und 2022 waren die Finisherzahlen mit 1465 und 1490 bereits unter die 1500er-Marke abgesunken. An Zahlen wie bei der Premiere mit 4000 Finishern wird die Veranstaltung mit einiger Sicherheit nicht mehr herankommen, aber die Trendwende stimmt doch verhalten optimistisch.

Splits des führenden Läufers 2023
 5 km  15:25 15:25
10 km  30:39 15:14
15 km  45:48 15:09
20 km 1:00:58 15:10
 HM 1:04:26
25 km 1:16:14 15:16
30 km 1:31:37 15:23
35 km 1:47:01 15:24
40 km 2:02:25 15:24
 Mar. 2:09:06   6:41
Splits des führenden Läufers 2022
 5 km  15:20 15:20
10 km  30:36 15:16
15 km  45:58 15:22
20 km 1:01:14 15:16
 HM 1:04:47
25 km 1:16:19 15:05
30 km 1:31:48 15:29
35 km 1:47:35 15:47
40 km 2:03:24 15:49
 Mar. 2:10:11   6:47

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Die detaillierten km-Splits des führenden Läufers 2022.