14. 10K Valencia Ibercaja am 9. Januar 2022: UPDATE – Jeruto jagt den Weltrekord, Grøvdal den Europa-Rekord und Amanal Petros den deutschen Rekord

Norah Jeruto (KEN) ist die Topathletin bei der 14. Ausgabe der 10 K Valencia Ibercaja am kommenden Sonntag in der „Ciudad del Running“. Ihre erste Konkurrentin Yalemzerf Yehualaw (ETH) fällt nach einem positiven Corona-Test aus. Sie passierte im Oktober 2021 die 10 km-Marke beim Halbmarathon in Valencia nach grandiosen 29:45, kann aber diesmal leider nciht starten. Jeruto lief gleichfalls in Valencia die 10 km im Jahr 2020 in 29:51. Somit haben beide Läuferinnen das Potential, den Weltrekord über diese Distanz von 29:38 durch Kalkidan Gezahegne im Oktober 2021 in Genf anzugreifen. Zu beachten sein dürfte auch die frischgebackene EM-Crossmeisterin Karoline Grøvdal (NOR), die 2020 den Landesrekord über 10 km auf 30:32 steigerte. Die 5 km ist Grövdal im letzten Jahr in 14.44 gelaufen. Und im gleichen Regime agiert Gladys Chepkirui (KEN), die 2021 im spanischen Laredo 30:34 lief.

Daniel Ebenyo – hier beim Zieleinlauf bei den Berlin 10K Invitational in Berlin-Schmöckwitz – ist am Sonntag der Mann mit der besten PB. (c) B. Winter

Bei den Männern fehlen die Ausnahmekönner der Szene, so dass der Weltrekord der Männer durch Rhonex Kipruto von 26:24 kaum gefährdet erscheint. Immerhin finden sich 6 Läufer in den Startlisten, die schon 27:30 oder schneller über 10 km unterwegs waren. Der Mann mit der besten Vorleistung ist Daniel Simiu Ebenyo (KEN), der seine PB von 27:12 in Houilles im Jahr 2019 erzielte und auch bei den Berlin 10K Invitational lief der Kenianer mit 27:18 dicht an diese Marke heran. Nur eine Sekunde langsamer war bisher Boniface Kibiwott (KEN), der 27:13 in Gienbra erzielte. Genauso schnell war bisher das schweizerische Ausnahmetalent Julien Wanders (SUI), der diese Zeit von 27:13 vor zwei Jahren in Valencia lief, aber aktuell sicher nicht in der Verfassung für eine Zeit in diesem Regime ist.

Amanal Petros (links) will in Valencia den deutschen Rekord über 10 km angreifen. (c) H. Winter

Von deutscher Seite darf man auf den Start von Amanal Petros (GER) sein, für den sich die Straßen Valencias zu einer Goldgrube entwickeln. Nachdem er im letzten Jahr dort den deutschen Halbmarathon- und Marathon-Rekord verbessern konnte, will er nun den Uraltrekord von 27:47 durch Carsten Eich angreifen, den der Leipziger bereits 1993 beim Paderborner Osterlauf aufstellte. Insgesamt werden ca. 10.000 Läufer am Start erwartet, die Temperaturen sind Valencia-typisch mit 10°C und einem Taupunkt von ca. 2°C so gut ideal, dafür wird aber ein aufböender Wind mit Geschwindigkeiten im Regime von bis zu 25 km/h gemeldet.

Liste der Eliteathleten für die 10K Valencia Ibercaja am 9. Januar 2022