7. Copenhagen Half Marathon am 19. September 2021: Walelegn gewinnt – Gemechu mit Streckenrekord

Mit Siegen von Amdework Walelegn (ETH) in 59:10 und Tsehay Gemechu (ETH) in 1:05:08 gab es bei der siebten Ausgabe des Copenhagen Halbmarathon am heutigen Sonntagmorgen äthiopische Erfolge.

Während der Kampf um den Sieg bei den Männern erst auf der Zielgeraden entschieden wurde, setzte sich Gemechu bereits nach der halben Distanz ab und gewann mit neuem Kursrekord, den Sifan Hassan bei ihrem Debüt mit 1:05:15 im Jahr 2018 aufgestellt hatte.

Im Rennen der Männer bestimmte zunächst eine zehnköpfige Gruppe zusammen mit dem Tempomacher Abel Sikowo (UGA) das Geschehen an der Spitze. Nach flotten 2:44 für den ersten Kilometer erreichte man über 5:34 bei 2 km die 5 km-Marke nach 13:56 und lag auf Kurs zu einer flotten Zeit von 58:48. Der Kursrekord von 58:01 bei der letzten Ausgabe im Jahr 2019 durch Geoffrey Kamworor war schon hier außer Reichweite. Bis 10 km in 28:01 reduzierte sich die Spitzengruppe auf sieben Läufer und als nach 15 km in 42:15 der Tempomacher ausstieg, bildete sich nach 17 km in 47:52 ein Trio bestehend aus dem Sieger des letzten Halbmarathon in Delhi Amdework Walelegn sowie den beiden Kenianern Kenneth Renju (KEN) und Daniel Mateiko (KEN).

Nach 20 km in 56:14 konnte Mateiko dem hohen Tempo nicht mehr folgen und Walelegn stritt mit einem heftigen langen Spurt zusammen mit Kenneth Renju um den Sieg. Dieser ging an Walelegn in 59:10, womit der Äthiopier seine mit dem Istanbul Halbmarathon vor drei Jahren ´beginnenden Siegesserie fortsetzen konnte. Zweiter wurde knapp geschlagen Renju in 59:12 vor Daniel Mateiko in 59:25. Der vor dem Rennen hoch eingeschätzte Solomon Berihu (ETH) wurde in 1:00:52 nur Achter.

Tsehay Gemechu gewann den Halbmarathon in Copenhagen. (c) Veranstalter

Das Rennen der Frauen sah zunächst vier Frauen vorne, die vom holländischen Tempomacher Roy Hoornveg unterstützt wurden, der auch schon vor einigen Wochen beim Weltrekord in Larne das Tempo für die neue Weltrekordlerin Yalemzerf Yehualaw gestaltet hatte. Nach schnellen 15:16 für die ersten 5 km lag man auf Kurs von 1:04:21, fast eine volle Minute schneller als der Streckenrekord. Dann wurde die Fahrt etwas langsamer, bevor über 30:48 bei 10 km nach 12 km in 36:57 Gemechu sich lösen konnte. Bei 15 km in 46:15 lag Gemechu bereits 13 Sekunden vor ihrer Landsfrau Hawi Faysa (ETH) als erste Verfolgerin.

Hier quittierte der „Hase“ seine wieder großartigen Dienste und Gemechu stürmte allein in Richtung Ziel. Die 20 km-Marke passierte sie nach 1:01:51 und erreichte das Ziel nach 1:05:08, womit sie den Kursrekord um 7 Sekunden steigern konnte. Faysa erreichte Platz 2 in 1:05:41 vor Vivian Kiplagat (KEN) in 1:06:07.

Splits des führenden Läufers:
 5 km 13:56 13:56
10 km 28:01 14:05
15 km 42:15 14:16
20 km 56:14 13:59
 HM 59:10
 2:56
Ergebnisse Halbmarathon der Männer:
1. Amdework Walelegn
ETH 59:10
2. Kenneth Renju KEN 59:12
3. Daniel Mateiko KEN 59:25
4. Abe Tilahun ETH 59:46
5. Zerei Kbrom NOR 1:00:07
6. Enos Kakopil KEN 1:00:16
7. Geoffrey Koech KEN 1:00:20
8. Solomom Berihu ETH 1:00:52
9. Shadrack Kimining ETH 1:01:12
10. Rolli Domini SUI 1:03:13
Ergebnisse Halbmarathon der Frauen:
1. Tsehay Gemechu ETH 1:05:08 CR
2. Hawi Faysa ETH 1:05:41
3. Vivian Kiplagat KEN 1:06:07
4. Bejenu Degefa ETH 1:08:15
5. Yitayish Mekonene ETH 1:08:53
6. Esther Chesang KEN 1:10:32
7. Tabita Gichia KEN 1:11:39
8. Nina Lauwart BEL 1:13:18