Valencia Halbmarathon und Marathon am 6. Dezember 2020: Elitefelder von absoluter Weltklasse am Start

Nach der Absage des regulären Valencia Marathon Trinidad Alfonso EDP wird es nun am 6. Dezember 2020 wegen der einschränkenden Auflagen durch die Corona Pandemie nur einen reinen Elitelauf geben. Aber der hat es in der Tat in sich. Fast könnte man das Teilnehmerfeld auf die Formel: Alles – (London Marathon) bringen, so hochkarätig sind die Felder im Marathon aber auch im Halbmarathon, der zur gleichen Zeit über die Bühne gehen soll. Es steht außer Frage – auch angesichts der hohen Ambitionen der Veranstalter in Sachen schneller Zeiten – , dass ausgesprochen schnelle Zeiten am Ende erwartet werden können. Speziell im Halbmarathon sind die Marken von Geoffrey Kamworor von 58:01 bei den Männern und von Ababel Yeshaneh von 1:04:31 bei den Frauen in Gefahr.

Collage einiger Topläufer beim Valencia – The 2020 Great Race. (c) Veranstalter

Ganz oben in der Liste der Topläufer und Favoriten steht Rhonex Kipruto (KEN), der bei den Ibercaja Valencia 10K im Januar 2020 den Weltrekord über 10 km auf sensationelle 26:24 schraubte und nun sein mit Hochspannung erwartetes Debüt über die 21097,5 m gibt. Gleiches dürfte für den HM-Debütanten Jacob Kiplimo (UGA) gelten, der über 10 km 26:41 lief.

Das Elitefeld der Männer wir „aufgefüllt“ von den sub-60-Minuten -Läufern Stephen Kiprop (KEN), der in RAK 2019 in 58:42 gewann, Bedan Karoki (KEN), der Sieger in RAK das Jahr zuvor in gleichfalls 58:42 und Bernard Ngeno (KEN) (PB 59:07). Weiterhin dabei Alexander Mutiso (KEN) (PB 59:09), der Europa-Rekordler Julien Wanders (SUI), der 2019 in RAK 59:13 schaffte, Philemon Kiplimo (KEN) (PB 59:28), Geoffrey Koech (KEN) (PB 59:36), Gabriel Geay (TAN) (PB 59:42), Alfred Barkach (KEN) (PB 59:46) sowie Kelvin Kiptum (KEN) (PB 59:53).

Topstar Rhonex Kipruto lief im Januar in Valencia einen Weltrekord über 10 km. (c) Livestream/Screenshot

Das Rennen der Männer soll so angelaufen werden, dass am Ende eine Zeit von sogar unter 58 Minuten möglich ist, das wäre dann ein neuer Weltrekord. Und mit Weltrekorden hat man in Valencia in letzter Zeit gute Erfahrungen gemacht, die entsprechenden Schilder sind sicher schon in Vorbereitung oder schon gefertigt. Auch bei den Frauen sind zwei Debütantinnen die Topfavoritinnen.

Mit Spannung werden die ersten Auftritte im Halbmarathon von Letensenbet Gidey (ETH), die einen grandiosen Eindruck bei ihrem Fabel-Weltrekord über 15 km in Nijmegen im November 2019 hinterließ, wo sie fast unvorstellbare 44:20 lief, sowie von Sheila Chepkirui (KEN), der Siegerin der letzten 10km-Rennen in Valencia und Prag, erwartet. Dazu kommt dann die Siegerin in Valencia von 2019 Senbere Teferi (ETH), die 1:05:32 lief. Dazu führt der Elitemanager vor Ort, Marc Roig, aus: “We have worked hard in recent months to put together two lists that include the highest-level elite athletes, to break our own records and get as close as possible to the world records for the two distances. Along with these names, there are others to be confirmed that will, without a doubt, make Valencia the biggest race of 2020”.

Birhanu Legese gewann im März 2020 den Tokyo Marathon. (c) Tokyo Marathon

Auch die Felder im vollen Marathon genügen allerhöchsten Ansprüchen. Hier ist vor allem Birhanu Legese (ETH) zu nennen, der beim Duell gegen Bekele in Berlin 2019 2:02:48 erreichte und mit seinem Sieg beim Tokyo Marathon in 2:04:15 die aktuelle Welt-Jahresbestenliste anführt. Dazu gesellt sich der Vorjahressieger vor Ort, Kinde Atanaw (ETH), mit 2:03:51, was in Valencia momentan auf der Kursrekord ist.

Der Gewinner der letzten Marathonläufe in Boston und Chicago, Lawrence Cherono (KEN) (PB 2:04:06), ist in Valencia genauso am Start wie der Europa-Rekordler Kaan Kigen Özbilen (TUR) (PB 2:04:16) und der Weltmeister von Doha Lelisa Desisa (PB 2:04:45). Neben einer ganzen Reihe weiterer Topläufer ist vor allem auch der Debütant und Halbmarathon-Spezialist Jemal Yimer (ETH) zu erwähnen, der 2018 in Valencia mit 58:33 äthiopischen Landesrekord lief.

Bei soviel (Welt-)Klasse kann auch das Frauenfeld im Marathon nicht zurückstehen. Hier steht u.a. die äthiopische Phalanx Azmera Abreha (ETH) (PB 2:18:33), Ruti Aga (ETH) (PB 2:18:34), Birhane Dibaba (ETH) (2:18:35), Zeineba Yimer (ETH) (PB 2:19:28), Tigist Girma (ETH) (PB 2:19:52) sowie Mare Dibaba  (ETH) (PB 2:19:52) auf der Startliste. Der US-Jungstar Jordan Hasay (USA) (PB 2:20:57) erhofft sich nach letzten enttäuschenden Erfahrungen wieder ein Topresult, das man auch von der Debütantin Fancy Chemutai (KEN) erwarten kann.

Peres Jepchirchir lief erst Anfang September in Prag einen neuen Nur-Frauen-Weltrekord im Halbmarathon. (c) RunCzech

In den engsten Favoriten Kreis muss man zudem Ex-Halbmarathon-Weltrekordlerin Joyciline Jepkosgei (KEN) aufnehmen, die im November bei ihrer Marathon-Premiere in New York City in 2.22:38 gewann. Dazu kommen weitere Debütantinnen: Joan Chelimo (KEN) (PB 1:05:04 Halbmarathon) und vor allem Peres Jepchichir (KEN), die erst Anfang September in Prag mit 1:05:34 einen neuen Nur-Frauen-Weltrekord im Halbmarathon aufstellte und dabei eine bestechende aktuelle Form zeigte.