Run Czech Prag 21,1 am 5. September 2020: Halbmarathon-Läufe mit Weltklasse-Besetzung

Mit Elitefeldern von absoluter Weltklasse plant RunCzech einen weiteren Schritt aus den durch das Corona-Virus diktierten Einschränkungen. In zwei auf die (Welt-)Elite beschränkten Läufen über die Halbmarathon-Distanz soll es auf einem 1280 m langen Rundkurs im Prager Letná Park unter Ausschluss der Öffentlichkeit Rennen geben, die vor allem bei den Frauen den Weltrekord im Visier haben. Dieser steht in einem reinen Frauenrennen bei 1:06:11 und wurde von Netsanet Gudeta (ETH) 2018 in Valencia aufgestellt, die im hochkarätigen Frauenfeld am Start sein wird. Etwa 16,5 Runden sind am frühen Morgen des 5. September 2020 zurückzulegen, bereits um 6:20 Uhr starten die Männer, um 8:00 Uhr die Frauen. Ab 6:10 Uhr überträgt CZ TV und der Lauf wird auch als Livestream zu verfolgen sein.

Vornehmlich aus dem Pool der Run Czech Eliteathleten hat Manager Davor Savija Felder zusammengestellt, die in allen Belangen als hochklassig zu bezeichnen sind. Bei den Frauen haben allein fünf Läuferinnen den Nur-Frauen-WR von 1:06:11 unterboten. Erste Anwärterinnen auf den Sieg sind neben der Weltrekordlerin Gudeta, die sich 2019 in RAK auf 1:05:45 steigerte (mit männlichem Pacer), vor allem Joan Chelimo (KEN) sowie Senbere Teferi (ETH) zu nennen, die ihre PBs 2018 mit 1:05:04 und 2019 mit 1:05:32 aufstellten. Inwieweit die Ex-Weltrekordlerin Peres Jepchirchir (KEN) vorne mitmischen kann, muss sich zeigen. Nach ihrem Weltrekord im Jahr 2017 in RAK von 1:05:06 war sie lange verletzt und kämpft nun um den Anschluss an die Topelite.

Skizze der Strecke beim Prager 21,1 am 5. September. (c) RunCzech

Bei den Männern ist die Richtzeit 58:30 Minuten, die man vor allem Stephen Kiprop (KEN) zutrauen sollte, der in RAK im Jahr 2019 in 58:42 gewann. Neun Läufer im Elitefeld sind mit Bestzeiten von unter einer Stunde notiert. Favorisiert neben Kiprop sind Kibiwott Kandie (KEN), der im Februar in RAK in 58:58 gewann, Benard Kimeli (KEN), der Sieger des Prager Halbmarathon 2019 in 59:07, Adamlak Belihu (ETH), der letztes Jahr 2019 in Delhi 59:10 lief, und Philemon Kiplimo (KEN), der im Januar in Houston 59:28 erzielte und mit dieser Zeit in einem hochklassigen Rennen aber nur Vierter wurde.

Carlo Capalbo, der Präsident des Organisationskomitees, erklärte zu der Veranstaltung: „Die Pandemie hat diesen großartigen Athleten die Möglichkeit genommen, an Rennen auf der ganzen Welt teilzunehmen. Es hat uns daran gehindert, einige ihrer großartigen Leistungen zu erleben, wie wir es sonst gewohnt sind. Wir wollten daher einen Weg finden, für jeden von uns etwas Spektakuläres zu realisieren. Während dieses Rennen zu einem Zeitpunkt stattfindet, wenn die Saison normalerweise zu Ende geht, hoffen wir, dass es der Start sein wird, ein, um die Rennveranstalter auf der ganzen Welt über kreative Lösungen nachzudenken, wie man den Sport am Leben erhält.“ (Anmerkung: Kreative Lösungen gibt es zuhauf, die werden leider so gut wie von den Behörden nicht akzeptiert.)

Finanziert wird diese Aktion ohne Freitzeitläufer und die entsprechenden Einnahmen durch den Schuhhersteller „adidas“, der bei diesen Rennen die Antwort auf den NIKE Vaporfly präsentieren will. Der „adizero adios Pro“ hat eine Sohlendicke von 39 mm und entspricht damit soeben noch dem durch den internationalen Verband vorgegebenem Limit. Dieser Schuh ist in enger Kooperation mit den Athleten entwickelt worden, und man erwartet mit Unterstützung dieses Schuhwerks eine Flut hochklassiger Leistungen.

Elitefeld der Frauen:
Joan Chelimo Melly KEN 1:05:04 Prag 2018
Netsanet Gudeta ETH 1:05:45 RAK 2019
Peres Jepchirchir KEN 1:05:06 RAK 2017
Senbere Teferi ETH 1:05:32 Valencia 2019
Edith Chelimo KEN 1:05:52 Cardiff 2017
Dorcas Tuitoek KEN 1:06:33 Istanbul 2019
Dorcas Kimeli KEN 1:07:10 Barcelona 2020
Vibian Chepkirui KEN 1:09:28 Santa Pola 2020
Sheila Chepkirui KEN 29:46 (10 km) Valencia 2020
Elitefeld der Männer:
Stephen Kiprop KEN 58:42 RAK 2019
Kibiwott Kandie KEN 58:58 RAK 2020
Benard Kimeli KEN 59:07 Prag 2019
Adamlak Belihu ETH 59:10 Delhi 2019
Philemon Kiplimo KEN 59:28 Houston 2020
Abel Kipchumba KEN 59:29 Valencia 2018
Amos Kurgat KEN 59:37 Kopenhagen 2019
Lucas Kimeli KEN 59:44 Den Haag 2011
Alfred Chelal KEN 59:46 Delhi 2019
Henry Rono KEN 1:00:04 Neapel 2020
Meshack Kiprop KEN 1:00:07 Lille 2017
Felix Kipkoech KEN 1:00:12 Boulogne 2019
Kennedy Kimutau KEN 1:00:21 Cardiff 2019
Evans Kipkorir KEN 1:00:26 Istanbul 2018
Bethwell Biwott KEN 1:00:57 Venlo 2019
Timothy Kibet KEN 28:51 (10 km) Berlin 2019
Victor Kipruto KEN 29:21 (10 km) Würzburg 2019