Diamond League Meeting „Herkulis“ in Monaco am 14. August 2020: Cheptegei auf Jagd nach dem Weltrekord – KoKo sagt ab

Mit einer hochkarätigen Ansammlung an Topathleten will man im Zwergstaat Monaco beim Diamond League Meeting „Herkulis“ am morgigen Freitag (14.8.) den Auswirkungen der Corona-Pandemie trotzen. Im Fokus des Interesses stehen dabei die 5000 m-Läufe der Frauen und Männer, die um 20:19 Uhr bzw. 21:13 gestartet werden sollen. Als Hauptgegner aller Teilnehmer dürfte sich dabei der Wettergott erweisen, der in der Tat wahrhaft ungünstige Bedingungen an die französische Riviera schickt. Danach sollen die Temperaturen um 27°C betragen, wobei der eigentliche Knackpunkt aber ein Taupunkt von 22°C (77% rel. Feuchte) sein dürfte. Bei einer derartigen Schwüle ist eine Temperaturregulation des menschlichen Körpers soweit herabgesetzt, dass an sportliche Ausdauerdaueraktivitäten, geschweige denn Höchstleistungen nicht zu denken ist.

Bei den Frauen werden über 5000 m u.a. Letesenbet Gidey (ETH) (PB 14:23,14), Sifan Hassan (NED) (PB 14:22,12), Helen Obiri (KEN) (PB 14:18,37) sowie Shannon Rowbury (USA) (PB 14:38,92) am Start sein. Die große deutsche Hoffnung Konstanze Klosterhalfen (GER) (PB 14:26,76) musste wegen einer „Überlastungsreaktion im Beckenbereich“ ihren Start kurzfristig absagen, sie trainiert derzeit in Salzburg in Hinblick auf weitere Rennen in dieser Saison.

Joshua Cheptegei auf dem Weg zum Weltrekord über 10 km im November 2019 in Valencia. (c) Veranstalter

Bei den Männern steht der Angriff von Topstar Joshua Cheptegei (UGA) auf den Weltrekord von Kenenisa Bekele von 12:37,35 im Mittelpunkt. Im Januar hatte Cheptegei im Fürstentum den Weltrekord auf der Straße über 5 km auf 12:51 in einem eindrucksvollen Sololauf steigern können. Unterstützung bei seinem Vorhaben erhoffte sich Cheptegei von Roy Hoornweg (NED) und seinem Landsmann Stephen Kissa (UGA), zumindest bei ersten Kilometern um 2:31, 2:32 Minuten bis zur Hälfte der Distanz. Nach einer 80-stündigen Odyssee kamen die Athleten aus Uganda mit Stationen über Nairobi und Istanbul im Fürstentum an, nachdem ihnen auf der ersten Etappe der Staatspräsident noch einen Transport in diesen schwierigen Zeiten mit einem Privatjet spendiert hatte.

Auf der Grundlage der Vorleistungen wird kein Läufer im Starterfeld eine Konkurrenz für ihn darstellen, der Hauptgegner Cheptegeis werden die extrem schwülen Bedingungen werden. Bei dem hochklassig besetzten Meeting fiel im 3000 m-Hindernislauf der Topstar Conselsus Kipruto (KEN) wegen eines positiven Corona-Befundes aus. Über 1500 m der Männer u.a. mit Yomif Kejelcha (ETH) (PB3:32,59), den Ingebrigtsen Brüder Jacob und Filip (NOR) (PBs 3:30:16, 3:30,01), Timothy Cheruiyot (KEN) (PB 3:28,41) sowie Marcin Lewandowski (POL) (PB 31,46) werden Zeiten von unter 3 1/2 Minuten erwartet.