37. Athen Marathon „The Authentic“ – am 10. November 2019: John Komen gewinnt nach spannendem Finale

athen-marathon_logo

Bei wechselhaftem Wetter gewann John Komen (KEN) die 37. Ausgabe des Athen Marathon auf der „authentischen“ Strecke von Marathon nach Athen. Mit seiner Siegerzeit von 2:16:34 blieb der 42-jährige Oldie allerdings weit hinter dem Streckenrekord von 2:10:37 zurück, den Felix Kandie 2014 aufgestellt hatte. Bereits 2017 war Komen in Athen dabei und wurde damals Vierter in 2:16:26. Mit seiner PB von 2:07:13 aus dem Jahr 2011 bei seinem Sieg in La Rochelle war er der Mann mit der besten Vorleistung im gesamten Feld, seine aktuellen Leistungen waren aber mit 2:19:47 beim Venedig Marathon im letzten Jahr weniger überzeugend.

Fünf Läufer bestimmten zunächst das Rennen der Männer, in dem sich schon nach 5 km in 15:29 und 10 km in 31:23 andeutete, dass es keine Jagd auf den Streckenrekord geben würde. Bei 15 km in 47:35 hatten sich Felicien Muhitira (RWA) und Daniel Muteti (KEN) leicht absetzen können. Beim Halbmarathon in sehr bescheidenen 1:07:46 hatte Komen kurz zur Spitze aufgeschlossen, bevor sich Muhitira und Muteti erneut lösen konnten. Nach 25 km in 1:20:54 waren Muteti und Muhitira wieder an der Spitze und erreichten 30 km nach 1:37:37. Dann lag Muteti bei 35 km in 1:54:19 allein in Front und hatte einen Vorsprung auf Komen und Muhitira von 10 Sekunden.

John Komen gewann den Athen Marathon 2019. (c) Livestream/Screenshot

Bald darauf brach Muteti jedoch ein und Muhitira übernahm die Spitze. Bei 40 km in 2:09:42 sah er schon wie der sichere Sieger aus, doch hinter ihm konnte Komen seinen aktuellen Rückstand von 15 Sekunden schnell verkürzen und seinen Landsmann noch vor dem Einlauf ins Stadion passieren. Komen gewann in 2:16:34, eine der schwächeren Siegerzeiten in den letzten Jahren. Knapp dahinter wurde Muhitira in 2:16:43 Zweiter und dahinter lief sich Konstantinos Gkelaouzos (GRE) in 2:19:02 auf Platz 3 vor.

Stefano Baldini (ITA) als Marathon Olympiasieger von 2004 erreichte das Ziel in 2:57:07 und lag damit in den TOP 100 der Gesamtwertung, die beste Frau lag allerdings noch deutlich vor ihm, Eleftheria Petroulaki (GRE) siegte in 2:45:50. 20.000 Aktive waren im Marathon dabei, zusammen mit weiteren Rahmen-Wettbewerben waren in Athen ca. 60.000 Teilnehmer auf den Beinen.