38. Mainova Frankfurt Marathon am 27. Oktober 2019: Streckenrekord bei den Frauen von unter 2:20 Stunden im Visier

Zwei „Nachmeldungen“ standen im Fokus der heutigen Pressekonferenz zur 38. Ausgabe des Mainova Frankfurt Marathon am kommenden Sonntag (27.10.2019). Zum einen konnte die israelische Topläuferin Lonah Salpeter (ISR) verpflichtet werden, die im Mai den Prag Marathon in 2:19:46 gewann. Ende September war sie bei unzumutbaren Bedingungen für einen Marathonlauf bei der WM in Doha nach 31 km aus dem Rennen gegangen und will nun ihre Vorbereitungen für ein schnelles Rennen in Frankfurt nutzen.

Und von deutscher Seite gibt Homiyu Tesfaye (GER) sein Debüt über die volle Marathondistanz, nachdem er über die halbe Distanz in Berlin im Jahr 2018 1:01:20 schaffte. Neben Salpeter sind mit der Vorjahressiegerin und Streckenrekordlerin Meskerem Assefa (ETH) in 2:20:36 sowie Valery Aiyabei (KEN), die 2017 in Berlin 2:20:53 lief, weitere Läuferinnen am Start, die erstmals in der Geschichte dieser Veranstaltung eine Zeit von unter 2:20 Stunden bei den Frauen erzielen könnten.

Pressekonferenz zum Frankfurt Marathon 2019 mit einigen Eliteathleten. (c) H. Winter

Die Topläuferinnen wollen unterstützt von Tempomachern die erste Hälfte um 70 Minuten, ggfs. sogar etwas schneller anlaufen. Aus deutscher Sicht will Katharina Steinruck (GER) aus Frankfurt die internationalen Norm für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 von 2:29:30 Stunden erfüllen. In kürzlichen 10 km-Läufen und einem Halbmarathon in Usti nad Labem zeigte sie in ersten Starts nach einer Operation ansteigende Form, vor zwei Wochen konnte sie sogar ihre PB über 10 km auf 32:39 steigern. Sie plant die erste Hälfte des Rennens in 74 Minuten anzulaufen und hofft auf einen negativen Split zu einer Zeit von unter 2:28 Stunden.

Bei den Männern will die erste Gruppe die Hälfte in 62:30 Minuten passieren. Acht Läufer gehen mit Bestzeiten von unter 2:08 Stunden an den Start. Der Mann mit der besten Vorleistung ist Tsegaye Mekonnen (ETH), der bereits im Jahr 2014 den Dubai Marathon in 2:04:32 gewann. Danach plagten den Junioren-Weltrekordler immer wieder Verletzungen. Im letzten Jahr konnte Mark Kiptoo (KEN) mit 2:07:50 einen Masters-Weltrekord (40 Jahre+) aufstellen, seine PB erzielte der Oldie mit 2:06:00 beim Eindhoven Marathon im Jahr 2015. Erst im Mai lief  Dawit Wolde (ETH) in Prag 2:06:18 und die PB von Benard Kipyego (KEN) ist mit 2:06:19 vom Amsterdam Marathon im Jahr 2015 nur eine Sekunde langsamer.

Unbedingt zu beachten sind auch Fikre Tefera (ETH), der im Frühjahr in Seoul 2:06:19 erreichte, sowie Martin Kosgey (KEM), dem Zweiten des letztjährigen Frankfurt Marathon in 2:06:41. Insgesamt haben 26.000 Teilnehmer für das Wochenende für diverse Wettbewerbe gemeldet, ca. 15.000 Aktive werden auf die Marathonstrecke durch die Innenstadt und die Außenbezirke Frankfurts gehen.

 Liste der Eliteathleten:
Tsegaye Mekonnen ETH 2:04:32 Dubai 2014
Mark Kiptoo KEN 2:06:00 Eindhoven 2015
Dawit Wolde ETH 2:06:18 Prag 2019
Benard Kipyego KEN 2:06:19 Amsterdam 2015
Fikre Tefera ETH 2:06:27 Seoul 2019
Martin Kosgey KEN 2:06:41 Frankfurt 2018
Tebalu Heyi ETH 2:07:10 Frankfurt 2014
Kenneth Keter KEN 2:07:34 Frankfurt 2018
Nicodemus Kimutai KEN 2:10:00 Prag 2019
Daniele Meucci ITA 2:10:45 Otsu 2018
Blazej Brzezinski POL 2:11:27 Warschau 2017
Fernando Cabada USA 2:11:36 Berlin 2014
Bethwel Rutto KEN 2:11:59
Mogos Solomon ERI 2:12:23 Padua 2018
Derek Hawkins GBR 2:12:57 London 2016
Adam Nowicki POL 2:13:28 Warschau 2019
Frank Schauer GER 2:16:30 Frankfurt 2017
Tobias Blum GER 2:16:57 Köln 2018
Homiyu Tesfaye GER 1:01:20 Debüt
Liste der Eliteathletinnen:
Lonah Salpeter ISR 2:19:49 Prag 2019
Meskerem Assefa ETH 2:20:36 Frankfurt 2018
Valary Aiyabei KEN 2:20:53 Berlin 2017
Bedatu Hirpa ETH 2:21:32 Frankfurt 2018
Megertu Kebede ETH 2:22:52 Rom 2019
Caroline Rotich KEN 2:23:22 Chicago 2012
Askale Wegi ETH 2:24:13 Los Angeles 2019
Sylvia Kibet KEN 2:25:52 Rabat 2019
Antonia Kwambai KEN 2:27:43 Warschau 2019
Katharina Steinruck GER 2:28:34 Berlin 2016
Nataliya Lehonkova UKR 2:28:58 Dublin 2017
Sylvia Medugu KEN 2:29:09 Frankfurt 2017
Hanna Lindholm SWE 2:29:34 Hamburg 2019
Stephanie Twell GBR 2:30:14 Valencia 2018
Samantha Bluske USA 2:31:56 Sacramento 2017
Hayley Carruthers GBR 2:33:59 London 2019
Aleksandra Brzezinska POL 2:34:51 Debno 2019