41. Zurich Marató de Barcelona am 10. März 2019: Streckenrekorde bei Männern und Frauen im Visier

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Ein Streckenrekord bei den Männern ist das erklärte Ziel der Organisatoren der 41. Ausgabe des Zurich Marató de Barcelona am kommenden Sonntag. Diese Bestmarke durch Jackson Kotut (KEN) auf dem Kurs durch die katalanische Metropole steht seit dem 7. März 2010 bei 2:07:30. Ein Blick auf das Elitefeld der Männer zeigt, dass dies ein durchaus realistisches Unterfangen ist, zumal die Wetterprognosen mit Temperaturen um 12°C bei einem Taupunkt von 7°C recht günstig sind. Bereits im letzten Jahr war der Sieger Anthony Maritim (KEN) in 2:08:08 dieser Marke recht nahe gekommen, und er wird auch diesem Jahr an den Start gehen. Nachdem es im Jahr 2019 bereits bei etlichen Marathonläufen neue Streckenrekorde gab, ist man auch in Barcelona sehr zuversichtlich in dieser Sache und hofft, erstmals eine Zeit von unter 2:07 Stunden auf der schon durch den Halbmarathon erwiesenermaßen schnellen Strecke zu erzielen.

Im Feld der Eliteathleten in diesem Jahr ist der Streckenrekordler aus dem Jahr 2010 gut aufgestellt, aber Siegchancen dürfte Jackson Kotut auf der Basis seiner letzten Resultate kaum haben. Vor zwei Jahren lief er im chinesischen Zhengzhou 2:11:50 und 2018 schaffte er in Casablanca noch 2:13:08. Dies sind Zeiten, mit denen schwerlich der Sieger am Sonntag im Ziel zu erwaren ist. Das sieht bei dem Vorjahres Anthony Maritim schon anders aus, der 2018 nur 38 Sekunden über der Bestmarke durch Kotut lag, und diesmal mehr als diese Sekunden schneller laufen und den Kursrekord brechen möchte. Dass er bei diesem Unterfangen erhebliche Konkurrenz haben wird, offenbart ein Blick in die Startliste.

ottawa-mar-2017-winner-kiptanuiEliud Kiptanui ist in Barcelona der Mann mit der besten Vorleistung im Elitefeld. (c) Ottawa Marathon

Dort steht mit Eliud Kiptanui (KEN) ein Athlet ganz oben, der genauso wie sein Landsmann Laban Korir (KEN) die Grenze zur Weltklasse von 2:06 Stunden unterbieten konnte. Kiptanui lief als 20-Jähriger bereits in seinem zweiten Marathon im Jahr 2010 in Prag sensationelle 2:05:39, zwei Jahre später in Seoul 2:06:44, bevor er dann 2015 beim Berlin Marathon seine PB von 2:05:21 rannte. Beim Paris Marathon 2018 wurde er Fünfter in 2:08:20, im September 2018 stieg er beim Berlin Marathon aus. Sein letzter Auftritt im Januar im chinesischen Xiamen war wenig überzeugend, in 2:14:15 belegte er nur Platz 7.

Laban Korir hat eine ganze Serie von Topleistungen aufzubieten, was bereits im Jahr 2011 in Amsterdam mit einer Zeit von 2:06:05 begann, die er 2016 an gleicher Stelle auf 2:05:54 verbessern konnte. Ein Jahr später schaffte er in Rotterdam 2:06:26 und als Vierter lief er an gleicher Stelle im Jahr 2018 noch einmal 2:05:58. Auch sein letztes Ergebnis vom Oktober 2018 kann sich durchaus sehen lassen, in Amsterdam finishte er auf Platz 6 in 2:06:33. Zu nenen ist auch Limenih Getachew (ETH), der 2012 als Zweiter beim Köln Marathon 2:07:39 lief und diese Zeit als Zweiter beim Paris Marathon 2014 auf 2:06:49 steigerte.

Im letzten Jahr hatte er allerdings einen schwachen Tag in Paris und belegte dort in 2:14:23 nur Platz 15. Im Oktober 2018 sah es dann beim Lissabon Marathon schon wieder viel besser aus, wo er als Sieger den Streckenrekord auf 2:07:34 steigern konnte. Adebe Negewo Degefa (ETH) erreichte seine PB von 2:08:46 beim Beijing Marathon im Jahr 2013, beim letzten Rom Marathon lief er im April 2018 2:11:02. Erst im Februar 2019 war er in Barcelona im Halbmarathon am Start und wurde durch hinter dem Sieger Erick Kiptanui in 1:01:05 Zweiter.

Bei den Frauen ist Jackie Chepngeno (KEN) die erklärte Favoritin. Beim Amsterdam Marathon 2018 lief sie 2:24:38 und hat damit eine deutlich schnellere Bestzeit als Aberash Fayesa (ETH), die mit einer Zeit von 2:27:04 beim Barcelona Marathon 2017 notiert ist, womit sie seinerzeit Platz 3 belegte. In diesem Rennen schaffte die Siegerin Helen Bekele (ETH) einen neuen Streckenrekord von 2:25:04, den Chepngeno erklärtermaßen angreifen will. Dazu wird Marc Roig, der u.a. der Physiotherapeut des Weltrekordhalters Eliud Kipchoge ist, als ihr „Hase“ fungieren.

Liste der Topathleten:
Eliud Kiptanui KEN 2 h 5 m 21 s Berlín 2015
Laban Korir KEN 2 h 5 m 54 s Amsterdam 2016
Limenih Getachew ETH 2 h 6 m 49 s París 2014
Laban Mutai KEN 2 h 7 m 38 s Eindhoven 2018
Anthony Maritim KEN 2 h 8 m 08 s Barcelona 2018
Adebe Negewo Degefa ETH 2 h 8 m 46 s Pequín 2015
Jackson Kotut KEN 2 h 7 m 30 s Barcelona 2010
Liste der Topathletinnen:
Jackline Chepngeno KEN 2 h 24 m 38 s Amsterdam 2018
Aberash Fayesa ETH 2 h 27 m 04 s Barcelona 2017
Joy Kemuna KEN 2 h 34 m 53 s Nairobi 2018
Euliter Tanui KEN 2 h 34 m 46 s Treviso 2018