54. Rock´n Roll New Orleans Marathon & 1/2 (USA) am 9. Februar 2019: Dathan Ritzenhein gewinnt den Halbmarathon

new-orleans-mar-logoDer US-Topläufer Dathan Ritzenhein (USA) sorgte für das Highlight der 54. Ausgabe beim Rock´n Roll New Orleans Marathon & 1/2, den seit 2009 die Competitor Group im Rahmen ihrer Rock´n Roll Serie organisiert. Ritzenhein gewann den Halbmarathon nach langer Verletzungspause in 1:01:24 und sah sich damit auf einem guten Weg hinsichtlich seines Starts beim legendären Boston Marathon am 15. April 2019. Bei nahezu idealen Bedingungen mit Temperaturen um 12°C lag im Halbmarathon Emmanuel Bett (KEN) stets in Front, bis ihn Ritzenhein nach 13 Meilen einholte und auf dem 100 langen Schlusspart davon spurtete. Bett wurde in 1:01:30 Zweiter, Tyler McCandless (USA) belegte in 1:03:48 Platz 3. Danach folgten engagierte Freizeitläufer.

manchester-run-2017-winner-ritzenheinDathan Ritzenhein gewann den Halbmarathon in New Orleans. (c) Great Manchester Run

Auch bei den Frauen gab es mit Birhane Dibaba (ETH), die zweifache Siegerin des Tokyo Marathon, eine prominente Siegerin, die am 28. April beim London Marathon an den Start gehen wird. In einem knappen Rennen setzte sich die Äthiopierin in 1:11:31 mit einer Sekunde Vorsprung auf Jane Kibii (KEN) durch. Dritte wurde in 1:11:34 Vivian Kiplagat (KEN). Auch hier waren die weiteren Plätze Breitensportlern vorbehalten.

Im Marathon hatten die Veranstalter ganz auf Topläufer verzichtet, es gewannen  Ryan Hendricks (USA) in 2:33:07 und Kayla Campasino (USA) in 2:55:03. Somit sind die Zeiten, als diese Veranstaltung als „Mardi Gras Marathon“ z.B. durch Ron Trabb im Jahr 1980 mit 2:11:01 Zeiten internationaler Klasse vorweisen konnte, endgültig vorbei. Auch im Halbmarathon hat New Orleans schon deutlich bessere Tag und Zeiten gesehen, wo mit Mo Farah, Martin Lel oder Meseret Defar die Weltklasse vor Ort war und Topzeiten, vor allem im Halbmarathon lief. Noch im Jahr 2009 lief die äthiopische Topläuferin Berhane Adere mit 1:07:52 die damals schnellste Halbmarathon-Zeit in den USA, die im Jahr 2011 die Neuseeländerin Kimberley Smith sogar auf 2:07:36 steigerte.

new-orleans-mar-startStart zum Rock´n Roll New Orleans Marathon.  (c) Veranstalter

Solche sportlichen Höchstleistungen scheinen in New Orleans der Geschichte anzugehören. Und nicht nur dort! Mit einem kursichtigen Konzept fährt die Competitor Group die Preisgelder – und damit auch die Teilnahme hochklassiger Eliteathleten – konsequent herunter. San Diego, Tempe/Phoenix, etc. sind weitere Beispiele dieser Entwicklungen, die den (Leistungs-)Sport aus dem Fokus verlieren. Doch dies hat auch Konsequenzen auf die Teilnehmerzahlen. Gab es im Jahr 2016 noch 4907 und 2017 4025 Finisher, waren das 2018 nur noch 1853 und dieses Jahr 1926, also gerade einmal die Hälfte wie vor zwei Jahren. Auch im Halbmarathon gehen die Zahlen rapide nach unten. Aus 14391 Finishern im Jahr 2016 wurden ein Jahr später noch 11827, 2018 waren es noch 7681 und 2019 sogar nur 7483.

Im Gegensatz zum Niedergang in den Teilnehmerzahlen und im leistungssportlichen Niveau bleibt New Orleans durch eine Unzahl von Bands am Straßenrand und Darbietungen auf dem musikalischen Sektor allerdings nach wie vor – Weltklasse!new-orleans-mar-musicAuf der Strecke war die Stimmung wieder prächtig, viele Bands heizten den Läufern gewaltig ein.  (c) Veranstalter

Ergebnisse Halbmarathon der Männer:
1. Dathan Ritzenhein (USA) 1:01:24
2. Emmanuel Bett (KEN) 1:01:30
3. Tyler McCandless (USA) 1:03:48
4. Kenneth Foster 1:08:50
5. Tyler Alverson 1:11:51
6. Brock Moreaux 1:12:40
7. Clayton O’Callaghan 1:13:40
8. Paul Zeman 1:14:06
Ergebnisse Halbmarathon der Frauen:
1. Berhane Dibaba (ETH) 1:11:31
2. Jane Kibii (KEN) 1:11:32
3. Vivian Kiplagat (KEN) 1:11:34
4. Adriana Da Silva 1:17:54
5. Rachel Rowe 1:20:14
6. Anna Hudson 1:23:05
7. Katherine Moore 1:25:29
8. Mckenna Coughlin 1:26:59
Ergebnisse Maathon der Männer:
1. Ryan Hendricks (USA) 2:33:07
2. Tyler Cannon 2:37:23
3. Samuel Clarot 2:47:38
4. Bradley Holzwart 2:48:29
5. Daniel Ray 2:51:03
6. Sam Heraghty 2:51:39
7. Yusheng Ni 2:53:26
8. Blake Whitney 2:53:36
Ergebnisse Marathon der Frauen:
1. Kayla Campasino (USA) 02:55:03
2. Violetta Yazlovskaya 02:58:04
3. Laura Child 02:58:55
4. Kara Rubinich 03:02:40
5. Grace Thacker 03:04:43
6. Jillian Roberts 03:08:00