37. Maratón Valencia Trinidad Alfonso EDP am 2. Dezember 2018: Sammy Kitwara will Vorjahressieg wiederholen

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Der Kenianer Sammy Kitwara wird bei der 37. Ausgabe des Maratón Valencia Trinidad Alfonso EDP erneut am Start sein und versuchen, neben der Wiederholung seines Erfolges im Vorjahr seinen Streckenrekord von 2:05:14 weiter zu steigern. Seine Siegerzeit aus dem letzten Jahr war die schnellste Zeit, die jemals in einem Marathon auf spanischem Boden gelaufen wurde.Ob Sammy in dem ausgesprochen starken Elitefeld am kommenden Sonntag eine dominante Rolle spielen wird, hängt auch davon ab, inwieweit er seine Wadenverletzung überwunden hat, die ihn als Tempomacher für Eliud Kipchge beim Berlin Marthon schon nach 15 km stoppte. Dabei wollte er eigentlich als „Edel-Hase“ Kipchoge bis jenseits der 30 km begleiten. Auch mit Rücksicht auf seinen Start in Valencia quittierte er seine Dienste viel früher als vorgesehen, dem Unterfangen „Weltrekord“ hatte das am Ende aber so gut wie nicht geschadet.
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Der Sieger des Valencia Marathon im Jahr 2017 Sammy Kitwara mit dem Race Director Borao. (c) Veranstalter
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Dass ein erneuter Sieg Kitwaras kein Selbstläufer sein wird, zeigt ein Blick auf die Liste der Eliteathleten, die dem IAAF Golden Label Status der Veranstaltung sicherlich gerecht wird. 7 Läufer mit Bestzeiten unter 2:07 Stunden und 13 Läufer unter 2:09 Stunden belegen eine hohe Leistungsdichte, in der Leul Gebreselassie (ETH) mit 2:04:02 als Zweiter beim Dubai Marathon 2018 als Mann mit der besten Vorleistung herausragt. Ob diesbezüglich Altmeister Tsegaye Kebede (ETH) eine Rolle bei der Vergabe der vorderen Plätze spielen wird, ist eher ungewiss. Kebede hat zwar eine große Karriere (fast) hinter sich, aber seine Bestzeit von 2:04:38 beim Chicago Marathon liegt schon 6 Jahre zurück; seine aktuellen Resultate waren im letzten Jahr 2:08:45 beim Tokyo Marathon und im März 2018 beim Barcelona Marathon eine Zeit von 2:09:25.
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Norbert Kigen (KEN) lief seinen Hausrekord von 2:05:13 beim Amsterdam Marathon 2017 und hat seit dieser Zeit keinen Marathon mehr bestritten. Deribe Robi (ETH) war im letzten Jahr in Valenica am Start und erreichte 2:06:38, seine PB von 2:05:58 stellte er 2015 in Eindhoven auf. Weitere Starter mit Zeiten von unter 2:07 Stunden sind Peter Kiuri (KEN) mit 2:06:31 (Frankfurt 2011) und Matthew Kisorio (KEN) mit 2:06:33 vom Valenica Marathon. Kirui lief 2016 in Valencia 2:08:12, danach konnte er aber keinen Marathon in unter 2:15 Stunden beenden. Dagegen wusste Kisorio im April beim Paris Marathon in 2:06:36 durchaus überzeugen. Solomom Kirwa Yego (KEN) lief im letzten Jahr in Paris 2:07:12 und im Frühjahr erreichte er in 2:07:37 Platz 4 beim Hamburg Marathon. Die Bestzeit von Samuel Tsegay (ERI) mit 2:07:28 datiert bereits aus dem Jahr 2011 vom Amsterdam Marathon. Auch er war einer der Starter, die bereits im letzten Jahr in Valencia dabei waren; er schaffte damals 2:07:34.
valencia-mar-2018-pk-athletenDie Eliteathleten beim Valencia Marathon 2018 nach der Vorstellung auf der Pressekonferenz am heutigen Freitag. (c) Veranstalter
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Das Elitefeld der Frauen ist weniger prominent besetzt. Hier ragt Lydia Cheromei (KEN) mit 2:21:30 heraus, die sie bereits 2012 in Dubai lief. Im März diesen Jahres schaffte sie allerdings in Rabat nur noch 2:28:48. Die stärkste Konkurrenz dürfte der Kenianerin in Ashete Dido (ETH) erwachsen, die im April in Paris ihre Bestzeit von 2:23:27 erzielte. Gleichfalls unter 2:24 Stunden blieb bisher die Italienerin Valeria Straneo mit einer Zeit von 2:23:44 vom Rotterdam Marathon 2012. In den letzten beiden Jahren hatte die Masters-Läuferin (42 Jahre) aber keinen Marathon mehr bestritten. Neben Ana Dulce Félix (POR) (PB 2:25:15) ist auch die Siegerin des Vorjahres Aberu Zennebe (ETH) dabei, die im letzten Jahr 2:26:17 erzielte. Im Jahr 2015 stelle Zennebe ihre persönliche Bestleistung beim Ottawa Marathon mit 2:25:30 auf. 
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Recht kurzfristig musste die deutsche Topläuferin Lisa Hahner (Berlin) ihr Comeback im Rahmen des Valencia Marathon wegen Trainingsrückstands auf Grund einer Verletzung absagen. Etwa 22.000 Aktive werden auf die Strecke gehen, die auch Teile  jenes Kurses umfasst, auf dem erst vor 5 Wochen der Weltrekord im Halbmarathon der Männer auf 58:18 gesteigert wurde. Für Sonntag werden Temperaturen um 15°C und einer strammer Wind aus SSW vorhergesagt. Zusammen mit einem Taupunkt um 12°C warten nur bedingt günstige Bedingungen auf die Akteure.
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