36. Athen Marathon „The Authentic“ – am 11. November 2018: Kenianische Siege auf historischer Strecke

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Bei Temperaturen um und dann über 20°C gewann Brimin Misoi (KEN) in 2:10:56 und Shelmith Muriuki (KEN) in 2:36:46 die 36. Ausgabe des Athen Marathon The Authentic vom historischen Marathon ins Panathinako Stadion in der griechischen Hauptstadt. Von den 18750 gestarteten Läufer war eine sechsköpfige Gruppe an Topathleten am schnellsten, die 5 km in 15:47 und 10 km in 31:06 zurücklegten. Bei 15 km in 46:35 waren noch der spätere Sieger Misoi, Workneh Tiruneh (ETH), Mengist Gereme (ETH), Alex Bartilol (KEN) und Bernard Chepkwony (KEN) vorne. Das Quintett ereichte den Halbmarathon nach 1:05:48 und die 25 km nach 1:18:24. Dann brach die Spitzengruppe vorentscheidend auseinander.

An der Spitze setzte sich nun Misoi ab, der von VOLARE Sport gemanaged wird und zuvor einen Marathon in Nairobi in 2:12:39 sowie im Frühjahr beim Hamburg Halbmarathon 1:02:36 erreichte, und hatte bei 30 km in 1:34:01 einen Vorsprung von 10 Sekunden auf die beiden Verfolger Tiruneh und Gereme. Der Kenianer baute seinen Vorsprung schnell weiter aus, bei 35 km in 1:49:15 lag er 45 Sekunden vor Gereme und eine Minute vor Tiruneh. Dabei hatte auf der abfallenden Passage im zweiten Teil der Strecke die Fahrt deutlich zugenommen. Mit einem 5 km-Abschnitt in 15:13 erreichte Misoi die 40 km in 2:04:28 und siegte unangefochten in 2:10:56. Nur zweimal waren Läufer auf der anspruchsvollen Strecke jemals schneller unterwegs gewesen.

athen-mar-2018-winnersDie Erstplatzierten bei Athen Marathon 2018: Misoi, Gereme und Tiruneh (v.l.). (c) Veranstalter.

Fast volle zwei Minuten zurück wurde Tiruneh, der Gereme kurz nach 35 km überholen konnte, in 2:12:52 Zweiter, dann kam Gereme als Dritter in 2:13:20 ins Ziel. Für die Strecke mit einem erheblichen Höhenprofil und den recht hohen Temperaturen war dies alles ausgezeichnete Leistungen. Diese blieben im Rennen der Frauen aus, das zunächst Selmith Muriuki und ihre Landsfrau Rebby Koech (KEN) bestimmten. Die beiden lagen über 17:50 bei 5 km und 36:20 bei 10 km bis 15 km in 55:26 zusammen, bevor sich die spätere Siegerin Muriuki schnell absetzen konnte und bei Halbmarathon in 1:17:50 bereits einen Vorsprung auf ihre Verfolgerin von fast einer Minute herausgelaufen hatte.

In einem mutigen Solorennen passierte Muriuki die 25 km nach 1:32:33, 30 km nach 1:51:25 und 35 km nach 2:10:24. Obwohl die Führende merklich nachließ, war ihre Vorsprung bei 35 km bereits auf 2 1/2 Minuten angewachsen. Über 2:28:47 bei 40 km – eine halbwegs akzeptale Topzeit über die volle Distanz – erreichte sie das Ziel nach 2:36:46 vor Koech in 2:38:54. Die weiteren Zeiten der Frauen war schon im Segment engagierter Freizeitsportlerinnen anzusiedeln. Insgesamt waren in diversen Wettbewerben etwas 55.000 Aktive auf den Beinen.