74. Seoul International Dong-A Marathon am 18. März 2017: Wilson Erupe Loyanae gewinnt in Seoul zum vierten Mal

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Auch im Jahr 2018 konnte der Seoul International Marathon, der seit 1931 jeweils im Frühjahr von der Zeitung Dong-A Ilbo organisiert wird (nicht zu verwechseln mit dem Marathon an gleicher Stelle im späten Herbst), durch eine hohe Leistungsbreite überzeugen. Higlight der diesjährigen Veranstaltung war vor allem der vierte Sieg von Wilson Erupe Loyanae (KEN),  der auch dieses Jahr in Seoul gewinnen konnte und mit dem Titel „Mr. Seoul“ bedacht werden könnte. Loyanae siegte 2012 mit dem damaligen Streckenrekord von 2:05:37, gewann 2015 in 2:06:11 und 2016 in 2:05:13. In diesem Jahr erreichte er 2:06:57, während bei den Frauen Damte Hiru (ETH) in 2:24:08 vorne war.

Das Rennen wurde flott mit Kurs auf 2:05-Stunden angegangen, 10 Läufer passierten 5km nach 14:49, 10 km nach 29:39 und 15 km nach 44:41. Dann wurde die Fahrt etwas langsamer, mit 59:59 bei 20 km wurde das 5 km-Segment nur noch in 15:18 absolviert. Nun setzten sich Deribe Robi (KEN) und Paul Kipkorir (KEN) aus der Spitzengruppe ab und erreichten die 25 km-Marke nach 1:14:57, während eine achtköpfige Verfolgergruppe mit 1:15:17 20 Sekunden später folgte. Bei 30 km in 1:30:01 war die Situation weitgehend unverändert. Dann jedoch machten sich fünf Läufer als der zweiten Gruppe auf die Verfolgung und stellten die Ausreißer noch vor 35 km, die in 1:45:27 zurückgelegt wurden.

Schon bald änderte sich die Konstellation an der Spitze erheblich. Robi und Kipkorir hatten sich bei ihrer Attacke augenscheinlich übernommen und fielen zurück. Dafür startete Loyanae eine erfolgreiche Attacke, die ihn bei 40 km in 2:00:21 mit einem Vorsprung von einigen Sekunden vor Benson Kipruto und Mark Korir, der 2015 in Paris 2:05:49 lief, sah. Loyanae konnte den Abstand zu den beiden engsten Verfolger halten und gewann in 2:056:57, Mark Korir schob sich noch an Kipruto vorbei und wurde in 2:07:03 Zweiter, Kipruto in 2:07:11 Dritter.

Der hoch eingeschätzte Marius Kimutai (KEN) wurde bei guten Bedingungen mit Temperaturen um 6°C, 58% relativer Feuchte und wenig Wind in 2:07:45 Vierter. Und auch Platz 5 durch Felix Kiprotich in 2:07:57 wurde noch mit einer Zeit von unter 2:08 Stunden vergeben. Die beiden Ausreißer Robi und Kipkorir landeten am Ende auf den Plätzen 7 und 8 in 2:08:51 sowie 2:08:53.

seoul-mar-2018-kim-finishKim Do-yeon lief in Seoul mit 2:25:41 einen neuen Landesrekord. (c) Dong-A Ilbo

Bei den Frauen ging eine siebenköpfige Gruppe den Lauf in flotten 17:07 bei 5 km und 34:06 bei 10 km an, womit man auf Kurs zu einer Zeit von unter 2:24 Stunden lag. Dann ließ die Fahrt über 51:08 bei 15 km und 1:08:06 bei 20 km etwas nach, und bei 25 km in 1:25:03, bei 30 km in 1:42:13 und bei 35 km in 1:59:39 lagen noch fünf Athletinnen an der Spitze. Danach setzte sich die spätere Siegerin Damte Hiru von den verbliebenen Mitstreiterinnen ab, hatte bei 40 km in 2:16:44 bereits einen Vorsprung von 23 Sekunden auf ein Verfolgerduo, den sie bis ins Ziel in 2:24:08 verteidigen konnte. Platz 2 ging an Margaret Agai (KEN) in 2:24:30 und Dritte wurde eine Sekunde später Monica Jepkoech (KEN). Hinter dem Siegertrio wurde eine der Favoritinnen im Vorfeld Mule Seboka (ETH) in 2:25:01 Vierte. Auf dem fünften Platz lief Kim Do-yeon (KOR) in 2:25:41 einen neuen Landesrekord.