15. Cardiff University Half Marathon am 1. Oktober 2017: Edith Chelimo läuft 1:05:52

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Edith Chelimo (KEN) sorgte mit der großartigen Zeit von 1:05:52 für das herausragende Resultat bei der 15. Ausgabe des Cardiff University Half Marathon am letzten Sonntag. Damit lief die Kenianerin auf einem Bestzeiten tauglichen Kurs, der im übrigen bis auf minimale Modifikationen der Strecke der letztjährigen Halbmarathon-Weltmeisterschaften entsprach, die schnellste auf der britischen Insel gelaufene Zeit. Bei den Männern blieb der Sieger John Lotiang (KEN) in 1:00:42 deutlich über der Schallmauer von einer Stunde.

Große Aufregung gab es vor dem Start, denn die große Favoritin Violah Chepchumba hatte sich über Nacht Magenprobleme zugezogen und musste schweren Herzens nach einer großartigen bisherigen Saison 2017 ihre Mitwirkung stornieren. Doch Chelimo war an diesem Tag alles andere als ein Ersatz für den Ausfall. Mit 15:14 Minuten für die ersten 5 km legte sie die Tempojagd im Halbmarathon so fort, wie sie bei diversen Rennen in diesem Jahr bei den Frauen immer wieder stattfanden. Damit lag sie auf einem Tempo weit unter dem Weltrekord von Joyciline Jepchumba vom 1. April in Prag. Die nächsten Verfolgerinnen Dorcas Kimeli (KEN) und Beatrice Mutai (KEN) lagen hier schon eine Viertelminute zurück.

Bei 10 km in 30:56 war sie zwar etwas langsamer geworden und die Projektion auf 1:05:16 gerutscht, aber die 31-jährige Zweite vom Berlin Halbmarathon hatte hier bereits einen Vorsprung von einer Minute vor der restlichen Konkurrenz. Über 46:36 bei 15 km und 1:02:30 bei 20 km baute sie ihren Vorsprung im Ziel auf fast fünf Minuten aus und gewann in der Topzeit von 1:05:52, die vor einigen Jahren noch ganz dicht am Weltrekord von Mary Keitany gelegen hätte. Mit dieser Zeit ist Chelimo die sechstschnellste Läuferin im Halbmarathon aller Zeiten. Ihre Bestzeit von 1:08:57 vom Berliner Halbmarthon steigerte sie dabei um gut drei Minuten. Platz 2 ging an die Debütantin Dorcas Kimeli in 1:10:50, die knapp vor Beatrice Mutai in 1:10:57 einlief.

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John Lotiang gewann den Cardiff University Halbmarathon in 1:00:42. (c) Veranstalter

Bei den Männern lag eine neunköpfige Gruppe mit dem Tempomacher Bernard Rotich nach 14:16 bei 5 km und 28:29 bei 10 km auf Kurs zu einer Zeit von einer Stunde. Bei 15 km in 42:58 war die Fahrt etwas langsamer geworden, aber vorne war nur noch ein Trio aus dem späteren Sieger Lotiang, dem Vorjahressieger und Streckenrekordinhaber Shadrack Kimining (KEN) sowie Kipkemboi Kiprono (KEN). Lotiang, der in diesem Jahr bereits den Halbmarathon in Warschau gewinnen konnte, setzte sich zunächst von Kiprono und dann auch von Kimining ab, erreichte 20 km in 57:33 mit einem Vorsprung von 5 Sekunden vor Kiprono und gewann ungefochten das Rennen in 1:00:42 vor Kiprono in 1:00:49 und Kimining in 1:01:10.

Hinter dem kenianischen Siegertrio kam noch viel Bewegung ins Feld, wobei der Waliser Dewi Griffiths sich als Vierter auf 1:01:33 steigern konnte. Damit tritt er in die Fußstapfen des legendären Steve Jones, der mit 1:00:59 immer noch den „Landesrekord“ von Wales hält. Erst danach lief die weitere ostafrikanische Konkurrenz ins Ziel, insgesamt hatten sich 19000 Aktive für den Lauf angemeldet.

Ergebnisse Halbmarathon der Männer:
1. John Lotiang KEN 00:14:18 00:28:29 00:42:58 00:57:33 01:00:42
2. Shadrack Kimining KEN 00:14:17 00:28:29 00:42:58 00:57:38 01:00:49
3. Kipkemboi Kiprono KEN 00:14:17 00:28:29 00:42:58 00:57:54 01:01:10
4. Dewi Griffiths GBR 00:14:26 00:28:52 00:43:25 00:58:25 01:01:33
5. Hiskel Tewelde ETH 00:14:17 00:28:29 00:43:02 00:58:25 01:01:43
6. Eliud Kiptanui KEN 00:14:17   00:43:44   01:02:34
7. Josphat Bett KEN 00:14:17 00:28:51 00:44:05 00:59:21 01:02:36
8. Masaya Taguchi JPN 00:14:26 00:29:13 00:44:06 00:59:41 01:02:58
9. Elias Kemboi KEN 00:14:17 00:29:06 00:44:19 01:00:00 01:03:35
10. Moussab Hadout MAR 00:14:27 00:29:24 00:44:53 01:00:28 01:03:41
Ergebnisse Halbmarathon der Frauen:
1. Edith Chelimo KEN 00:15:14 00:30:56 00:46:36 01:02:30 01:05:52
2. Dorcas Kimeli KEN 00:15:27 00:31:53 00:49:15 01:07:09 01:10:50
3. Beatrice Mutai KEN 00:15:29 00:32:00 00:49:15 01:07:09 01:10:57
4. Zeineba Worku ETH 00:15:36 00:32:30 00:49:50 01:07:50 01:11:31
5. Jenny Nesbit GBR 00:16:58 00:34:12 00:51:39 01:09:37 01:13:23