20. TD Beach to Beacon 10K am 5. August 2017: Mary Keitany gegen starke Konkurrenz

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Einen Tag bevor in London die Frauen im Marathon um WM-Würden streiten, geht die wohl beste Läuferin über diese Distanz, die Kenianerin Mary Keitany, bei der 20. Ausgabe des TD Beach to Beacon 10K über die 10 km an den Start. Dabei trifft die Weltrekordlerin im reinen Frauen-Marathon mit 2:17:01 in dem von der amerikanischen Lauflegende Joan Benoit Samuelson begründeten Lauf auf sehr starke Konkurrenz. Die Strecke in Port Elisabeth an der Küste im US-Bundesstaat Maine folgt zum Teil jenem Verlauf, den Benoit in ihrer aktiven Zeit zum Training verwendet hatte.

Im letzten Jahr konnte Mary Keitany den Lauf mit Streckenrekord von 30:45 gewinnen. (C) Veranstalter

Im letzten Jahr war es Mary Keitany, die über die 10 km Strecke von der Crescent Beach zum Leuchtturm am Fort Williams („Beach to Beacon“) mit 30:45 Minuten einen hochkarätigen Streckenrekord erzielen konnte. Mary wäre sicher einen Tag später in London die Topfavoritin auf den WM-Titel gewesen, sie wird aber nun nach Lage der Dinge wieder beim New York City Marathon an den Start gehen. Erst im Juni war sie dort beim NYRR New York Mini 10K im Central Park in 31:20 als Siegerin vor Ort. Die Konkurrenz am Samstag wird aber – obwohl zur gleichen Zeit die WM in London über die Bühne geht – hochkarätig sein.

Shalane Flanagan (USA) schaffte bei Beach to Beacon im Jahr 2014 als Zweite 31:27. Sie hält mit 30:52 den US-Rekord über 10 km. Als Viertplatzierte bei den US-Trials über 10000 m hatte es für einen Platz im WM-Team in London nicht gereicht. Wude Ayalew (ETH) gewann hier 2015 in 31:56 und wurde letztes Jahr hinter Keitany Zweite. Joyce Chepkirui (KEN) gewann den Lauf im Jahr 2013 31:23, ihre Bestzeit über10 km steht bei 30:37. Meseret Defar (ETH) gehört zu den größten Läuferinnen aller Zeiten mit u.a. zwei Goldmedaillen (2004, 2012). Sie hält immer noch den Weltrekord über 5 km auf der Straße mit 14:46. Diane Nukuri (BDI) war bei Beach To Beacon Zweite im Jahr 2015 mit 32:00 und Dritte in 2014 mit 31:56.

Jordan Hasay (USA) ist aktuell der Shooting Star der US-Straßenlaufszene, die u.a ihr Marathondebüt beim Boston Marathon in 2:23:00 erfolgreich absolvierte. 2014 war sie hier Vierte in 32:20, und Purity Rionorijpo (KEN) ist die Siegerin der Paris Marathon in diesem Jahr.

Ben True gewann überraschend die Beach To Beacon im letzten Jahr. (c) Veranstalter

Bei den Männern ist der Überraschungs-Sieger des letzten Jahres, Ben True (USA), wieder am Start, der es schaffte, den Lauf als ersten Amerikaner zu gewinnen. Seine gute aktuelle Form zeigte er im April, wo er bei den B.A.A. 5K in Boston den US-Rekord um 2 Sekunden auf 13:20 steigern konnte. Stephen Kosgei-Kibet (KEN) war hier 2014 Zweiter und 2015 gewann er das Rennen. 2016 fehlte er auf Grund von Visaproblemen. Stephen Sambu (KEN) gehört zu den besten Akteuren in der US-Straßenlaufszene. Bei den B.A.A. 5K verlor er das Sprintfinish gegen True, dafür war nach einem sehenswerten Duell gegen den Briten Callum Hawkins im März der Sieger beim New York City Half Marathon.

Der jüngere Bruder von Kenenisa Bekele, Tariku Bekele (ETH), ist wie sein Bruder nicht in London dabei, wo er bei Olympia 2012 die Bronzemedaille über 10000 m gewann. Leonard Kiplimo-Barsoton (KEN) ist der Vize-Weltmeister von den 2017 World Cross Country Meisterschaften, bei den World’s Best 10K auf Puerto Rico lief er 2016 die 10 km in 27:42. Der alte Haudegen Abdi Abdirahman USA) war schon in den letzten beiden Jahren bei dem Lauf dabei. Cam Levins (CAN) hat eine Bestzeit von 27:07,51 über 10,000m, Clement Langat (KEN) war Zweiter bei den 2010 IAAF World Cross Country Junior Meisterschaften.

Im letzten Jahr waren 6336 Läufer dabei, weniger als die Hälfte davon zählte man bei der Premiere im Jahr 1998. Fast 100.000 US$ an Preisgeldern sind für die Eliteläufer zu gewinnen.