{"id":9927,"date":"2017-04-01T12:40:12","date_gmt":"2017-04-01T12:40:12","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=9927"},"modified":"2018-04-05T21:03:18","modified_gmt":"2018-04-05T21:03:18","slug":"sportisimo-prag-halbmarathon-am-1-april-2017-joyciline-jepkosgei-ken-laeuft-weltrekord-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=9927","title":{"rendered":"Sportisimo Prag Halbmarathon am 1. April 2017: Joyciline Jepkosgei (KEN) l\u00e4uft WELTREKORD! (ausf. Bericht)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/runczech_logo_m.jpg\" rel=\"attachment wp-att-5832\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-5832 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/runczech_logo_m.jpg\" alt=\"runczech_logo_m\" width=\"350\" height=\"84\" \/><\/a>Mit einer Sensation konnte heute morgen der Prager Halbmarathon aufwarten, denn <strong>Joyciline Jepkosgei<\/strong> (KEN) verbesserte bei ihrem neuen Weltrekord in der Fabelzeit von<strong> 1:04:52 <\/strong>auch eine ganze Reihe von Weltrekorden, die &#8220;auf dem Weg lagen&#8221;. <!--more-->Damit ist der Halbmarathon der Frauen eine in der Tat Aufsehen erregende Disziplin, hatte doch erst am 10. Februar im Emirat Ras Al Khaimah Peres Jepchirchir die globale Marke auf 1:05:06 geschraubt.<\/p>\n<p>Bei guten \u00e4u\u00dferen Bedingungen legte die neue Weltrekordlerin wie die Feuerwehr los, was schon daran zu ersehen war, dass der Abstand zu den Elite-M\u00e4nnern an der Spitze nicht wie \u00fcblich schnell wuchs. Nach 11 Minuten betrug der R\u00fcckstand der Frauenspitze, das war neben Jepkosgei Vorjahressiegerin <strong>Violah Chepchumba<\/strong>, nur etwa 17 Sekunden zu den M\u00e4nnern. Wie rasant die Beiden unterwegs waren, belegte dann ein aberwitziger Split bei 5 km von 14:53. Schon hier musste der Tempacher Edwin Kiplagat (Startnummer 44) so ziemlich alles geben, um die Fahrt zu diktieren. Und die wurde nur unwesentlich langsamer.<\/p>\n<p>Die erste Konsequenz dieser Tempohatz war ein <strong>neuer Weltrekord schon bei 10 km<\/strong> durch Jepkosgei in <strong>30:04<\/strong>, die alte Bestmarke hatte bis heute Lauflegende Paula Radcliffe mit 30:21 gehalten. Da die L\u00e4ufer bei 10 km nur knapp 1 km Luftlinie von Start und Ziel entfernt waren, sollte einer Anerkennung dieser Fabelzeit diesbez\u00fcglich nichts im Weg stehen. Wie au\u00dfergew\u00f6hnlich diese Leistung ist, zeigt die Betrachtung, dass die M\u00e4nner mit etwa 26:30 die 10 km bei einem Halbmarathon passieren m\u00fcssten. Das ist aktuell kaum vorstellbar. Chepchumba folgte hier nur eine Sekunde sp\u00e4ter. Was an dieser Zeit ferner bemerkenswert ist, sind die \u00e4u\u00dferen Bedingungen im ersten Teil der Strecke, wo es geh\u00e4uft \u00fcber Kopfsteinplaster sowie immer wieder \u00fcber Stra\u00dfenbahnschienen geht. Das war aber heute f\u00fcr die f\u00fchrenden Frauen offensichtlich kaum ein Problem.<\/p>\n<p>Leider war von den historischen Ereignissen in der Live-\u00dcbertragung des tschechischen Fernsehens CTV1 wenig mitzubekommen. Die \u00dcbertragung war zwar aufwenig produziert, in der Bildregie war aber (wieder einmal) jemand t\u00e4tig, der auch nicht in Ans\u00e4tzen etwas vom Laufsport zu verstehen schien. Davon lie\u00dfen sich aber die beiden Damen an der Spitze wenig beeindrucken, wobei Chepchumba sehr sichtbar am Limit lief. Dies f\u00fchrte dazu, dass sich Jepkosgei mit ihrem Tempomacher kurz vor 15 km leicht absetzen konnte, die sie nach 45:37 passierte. Auch dies ist ein neuer Weltrekord, die alte Bestmarke von 46:21 hatte Ex-Weltrekordlerin Florence Kiplagat bei ihrem Weltrekord im Halbmarathon in Barcelona aufgestellt.<\/p>\n<p>Chepchumba lag mit dem Tempomacher Ismael Motosio bei 15km 3 Sekunden zur\u00fcck, verlor nun aber schnell an Boden gegen\u00fcber der wie entfesselt laufenden Jepkosgei. Hatten einige schon einen Einbruch wie bei der Cross-WM im M\u00e4nnerrennen letzte Woche erwartet, so strafte Jepkosgei diese Zweifler L\u00fcgen. Sie wurde zwar etwas langsamer, lief von 15 km nach 20 km in 15:48 ihren schw\u00e4chsten 5 km-Abschnitt des Rennens, trotzdem reichte aber ihre Durchgangszeit bei 20 km von <strong>1:01:25<\/strong> bei weitem aus, auch den <strong>20 km Weltrekord<\/strong> vom Februar in Ras AL Khaimah mit 1:01:40 in neue H\u00f6hen zu schrauben. Und auf dem letzten Kilometer + 97,5 m mit 3:36 konnte sie das Zeitpolster auf den Weltrekord verteidigen. Dieser steht nun bei <strong>1:04:52<\/strong>, womit der Halbmarathon-Lauf bei den Frauen in den letzten Jahren eine gewaltige Entwicklung genommen hat. Aber schon bei Olympia 2016 in Rio deutete sich mit dem tollen Weltrekord von Ayana \u00fcber 10000 m auf der Bahn an, dass \u00fcber die langen Strecken der Frauen noch Nachholbedarf besteht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-9929 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/prag-hm-2017-winner-jepkosgei-wr-640x411.jpg\" alt=\"prag-hm-2017-winner-jepkosgei-wr\" width=\"540\" height=\"347\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/prag-hm-2017-winner-jepkosgei-wr-640x411.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/prag-hm-2017-winner-jepkosgei-wr-768x493.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/prag-hm-2017-winner-jepkosgei-wr.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Joyciline Jepkosgei (KEN) l\u00e4uft beim Prager Halbmarathon mit 1:04:52 einen phantastischen neuen Weltrekord. (c) CTV1-Screenshot<\/span><\/p>\n<p>Platz 2 ging an <strong>Violah Chepchumba<\/strong> in 1:05:22, die im Schlussteil der Tempohatz zu Beginn noch etwas Tribut zollen musste, trotzdem aber eine grandiose Zeit erreichte. Ihre Bestzeit von 1:05:51 bei ihrem Sieg im letzten Jahr steigerte sie heute erheblich. Danach musste man lange warten, bis mit 1:06:58 <strong>Fancy Chemutai<\/strong> (KEN) in 1:06:58 einkam. Auch dies ist immer noch eine Zeit internationaler Klasse. Herausheben muss man auch die Leistung der US-Amerikanerin Jordan Hasay auf Platz 6, die in ihrem zweiten Halbmarathon in 1:07:55 bereits unter 68 Minuten blieb. Dies ist in den USA bisher nur Deena Kastor sowie Shalane Flanagan gelungen. Hasay plant am 17. April ihr Deb\u00fct \u00fcber die volle Distanz beim Boston-Marathon.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-9922 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/prag-hm-2017-results-wm-640x428.jpg\" alt=\"prag-hm-2017-results-wm\" width=\"559\" height=\"374\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/prag-hm-2017-results-wm-640x428.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/prag-hm-2017-results-wm-768x514.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/prag-hm-2017-results-wm.jpg 936w\" sizes=\"(max-width: 559px) 100vw, 559px\" \/><\/p>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 650px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"3\"><strong>Die WR-Splits von J. Jepkosgei:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00a05 km<\/td>\n<td>14:53<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>10 km<\/td>\n<td>30:04 WR<\/td>\n<td>15:11<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>15 km<\/td>\n<td>45:37 WR<\/td>\n<td>15:33<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>20 km<\/td>\n<td>1:01:25 WR<\/td>\n<td>15:48<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00a0 HM<\/strong><\/td>\n<td><strong>1:04:52 WR<\/strong><\/td>\n<td>\u00a03:27<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Das Rennen der M\u00e4nnern gewann mit gro\u00dfem Vorsprung der Sieger des diesj\u00e4hrigen Dubai Marathon, <strong>Tamirat Tola<\/strong> (ETH), in 59:37 Minuten. Dabei begann dies im Gegensatz zu dem der Frauen sehr verhalten mit km-Splits von 2:54, 2:55 und 2:55. 8:44 Minuten f\u00fcr 3 km ist keine ausgesprochen schnelle Zeit und f\u00fchrt am Ende nur zu 61 1\/2 Minuten. Ein Pulk von 18 M\u00e4nnern lag hier noch zusammen. Danach zog das Tempo an, 5 km wurde nach 14:25 passiert. Aber bei allem Verdacht einer zu kurzen Strecke ist diese Zeit mehr als normal und deutet auch bei der Klasse des Felde auf korrekte Verh\u00e4ltnisse in Prag hinsichtlich der Strecke hin.<\/p>\n<p>Nach 7 km in 22:05 fiel etwas \u00fcberraschend <strong>Galen Rupp<\/strong> (USA) aus der Spitze, die nun mit 12 M\u00e4nnern die 10 km in 28:32 ansteuerte. Schon bei 12 km fiel die Vorentscheidung, als sich Tola von sechs verbliebenen Mitstreitern mit einem sehenswerten Zwischenspurt l\u00f6sen konnte. Seine Tempoversch\u00e4rfung f\u00fchrte im Ziel zu einem Vorsprung von einer glatten Minute. 13:54 Minuten ben\u00f6tigte vorne Tola von 10 km nach 15 km in 42:26 und \u00fcber 56:37 bei 20 km erreichte er das Ziel nach 59:37. Hinter Tola fiel das Sextett auseinander und <strong>Josphat Tanui<\/strong> (KEN) sowie <strong>Geoffrey Yegon<\/strong> (KEN) k\u00e4mpften um die n\u00e4chste Pl\u00e4tze, die sie in dieser Reihung mit 1:00:38 und 1:00:41 belegten. Der hoch gehandelte Galen Rupp, der nach dem Rennen \u00fcber Fu\u00dfprobleme klagte (Was wird nun aus seinem Start beim Boston Marathon?), wurde in 1:01:59 nur Elfter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-9925 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/prag-hm-2017-results-men-640x398.jpg\" alt=\"prag-hm-2017-results-men\" width=\"553\" height=\"344\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/prag-hm-2017-results-men-640x398.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/prag-hm-2017-results-men-768x478.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/prag-hm-2017-results-men.jpg 810w\" sizes=\"(max-width: 553px) 100vw, 553px\" \/><\/p>\n<p>Vor allem mit dem &#8220;Kracher&#8221; bei den Frauen konnte der Prag Halb-Marathon f\u00fcr erhebliches Aufsehen im positiven Sinne sorgen. Dieser Erfolg geht zu einem Teil auch an die Organisatoren von RUNCZECH zur\u00fcck, die in den letzten Jahren ein einmaliges Erfolgsmodell in Tschechien umsetzen und dabei die Synergien des Konzepts von sieben Veranstaltungen mit gemeinsamen Athletenpools, Manpower, Sponsoren, etc. effizient nutzen konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer Sensation konnte heute morgen der Prager Halbmarathon aufwarten, denn Joyciline Jepkosgei (KEN) verbesserte bei ihrem neuen Weltrekord in der Fabelzeit von 1:04:52 auch eine ganze Reihe von Weltrekorden, die &#8220;auf dem Weg lagen&#8221;.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"table_tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9927"}],"collection":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9927"}],"version-history":[{"count":11,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9927\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13548,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9927\/revisions\/13548"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9927"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9927"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9927"},{"taxonomy":"table_tags","embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftable_tags&post=9927"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}