{"id":881,"date":"2015-04-20T16:36:28","date_gmt":"2015-04-20T16:36:28","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=881"},"modified":"2015-04-22T15:02:35","modified_gmt":"2015-04-22T15:02:35","slug":"boston-marathon-desisa-und-rotich-gewinnen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=881","title":{"rendered":"Boston Marathon: Desisa und Rotich gewinnen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/2015bostonmarathon-150x150.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-882 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/2015bostonmarathon-150x150.jpg\" alt=\"2015bostonmarathon-150x150\" width=\"311\" height=\"311\" \/><\/a>Starker Wind im zweiten Teil bestimmte den Ablauf des Boston Marathons am Montag (20.4.2015). Bei den Frauen setzte sich die Kenianerin <strong>Caroline Rotich<\/strong> in einem spannenden Finale nach<strong> 2:24:55<\/strong> durch, bei den M\u00e4nner siegte der Champion von 2013<strong> Lelisa Desisa<\/strong> (ETH) in <strong>2:09:17<\/strong> erneut.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/dubai-2015-desisa-40km.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-951 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/dubai-2015-desisa-40km-361x640.jpg\" alt=\"dubai-2015-desisa-40km\" width=\"361\" height=\"640\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/dubai-2015-desisa-40km-361x640.jpg 361w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/dubai-2015-desisa-40km.jpg 516w\" sizes=\"(max-width: 361px) 100vw, 361px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Gewann nach 2013 auch 2015 den Boston Marathon. Lelisa Desisa (ETH).\u00a0 (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die um 9:32 Uhr Ortszeit gestarteten Frauen von Anfang an ein moderates Tempo vorlegten &#8211; insb. die Amerikanerin Shalane Flanagan hielt sich schon hier gegen\u00fcber dem Vorjahr sichtlich zur\u00fcck -, sah das bei M\u00e4nnern ganz anders aus. Tadese Tola legte gleich nach dem Start einen Spurt hin, auf den zun\u00e4chst nur der sp\u00e4tere Sieger Desisa sowie Yemane Tsegay reagierten. Somit wurde die 1. Meile auf dem absch\u00fcssigen Part von Hopkinton in flotten 4;39 zur\u00fcckgelegt. Dass man in der Tat das Rennen schnell anlief, zeigte sich dann bei 5 km in 14:42, man war auf Kurs von 2:04:03.<\/p>\n<p>Schon hier gab es die erste \u00dcberraschung, denn einer der Favoriten Patrick Makau lag mit 15:25 dort schon weit zur\u00fcck und stieg bald danach aus. Makau hatte wohl wieder Muskelprobleme, die ihn nun schon seit einigen Jahren plagen. Im Dezember 2014 ging es beim Fukuoka Marathon mit seinem Sieg halwegs gut, warum er sich aber in seinem Zustand solche fordernden Strecken wie Boston aussucht, bleibt sein Geheimnis (und das seines Managers Zane Branson). Aber Patrick blieb nicht als einziger prominienter L\u00e4ufer auf der Strecke. Sp\u00e4ter im Rennen stiegen auch der Halbmarathon-Weltrekordler Zersenay Tadese (ERI) genau aus wie der Ex-Marathon-Doppel-Weltmeister Abel Kirui (KEN). Bei Tadese war das damit ein weiteres Scheitern auf der vollen Distanz und ein weiterer Hinweis f\u00fcr den Mann aus Eritrea, dass der Marathon nicht seine Disziplin ist.<\/p>\n<p>Die schnelle Fahrt an der Spitze setzte sich noch bis 10 km in 29:41 fort (2:05:15), aber schon hier wurde der (Gegen-)Wind immer st\u00e4rker. Nach 15 km in 44:57 gab es Attacken von Desisa und Tola, die aber erfolglos blieben. Bei 10 Meilen in 48:09 war die Endzeit schon auf 2:06:15 angestiegen. Den 5 km Abschnitt nach 20 km (1:00:28) lief man in moderaten 15:31, so dass man beim Halbmarathon in 1:04:01 nur noch auf Kurs zu 2:08 Stunden war.<\/p>\n<p>Hier waren noch 9 L\u00e4ufer in der Spitzengruppe und mussten miterleben, wie der kurzfristig etwas zur\u00fcckgefallene Amerikaner Dathan Ritzenhein (&#8220;Ritz&#8221;) durchstartete und sich an die Spitze setzte. Doch auf das Tempo hatte das keine positiven Effekt, man mittlerweile in den Newton Hills und der Wind blies kr\u00e4ftig. So passierten 10 L\u00e4ufer 30 km nach 1:31:59 mit einer Projektion von 2:09:22. Da jetzt noch der Heartbreak Hill wartete, deutete sich schon ein Siegrezeit von \u00fcber 2:10 Stunden an. Entsprechend war auch der Split von 1:47:59 bei 35 km. Hier formierte sich ein F\u00fcrhrungstrio aus Desisa, Tsegay und Wesley Korir, die sich schnell absetzen konnten. Der Vorjahres-\u00dcberraschungssieger Meb Keflezighi (USA) blieb zudem mit Problemen im Oberschenkel kurz stehen.<\/p>\n<p>Noch vor der 40 km Marke (2:02:39) konnte sich Desisa l\u00f6sen, wurde aber zun\u00e4chst noch von Tsegay kurz eingeholt. Der letzte 5 km-Abschnitt war mit 14:40 wieder deutlich schneller und machte eine Zeit unter 2:10 wieder m\u00f6glich. Desisa, der schon in Dubai im Januar auf Platz 2 lief, war in Boston der eindeutig st\u00e4rkste L\u00e4ufer und konnte seine Landsmann Tsegay \u00fcber eine Meile vor dem Ziel absch\u00fctteln und eine Vorsprung von einer halben Minute herauslaufen.<\/p>\n<p>Nach 2:09:17 \u00fcberquerte der \u00c4thiopier die Ziellinie vor Tesgay, der 2:09:48 brauchte. Im Feld dahinter gab es noch Verschiebungen im Ranking, Wilson Chebet wurde Dritter nach 2:10:22 vor seinem Landsmann Bernard Kipyego in 2:10:47. Platz 5 ging an Ex-Boston-Champion Wesley Korir, der 2:10:49 lief.<\/p>\n<p>Die Frauen ging wesentlicher moderater zu Werke als die M\u00e4nner, wie die ersten beiden Meilen in 5:38 und 5:28 zeigen. 5 km in 16:57, 10 km 34:23 und 15 km in 51:48 sind keine Splits zu Topzeiten. Auff\u00e4llig war hier vor allem, dass sich einer der Favoritinnen Shalane Flanegan (USA) nach ihrer Tempojagd im Vorjahr sichtlich zur\u00fcckhielt. Daf\u00fcr war ihre Landsfrau Desiree Linden (geb. Dragila) sehr aktiv und machte bis zu einer Laufzeit von 2:03 Stunden das Tempo. Eine Idee \u00fcber die Zeit der Siegerin bekam man beim Halbmarathon, den elf L\u00e4uferinnen nach 1:09:01 f\u00fcr 20 km in 1:12:36 passierten. Man war somit auf Kurs von 2:25 Stunden, und so sollte es am Ende auch ausgehen.<\/p>\n<p>Nach 25 km in 1:25:23 gab es f\u00fcr die Amerikaner nach 1:40 Stunden gro\u00dfe Aufregung, denn nachdem Flanagan kurz zuvor an einer Wasserstelle den Kontakt f\u00fcr einen Moment verlor, geriet sie nun schnell in R\u00fcckstand und hatte keine Chancen mehr, sich nochmals an die Spitze heranzulaufen, zumal ihre Landsfrau Linden aufs Tempo dr\u00fcckte. Am Ende wurde Flanagan, die beim Berlin Marathon 2014 noch 2:21 lief, in entt\u00e4uschenden 2:27:47 Neunte. Flangan stammt aus einem Ort an der Strecke und hatte sich aufwenig auf den Lauf vorbereitet.<\/p>\n<p>Nach gut einer Stunde zog Mare Dibaba (ETH), die Jahreschnellste mit 2:19:53 in Xiamen zu Jahresbeginn, an und nur Caroline Rotich (KEN) und Buzunesh Deba (ETH) konnten mitgehen. Dabei wurde die entsprechende Meile in sehr schnellen 5:07 gelaufen. Als es dann auf die lange Zielgerade in der Bostoner Innenstadt ging, sah Dibaba schon wie die Siegerin aus, doch Rotich mobilisierte noch einmal die letzten Kr\u00e4fte und gewann in 2:24:55. Dibaba wurde Zweite in 2:24:59 vor Deba in 2:25:09. Desiree Linden wurde in 2:25:39 undankbare Vierte.<\/p>\n<p>Eine ganz besondere Leistung vollbrachte im Rahmen der Veranstaltung der Altstar <strong>Joan Benoit-Samuelson<\/strong>, die mit 57 Jahren tolle<strong> 2:54:03<\/strong> lief. Das w\u00e4re zwar eine neuer W57-WR (aktuell: 2:54:29 Jung-Ok Kim (KOR)), aber der Kurs in Boston ist leider nicht Bestenlisten tauglich (s.u.).<\/p>\n<p>Insgesamt waren 30.000 Aktive am Start, die in drei Wellen in Hopkinton auf die Reise ins ferne Boston geschickt wurden. Trotz des Marathon Majors Status ist die Strecke nicht regelkonform, so dass die Zeiten in Bestenlisten nicht gef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Eigentlich ist das ein unhaltbarer Zustand. Aber die Paarung von Tradition und Sturheit wird diese Zust\u00e4nde auch noch f\u00fcr einige Zeit tradieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/boston-2015-results-men.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-947 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/boston-2015-results-men-640x350.jpg\" alt=\"boston-2015-results-men\" width=\"640\" height=\"350\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/boston-2015-results-men-640x350.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/boston-2015-results-men-1200x656.jpg 1200w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/boston-2015-results-men.jpg 1298w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/boston-2015-results-women.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-948 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/boston-2015-results-women-640x350.jpg\" alt=\"boston-2015-results-women\" width=\"640\" height=\"350\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/boston-2015-results-women-640x350.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/boston-2015-results-women-1200x657.jpg 1200w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/boston-2015-results-women.jpg 1217w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Starker Wind im zweiten Teil bestimmte den Ablauf des Boston Marathons am Montag (20.4.2015). 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