{"id":8666,"date":"2016-12-15T10:34:37","date_gmt":"2016-12-15T10:34:37","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=8666"},"modified":"2016-12-15T14:01:19","modified_gmt":"2016-12-15T14:01:19","slug":"rueckblick-auf-die-internationale-strassenlaufszene-im-jahr-2016-teil-3-und-ende-zweimal-knapp-am-marathon-weltrekord-vorbei","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=8666","title":{"rendered":"R\u00fcckblick auf die internationale Stra\u00dfenlaufszene im Jahr 2016 (Teil 3):  Zweimal knapp am (Marathon-) Weltrekord vorbei"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/chicago-2016-ar-pk-canova-athletes.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7854\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-7854 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/chicago-2016-ar-pk-canova-athletes-640x431.jpg\" alt=\"chicago-2016-ar-pk-canova-athletes\" width=\"514\" height=\"346\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/chicago-2016-ar-pk-canova-athletes-640x431.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/chicago-2016-ar-pk-canova-athletes-768x517.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/chicago-2016-ar-pk-canova-athletes.jpg 1100w\" sizes=\"(max-width: 514px) 100vw, 514px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Coach Renato Canova mit seinen beiden Sch\u00fctzlingen Kiplagat und Kirui nach dem Chicago Marathon 2016. (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Zu einem (leistungssportlichen) Desaster geriet am 9. Oktober auch im zweiten Jahr ohne Tempomacher das Rennen der M\u00e4nner beim Marathon Major Event des Chicago Marathon. <!--more-->W\u00e4hrend mit<strong> Florence Kiplagat<\/strong> (KEN) die Frauen in 2:21:32 flott unterwegs waren, gingen die M\u00e4nner auch dieses Jahr auf eine Jogging-Tour, die nach den Tempojagden fr\u00fcherer Jahre Ex-Doppel-Weltmeister <strong>Abel Kirui<\/strong> in sehr bescheidenen 2:11:23 gewann. Der Sieger Kirui tr\u00e4umt nun von dem Wettstreit mit den Besten der Zunft beim London Marathon im April 2017, da wird er dann aber etwa 8 Minuten schneller laufen m\u00fcssen.<a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/chicago-winner-times-mn.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7837\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-7837 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/chicago-winner-times-mn-640x450.jpg\" alt=\"chicago-winner-times-mn\" width=\"565\" height=\"397\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/chicago-winner-times-mn-640x450.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/chicago-winner-times-mn-768x540.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/chicago-winner-times-mn.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 565px) 100vw, 565px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Zeit des Siegers bei den letzten Ausgaben des Chicago Marathon. Es geht in der Tat bei den M\u00e4nnern ohne Tempomacher &#8220;bergauf&#8221; (zu langsameren Zeiten &#8230;). (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Schnell lief man im Oktober auf niederl\u00e4ndischem Terrain, mit Tempomachern wohlgemerkt. In Eindhoven gewann sogar der \u201eHase\u201c <strong>Festus Talam<\/strong> (KEN) in 2:06:26 und in Amsterdam bedeuteten 2:05:21 durch den Nobody <strong>Daniel Wanjiru<\/strong> sogar neuen Kursrekord. Gleich 4 L\u00e4ufer blieben in Amsterdam unter einer Zeit von 2:06 Stunden und machten mit einem Zehnermittel von 2:06:22 Amsterdam\u00a0 zum schnellsten Marathon des Jahres 2016 hinsichtlich dieses Kriteriums.<\/p>\n<table class=\" aligncenter\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"3\"><b>Zehnermittel der schnellsten Marathonl\u00e4ufe 2016:<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Amsterdam<\/td>\n<td>2:06:22<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2.<\/td>\n<td>Dubai<\/td>\n<td>2:06:27<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Berlin<\/td>\n<td>2:07:36<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>London<\/td>\n<td>2:08:25<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5.<\/td>\n<td>Paris<\/td>\n<td>2:08:55<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>In Toronto vereitelte am 16. Oktober nach Eisesk\u00e4lte im Vorjahr diesmal schw\u00fclwarmes Wetter den Angriff auf den Streckenrekord. <strong>Philemon Rono<\/strong> siegte in 2:08:25, w\u00e4hrend die mittlerweile 85 Jahre (!) alte Lauflegende <strong>Ed Whitlock<\/strong> aus Milton bei Toronto f\u00fcr das Highlight sorgte. In einer Zeit von 3:56:33 blieb der r\u00fcstige Senior unter 4 Stunden und verbesserte den Jahrgangsrekord im Methusalem-Regime um \u00fcber eine volle Stunde.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/toronto-mar-2016-whitlock-finish1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8022\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8022 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/toronto-mar-2016-whitlock-finish1.jpg\" alt=\"toronto-mar-2016-whitlock-finish1\" width=\"511\" height=\"327\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Ed Whitlock blieb als erster Mensch \u00fcber 85 Jahren im Marathon unter einer Zeit von vier Stunden. (c) Screenshot Veranstalter<\/span><\/p>\n<p>Beim 10. Gyeongju International Marathon am 16. Oktober gab es beim Jubli\u00e4um sehr gute Leistungen bei den M\u00e4nnern. Der Sieger des Honolulu Marathon des letzten Jahres<strong> Felix Kiprotich<\/strong> (KEN) war auch in der s\u00fcdkoreanischen Metropole vorne. Der L\u00e4ufer, der seine internationale Karriere unter dem Detmolder Manager Volker Wagner begann und in dem sehenswerten Film \u201eThe Long Distance\u201c auf seinen ersten Schritten au\u00dferhalb Kenias begleitet wurde, siegte in hochklassigen <strong>2:06:58<\/strong>. Mit sehr guten, aber nicht den erhofften Topleistungen ging eine Woche sp\u00e4ter der \u201eTrinidad Alfonso Valencia Half Marathon\u201c mit Siegen von<strong> Stephen Kibet<\/strong> (KEN) in 59:27 sowie HM-Weltmeisterin <strong>Peres Jepchirchir<\/strong> (KEN) in 1:07:09 \u00fcber die B\u00fchne.<\/p>\n<p><span class=\"vm-hook-outer vm-hook-default\"><span class=\"vm-hook\">D<\/span><\/span>ie dreifache Olympische Goldmedaillen-Gewinnerin<strong> Tirunesh Dibaba<\/strong> (ETH) sorgte beim <strong>Great South Run<\/strong> in Portsmouth mit einer Zeit von 51:49 \u00fcber 10 Meilen f\u00fcr das leistungssportliche Highlight. Dabei lief sie nach 4 Meilen im Alleingang eine der besten Zeiten bei dieser Veranstaltung, bei der nach wie vor Sonia O\u00b4Sullivan (IRE) mit 51:00 den Kursrekord h\u00e4lt. Den Lauf des schw\u00e4cher besetzten M\u00e4nnerfeldes gewann der Brite<strong> Chris Thompson<\/strong> in 47:23. <strong>Julius Rotich<\/strong> (KEN) konnte in einer Zeit von 2:10:22 seinen Sieg aus dem Vorjahr beim <strong>31. Venedig Marathon<\/strong> wiederholen. Noch \u00fcberlegener gewann die Konkurrenz der Frauen<strong> Priscah Cherono<\/strong> (KEN), die nach 2:27:41 mit einem Vorsprung von \u00fcber 7 Minuten auf die Zweite im Ziel war.<\/p>\n<p>Die Verpflichtung von drei kenianischen L\u00e4ufern hob die Leistungsbilanz beim 18. Piepenbrock Dresden Marathon, die f\u00fcr einen beachtlichen Streckenrekord in der Elbestadt sorgte. Am Ende siegte <strong>Joseph Kyengo Munywoki<\/strong> (KEN) in einer Zeit von 2:10:21 vor seinem Landsmann <strong>Vincent Kipchumba<\/strong> in 2:10:31. Das <strong>35. Jubil\u00e4um des Frankfurt Marathon<\/strong> am 30. Oktober gewannen <strong>Mark Korir<\/strong> (KEN) in 2:06:48 sowie <strong>Mamita Daska<\/strong> (ETH) in 2:25:57. Bei idealen \u00e4u\u00dferen Bedingungen wurden <strong>Fate Tola<\/strong> in 2:25:45 und <strong>Marcus Sch\u00f6fisch<\/strong> in 2:20:12 deutsche Marathonmeister des Jahres 2017.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/frankfurt-mar-2016-40k-korir.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8174\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8174 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/frankfurt-mar-2016-40k-korir-636x640.jpg\" alt=\"frankfurt-mar-2016-40k-korir\" width=\"398\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/frankfurt-mar-2016-40k-korir-636x640.jpg 636w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/frankfurt-mar-2016-40k-korir-160x160.jpg 160w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/frankfurt-mar-2016-40k-korir-768x773.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/frankfurt-mar-2016-40k-korir.jpg 1100w\" sizes=\"(max-width: 398px) 100vw, 398px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Den Frankfurt Marathon gewann in diesem Jahr Mark Korir (KEN). (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Mit kenianischen Siegen endete gleichfalls am 30. Oktober der <strong>21. Volkswagen Ljubljana Marathon<\/strong> in der slowenischen Haupstadt. <strong>Laban Mutai<\/strong> (KEN) sorgte mit seiner Siegerzeit von 2:09:16 f\u00fcr das sportliche Highlight der Veranstaltung. Bei den Frauen war <strong>Purity Changwony<\/strong> (KEN) die Beste in 2:29:32. Beim <strong>Shanghai International Marathon<\/strong> konnte der S\u00fcdafrikaner <strong>Stephen Mokoka<\/strong> in 2:10:18 den dritten Sieg in der chinesischen Metropole feiern. Sechsmal in Folge war er bei diesem mittlerweile mit dem Gold Lable Road Race der IAAF bedachten Event dabei, 2013, 2014 und nun 2016 war er vorne. Letztes Jahr musste er dem in 2:07:14 Streckenrekord rennenden Kenianer Paul Lonyangata den Vortritt lassen.<\/p>\n<p>Die Siegerin des <strong>2. Saitama International Marathon<\/strong> am 13. November im Norden der japanischen Hauptstadt Tokyo war <strong>Flomena Cheyech Daniel<\/strong> (KEN), die das Rennen am Ende sehr \u00fcberlegen nach 2:23:18 gewann. Nach der ersten Auflage dieser Veranstaltung mit dem Sieg von Atsede Baysa (ETH) in 2:25:44 bedeutete die Zeit der Siegerin einen neuen Streckenrekord. Beim <strong>JoongAng (International) Seoul Marathon, <\/strong>1999 zun\u00e4chst als Halbmarathon in Erinnerung an die Olympischen Spiele 1988 in Seoul ins Leben gerufen, gewann der Kenianer <strong>Joel Kemboi<\/strong> in 2:08:07<i>.\u00a0<\/i><\/p>\n<p><strong>Mary Keitany<\/strong> (KEN) in 2:24:26 und <strong>Ghirmay Ghebreslassie<\/strong> (ERI) in recht flotten 2:07:51 waren die Sieger Anfang November beim<strong> TCS New York City Marathon<\/strong>. Damit konnte Keitany in New York City zum dritten Mal in Folge gewinnen, w\u00e4hrend Marathon-Weltmeister Ghebreslassie nach Platz 4 bei Olympia im August den ersten Sieg im Big Apple f\u00fcr einen L\u00e4ufer aus Eritrea verbuchte. Die Veranstaltung sorgte insofern auch f\u00fcr Furore, als im Ziel 51388 Finisher registriert wurden. Der Paris Marathon als zweitgr\u00f6\u00dftes Events meldete etwa 10000 Aktive (41801) vor Chicago mit 40545 Zieleinl\u00e4ufern.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/nyc-mar-2016-winner-interview.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8280\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8280 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/nyc-mar-2016-winner-interview-640x490.jpg\" alt=\"nyc-mar-2016-winner-interview\" width=\"453\" height=\"347\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/nyc-mar-2016-winner-interview-640x490.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/nyc-mar-2016-winner-interview.jpg 706w\" sizes=\"(max-width: 453px) 100vw, 453px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Ghirmay Ghebreslassie (ERI) gewann den New York City Marathon 2016. (c) Veranstalter<\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr das Highlight des <strong>Valencia Trinidad Marathon Alfonso<\/strong> am 20. November sorgte diesmal die Kenianerin <strong>Valery Aiyabei<\/strong>, die das Rennen der Frauen in 2:24:49 gewann. Diese Zeit verbesserte nicht nur den Kursrekord in Valenica von 2:26:58 aus dem Jahr 2015 durch Beata Naigambo (NAM), die Marke steigerte auch die schnellste jemals von einer Frau auf spanischem Boden gelaufene Zeit von 2:26:03 (2009, Sevilla) sehr deutlich. <span id=\"more-8455\"><\/span>Die hohen Erwartungen an den Lauf bei den M\u00e4nnern erf\u00fcllten sich nur bis ca. 35 km, wo einer Dreiergruppe noch auf Kursrekord lag. Es gewann am Ende <strong>Victor Kipchirchir<\/strong> (KEN) in 2:07:39, der seine Bestzeit von 2:09:13 deutlich zu steigern wusste.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/valencia-mar-2016-winners-plus-gvdv.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8458\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8458 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/valencia-mar-2016-winners-plus-gvdv.jpg\" alt=\"valencia-mar-2016-winners-plus-gvdv\" width=\"462\" height=\"321\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Erstplatzierten beim Valencia Marathon, in der Mitte der Sieger Victor Kipchirchir (KEN), davor der holl\u00e4ndische Manager van de Veen. (c) Veranstalter<\/span><\/p>\n<p>In der \u201eWaschk\u00fcche\u201c \u2013 einer Mischung aus Smog und hoher Luftfeuchte \u2013 in\u00a0 der indischen Hauptstadt beim <strong>Airtel Delhi Half Marathon<\/strong> am gleichen Tag waren <strong>Eliud Kipchoge<\/strong> (KEN) in 59:44 und <strong>Worknesh Degefa<\/strong> (ETH) in 67:42 am schnellsten.\u00a0Das leicht verregnete 70. Jubil\u00e4um der<strong> Fukuoka International Open Marathon<\/strong> <strong>Championchips<\/strong> am 4. Dezember gewann der \u00c4thiopier <strong>Yemane Tsegay<\/strong> in 2:08:48 und verhinderte damit den dritten Sieg von Patrick Makau (KEN) in Folge, f\u00fcr den diesmal nur Platz 2 neun Sekunden hinter dem Sieger blieb. Erstaunlich in Fukuoka war der Auftritt des japanischen Lauf-Unikums <strong>Yuki Kawauchi<\/strong>, der trotz Verletzungen einen tollen Lauf hinlegte und sich als Dritter in 2:09:11 vermutlich einen Startplatz im japanischen Team f\u00fcr die WM 2017 in London erlief.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/fukuoka-mar-2016-winner-tsegay-1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8591\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8591 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/fukuoka-mar-2016-winner-tsegay-1-640x491.jpg\" alt=\"fukuoka-mar-2016-winner-tsegay\" width=\"401\" height=\"308\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/fukuoka-mar-2016-winner-tsegay-1-640x491.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/fukuoka-mar-2016-winner-tsegay-1-768x589.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/fukuoka-mar-2016-winner-tsegay-1.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 401px) 100vw, 401px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Yemane Tsegay (ETH) gewann den 70. Fukuoka Marathon in 2:08:48. (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Bei (relativ!) ausgezeichneten \u00e4u\u00dferen Bedingungen (21\u00b0C, Taupunkt 19\u00b0C, schwacher Wind, teils wolkig) verbesserte beim Honolulu Marathon am 10. Dezember <strong>Lawrence Cherono<\/strong> (KEN) mit 2:09:39 den Streckenrekord von 2:11:12 durch Jimmi Muindi aus dem Jahr 2004 sehr deutlich und lief als erster Elitel\u00e4ufer auf Hawaii eine Zeit von unter 2:10 Stunden. \u00dcberaus beachtlich!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/honolulu-mar-2016-mile-cherono-chebet-course.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8706\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8706 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/honolulu-mar-2016-mile-cherono-chebet-course-640x520.jpg\" alt=\"honolulu-mar-2016-mile-cherono-chebet-course\" width=\"432\" height=\"351\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/honolulu-mar-2016-mile-cherono-chebet-course-640x520.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/honolulu-mar-2016-mile-cherono-chebet-course-768x624.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/honolulu-mar-2016-mile-cherono-chebet-course.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Lawrence Cherono (KEN) gewann den Honolulu Marathon 2016. (c) Honolulu Marathon<\/span><\/p>\n<p>Damit ging (fast) eine \u00fcberaus ereignisreiche Stra\u00dfenlaufsaison 2016 zu Ende. Es besteht aber keine Frage, dass auch das kommende Jahr hochklassigen Sport verspricht. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der Marathon-Weltrekord der M\u00e4nner die Saison 2017 nicht \u00fcberlebt. Die potentiellen Akteure haben sich schon in Stellung gebracht, bereits in Dubai k\u00f6nnte im Januar ein erster Angriff auf die globale Bestmarke erfolgen. Bei den Frauen sieht dies anders aus, dort scheint der Fabel-Weltrekord von Paula Radcliffe aktuell au\u00dfer Reichweite, zumal diese Leistung im Vergleich der Geschlechter einem &#8220;2 Stunden-Marathon&#8221; bei den M\u00e4nnern entspricht.<\/p>\n<p>Letzter soll nun im Rahmen des Projekts<strong> &#8220;Breaking2&#8221;<\/strong> schon im kommenden Jahr Realit\u00e4t werden. Was an der ganzen Sache wirklich dran ist, wird sich schon in K\u00fcrze zeigen (m\u00fcssen), ein brillant platzierter Werbegag eines gro\u00dfen Sportartikel-Herstellers ist die ganze Aktion allemal. Auch wenn sich die &#8220;m\u00e4nnliche Paula&#8221; momentan vielleicht doch noch nicht finden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Und auch auf dem Weg zur\u00fcck zur Normalit\u00e4t und der Aufarbeitung der schier unfassbaren Missst\u00e4nde in der unerlaubten Anwendung leistungssteigender Mittel und deren &#8220;Billigung&#8221; seitens der Verbandsoberen sowie sogar staatlicher Organe kann man sich f\u00fcr das kommende Jahr nur erhebliche Fortschritte w\u00fcnschen. Leider werden aktuell fast nur die &#8220;Athleten&#8221; in diesem kaum noch verst\u00e4ndlichen Mix von Betrug und Spiel mit deren Gesundheit belangt. Vor allem auch f\u00fcr &#8220;F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten&#8221; ist es an der Zeit, Konsequenzen f\u00fcr ihr skandal\u00f6ses Handeln umzusetzen.<\/p>\n<p><strong>Wie dem auch sei, freuen wir uns auf ein ereignisreiches Jahr 2017.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die TOP10 im Marathon der M\u00e4nner 2016 (Quelle: IAAF)<\/strong><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"36\"><strong>1.<\/strong><\/td>\n<td width=\"142\">Kenenisa Bekele<\/td>\n<td width=\"57\"><strong>ETH<\/strong><\/td>\n<td width=\"76\">2:03:03<\/td>\n<td width=\"180\"><strong>Berlin, 25. September<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">2.<\/td>\n<td width=\"142\">Eliud Kipchoge<\/td>\n<td width=\"57\">KEN<\/td>\n<td width=\"76\">2:03:05<\/td>\n<td width=\"180\">London, 24. April<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">3.<\/td>\n<td width=\"142\">Wilson Kipsang<\/td>\n<td width=\"57\">ETH<\/td>\n<td width=\"76\">2:03:13<\/td>\n<td width=\"180\">Berlin, 25. September<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">4.<\/td>\n<td width=\"142\">Stanley Biwott<\/td>\n<td width=\"57\">KEN<\/td>\n<td width=\"76\">2:03:51<\/td>\n<td width=\"180\">London, 24. April<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">5.<\/td>\n<td width=\"142\">Tesfaye Abera<\/td>\n<td width=\"57\">ETH<\/td>\n<td width=\"76\">2:04:24<\/td>\n<td width=\"180\">Dubai, 22. Januar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">6.<\/td>\n<td width=\"142\">Lemi Berhanu<\/td>\n<td width=\"57\">ETH<\/td>\n<td width=\"76\">2:04:33<\/td>\n<td width=\"180\">Dubai, 22. Januar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">7.<\/td>\n<td width=\"142\">Tsegaye Mekonnen<\/td>\n<td width=\"57\">ETH<\/td>\n<td width=\"76\">2:04:46<\/td>\n<td width=\"180\">Dubai, 22. Januar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">8.<\/td>\n<td width=\"142\">Wilson Erupe<\/td>\n<td width=\"57\">KEN<\/td>\n<td width=\"76\">2:05:13<\/td>\n<td width=\"180\">Seoul, 20. M\u00e4rz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">9.<\/td>\n<td width=\"142\">Sisay Lemma<\/td>\n<td width=\"57\">KEN<\/td>\n<td width=\"76\">2:05:16<\/td>\n<td width=\"180\">Dubai, 22. Januar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">10.<\/td>\n<td width=\"142\">Daniel Wanjiru<\/td>\n<td width=\"57\">KEN<\/td>\n<td width=\"76\">2:05:21<\/td>\n<td width=\"180\">Amsterdam, 16. Oktober<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die TOP10 im Marathon der Frauen 2016 (Quelle: IAAF)<\/strong><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"36\"><strong>1.<\/strong><\/td>\n<td width=\"150\"><strong>Tirfi Tsegaye<\/strong><\/td>\n<td width=\"48\"><strong>ETH<\/strong><\/td>\n<td width=\"76\"><strong>2:19:41<\/strong><\/td>\n<td width=\"170\"><strong>Dubai<\/strong><strong>, 22. Januar<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">2.<\/td>\n<td width=\"150\">Aberu Kebede<\/td>\n<td width=\"48\">ETH<\/td>\n<td width=\"76\">2:20:45<\/td>\n<td width=\"170\">Berlin, 25. September<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">3.<\/td>\n<td width=\"150\">Amane Beriso<\/td>\n<td width=\"48\">ETH<\/td>\n<td width=\"76\">2:20:48<\/td>\n<td width=\"170\">Dubai, 22. Januar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">4.<\/td>\n<td width=\"150\">Helah Kiprop<\/td>\n<td width=\"48\">KEN<\/td>\n<td width=\"76\">2:21:27<\/td>\n<td width=\"170\">Tokyo, 28. Februar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">5.<\/td>\n<td width=\"150\">Florence Kiplagat<\/td>\n<td width=\"48\">KEN<\/td>\n<td width=\"76\">2:21:32<\/td>\n<td width=\"170\">Chicago, 9. Oktober<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">6.<\/td>\n<td width=\"150\">Amane Gobena<\/td>\n<td width=\"48\">ETH<\/td>\n<td width=\"76\">2:21:51<\/td>\n<td width=\"170\">Tokyo, 28. Februar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">7.<\/td>\n<td width=\"150\">Meselech Melkamu<\/td>\n<td width=\"48\">ETH<\/td>\n<td width=\"76\">2:21:54<\/td>\n<td width=\"170\">Hamburg, 17. April<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">8.<\/td>\n<td width=\"150\">Kayoko Fukushi<\/td>\n<td width=\"48\">JPN<\/td>\n<td width=\"76\">2:22:17<\/td>\n<td width=\"170\">Osaka, 31. Januar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">9.<\/td>\n<td width=\"150\">Meselech Melkamu<\/td>\n<td width=\"48\">ETH<\/td>\n<td width=\"76\">2:22:29<\/td>\n<td width=\"170\">Dubai, 22. Januar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"36\">10.<\/td>\n<td width=\"150\">Edna Kiplagat<\/td>\n<td width=\"48\">KEN<\/td>\n<td width=\"76\">2:22:36<\/td>\n<td width=\"170\">Tokyo, 28. Februar<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong> Dieser R\u00fcckblick (Teil 1 bis 3) ist in Ausz\u00fcgen im aktuellen Heft von <strong>&#8220;RUNNING &#8211; Das Laufmagazin&#8221;<\/strong>, Heft 1\/2017 (Nr. 177) ab Seite 76 ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Coach Renato Canova mit seinen beiden Sch\u00fctzlingen Kiplagat und Kirui nach dem Chicago Marathon 2016. (c) H. Winter Zu einem (leistungssportlichen) Desaster geriet am 9. Oktober auch im zweiten Jahr ohne Tempomacher das Rennen der M\u00e4nner beim Marathon Major Event des Chicago Marathon.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"table_tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8666"}],"collection":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8666"}],"version-history":[{"count":18,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8666\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8744,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8666\/revisions\/8744"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8666"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8666"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8666"},{"taxonomy":"table_tags","embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftable_tags&post=8666"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}