{"id":823,"date":"2015-04-13T06:25:00","date_gmt":"2015-04-13T06:25:00","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=823"},"modified":"2015-04-14T16:56:48","modified_gmt":"2015-04-14T16:56:48","slug":"wien-marathon-2015-wenig-goldener-glanz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=823","title":{"rendered":"Wien Marathon 2015: Kaum goldener Glanz"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/logo_vcm_ohne_87pxbreit1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-843 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/logo_vcm_ohne_87pxbreit1.png\" alt=\"logo_vcm_ohne_87pxbreit\" width=\"276\" height=\"213\" \/><\/a>Zu recht sehr stolz ist man beim Vienna City Marathon (VCM) \u00fcber die Auszeichnung eines <strong>&#8220;Golden Race Labels&#8221;<\/strong> durch die IAAF, das man sich in den Vorjahren durch au\u00dfergew\u00f6hnliche sportliche Leistungen, Teilnehmerzahlen, gute Organisation und \u00d6ffentlichkeitsarbeit sicher verdient hatte. Dass es nicht einfach ist, diesen Status immer wieder zu best\u00e4tigen, und die IAAF zum Teil fast inflation\u00e4r mit ihren Labels um sich wirft, sind dabei die zu akzeptierenden Begleiterscheinungen.<\/p>\n<p>Nachdem im Vorfeld das Elitefeld der M\u00e4nnern durch Absagen geschw\u00e4cht war, legte man trotzdem bei windigen und etwas zu warmen Bedingungen\u00a0 mutig los und lag bei 5 km 14:52 bestens in der Zeit. Danach wurde da Tempo aber deutlich moderater, 8 L\u00e4ufer passierten 10 km nach 30:16. Nur noch 1 Tempomacher (die beiden anderen &#8220;Hasen&#8221; hatten schon nach 10 km den Dienst quittiert) und 2 L\u00e4ufer bildeten bei 15 km die Spitze in 45:13. \u00dcberraschend war hier der Streckenrekordler und Vorjahressieger Feleke (2:05:41) schon nicht mehr dabei, mit Muskelproblemen stieg kurz nach 15 km aus dem Rennen.<\/p>\n<p>An der Spitze bei M\u00e4nnern sowie Frauen agierten jetzt nur noch Duos. Bei den M\u00e4nnern wurde das Tempo deutlich erh\u00f6ht, so dass der Halbmarathon von Sisay Lemma (ETH) und Suleiman Simotwo (KEN) in 1:03:07 passiert wurde. Lemma war erst in Dubai im Januar 2:07:02 gelaufen, Simotwo war Deb\u00fctant. Bei den Frauen lautete etwas \u00fcberraschend die Paarung Maja Neuenschwander (SUI) und Fate Tola (ETH), die den Halbmarathon 10 1\/2 Minuten sp\u00e4ter passierten.<\/p>\n<p>Bei 25 km lagt man noch 30 Sekunden hinter der Durchgangszeit zum Kursrekord und Lemma beschleunigte derart rasant, dass er schnell allein war. Der Abschnitt von 25 km nach 30 km war mit herausragenden 14:25 das schnellste Segment des gesamten Laufs. Lemma lag da einsam in F\u00fchrung und mit einem Split von 1:29:10 auf Kurs von 2:05:25, also deutlich unter Streckenrekord. W\u00e4hrend hinter dem Spitzenmann die Verfolger dramatisch einbrachen &#8211; sein Mitstreiter hatte so \u00fcberzogen, dass nur noch 5 km Abschnitte von 16:50 und 18:32 m\u00f6glich waren &#8211; hielt Lemma den Abfall mit 15:39 und 15:31 in Genzen, verlor aber schnell eine Zeit unter 2:06 Stunden aus den Augen. Vor allem die Zeit von 7:07 von der 40 km Marke ins Ziel zeigte das er &#8220;platt&#8221; war.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wien-mar-2015-lemma.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-845 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wien-mar-2015-lemma.jpg\" alt=\"wien-mar-2015-lemma\" width=\"322\" height=\"382\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Sisay Lemma gewann in Wien mit 2:07:31.\u00a0 (c) Veranstalter<\/span><\/p>\n<p>Mit einer Zeit von<strong> 2:07:31<\/strong> rettete er noch so halbwegs die Erfolgsbilanz, die ansonsten verheerend war. Hinter Lemma arbeiteten sich noch Duncan Koech (KEN) und Senja Sirai (ETH) nach vorne, ihre Zeiten waren aber f\u00fcr eine Veranstaltung mit diesem Leistungsanspruch indiskutabel: 2:12:14 und 2:12:48. Platz 4 ging an Hosea Kipkemboi (KEN) in 2:13:37 und Platz 5 an den wackren Deb\u00fctanten Simotwo, der v\u00f6llig ausgebrannt 2:14:42 lief. Letzterer lief die zweite H\u00e4lfte \u00fcber 8 Minuten langsamer als den ersten Part.<\/p>\n<p>Auch bei den Frauen, wo alle Aktiven \u00fcber 2:30 einliefen &#8211; war die Bilanz bescheiden. Von einem &#8220;Golden Race Label&#8221; muss man ganz andere Dimensionen einfordern. Daf\u00fcr war das Rennen allerdings am Ende sehr spannend. Vor 30 km brach Tola an der Spitze pl\u00f6tzlich ein und <strong>Neuenschwander<\/strong> zog davon. Am Ende kamen ihr die anderen Afrikanerinnen im Feld noch sehr nahe, die Schweizerin konnte sich aber in <strong>2:30:09<\/strong> ins Ziel retten. Knapp dahinter folgten Agnes Mutune (2:30:19) und Esther Chemtai (2:30:32). Platz 4 ging an Caroline Chepkwony in 2:30:36) und dann folgte nach kluger Renneinteilung Vorjahressiegerin Anna Hahner nach 2:30:50. Mehr war f\u00fcr sie an diesem Tag nicht drin.<\/p>\n<p>Im Nachgang lobte der Leiter des VCM, <strong>Wolfgang Konrad<\/strong>, die Veranstaltung in h\u00f6chsten T\u00f6nen. In vielen Dingen kann man ihm sicher beipflichten, beim Leistungsniveau ist das schon anders. Auch angesichts der nicht g\u00fcnstigen Bedingungen sind die Resultate der Elite &#8211; M\u00e4nner wie Frauen &#8211; ganz sch\u00f6n d\u00fcnn und nicht &#8220;golden&#8221;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>M\u00e4nner (Top-10)<\/strong><\/em><\/p>\n<p>1. Sisay Lemma (ETH) 2:07:31 Stunden<br \/>\n2. Duncan Koech (KEN) 2:12:14<br \/>\n3. Siraj Gena (ETH) 2:12:48<br \/>\n4. Hosea Kipkemboi (KEN) 2:13:47<br \/>\n5. Zuleimen Simotwo (KEN) 2:14:42<br \/>\n6. Lkhainouch El Hassane (FRA) 2:14:43<br \/>\n7. Beraki Beyene (ERI) 2:16:43<br \/>\n8. Roman Prodius (MDA) 2:20:07<br \/>\n9. Temesgen Gurmessa (ETH) 2:21:55<br \/>\n10. Mikhail Krassilov (KAZ) 2:22:58<br \/>\n12. Simon Lechleitner (AUT \/ LG Decker Itter) 2:25:53<br \/>\n21. Philipp Aigner (SU Trattenbach) 2:33:56<\/p>\n<p><em><strong>Frauen (Top-10)<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>1. Maja Neuenschwander (SUI) 2:30:09<br \/>\n2. Agnes Mutune (KEN) 2:30:19<br \/>\n3. Esther Chemtai (KEN) 2:30:32<br \/>\n4. Caroline Chepkwony (KEN) 2:30:36<br \/>\n5. Anna Hahner (GER) 2:30:50<br \/>\n6. Rene Kalmer (RSA)2:33:21<br \/>\n7. Fate Tola (ETH) 2:34:43<br \/>\n8. Katarina Beresova (SVK) 2:36:20<br \/>\n9. Christine Kalmer (RSA) 2:39:16<br \/>\n10. Noriko Higuchi (JPN) 2:42:05<br \/>\n17. Natalia Steiger (Leichtathletik Mittelburgenland) 3:08:37<br \/>\n18. Antonia Luchini (Wien) 3:08:45<br \/>\n20. Barbara Scheibelauer (Wien) 3:08:56<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu recht sehr stolz ist man beim Vienna City Marathon (VCM) \u00fcber die Auszeichnung eines &#8220;Golden Race Labels&#8221; durch die IAAF, das man sich in den Vorjahren durch au\u00dfergew\u00f6hnliche sportliche Leistungen, Teilnehmerzahlen, gute Organisation und \u00d6ffentlichkeitsarbeit sicher verdient hatte. 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