{"id":3074,"date":"2015-10-29T13:32:40","date_gmt":"2015-10-29T13:32:40","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=3074"},"modified":"2015-10-30T21:03:12","modified_gmt":"2015-10-30T21:03:12","slug":"34-frankfurt-marathon-am-25-oktober-2015-startnummer-7-und-10115-tage","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=3074","title":{"rendered":"34. Frankfurt Marathon am 25. Oktober 2015:  \u201eStartnummer 7\u201c und \u201e10115 Tage\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/frankfurt-marathon-2015-logo.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-1994 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/frankfurt-marathon-2015-logo.jpg\" alt=\"frankfurt-marathon-2015-logo\" width=\"383\" height=\"288\" \/><\/a><br \/>\nDie Startnummer \u201e7\u201c hat beim sportlichen Leiter des Frankfurt Marathon, Christoph Kopp aus Berlin, eine magische Bedeutung, vergibt er diese Zahl stets an Athleten mit viel versprechenden Leistungen. So trug zum Beispiel Dennis Kimetto diese Startnummer bei seinem Weltrekord-Lauf \u00fcber 25 km bei den BIG25 in Berlin im Mai 2012. Am letzten Sonntag hatte er die \u201e7\u201c f\u00fcr den besten deutschen L\u00e4ufer Arne Gabius reserviert und auch die weibliche Variante \u201eF7\u201c trug mit Lisa Hahner eine deutsche L\u00e4uferin. Der Ausgang des Spiels ist bekannt: Beide Athleten gl\u00e4nzten mit \u00fcberragenden Leistungen.<\/p>\n<p>Der Frankfurt Marathon hatte in diesem Jahr \u2013 erstmals ohne Titelsponsor \u2013 weitgehend auf Arne Gabius gesetzt, der im letzten Jahr an gleicher Stelle mit einem glanzvollen Deb\u00fct nach 2:09:32 ins Ziel kam und nach Jahren der Tristesse wieder Hoffnungen f\u00fcr die deutsche Marathonszene bei den M\u00e4nnern s\u00e4te. Dabei konnte seine zweite H\u00e4lfte im letzten Jahr als Fingerzeig f\u00fcr Gr\u00f6\u00dferes gedeutet werden, denn diesen Part legte er in exakt dem Tempo des deutschen Rekords zur\u00fcck, den der Dresdner J\u00f6rg Peter am 14. Februar 1988 in Tokyo mit 2:08:47 aufstellte. Also einer jener Uralt-Rekorde, der am Tag des diesj\u00e4hrigen Frankfurt Marathons 10115 Tage bestand.<\/p>\n<p>Nach Beendigung einer sehr erfolgreichen Bahnkarriere bei der WM in Beijing hatte sich Gabius wesentlich umfangreicher auf den Lauf am Main vorbereitet, wobei er vom Trainerguru Renato Canova tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt wurde. In Anbetracht des hohen Potentials des Stuttgarters auf den Unterdistanzen erschien seine Jagd auf die deutsche Bestmarke durchaus realistisch zu sein. Was allerdings dann kurz vor der Veranstaltung der \u00d6ffentlichkeit verk\u00fcndet wurde, war dann schon \u00fcberraschend. Gabius wollte sich n\u00e4mlich weniger an der Rekordmarke orientieren, sondern k\u00fcndigte gleich eine Jagd in den Bereich einer Zeit zwischen 2:07 und 2:08 Stunden an. Und dies in einem Umfeld, wo ein etablierter Qualifikationsstandard von 2:13 Stunden seit vielen Jahren nicht mehr unterboten wurde. Konnte dies gut gehen?<\/p>\n<p>Durch dieses Vorhaben im erst zweiten Marathon ergab sich eine interessante renntaktische Konstellation, die Gabius in der ersten Gruppe mitlaufen sah, also zusammen mit den ansonsten \u00fcberm\u00e4chtigen Ostafrikanern. Man einigte sich auf eine anzustrebende Durchgangszeit f\u00fcr die H\u00e4lfte von 63:30 Minuten, mit der sowohl noch schnelle Endzeiten als auch f\u00fcr Gabius ein Angriff auf den deutschen Rekord in Reichweite lagen. Obwohl auch Kritik f\u00fcr diese Ma\u00dfnahme aufkam, bew\u00e4hrte sich das Konzept im Nachhinein in bester Weise. Nach dem Desaster ohne Tempomacher beim Chicago Marathon vor zwei Wochen war der Lauf in Frankfurt eine Werbung f\u00fcr den Einsatz von \u201eHasen\u201c, die gro\u00dfartige Arbeit ablieferten. Die Rennen war nicht nur schnell sondern auch ungemein spannend.<\/p>\n<p>Als haltlos erwies sich die Kritik im Vorfeld, die viel schnelleren Afrikaner mit einer Zeit von 63:30 bis zum Halbmarathon auszubremsen. Jeder mit etwas Erfahrung in dem Gesch\u00e4ft muss immer \u00f6fter erkennen, dass schnelle Zeiten f\u00fcr die erste H\u00e4lfte mit erheblichen Leistungseinbr\u00fcchen am Ende erkauft werden und dramatische Konsequenzen auf die Zeiten der platzierten L\u00e4ufer haben. Zum Beispiel ging man in Rotterdam in diesem Jahr das Rennen in 1:02:04 an, am Ende war der Sieger deutlich langsamer als in Frankfurt. Auch in Frankfurt war man im letzten Jahr beim Halbmarathon fast eine Minute schneller, aber am Ende gleichfalls deutlich sp\u00e4ter im Ziel als am Sonntag.<\/p>\n<p>Die erste Phase des Rennens verlief trotz des verwinkelten Kurses durch die Innenstadt ausgesprochen gleichm\u00e4\u00dfig mit km-Abschnitten knapp \u00fcber 3 Minuten. Dabei hatte es zu Beginn durch den verz\u00f6gerten Startschuss des Frankfurter Sportdezernenten fast einen Fehlstart gegeben. Eigentlich unverst\u00e4ndlich, dass man nicht aus Anlass einer deutschen Meisterschaft einen professionellen Starter eingesetzt hatte. Eine Gruppe von 23 L\u00e4ufern zusammen mit dem wegen seiner K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe alle anderen Mitstreiter \u00fcberragenden Gabius passierten 5 km nach 15:06 und 10 km nach 30:09, man lag exakt auf den Vorgaben. Erst auf dem Weg zur 15 km Marke au\u00dferhalb der Innenstadt und auf der anderen Mainseite wurde vor allem einer der Favoriten Sisay Kasaye (ETH) unruhig und das Tempo zog mit zwei km-Abschnitten von 2:55 und 2:54 deutlich an. Mit 14:48 bei 15 km, d.h. einem km-Abschnitt von 14:48 lag man pl\u00f6tzlich auf Kurs von 2:06:27, deutlich schneller als die Marschtabelle f\u00fcr Arne Gabius.<\/p>\n<p>Danach normalisierte sich die Fahrt wieder und mit 5 km Abschnitten von 15:06 bzw. 15:09 erreichte man 25 km in 1:15:12 mit Kurs auf 2:06:55. Zwischendrin passierte man die halbe Distanz nach 1:03:21, das war fast eine Fahrt Richtung Europarekord (2:06:36). Zu diesem Zeitpunkt lag Gabius schon einige Zeit am Ende der auf 18 L\u00e4ufer geschrumpften F\u00fchrungsgruppe. \u00dcberraschend war hier einer der Mitfavoriten mit der schnellsten Vorleistung (2:05:16) Bazu Worku (ETH) schon 1 \u00bd Minuten zur\u00fcck und stieg kurz danach aus.<\/p>\n<p>Nach 26 km war es wieder Kasaye der f\u00fcr eine rennentscheidende Tempoversch\u00e4rfung sorgte. Mit km-Splits von 2:55 und sehr schnellen 2:44 sowie 2:49 setzte er sich mit einem Tempomacher ab, lief den 5 km-Abschnitt nach 30 km in ph\u00e4nomenalen 14:23 und lag dort mit einer Zwischenzeit von 1:29:35 auf Kurs von 2:06:00. Gabius schaffte diesen Part in 15:20 und war mit 1:30:35 auf Kurs von 2:07:24, also einem recht gro\u00dfen Puffer zum deutschen Rekord.<br \/>\nW\u00e4hrend Gabius nun die km-Abschnitte um 3:07 zur\u00fccklegte, lief der f\u00fchrende \u00c4thiopier noch einen schnellen km in 2:49, um dann allerdings auf ein 3 Minuten-Tempo zur\u00fcckzufallen. Gabius wird dieser Abschnitt nicht in bester Erinnerung bleiben, denn er bekam Seitenstiche und lief Schmerz verzerrt an 17. Stelle im Feld. Dazu gesellten sich auch noch Probleme mit der Muskulatur des linken Oberschenkels, die von einem Muskelfaserriss vor zwei Jahren geschw\u00e4cht war. An der Spitze war bei 32 km der letzte Tempomacher nach toller Arbeit ausgestiegen und Kasaye lief nun allein an der Spitze. 14:50 brauchte er f\u00fcr 5 km nach 35 km und lief nun aber die km-Abschnitte \u00fcber 3 Minuten. Der aberwitzige Zwischenspurt forderte nun seinen Tribut. Gabius passierte unweit des Zielbereichs die 35 km nach 1:46:06 und auf Kurs zu einer Zeit im Ziel von ganz knapp unter 2:08 Stunden.<\/p>\n<p>Die Schlussphase f\u00fchrte nun noch einmal durch die Innenstadt und wurde \u00e4u\u00dferst spannend. An der Spitze war die Sache noch nicht entschieden, den der f\u00fchrende Kasaye schw\u00e4chelte und schaffte den km nach 38 km in nur 3:06, so dass die beiden Kenianer Lani Rutto und Alfers Lagat zu ihm aufschlossen. Der Kampf um den Sieg war pl\u00f6tzlich wieder offen. Man lag jetzt nur noch auf Kurs von \u00fcber 2:06 Stunden. 40 km wurden nach 1:59:43 passiert und das Taktieren begann. Dadurch wurde wertvolle Zeit verloren, wie der Split von 3:15 nach 41 km zeigte. Gut einem km vor dem Ziel zog dann Kasaye nochmals an und mit 2:55 f\u00fcr den folgenden km, setzte er sich deutlich von seinen beiden Mitstreitern ab und erreichte nach 2:06:26 das Ziel in der Frankfurter Festhalle, in der wieder eine grandiose Stimmung herrschte. Platz 2 ging an Lani Rutto in 2:06:34 und Dritter wurde Alfers Lagat nach 2:06:48. Alle drei L\u00e4ufer verbesserten ihre pers\u00f6nlichen Bestzeiten zum Teil sehr deutlich, was im nach hinein die Renntaktik einer \u201emoderaten\u201c ersten H\u00e4lfte unterst\u00fctzte. Mit 1:03:22 und 1:03:04 lief der Sieger einen ausgepr\u00e4gten \u201enegativen Split\u201c. Dabei h\u00e4tte ein wenig moderaterer Zwischenspurt von Kasaye nach 27 km zu einer noch besseren Zeit im Ziel f\u00fchren k\u00f6nnen. Aber drei L\u00e4ufer mit Zeiten von unter 2:07 Stunden ist ein sehr beachtliches Ergebnis.<a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/ffm-2015-projections-korr.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-3080\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/ffm-2015-projections-korr-640x450.jpg\" alt=\"ffm-2015-projections-korr\" width=\"703\" height=\"494\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/ffm-2015-projections-korr-640x450.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/ffm-2015-projections-korr-1200x844.jpg 1200w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/ffm-2015-projections-korr.jpg 1710w\" sizes=\"(max-width: 703px) 100vw, 703px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Projizierte Zeiten im Ziel als Funktion der Steckenl\u00e4nge.\u00a0 (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Die letzten km wurden f\u00fcr Arne Gabius zu einer harten Pr\u00fcfung. Dabei war es faszinierend zu sehen, dass seine ostafrikanischen Mitstreiter fast noch mehr litten als der Stuttgarter selbst. Bei 35 km lag er schon auf Platz 9 und sammelte trotz weiter nachlassendem Tempo weitere Kontrahenten ein. Schon fast symbolische Bedeutung hatte nach 1:58 Stunden der Moment als er an dem Weltklasseathleten auf der Bahn, Micah Kogo (KEN), vor der 39 km Marke vorbeizog und sich Richtung Platz 4 im Gesamtklassement vorschob. Diese Entwicklung war aber weniger auf eine Tempoversch\u00e4rfung begr\u00fcndet, seine Mitl\u00e4ufer waren sprichw\u00f6rtlich \u201eplatt\u201c. Denn auch Arne hatte nun gro\u00dfe Probleme, nicht noch weiter nachzulassen. Km-Anschnitte nach 36 km von 3:08, 3:13, 3:07, 3:12 und 3:09 f\u00fchrten \u00fcber 2:01:52 bei 40 km zu 2:05:01 bei 41 km mit Kurs auf 2:08:40.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankf-marathon-2015-gabius-42km.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-3024 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankf-marathon-2015-gabius-42km-517x640.jpg\" alt=\"frankf-marathon-2015-gabius-42km\" width=\"460\" height=\"569\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankf-marathon-2015-gabius-42km-517x640.jpg 517w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankf-marathon-2015-gabius-42km-970x1200.jpg 970w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankf-marathon-2015-gabius-42km.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Arne Gabius auf dem Weg zu einem neuen deutschen Rekord.\u00a0 (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Damit wurde es in Bezug auf den deutschen Rekord noch einmal richtig eng. Zum Rekord musste er die letzten 1195 m in einem km Schnitt von unter 3:09 absolvieren. Motiviert durch die Aussicht auf Platz 4 mobilisierte Gabius die letzten Kr\u00e4fte und profitierte sicher von seiner hohen Geschwindigkeit auf den Unterdistanzen. In ph\u00e4nomenalen 2:55 lief er den km nach 42 km und \u00fcberquerte die Ziellinie nach 2:08:33 \u2013 neuer deutscher Rekord! Welche Energieleistung er im Schlusspart vollf\u00fchrte, zeigt auch eindrucksvoll seine Zeit von 6:41 von der 40 km Marke bis ins Ziel, hier war Gabius der Schnellste im Feld, der Sieger lief mit 6:43 langsamer.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-arne-finale.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-3083 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-arne-finale-640x311.jpg\" alt=\"frankfurt-marathon-2015-arne-finale\" width=\"604\" height=\"294\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-arne-finale-640x311.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-arne-finale-1200x582.jpg 1200w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-arne-finale.jpg 1300w\" sizes=\"(max-width: 604px) 100vw, 604px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Arne Gabius hat viele Kenianer \u00fcberholt und sich auf Platz 4 vorgearbeitet. Gleich geht es zum Zieleinlauf in die Festhalle.\u00a0 (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Damit fiel ein Uralt-Rekord des Stra\u00dfenlaufs, gut 27 \u00bd Jahre oder genauer 10115 Tage haben die 2:08:47 von J\u00f6rg Peter aus Dresden gehalten, dessen gro\u00dfartige Leistung am 14. Februar 1988 in Tokyo durch das Vorhaben von Gabius wieder in den Fokus der (Lauf-)\u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckkehrte. Dass sich die Zeiten seit damals auch im Marathonlauf grundlegend ver\u00e4ndert haben, zeigt schon die Tatsache, dass nur 30 L\u00e4ufer vor Peters Rekord jemals schneller waren. Bei der Flut an Topleistungen in den letzten 25 Jahren wird Gabius mit dem neuen Rekord nicht unter den ersten 1000 (!) jemals gelaufenen Zeiten zu finden sein. Auch die Weltbesten agierten damals auf anderem Niveau. Erst zwei Monate nach Peters Rekordlauf lief Densimo (ETH) mit 2:06:50 als erster Mensch unter 2:07 Stunden, die Weltbestleistung lag damals bei 2:07:12 (Lopez, 1985), heute sind Kimettos 2:02:57 das Ma\u00df der Dinge, also gut vier Minuten schneller. Aber solche Entwicklungen sind nicht nur f\u00fcr den Marathon bekannt, wobei im Marathonlauf vor allem die Ostafrikaner den Sport auf ein neues Leistungsniveau gehoben haben.<\/p>\n<p>Dass deutsche L\u00e4ufer diesem Trend nicht folgen konnten, zeigt ein Blick in die Jahresbestenlisten der letzten Jahre. Die Zeiten des besten deutschen L\u00e4ufers (und auch die weiteren Platzierungen) in diesem Jahrzehnt lagen weit hinter der internationalen Konkurrenz. Seit Michael Fietz mit 2:11:28 im Jahr 2000 in Rotterdam unterbot kein L\u00e4ufer mehr die 2:13 Stunden. Dies hat Arne Gabius mit seinen beiden ersten Marathonl\u00e4ufen in Frankfurt grundlegend ge\u00e4ndert. Der macht nun erst mal Pause von der Lauferei und plant auf Hawaii zu heiraten. Im Fr\u00fchjahr soll dann vor Rio noch ein Marathon in Angriff genommen werden, bei dem ihm eine weitere Steigerung durchaus zuzutrauen ist. W\u00e4hrend der Sieger Kasaye in Dubai Ende Januar 2016 wieder laufen wird, gibt es diesbez\u00fcglich zu Gabius noch keine n\u00e4heren Informationen.<\/p>\n<p>Die Jahresbesten deutschen Marathonl\u00e4ufer (Quelle: Bestenlisten DLV):<\/p>\n<p>2000 2:11:28 Fietz Rotterdam<br \/>\n2001 2:14:27 Freigang Lissabon<br \/>\n2002 2:13:47 Eich Leipzig<br \/>\n2003 2:14:58 Sch\u00fctz Essen<br \/>\n2004 2:14:02 Freigang Hannover<br \/>\n2005 2:18:43 Steidl Toronto<br \/>\n2006 2:16:02 Steidl Austin<br \/>\n2007 2:15:22 Beckmann Hamburg<br \/>\n2008 2:13:30 Cierpinski Berlin<br \/>\n2009 2:13:08 Pollm\u00e4cher D\u00fcsseldorf<br \/>\n2010 2:17:18 Cierpinski D\u00fcsseldorf<br \/>\n2011 2:15:40 Fitschen Frankfurt<br \/>\n2012 2:13:10 Fitschen Berlin<br \/>\n2013 2:13:05 Pollm\u00e4cher Berlin<br \/>\n2014 2:09:32 Gabius Frankfurt<br \/>\n2015 2:08:33 Gabius Frankfurt<\/p>\n<p>Im gleichen Lauf wurde Gabius (unangefochten) deutscher Meister in einer f\u00fcr Meisterschaften w\u00fcrdigen Zeit, die \u00fcber 10 Minuten (entspricht \u00fcber 3 km Stecke) unter den Siegerzeiten der letzten 10 Jahre lag. Auch der Meisterschaftsrekord aus dem Jahr 1985 von Herbert Steffny mit 2:12:12 ist nun Geschichte. Im ewigen europ\u00e4ischen Ranking schaffte es Gabius in die Top30 und in der aktuellen europ\u00e4ischen Bestenliste fungiert er auf Platz 1 vor dem Ukrainer Sitkovskyy in 2:09:11. Weltweit wird er von der IAAF auf Platz 81 gef\u00fchrt, J\u00f6rg Peter lag 1988 europaweit auf Platz 2 und global auf Position 9. Die Norm des DLV f\u00fcr Olympia in Rio 2016 war f\u00fcr den neuen deutschen Rekordler nur noch Formsache.<\/p>\n<p>Dass diese Norm(en) des DLV f\u00fcr die Teilnahme am Marathon in Rio generell alles andere als Formsache sind, zeigte sich schon im Vorfeld und noch mehr auf der Pressekonferenz nach dem Lauf in Frankfurt, wo Renndirektor Jo Schindler einen mehr als mahnenden Appell an die Verantwortlichen des DLV in Sachen Olympianorm richtete. \u201eDie f\u00fcnf gro\u00dfen Marathons in Deutschland haben bereits nach dem Berlin-Marathon einen offenen Brief an den DLV geschrieben und gefordert, dass Philipp Pflieger f\u00fcr Rio nominiert wird. Und wenn der DLV will, werden wir den gleichen Brief noch einmal schicken und die Nominierung von Lisa Hahner fordern\u201c, so Schindler. \u201eEs ist Zeit, dass wir unsere Stimme erheben und dem Verband klarmachen, dass jeweils alle drei Marathon-Pl\u00e4tze in der Herren- und Damenkonkurrenz besetzt werden m\u00fcssen. Der DLV w\u00fcnscht anscheinend nicht \u2013 ich will da bewusst harte Worte finden \u2013, dass im Langstreckenlauf eine Stimmung entsteht, die auch den Spitzensport nachhaltig f\u00f6rdert. Das muss man so deutlich sagen. Sollte der Verband nur L\u00e4ufer nominieren, die im olympischen Marathonrennen eine Chance auf eine Platzierung unter den besten zehn haben, m\u00fcsse man unter den Langstreckenlauf einen Strich machen und damit aufh\u00f6ren\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-schindler.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-3082 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-schindler-640x621.jpg\" alt=\"frankfurt-marathon-2015-schindler\" width=\"480\" height=\"466\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-schindler-640x621.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-schindler.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Race Director Jo Schindler richtete in Sachen Olympianorm(en) einen eindr\u00fccklichen Appell an die Adresse des DLV.\u00a0 (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Diese sehr harte Kritik des Frankfurt Marathon Machers ist leider mehr als angebracht, wo man allerdings auf der vom DLV betriebenen Webseite schon fast vers\u00f6hnliche T\u00f6ne lesen konnte, die ein \u201e\u00dcberdenken\u201c der Problematik in Aussicht stellen. Dies w\u00e4re auch bitter n\u00f6tig, um den Leistungsschub im deutschen Marathonlauf nicht ma\u00dfgeblich auszubremsen, wo der DLV in den letzten Jahren in der Tat kaum Augenma\u00df und Weitsicht bewiesen hat.<br \/>\nAuch Gabius, der von der Problematik durch seine Ausnahmeleistung nicht unmittelbar betroffen ist, stand seinen Mitstreitern(innen) mit kritischen Worten bei: \u201eDer DLV k\u00f6nne es sich nicht leisten, eine der schwersten Normen im Marathon auf der Welt zu haben: Man nimmt den Athleten bewusst die Chance zu \u00fcberraschen.\u201c Und vermutlich die Motivation dazu.<\/p>\n<p>Ein Thema war diese Problematik schon eher f\u00fcr Lisa Hahner, die nach \u00fcber zweij\u00e4hriger Verletzungspause ein gro\u00dfartiges Comeback auf das Frankfurter Plaster legte. Ihr Kommentar zu ihrer Bestzeit von 2:28:39, mit der ganze 9 Sekunden an der Norm f\u00fcr Rio fehlen: \u201eIch laufe, so schnell ich kann, und hoffe, dass das schnell genug f\u00fcr die Olympischen Spiele ist\u201c, sagte die 25-J\u00e4hrige zur\u00fcckhaltend. Und zum Thema Norm selbst hielt sie sich sichtbar zur\u00fcck: \u201eIch kenne die Vergangenheit und kann deshalb nur hoffen, dass die Zukunft f\u00fcr uns L\u00e4ufer besser wird.\u201c Da kann man nur mit Lisa hoffen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankf-marathon-2015-lisa-42km.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-3026 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankf-marathon-2015-lisa-42km-532x640.jpg\" alt=\"frankf-marathon-2015-lisa-42km\" width=\"490\" height=\"589\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankf-marathon-2015-lisa-42km-532x640.jpg 532w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankf-marathon-2015-lisa-42km-998x1200.jpg 998w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankf-marathon-2015-lisa-42km.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 490px) 100vw, 490px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Lisa Hahner lief mit 2:28:39 erstmals unter der 2:30 Stunden-Barriere.\u00a0 (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Denn ihre Leistung hat Lisa, die zusammen mit Zwillingsschwester Anna durch ihre fr\u00f6hliche und ansteckende Stimmung l\u00e4ngst zu nationalen Sympathietr\u00e4ger in Sachen Laufsport fungiert, zuvor eindrucksvoll erbringen k\u00f6nnen. Dabei erscheint es fast unbegreiflich, wie eine L\u00e4uferin mit einer Bestzeit im Halbmarathon von 2:14 Stunden eine Marathonzeit von deutlich unter 2:30 Stunden erzielen kann. Wenn man sieht, was das Gros der internationalen Konkurrenz mit Halbmarathon-PBs von 66 bis 68 Minuten auf die volle Distanz umsetzt, dann sollte man von Lisa und vermutlich auch von Anna noch einiges erwarten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In Frankfurt reichte das diesmal zu Platz 6, wobei sich Lisa von Platz 14 bei 10 km \u00e4hnlich wie Gabius durch das internationale Feld nach vorne arbeiten konnte. Beim Halbmarathon lag sie schon auf Platz 11, bei 30 km war die Zehnte und bei 35 km Achte. Im Ziel mit 2:28:39 dann Gesamtsechste, was auch f\u00fcr den deutschen Meistertitel reichte. Hier wurde Mona Stockhecke aus Hamburg als Gesamtzw\u00f6lfte mit neuer pers\u00f6nlicher Bestzeit von 2:33:54 deutsche Vizemeisterin.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-siegerinnen.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-3087 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-siegerinnen-480x640.jpg\" alt=\"frankfurt-marathon-2015-siegerinnen\" width=\"440\" height=\"587\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-siegerinnen-480x640.jpg 480w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-siegerinnen-901x1200.jpg 901w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-siegerinnen.jpg 1050w\" sizes=\"(max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Auch der Kampf um den Sieg bei den Frauen war spannend bis zur Ziellinie.\u00a0 (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Mit dem Rennen an der Spitze hatten Lisa und Mona wenig zu tun, hier lief ein Trio bis in den Schlussphase hinein ein sehr gleichm\u00e4\u00dfiges Rennen zusammen, wo sich dann zeitgleich die \u00c4thiopierin Gulume Chala in 2:23:12 vor ihrer Landsfrau Dinknesh Tefera durchsetzte. Auch der dritte Platz auf dem Podium ging nach \u00c4thiopien mit Koren Yal in 2:23:52.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-lisa-arne.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-3084 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-lisa-arne-640x522.jpg\" alt=\"frankfurt-marathon-2015-lisa-arne\" width=\"519\" height=\"423\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-lisa-arne-640x522.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-lisa-arne.jpg 1100w\" sizes=\"(max-width: 519px) 100vw, 519px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Lisa Hahner und Arne Gabius sorgten f\u00fcr eine Sternstunde des deutschen Marathonlaufs.\u00a0 (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Ansonsten erlebte der Frankfurt Marathon wieder ein Fest des Laufsports. Das Konzept des Veranstalters auf die \u201edeutsche Karte\u201c zu setzen, ist voll aufgegangen. Die Akzeptanz f\u00fcr den Marathonlauf in der \u00d6ffentlichkeit erfuhr einen gewaltigen Schub, den die beiden prominenten deutschen Athleten in gro\u00dfartiger Manier rechtfertigten. Eine nach deutschen Ma\u00dfst\u00e4ben durchaus akzeptable TV-\u00dcbertragung mit ausgezeichneten Quoten beim hr fernsehen und in der ARD brachte das Geschehen auf der Strecke in die weite Welt, wobei die Dramatik der Ereignisse so manches Fu\u00dfballspiel in den Schatten stellte.<br \/>\nF\u00fcr Wermutstropfen sorgten die Querelen um den Start der Doping belasteten Simret Restle, in deren Sache man f\u00fcr oder gegen einen Start beide Standpunkte vertreten kann, und das Ausgehen der Medaillen f\u00fcr eine erhebliche Anzahl von Finishern. Ersteres wird als Thema erhalten bleiben, die Medaillen kann man auf dem Postweg nachschicken.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-splits-canova.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-3085 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-splits-canova-457x640.jpg\" alt=\"frankfurt-marathon-2015-splits-canova\" width=\"457\" height=\"640\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-splits-canova-457x640.jpg 457w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-splits-canova-858x1200.jpg 858w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/frankfurt-marathon-2015-splits-canova.jpg 1100w\" sizes=\"(max-width: 457px) 100vw, 457px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Liste der Zwischenzeiten auf der erste H\u00e4lfte, notiert vom Trainerguru Renato Canova.\u00a0 (c) H. Winter<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Startnummer \u201e7\u201c hat beim sportlichen Leiter des Frankfurt Marathon, Christoph Kopp aus Berlin, eine magische Bedeutung, vergibt er diese Zahl stets an Athleten mit viel versprechenden Leistungen. So trug zum Beispiel Dennis Kimetto diese Startnummer bei seinem Weltrekord-Lauf \u00fcber 25 km bei den BIG25 in Berlin im Mai 2012. Am letzten Sonntag hatte er &hellip; <a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=3074\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">34. Frankfurt Marathon am 25. 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