{"id":2904,"date":"2015-10-12T17:52:14","date_gmt":"2015-10-12T17:52:14","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=2904"},"modified":"2015-10-12T19:50:51","modified_gmt":"2015-10-12T19:50:51","slug":"38-bank-of-america-chicago-marathon-am-11-oktober-2015-sorgt-florence-kiplagat-fuer-das-highlight","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=2904","title":{"rendered":"38. Bank of America Chicago Marathon am 11. Oktober 2015: Sorgt Florence Kiplagat f\u00fcr das Highlight?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/chicago-mar-2015-logo.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-2567 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/chicago-mar-2015-logo-640x156.jpg\" alt=\"chicago-mar-2015-logo\" width=\"628\" height=\"153\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/chicago-mar-2015-logo-640x156.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/chicago-mar-2015-logo.jpg 932w\" sizes=\"(max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/><\/a><br \/>\nNachdem der Chicago Marathon in den letzten vier Jahren mit Topleistungen bei den M\u00e4nnern aufwartete &#8211; das Mittel der Siegerzeiten lag bei 2:04:11 und dreimal wurde der Streckenrekord auf hochklassige 2:03:45 (Dennis Kimetto, 2013) verbessert -, k\u00f6nnten diesmal die Frauen f\u00fcr die leistungssportlichen Schlagzeilen sorgen. Dies ist schon insofern anmerkenswert, als nach Dopingbefunden die Siegerinnen der letzten Jahre ihre Titel (und damit auch ihre Preisgelder) verloren<\/p>\n<p>Was immer die wahren Gr\u00fcnde f\u00fcr Cheforganisator Carey Pinkowski waren, beim Chicago Marathon werden in diesem Jahr (offizielle) Tempomacher fehlen. Damit sind die Chancen auf eine Fortsetzung der schnellen Rennen der Vorjahre erheblich gesunken. Aber auch mit sog. \u201eHasen\u201c w\u00fcrde das Elitefeld bei der diesj\u00e4hrigen Auflage nicht unbedingt Topzeiten erwarten lassen. Besonders in diesem Jahr muss man in Chicago schmerzlich erfahren, dass der Markt an absoluten Spitzenk\u00f6nnern im Regime von Zeiten unter 2:05 Stunden recht limitiert ist und der globale Kampf zwischen den diversen Veranstaltern um die besten Kr\u00e4fte immer h\u00e4rter wird.<\/p>\n<p>Dazu kamen zwei Absagen, die das Feld der Spitzenl\u00e4ufer mit Bestzeiten von unter 2:05 Stunden in Chicago von vier auf zwei L\u00e4ufer reduzierten. So werden neben dem Sieger von 2012, Tsegaye Kebede (ETH), wegen Verletzung auch der Sieger des diesj\u00e4hrigen Tokyo Marathon, Endeshaw Negesse (ETH), fehlen, f\u00fcr den das Visum zu sp\u00e4t beantragt wurde. Somit ist nun der Vorjahreszweite Sammy Kitwara (KEN), der im letzten Jahr 2:04:28 lief, eine Zeit, die er \u00fcbrigens im Vorfeld exakt vorhersagte, der schnellste im Feld. Kitwara hat in seinen bisherigen Teilnahmen in Chicago die Pl\u00e4tze 4, 3 und 2 belegt und sollte auch nach dem Gesetz der Serie ein erster Anw\u00e4rter auf den Sieg sein. Dabei war das Jahr 2015 f\u00fcr ihn nicht sonderlich erfolgreich, beim London Marathon im April konnte er sich mit f\u00fcr ihn schwachen 2:07:43 nicht vorne platzieren.<\/p>\n<p>Nur unwesentlich langsamer war bisher Dickson Chumba (KEN), der im letzten Jahr in 2:04:32 Dritter wurde. Nach seinem Sieg beim Tokyo Marathon 2014 in 2:05:42 wurde er im Februar an gleicher Stelle in 2:06:34 Dritter. Weitere L\u00e4ufer mit Chancen auf vordere Platzierungen sind Girmay Birhanu Gebru (ETH), der mit einer Bestzeit von 2:05:49 (Dubai 2014) erst kurzfristig verpflichtet werden konnte, und Abera Kuma (ETH), der im letzten Jahr Dritter in 2:05:56 beim Berlin Marathon wurde und dieses Jahr den Rotterdam Marathon in 2:06:47 gewann.<\/p>\n<p>Schon seit vielen Jahren ist Wesley Korir (KEN) in Chicago am Start, der sich neben dem Laufen einen Namen durch soziale Projekte in seinem Land sowie seine Zugeh\u00f6rigkeit zum kenianischen Parlament gemacht hat. Er lief seine Bestzeit von 2:06:13 als F\u00fcnfter in Chicago im Jahr 2012. Sein gr\u00f6\u00dfter Erfolg war sicherlich der Gewinn des Boston Marathon im gleichen Jahr, wo er in diesem Jahr in 2:10:49 F\u00fcnfter wurde. Als weiterer L\u00e4ufer mit einer Zeit unter 2:07 Stunden ist Felix Kiprotich (KEN) dabei, der mit einer Bestzeit von 2:06:59 erst sp\u00e4t in das Elitefeld aufgenommen wurde. Komplettiert wird das Elitefeld durch Sammy Ndungu, der in Japan lebt und bei seinem Sieg 2012 beim Lake Biwa Marathon im japanischen Otsu 2:07:26 lief und in diesem Jahr diesen Sieg in 2:09:08 wiederholen konnte, sowie durch Lucas Rotich, der nach dem zweiten Platz beim Amsterdam Marathon 2014 in 2:07:18 in diesem Jahr den Hamburg Marathon in 2:07:17 gewann. Rotich ist Mitglied der Trainingsgruppe um den Sieger des letzten Jahres und des London sowie Berlin Marathon dieses Jahres, Eliud Kipchoge, und wird in Insiderkreisen als \u201eGeheimfavorit\u201c gehandelt.<\/p>\n<p>Welche Konsequenzen das Tempomacher-lose Rennen hat, wird sich zeigen m\u00fcssen, die Erwartungen und Vorhersagen im Vorfeld waren recht diffus. W\u00e4hrend Racedictor Carey Pinkowski nun wieder die R\u00fcckkehr zu einem spannenderen Rennverlauf sieht \u2013 dabei waren die Rennen auch bei den Tempojagden der letzten Jahre durchaus ereignisreich -, sah Boston-Sieger Wesley Korir die Chance, dass durch die Abkehr von bedingungslosen Tempojagden weniger Druck zur Manipulation (sprich: Doping) auf die Athleten ausge\u00fcbt werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Wie schon eingangs angemerkt, k\u00f6nnte durch Florence Kiplagat das Highlight der Veranstaltung bei den Frauen erzielt werden. Mit ihren grandiosen Weltrekorden im Halbmarathon (65:09) in den letzten beiden Jahren ist Florence \u00fcber die Unterdistanzen bestens ausgewiesen, ihre Bestzeit von 2:19:44 (Berlin 2011) weiter zu verbessern. Im letzten Jahr war sie leicht verletzt ins Rennen gegangen und wurde in Chicago in 2:25:57 nur Dritte. Auch ihr F\u00fcnfter Platz beim diesj\u00e4hrigen London Marathon in 2:24:15 entspricht sicher nicht ihrer wahren Leistungsst\u00e4rke. Die von Meistercoach Renato Canova betreute Athletin f\u00fchlt sich aktuell in sehr guter Verfassung und will in der Tat ihr hohes Potential auch \u00fcber die volle Marathondistanz ausreizen. Dabei wird sie das Fehlen der Pacemaker(innen) kaum tangieren, da im Bereich von 2:17 bis 2:18 in Chicago immer ein ganze Gruppe einheimischer Athleten am Start ist. Gegen Kiplagat werden Mulu Seboka (ETH, 2:21:56), Birhane Dibaba (KEN, 2:22:30), Yebrgual Melese (KEN, 2:23:23) sowie Amane Gobena (ETH, 2:23:30) nur Au\u00dfenseiterchancen einger\u00e4umt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/chicago-2014-pk-fl-kiplagat.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-2878 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/chicago-2014-pk-fl-kiplagat-640x494.jpg\" alt=\"chicago-2014-pk-fl-kiplagat\" width=\"447\" height=\"345\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/chicago-2014-pk-fl-kiplagat-640x494.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/chicago-2014-pk-fl-kiplagat.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 447px) 100vw, 447px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Erzielt Florence Kiplagat in diesem Jahr ihren ersten Sieg beim Chicago Marathon?\u00a0 (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Die Bedingungen f\u00fcr den Lauf, der um 7:30 Uhr Ortszeit (14:30 MESZ) gestartet wird, werden f\u00fcr die Eliteathleten mit 14\u00b0C sehr annehmbar sein, es wird weitgehend aufklaren. St\u00f6rend d\u00fcrften allerdings der f\u00fcr Chicago um diese Jahreszeit aufb\u00f6ende Wind sowie ein Anstieg der Temperaturen in den Mittagstunden auf \u00fcber 20\u00b0C sein. Bei einem Frauenanteil von 47 % &#8211; man hat fast einen Gleichstand der Geschlechter erreicht \u2013 werden insgesamt gut 45000 Teilnehmer an der Startlinie im wundersch\u00f6nen Grant-Park erwartet. Da aus Sicherheitsgr\u00fcnden zum Start noch keine Zuschauer in den Park gelassen werden, wird dieser unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit erfolgen. Erst zum Finale k\u00f6nnen dann Zuschauer die Trib\u00fcnen aufsuchen und die Teilnehmer anfeuern, wovon auch an der Strecke sehr reichlich Gebrauch gemacht wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Liste der Eliteathleten:<br \/>\n<\/strong><br \/>\nSammy Kitwara KEN 2:04:28<br \/>\nDickson Chumba KEN 2:04:32<br \/>\nGirmay Birhanu Gebru ETH 2:05:49<br \/>\nAbera Kuma ETH 2:05:56<br \/>\nWesley Korir KEN 2:06:13<br \/>\nFelix Kiprotich KEN 2:06:59<br \/>\nSammy Ndungu KEN 2:07:04<br \/>\nLucas Rotich KEN 2:07:17<\/p>\n<p><strong>Liste der Eliteathletinnen:<br \/>\n<\/strong><br \/>\nFlorence Kiplagat KEN 2:19:44<br \/>\nMulu Seboka ETH 2:21:56<br \/>\nBirhane Dibaba ETH 2:22:30<br \/>\nYebrgual Melese ETH 2:23:23<br \/>\nAmane Gobena ETH 2:23:30<br \/>\nKayoko Fukushi JPN 2:24:21<br \/>\nMeskerem Assefa ETH 2:25:58<br \/>\nDiane Nukuri BDI 2:27:50<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem der Chicago Marathon in den letzten vier Jahren mit Topleistungen bei den M\u00e4nnern aufwartete &#8211; das Mittel der Siegerzeiten lag bei 2:04:11 und dreimal wurde der Streckenrekord auf hochklassige 2:03:45 (Dennis Kimetto, 2013) verbessert -, k\u00f6nnten diesmal die Frauen f\u00fcr die leistungssportlichen Schlagzeilen sorgen. 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